Ich möchte - Stichwort Ruhmeshalle - an einen unserer erfolgreichen Trainer erinnern, der den Verein nach dem Biskup-Aufstieg (und sofortigem Wieder-Abstieg) Mitte der 80er Jahre zum zweiten Mal in die Bundesliga geführt hat und der es geschafft hat, im ersten Jahr locker die Klasse zu halten:
Jürgen Wähling war ein eher leiser Typ, der mir aber immer unheimlich gut gefallen hat. Allein der Durchmarsch in der 2. Liga war beeindruckend: 96 wurde souverän Meister und schaffte den sofortigen Wiederaufstieg.
Für Wähling, um den es danach recht still wurde, dürfte die Zeit bei 96 die erfolgreichste in der Bundesliga gewesen sein (können auch nicht viele Trainer von sich behaupten).
Jürgen Wähling [1986 - 1988]
Moderatoren: EmslandsRoterKAJser, Erdbeere, Tiburon, Roter Stern, Bemeh, Anorie, Tanne, Discostu
Jürgen Wähling [1986 - 1988]
"Ist das Schubert?"
"Nein. Irgendjemand von einem Bratfett-Preisausschreiben."
"Ach." (Loriot)
"Nein. Irgendjemand von einem Bratfett-Preisausschreiben."
"Ach." (Loriot)
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andi30
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Sehr gut! Sein wikipedia-Artikel ist ganz nett, hier der relevante Auszug:
Er kam als dänischer Meister 1986 zu uns und brachte 96 direkt wieder in die Erfolgsspur. Der an anderer Stelle bereits beschriebene 10. Platz 1988 nach dem direkten Wiederaufstieg war eine Überraschung, und unvergessen schön sind z.B. die spektakulären Heimsiege gegen Leverkusen (6:1) und Bayern (2:1) in jener Saison.
http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCrgen_W%C3%A4hlingwikipedia hat geschrieben:Ab 1974 arbeitete Wähling als Trainer in Dänemark und feierte dort zahlreiche Erfolge, darunter 1986 die dänische Fußball-Meisterschaft mit Aarhus GF. Von 1986 bis 1988 war Wähling Trainer von Hannover 96. Hannover war 1985/86 aus der Bundesliga abgestiegen und verpflichtete ihn mit dem Ziel, den direkten Wiederaufstieg zu schaffen. Wähling galt als ruhiger und besonnener Trainer und verstärkte die Mannschaft mit erfahrenen Spielern. Bereits zum Saisonbeginn 1986 wurde Hannover seiner Favoritenrolle in der 2. Bundesliga gerecht und lag zur Winterpause souverän an der Tabellenspitze. In der Rückrunde zeigte die Mannschaft Nerven, schaffte aber trotzdem als Erstplatzierter den Aufstieg in die Bundesliga. In der Saison 1987/88 erreichte Jürgen Wähling mit Hannover Platz 10 in der Bundesliga. 1988/89 startete Hannover jedoch mit einer Serie von 9 sieglosen Spielen in Folge, die zur Entlassung von Jürgen Wähling führte.
Nach seiner Zeit als Bundesligatrainer war Jürgen Wähling für verschiedene Vereine in unterschiedlicher Position tätig, darunter bis 1996 als Manager beim FC St. Pauli sowie 1999 in der Türkei als Trainer bei Trabzonspor.
Er kam als dänischer Meister 1986 zu uns und brachte 96 direkt wieder in die Erfolgsspur. Der an anderer Stelle bereits beschriebene 10. Platz 1988 nach dem direkten Wiederaufstieg war eine Überraschung, und unvergessen schön sind z.B. die spektakulären Heimsiege gegen Leverkusen (6:1) und Bayern (2:1) in jener Saison.
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andi30
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Ich meinte mich zu erinnern, dass man Wähling anfangs reichtlich skeptisch gegenüberstand. Also habe ich mal die Schatzkiste geöffnet und bin fündig geworden: Mittwoch 10. Juni 1987, Verlagsbeilage "Aufstieg" in der HAZ, Seite 5: "Der Erfolgstrainer".
Darin steht u.a. über Wählings Beginn bei 96 im Jahr 1986 folgendes:
"...Entgegen seinen sonstigen Gepflogenheiten faßte das Präsidium des Absteigers einen spontanen Entschluß.
