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 Deutschland gg. Färoer Inseln am 07.09.2012 Moderations-Bereich
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 Betreff des Beitrags: Re: Deutschland gg. Färoer Inseln am 07.09.2012
BeitragVerfasst: 08.09.2012 10:43 
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Da konnte man gestern sehen wie z.B. ein Zieler, USA, Haggui, Eggi (Felipe),Pander, Stindl, Pinto, Andreasen, Huszti, Schlaudraff, Moa (Sobiech) gefehlt haben. Um nur mal einige zu nennen. Selbst "Ergänzungsspieler" wie Schmiedebach, Rausch oder Schulz habe ich schmerzlich vermisst. Dazu noch ein brauchbarer Trainer wie Slomka.

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 Betreff des Beitrags: Re: Deutschland gg. Färoer Inseln am 07.09.2012
BeitragVerfasst: 08.09.2012 11:01 

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Auch wenn die Kürze der Zeit in der JL seinen Kader zusammen hat erschwerend ist, so sollte man nicht vergessen das es sich bei den Spielern der N11 um gestandene und erfahrene Männer handelt.
Sie sollten aus Ihren Vereinen so etwas wie taktisches Grundverständnis vermittelt bekommen haben.

Das Spiel war gegen einen, mit Verlaub 4. klassigen Gegner der Bezeichnung nicht würdig.
Ich habe jegliche Motivation und taktische Variation vermisst. Das Die Faroeer Inseln in Ihrem Spielvermögen begrenzt sind und sich möglichst mit 11 Mann hinten reinstellen, war in dem Moment bekannt, als sie der deutschen Gruppe zugelost wurden. Von einer N11 erwarte ich mehr als stumpfsinniges Ballgeschiebe und hirnloses Anrennen. Von einem Bundestrainer erwarte ich, das eine Mannschaft, welcher man das spielen als solches nicht mehr beibringen muss, eine attraktive und funktionierende Spielweise zugetragen wird und diese versucht wird auch umzusetzen. So hat es leider wieder einmal den Eindruck erweckt, das man lieber den Zuschauer betrügt und anschliessend alles verkorkste schön redet. Bei den finanziellen Mitteln, die diesen Herrschaften ermöglicht werden, kann ich als "Kunde" verlangen, das sie sich den Teil aufreißt an dem die Sonne wenig Wirkung zeigt...
Die einzigen Spieler denen man eine Motivation hat ansehen können waren m.M.n. Reus, Götze, Hummels und Schürrle. Mit Abstrichen noch Ösil. Der Rest war selbstverliebt und scheinbar überrascht das die Gegner sich nicht vor Ehrfurcht schnell 2, 3 Eigentore eingeschenkt haben.
Ehe es jemand in den Mund nimmt..... nein ich bin kein Dortmund Fan sondern neutral, solange es nicht um die Roten geht.


Zuletzt geändert von deBris am 08.09.2012 12:13, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Deutschland gg. Färoer Inseln am 07.09.2012
BeitragVerfasst: 08.09.2012 11:16 

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Robin Dutt (DFB-Sportdirektor) hat geschrieben:
Fußballerisch werden wir eine aktualisierte Version der Spielphilosophie erarbeiten.

[so wird er zumindest in der Frankfurter Rundschau zitiert]
... unsere aktualisierten Philosophen - ist damit nun Löw gemeint, oder Richard David Precht?

Naja, es ist vielleicht wirklich nicht leicht, gegen einen so konsequent mauernden Gegner gut auszusehen. Aber dann darf man trotzdem hinterher nicht so tun, als hätte man eben doch gut ausgesehen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Deutschland gg. Färoer Inseln am 07.09.2012
BeitragVerfasst: 08.09.2012 11:42 
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deBris hat geschrieben:


Die einzigen Spieler denen man eine Motivation hat ansehen können waren m.M.n. Reus, Götze, Schmelzer und Schürrle.


Der hat bei mir im TV gar nicht gespielt. Daher Respekt vor Deinem guten Auge.

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 Betreff des Beitrags: Re: Deutschland gg. Färoer Inseln am 07.09.2012
BeitragVerfasst: 08.09.2012 11:57 

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 Betreff des Beitrags: Re: Deutschland gg. Färoer Inseln am 07.09.2012
BeitragVerfasst: 08.09.2012 12:14 
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Wieso, auf der Bank sah er doch ziemlich motiviert aus...

