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 Abendblatt: In acht Spielen gab es nur einen Sieg Moderations-Bereich
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 Betreff des Beitrags: Abendblatt: In acht Spielen gab es nur einen Sieg
BeitragVerfasst: 26.10.2006 10:16 
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In acht Spielen gab es nur einen Sieg - wird am Sonnabend die nächste Negativserie beendet?
Von Dieter Matz

Es war einer seiner letzten großen Auftritte für den HSV, als Jörg "Ali" Albertz am ersten Spieltag der Saison 2002/2003 mit zwei Toren einen 0:1-Rückstand gegen Hannover 96 mit zwei späten Toren (82. und 84. Minute) in einen Sieg umwandelte. Und es war der letzte "Dreier" des HSV gegen den "kleinen HSV" von der Leine. Seit diesem 2:1-Erfolg gab es in den weiteren sieben Bundesliga-Spielen zwischen beiden Klubs gerade einmal zwei Unentschieden bei fünf Niederlagen für Hamburg. Torverhältnis: 15:6 für Hannover 96. Tiefpunkt dabei war der erste Spieltag 2003/2004, als es unter Trainer Kurt Jara eine herbe 0:3-Pleite in der AOL-Arena und damit viele lange Hamburger Gesichter gab.

Als einzige Spieler aus dem damaligen Kader sind heute nur noch der momentan verletzt fehlende Bastian Reinhardt sowie Mehdi Mahdavikia dabei. Und Ralf Zumdick, der in Hannover mit einer 2:3-Pleite am 1. Februar 2004 seine Zeit als Kotrainer beim HSV begann. "Wir kennen die Bilanz", sagt "Katze", wie Zumdick von Freunden gerufen wird, "es gibt eben für fast jede Mannschaft einen Gegner, der als Angstgegner tituliert wird. Bei Hannover spricht zumindest unsere schlechte Bilanz für diesen Namen." Warum die Bilanz so schlecht ist? Zumdick kann selbst nur Vermutungen anstellen. "Ich erinnere, dass wir gegen Hannover selten in wirklich guter Verfassung angetreten sind. Irgendwas war vorher immer." Auch Trainer Thomas Doll hat keine wirklich weiterführende Erklärung parat: "Wir haben uns gegen Hannover schwergetan - warum auch immer. Es waren stets komische Spiele. Aber die hatten wir eigentlich auch gegen Hertha BSC immer. Ich glaube, so etwas ist auch nicht erklärbar."

Dennoch, Doll wäre nicht er selbst, würde er nicht auch in dieser Statistik - die der Optimist wie alle anderen negativen Bilanzen als unwichtig bezeichnet - einen positiven Aspekt ableiten: "Wir haben letzte Saison etliche Rekorde aufgestellt. Vielleicht beenden wir ja auch gegen Hannover eine Negativ-Serie. Zumal momentan so viele neue Spieler in der Mannschaft sind, die interessieren sich nicht für derartige Vorgeschichten, die sind unvorbelastet. Und wir sind jetzt auf dem Weg von unten nach oben. Das war in den letzten Jahren vor den Spielen gegen 96 häufig anders."

Auch Zumdick versucht, den Spieß umzudrehen und aus der negativen Bilanz Vorteile abzuleiten: "Umso leichter wird es doch sein, die Mannschaft zu motivieren. Das wird ein echtes Nordderby, in dem sich kein Spieler zu siegessicher sein wird. Und in Zusammenwirkung mit unserem Aufschwung kann das nur positiv für uns sein."

Zumal Rafael van der Vaart wieder fit ist. Mit dem Niederländer im Team hat der HSV bisher noch nie gegen Hannover verloren. Und nicht wenige schreiben gerade seiner Rückkehr auch das Ende der Sieglos-Serie in Leverkusen zu. Warum sollte das nicht noch einmal klappen?

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