"Unser neuer Trainer soll die Weichen schon in der wichtigen Vorbereitungsphase stellen", war die Begründung von Präsident Horst-Fredo Henze, der den staunenden Experten ein völlig unbeschriebenes Blatt präsentierte. Die Wahl war auf Jürgen Wähling gefallen, einen Hamburger, der seit 8 Jahren in Dänemark arbeitete, der das bundesdeutsche Trainergeschäft nur vom Hörensagen kannte.
"Schließlich muß nicht alles Käse sein, was aus Dänemark kommt", machten sich die Fans nach der Verpflichtung des 45jährigen selber Mut, zumal sich Wähling erstaunlich selbstbewußt gab: "Ich bin seit 20 Jahren Trainer und noch nie entlassen oder beurlaubt worden. Auch in Hannover fühle ich mich keineswegs als Lückenbüßer. Ich werde alle meine Kraft für den Wiederaufstieg einsetzen."
Schon bald sollte sich herausstellen, daß Jürgen Wähling kein Freund von großen Worten ist. Mit Sorgfalt wählte er die Spieler aus, die den Stamm der verbliebenen Mannschaft komplettieren sollten - und er hatte eine glückliche Hand, die auf fundiertes Fachwissen schließen ließ.
Schon in den ersten Vorbereitungsspielen prägte Wähling das neue Team, mit seiner sachlichen, ruhigen Art wurde er schnell zum Rückhalt des gesamten Angebots. Er blieb sachlich bei Kritik und Lob. ..." (Autor: H.v.Z.)
Wenn ich richtig recherchiert habe, holte Jürgen Wähling 1986 unter anderem Gregor Grillemeyer, Frank Hartmann, Detlev Dammeier und Peter Hobday.
Der direkte Wiederaufstieg gelang - Aufstieg 1987.
Darin steht u.a. über Wählings Beginn bei 96 im Jahr 1986 folgendes:
"...Entgegen seinen sonstigen Gepflogenheiten faßte das Präsidium des Absteigers einen spontanen Entschluß.
"Unser neuer Trainer soll die Weichen schon in der wichtigen Vorbereitungsphase stellen", war die Begründung von Präsident Horst-Fredo Henze, der den staunenden Experten ein völlig unbeschriebenes Blatt präsentierte. Die Wahl war auf Jürgen Wähling gefallen, einen Hamburger, der seit 8 Jahren in Dänemark arbeitete, der das bundesdeutsche Trainergeschäft nur vom Hörensagen kannte.
"Schließlich muß nicht alles Käse sein, was aus Dänemark kommt", machten sich die Fans nach der Verpflichtung des 45jährigen selber Mut, zumal sich Wähling erstaunlich selbstbewußt gab: "Ich bin seit 20 Jahren Trainer und noch nie entlassen oder beurlaubt worden. Auch in Hannover fühle ich mich keineswegs als Lückenbüßer. Ich werde alle meine Kraft für den Wiederaufstieg einsetzen."
Schon bald sollte sich herausstellen, daß Jürgen Wähling kein Freund von großen Worten ist. Mit Sorgfalt wählte er die Spieler aus, die den Stamm der verbliebenen Mannschaft komplettieren sollten - und er hatte eine glückliche Hand, die auf fundiertes Fachwissen schließen ließ.
Schon in den ersten Vorbereitungsspielen prägte Wähling das neue Team, mit seiner sachlichen, ruhigen Art wurde er schnell zum Rückhalt des gesamten Angebots. Er blieb sachlich bei Kritik und Lob. ..." (Autor: H.v.Z.)
Wenn ich richtig recherchiert habe, holte Jürgen Wähling 1986 unter anderem Gregor Grillemeyer, Frank Hartmann, Detlev Dammeier und Peter Hobday.
Der direkte Wiederaufstieg gelang - Aufstieg 1987.
Gerade wird in dem Rückennummern-Thread vom tollen 8:0 gegen den KSC im November '86 geschwärmt. War schon eine großartige Truppe damals.
Trainer: Jürgen Wähling
Nach seiner Entlassung 1988 waren's wirklich 14 verdammt harte Jahre...
Trainer: Jürgen Wähling
Nach seiner Entlassung 1988 waren's wirklich 14 verdammt harte Jahre...
"Ist das Schubert?"
"Nein. Irgendjemand von einem Bratfett-Preisausschreiben."
"Ach." (Loriot)
"Nein. Irgendjemand von einem Bratfett-Preisausschreiben."
"Ach." (Loriot)