Der beste auf dem Platz war sowieso der Færinger-Tørwært. Hat mir gut gefallen, der Mann. Ansonsten ist das Spiel aus meiner Sicht erwartungsgemæss verlaufen. Im Stadion hætt' ich mich geærgert, mit Freunden vor dem Fernseher war's immerhin ein netter Abend. Besonders, als wir bei Freistøßen kollektiv nach Pander gerufen haben.

Und es bleibt festzuhalten, dass wir Hannoveraner in der letzten Zeit ziemlich verwøhnt sind, was Fussball angeht. So kann's gern bleiben.

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 Betreff des Beitrags: Re: Deutschland gg. Färoer Inseln am 07.09.2012
BeitragVerfasst: 08.09.2012 12:49 
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Sieht fast so aus, dass es für Löw immer schwerer wird, eine Spielweise zu finden, die für BVBler und FCBler gleichsam umzusetzen ist. Die Bayern scheinen sehr festgefahren im Ballbesitz-Querschiebe-Fußball, während meine Schwarzgelben versuchen, dass durch noch ubermotivierteres Nachvornerennen auszugleichen. Das paßt überhaupt nicht zusammen, höchstens menschlich.

Das größte Problem, wie schon seit Jahren leider vorhersehbar: Im Sturm gibt es keinen Nachrücker, der eine echte Alternative zum ewigen Miro und Stolper-Gomez wäre.

Schmelle hätte ich gern gesehen. Bei Badstuber hat man irgendwie das Gefühl, dass es ihm gar keinen Spaß macht, was er da tut.

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 Betreff des Beitrags: Re: Deutschland gg. Färoer Inseln am 07.09.2012
BeitragVerfasst: 08.09.2012 13:18 
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RoterKlaus hat geschrieben:
Da konnte man gestern sehen wie z.B. ein Zieler, USA, Haggui, Eggi (Felipe),Pander, Stindl, Pinto, Andreasen, Huszti, Schlaudraff, Moa (Sobiech) gefehlt haben. Um nur mal einige zu nennen. Selbst "Ergänzungsspieler" wie Schmiedebach, Rausch oder Schulz habe ich schmerzlich vermisst. Dazu noch ein brauchbarer Trainer wie Slomka.

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Sogar von unserer B-Elf! :nuke:

Beim Verlassen des Stadios bemerkte ich, wie Jemand über das Hasseröder meckerte ("das schlimmste Bier, dass ich je in einem Stadion getrunken habe"). Der sollte doch froh sein, dass es Becks alkoholfrei nur auf Wunsch gab. Und wenn es ihn jemals in die Stadt des KdF-Wagens bei Fallerleben verschlägt... Aber auch in der Bierstadt Dortmund muss man bei Länderspielen damit rechnen, dass man statt Bier Clausthaler (oder gar Clausthaler Radler) erhält. :shock:

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 Betreff des Beitrags: Re: Deutschland gg. Färoer Inseln am 07.09.2012
BeitragVerfasst: 08.09.2012 16:41 
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Wenn die Deutsche Natti gegen die Ösi Elf so spielt dann bekommen die Jogi Jungs schön den A... Versohlt. Vorne Ideenloses Ballgeschiebe und bei Kontern Mega anfällig.

Wir hatten Glück das die Teilzeit Kicker vom Nordatlantik das nicht ausnutzen konnten.

Lieber Jogi Steig von deinem Thron und lass dir auch mal erklären wie es besser gehen könnte.

So jedenfalls werden nicht Weltmeister.

Ich freue mich schon auf den 15.09. Wenn wir Fussballdeutschland wieder zeigen wie Attraktiver Fussball gespielt wird und so ganz nebenbei hauen wir die Fischköppe weg :nuke:

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 Betreff des Beitrags: Re: Deutschland gg. Färoer Inseln am 07.09.2012
BeitragVerfasst: 09.09.2012 09:27 

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Nach dem Spiel gegen die übermächtigen Färöer muss man sich ernsthafte Sorgen für das Rückspiel machen! Zu Hause sind die Färinger eine Macht, da geben sie 150%.

Vorgestern 3 Punkte geholt, mehr muss man eigentlich nicht schreiben, der Härtetest kommt am Dienstag in Wien, da muss das Team schneller und direkter spielen. Auch Schweden und Irland müssen ihre Punkte gegen die vermeintlichen Kleinen erstmal einfahren, noch ist die Qualifikation für Brasilien möglich. Aber diese weichgespülten Interviews vor und nach dem Spiel kann ich nicht mehr sehen, ist unsere Nat-11 wirklich so toll, wie alle meinen?

Möchte nicht wissen, was passiert, wenn es gegen die Alpen-Brasilianer keinen Sieg gibt.

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Spieler vertragen kein Lob. Sie müssen täglich die Peitsche im Nacken fühlen. Max Merkel


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 Betreff des Beitrags: Re: Deutschland gg. Färoer Inseln am 07.09.2012
BeitragVerfasst: 09.09.2012 10:44 

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Die Interviews müssen doch harmonisch sein und auf keinen Fall emotional. Ärgern darf man sich auch nicht und von daher war doch alles toll ....

Mir allerdings stellt sich mehr denn je die Frage, ob bei den Spielern überhaupt so etwas wie Emotionalität, Ehrgefühl, Selbstwertgefühl etc. vorhanden ist. Vermutlich wenig, denn der Kontostand stimmt ja.


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 Betreff des Beitrags: Re: Deutschland gg. Färoer Inseln am 07.09.2012
BeitragVerfasst: 09.09.2012 11:27 

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Das ist eine gute Frage und ich möchte Folgendes zur Diskussion stellen. Es handelt sich um einen Diskussionsbeitrag von mir im Nachbarforum:

Zitat:
Im übrigen stimme ich der EInschätzung von Manager aus vollem Herzen zu, dass Löw nicht der richtige Trainer für einen Titel ist. Die Mannschaft selbst hat zu wenig "Biss", um mehr als "immerhin-unter-den-besten-vier" zu schaffen. Ich gebe zu, dies ist eine Hypothese. Unglücklicherweise sprechen die jüngsten Ergebnisse genau dafür. Schauen wir uns das nochmal genauer an:

Die Leistungen des Trainerteams seit der Ära Völler (und der teils unsäglichen Zeit davor) hat Manager mE sehr gut dargestellt. Hinzufügen möchte ich noch, dass die beste Leistung aus meiner Sicht die gelungene Abnabelung der Nat11 aus dem Dunstkreis des amateurhaften Funktionärswesens des DFB war. Die Nat11 und ihre Funktionsträger haben sich quasi emanzipiert und damit den Grundstein für langfristiges Arbeiten gelegt. Gut soweit. - Aber sie haben auch eine gewisse persönliche Präferenz entwickelt nach dem Motto: Wir grenzen Streit aus und errichten ein Abwehrbollwerk gegen den DFB. Diese Grundhaltung jedoch färbt mE jedoch auch auf die "Spielererziehung" ab: Bloß keine "individuellen Eskapaden" - das Team steht über allem. Das ist in Sachen Teambuilding bestimmt hilfreich, aber es kann auch die individuelle Entwicklung von Spielern hemmen...

Nun stellt sich immer wieder die Frage nach Typen, Leitwölfen oder anderen "genialen" Lichtgestalten in der Mannschaft - immer wieder eingefordert von so Typen wie dem unvermeidlichen Oliver Kahn. Hat er recht? Ich glaube: Nein. Ich denke die Zeiten der (fast) allein spielbestimmenden Spielerfiguren ist definitiv vorbei. Auch ein Messi ist unbedingt abhängig von von der kollektiven Leistung seiner Mannschaft. Der Prototyp der heutzutage spielbestimmenden Figur ist für mich ein Iniesta. Und der ist nun wahrlich kein Typ à la Kahn, Effenberg und Konsorten.

Unsere Mannschaft hat durchaus gute (Lahm, Badstuber zB), bis sehr gute Einzelspieler (Özil, Reuss, Hummels zB). Was unserer Mannschaft fehlt ist mE nicht der klassische Leitwolf sondern der kollektive Siegeswillen um jeden Preis, wie er uns an guten Tagen vom BVB und sogar von unseren Roten vorgeführt wird.

Und ich glaube, Manager hat ganz recht: Diesen kollektiven Siegeswillen kann unser derzeitiges Trainerteam nicht in unsere Mannschaft implentieren. Ein Trainer wie Mourinho verkörpert diesen Siegeswillen und trägt ihn damit auch in die Mannschaft. Das ist eine überragenden Leistung, wie ich finde. Diese Fähigkeit hat ein Jogi Löw beileibe nicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Deutschland gg. Färoer Inseln am 07.09.2012
BeitragVerfasst: 09.09.2012 12:32 
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Selber schuld, wer sich solch einen Mist ansieht.
Ich meide solche medial aufgeblähten Langweiler schon seit Jahren.
Und Löw entwickelt sich in meinen Augen mehr und mehr zu einem selbstgefälligen Quatschkopf, der nur von Spiel zu Spiel denkt. Von wegen Konzepttrainer: dass ich nicht lache.

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 Betreff des Beitrags: Re: Deutschland gg. Färoer Inseln am 07.09.2012
BeitragVerfasst: 09.09.2012 13:18 
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Klingt doch realistisch:
Zitat:
DFB.de: Drei Punkte, drei Tore, kein Gegentor - sind Sie mit dem ersten WM-Qualifikationsspiel gegen die Färöer in Hannover zufrieden?

Joachim Löw: Dafür, dass es das erste Spiel war, gingen die Leistungen in Ordnung. Die Mannschaft ist engagiert und konzentriert zu Werke gegangen, aber das hatte ich auch nicht anders erwartet.

DFB.de: Wo sehen Sie noch Verbesserungsbedarf?

Löw: Ganz klar: Die Chancenverwertung könnte besser sein. Besonders in der ersten Halbzeit hätten wir eindeutig mehr Tore erzielen können. Wir haben grundsätzlich guten Kombinations-Fußball gezeigt, aber der letzte Abschluss war nicht hundertprozentig vorhanden. Da muss die Mannschaft auf jeden Fall noch Kaltschnäuzigkeit lernen.

Quelle: [url]http://www.dfb.de/index.php?id=511739&tx_dfbnews_pi1[showUid]=36384&tx_dfbnews_pi4[cat]=56[/url]

Wenn der Bundes-Jogi im BVB-Stil spielen lassen will, dann muss er bestimmte Spieler des FCB zuhause lassen und durch andere Spieler (und da denke ich auch an Rausch, Schmiedebach und Stindl) ersetzen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Deutschland gg. Färoer Inseln am 07.09.2012
BeitragVerfasst: 09.09.2012 13:32 

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Immerhin hat sich Deutschland, im Gegensatz zu vielen anderen Nationen, in schöner Regelmäßigkeit für fast alle Endturniere qualifiziert. Allerdings war in den entscheidenden alles-oder-nichts-duellen in den vergangenen Turnieren immer Endstation, das Team hat es nicht verstanden, ein entscheidendes KO-Spiel zu gewinnen.

Was ich damit sagen will: Deutschland kann sich regelmäßig in Gruppenspielen behaupten, wenn es darum geht, ein taktisch geprägtes Punktesammeln systematisch durchzuführen, in den KO-Spielen fehlt es dann am Schalter umlegen. Genau dann haben die sogenannten Führungsspieler es nicht geschafft, die Mitspieler auf dem Platz mitzureißen und die unbedingte Siegermentalität zu zeigen, das hat uns zB Italien im Halbfinale der EM wunderbar demonstriert. Vielleicht ist das Team psychisch auch zu schwach, ein Lahm oder Schweinsteiger oder Podolski verkörpern eben keinen Kahn, Effenberg oder Matthäus! Das ist aber aus meiner Sicht auch ein Fehler von Löw und Flick: diese beiden dulden keine starken Persönlichkeiten neben sich, der Fall Ballack hängt ihnen irgendwie noch nach.

Die Qualifikation für Brasilien wird nicht einfach, trotzdem glaube ich an den Gruppensieg, da Irland, Schweden und Österreich nicht über die Qualität im ganzen Team verfügen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Deutschland gg. Färoer Inseln am 07.09.2012
BeitragVerfasst: 09.09.2012 13:33 
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Weiter oben hatte ich schon mal geschrieben, dass Löw derzeit Probleme hat, die sehr unterschiedlichen Spielphilosphien seiner beiden größten SpielerBlöcke zusammen zu bringen. Er will wie Dortmund spielen, dass aber auch auf höchstem internationalen Niveau und mit einigen FCBlern, die im Verein grundlegend anders spielen.

Löw halte ich nach wie vor für den richtigen Coach, auch weil mir kein besserer einfiele. Ich möchte auch bezweifeln, dass es an Reibungspunkten innerhalb des Teams mangelt. Erstens glaube ich, dass man die allgemeine Zufriedenheit benötigt, um überhaupt Topleistung abzuliefern und zum zweiten erscheint mir Löw als keiner, der nicht intern auch Dinge deutlichst anspricht. Nur weil er medial weichgespült spricht, heißt das gar nichts, sondern spricht im Gegenteil für die professionelle Außendarstellung. Bei den Spaniern wird ja auch nicht ständig gezofft.

Die Debatte über Leaderspieler geht mir schon lange auf den Sack. Sie wird immer befeuert von Ex-Spielern, die sich dafür gehalten haben. Das Spiel ist mittlerweile viel zu komplex und taktisch geworden, als dass einer allein auf dem Platz noch die Fäden in der Hand haben könnte. Auch hier lohnt ein Blick nach Spanien, wo es keinen Schreihals ala Kahn oder Effe gibt.

Wir haben exzellente Einzelspieler, die derzeit nicht gut als Mannschaft agieren. Ich traue Löw das in einer längeren Vorbereitung zu, eine Philosophie einzuüben, die mit dem ganzen Kader erfolgreich umzusetzen ist. Das man gegen die Makkaronis im HF verlor, war klar eine taktische und personelle Fehleinschätzung des Trainers. Hätte jedem passieren können. Man hat den Eindruck, dass uns Deutschen jetzt mal ein Titel zusteht. Wieso eigentlich? Wir vergessen zu schnell, dass es nicht nur davon abhängt, dass unsere Jungs gut spielen, sondern dass es auch Gegner gibt, die ein bisschen Pech brauchen, da sie auf Augenhöhe sind, damit wir gewinnen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Deutschland gg. Färoer Inseln am 07.09.2012
BeitragVerfasst: 09.09.2012 17:50 
✝ Unvergessen
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Der von Kuhburger aus dme Fanmag reingeflankte Beitrag trifft in einigen Punkten den Nagel auf den Kopf, glaube ich. Eins hat die N11 ganz unabhängig von Spielsystemen, taktischen Varianten usw. usf. immer ausgezeichnet: Der Siegeswille. Von Rahn und Morlock über Seeler bis hin Sammer und Ballack. Wie oft wurden schon verloren geglaubte Spiele gedreht.

Noch in Japan ist eine absolute Duchschnittstruppe mit nur zwei Klasseleuten immerhin Vize geworden. Eben weil in diesem Team jede Menge Leute mit Biss spielten.

Ich rede hier nicht unbedingt der Leitwölfe-Theorie das Wort. Mir geht es um die mentale Stärke.

Jogis Mannschaften spielen in der Regel schon einen geilen Ball, das macht viel mehr Spaß anzusehen als die oftmals öden Kickereien in den 80ern und 90ern. Aber sie holen keine Trophäen. Mir ist das alles zu weichgespült, in den wirklich entscheidenden Phasen fehlen Wucht (altdeutsch für: Power) und Durchschlagskraft.

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 Betreff des Beitrags: Re: Deutschland gg. Färoer Inseln am 07.09.2012
BeitragVerfasst: 09.09.2012 18:03 

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El Filigrano hat geschrieben:
Mir ist das alles zu weichgespült, in den wirklich entscheidenden Phasen fehlen Wucht (altdeutsch für: Power) und Durchschlagskraft.

Dem stimme ich nur zur Hälfte zu. Zumindest bei den Siegen gegen England und Argentinien bei der WM in Südafrika (und das WAREN ja nun entscheidende Spiele) war beides vorhanden. Allerdings hat die Mannschaft bei der letzten Europameisterschaft davon nun wieder deutlich weniger gezeigt. Trotzdem denke ich nicht, dass die jetzige Mannschaft auch nur in einer Hinsicht schlechter ist als der Zufalls-Vizeweltmeister von 2002.
Das ändert allerdings nichts daran, dass Spiele wie das 3:0 gegen die F.-Ins. das Zuschauen nicht lohnen.

Nebenbei:
malu57 hat geschrieben:
Immerhin hat sich Deutschland, im Gegensatz zu vielen anderen Nationen, in schöner Regelmäßigkeit für fast alle Endturniere qualifiziert.
Im Grunde haben sie sich sogar für ganz alle Endturniere qualifiziert. Bei der WM 1930 waren sie nicht gemeldet, 1950 noch nicht zugelassen. Und die Europameisterschaften waren ja bis 1976 eigentlich keine richtigen Turniere - nur die Halbfinals und Endspiele haben in einem Land stattgefunden. Daher wird auch 1968 nicht als 'Scheitern in der Qualifikation' gewertet, soweit ich weiß.

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 Betreff des Beitrags: Re: Deutschland gg. Färoer Inseln am 07.09.2012
BeitragVerfasst: 09.09.2012 19:06 
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Hört doch bitte mit der Glorifizierung der Vergangenheit auf. Die haben damals reihenweise genauso schlechte Spiele abgeliefert. Im Finale der Em 92 haben die Dänen gewonnen gegen eine Truppe mit Köhler, Sammer und Effe. Die Bayern haben 99 das Finale mit Effe, Jeremies, Kahn und Loddar verloren. Wollten die damals nicht genug gewinnen? Das ist doch Quatsch!

Ich behaupte: Du kannst noch so talentiert sein und noch so gut eingestellt, mental und physisch. Dann ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass Du gewinnst, ABER auf einem engen Niveau schlägt Tagesform ALLE diese Faktoren. Und wenn Du dann noch kein Glück hast, Oweh!

Das ist aber auch der Grund, warum wir diesen Sport doch lieben. Es gäbe sonst gar kein Grund zuzuschauen und darauf zu hoffen, dass die Roten in München 3:0 gewinnen. Eher unwahrscheinlich, aber mit guter Tagesform und ein bisschen Glück ist ALLES möglich. Auch dass Griechenland die EM gewann. Erzählt mir nicht, dass die das beste Team waren oder das Charisteas mehr wollte als Ronaldo.

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 Betreff des Beitrags: Re: Deutschland gg. Färoer Inseln am 07.09.2012
BeitragVerfasst: 09.09.2012 19:31 

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Keine Frage: Gewonnen und verloren wurde schon immer. Jedoch wurden früher auch mal die richtich wichtichen Spiele gewonnen und zwar durchaus auch dann, wenn unsere Mannschaft spielerisch unterlegen war. 1974 und 1990 lassen grüßen... :mrgreen:

Und dass ist der Unterschied! Unsere tolle Mannschaft heute ausgestattet mit dem "Erzwing-Gen" früherer Jahre wäre eine echte Konkurrenz zum Spanien der letzten Jahre.

Wir können doch unsere Augen nicht davor verschließen, dass die aktuelle Nat-Spielergeneration zu teilen doch in die Jahre kommt - spätestens zum WM-Turnier 2014 in die Jahre gekommen ist: Lahm, Schweinsteiger, Klose

Gut, Schweinsteiger ist sicher ersetzbar, aber wer ersetzt ggf. Lahm und Klose?

Ich finde, 2010 und 2012 sind tolle Chancen ausgelassen worden. Speziell 2012 hat das Trainerteam fürchterliche Fehler gemacht, indem es auf einen unfitten Schweinsteiger gesetzt hat, statt ein anderes Mittelfeld sich einspielen zu lassen. - Von dem grandiosen Taktikfehler gegen Italien einmal ganz abgesehen... Speziell dieser Fehler wäre einem Mourinho mit Sicherheit nicht passiert. In einem Halbfinale darf die Mannschaft durchaus Fehler machen, der Trainer aber nie! ... Ich wage mal die Behauptung, frühere Mannschaften, obwohl nominell schwächer, hätten eine solche taktische Umstellung niemals akzeptiert.

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