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 Deutschland gg. Färoer Inseln am 07.09.2012 Moderations-Bereich
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 Betreff des Beitrags: Re: Deutschland gg. Färoer Inseln am 07.09.2012
BeitragVerfasst: 09.09.2012 19:56 
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@Kuhburger: ich geb dir ja recht, dass auch ein Titel in den letzten Jahren möglich gewesen wäre, aber die Geschichte mit dem Erzwing-Gen (in München nennen die das Bayergen und ist genauso Quatsch) halte ich für eine Legende.

Stell Dir einfach mal vor, Brehme hätte 1990 nicht getroffen, nachdem ihm der Godfather of Siegergen und Leadership Loddar Maddäus die Pille in die Hand drückte, weil er selber die Hosen gestrichen voll hatte. Dann wäre Matthäus Aktion heute ein Lehrbeispiel für die Angst vorm Torhüter und Maradona nicht nur in Argentinien ein Gott.

Zusätzlich ist auch in den letzten Jahren die Weltspitze, frei nach Berti, breiter geworden. Theoretisch ist doch der Prozentsatz der Teilnehmer, die eine echte Chance haben, den Titel zu holen, deutlich größer geworden.

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 Betreff des Beitrags: Re: Deutschland gg. Färoer Inseln am 07.09.2012
BeitragVerfasst: 09.09.2012 20:00 

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Da hätte man eine EM Vorbereitung "ohne 10" auch nicht zugelassen. Eher hätte man sich eine vollständige Truppe zusammen gesucht und sich einspielen lassen. Ich finde die Terminierungen vor solchen wichtigen Turnieren aber eh seit langem schlecht und kontraproduktiv. Auch sollte der Trainerstab darauf bestehen, das die N11 vor wichtigen Turnieren mindestens 4 Wochen zusammen trainieren kann und zwar ohne Anreise am Spielort.


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 Betreff des Beitrags: Re: Deutschland gg. Färoer Inseln am 07.09.2012
BeitragVerfasst: 09.09.2012 23:27 
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Nochmal ein anderer Aspekt, unabhängig von Führungsspielern, Sieger-Gen und solchen Sachen:

Schwarz-Weiß gekleidete Kicker gehören seit Jahrzehnten zu den Großen des Weltfußballs, egal bei welchem Anlass und gegen wen sie auch auflaufen. Aber ihre besten Spiele haben sie nach meiner Erinnerung nie dann gemacht, wenn sie als Große angetreten sind. In ihren besten Spielen hätte ihnen das vorher kaum jemand zugetraut, waren sie gegen noch Größere die Underdogs.

Darin lag für mein Empfinden ein ganz großes Problem schon bei den zurückliegenden Turnieren und könnte auch bei der kommenden WM zum hausgemachten Trauma werden, nämlich dieses schon von den Medien Monate im Voraus und bis zum Erbrechen während des Turniers hochgehypte „jetzt sind wir mal dran“.

Es soll einen neuen Bus geben, zur WM in Brasilien. Was soll da eigentlich diesmal draufgepappt sein? Diese Taschka-Tschaka-Parolen funktionieren vielleicht im Kopf von US-Sportlern, aber so waren und sind deutsche Kicker nie gestrickt.

Löw und seine Jungs, allen voran aber die Medien und wir interessierte Beobachter täten vielleicht mal wieder gut daran, sich in alter Bescheidenheit zu üben. Sich vielleicht einfach auch mal wieder gelegentlich als Außenseiter gegen die Konkurrenz auf Augenhöhe zu sehen. Die Wahnsinnsspiele gegen Argentinien und England bei der WM 2010 – sachichma – hätten wir ganz gewiss nie so gespielt, wenn die DFB-Kicker in Gedanken schon im Semifinale gegen Spanien gewesen wären.

Wir reden zu früh und zu oft von Titeln und Trophäen. Die Rolle als Favorit hat uns aber noch nie – in keiner Spielergeneration – gut getan. Schon garnicht die selbst ernannte.

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 Betreff des Beitrags: Re: Deutschland gg. Färoer Inseln am 07.09.2012
BeitragVerfasst: 10.09.2012 16:08 

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Kuba libre hat geschrieben:
Hört doch bitte mit der Glorifizierung der Vergangenheit auf.
Völlig einverstanden! Die einzige deutsche Nationalmannschaft, die so etwas Glorifizierung verdient hat, ist die der Jahre 1970-1974.
(Die 'Helden von Bern' sind eine andere Geschichte - Helden ja, aber sicher keine prägende, beherrschende Mannschaft)

Kuba libre hat geschrieben:
Im Finale der Em 92 haben die Dänen gewonnen gegen eine Truppe mit Kohler, Sammer und Effe. Die Bayern haben 99 das Finale mit Effe, Jeremies, Kahn und Loddar verloren.

Und warum wird hier - ich zitiere Dich nur als Beispiel - dauernd ausgerechnet Stefan Effenberg angeführt? Der war meiner Meinung nach der am meisten überschätzte Spieler der ganzen Neunziger Jahre. Große Klappe, aber bei weitem nicht das Talent eines Sammer, Matthäus, Kohler (ich würde sogar sagen: noch nicht einmal Niveau Mario Basler). Erfolgsbilanz - naja. Mit Gladbach gut, aber in seiner ersten Bayernzeit die klägliche Saison 1991/2, dann mit der Fiorentina abgestiegen (zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte!), erst die zweite Bayern-Ära rettet ihn so ein wenig. Und den einzigen Titel, den die Nationalmannschaft in jenen Jahren gewonnen hat, hat sie ohne ihn geholt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Deutschland gg. Färoer Inseln am 07.09.2012
BeitragVerfasst: 10.09.2012 16:33 
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Peter Später hat geschrieben:

Kuba libre hat geschrieben:
Im Finale der Em 92 haben die Dänen gewonnen gegen eine Truppe mit Kohler, Sammer und Effe. Die Bayern haben 99 das Finale mit Effe, Jeremies, Kahn und Loddar verloren.

Und warum wird hier - ich zitiere Dich nur als Beispiel - dauernd ausgerechnet Stefan Effenberg angeführt? Der war meiner Meinung nach der am meisten überschätzte Spieler der ganzen Neunziger Jahre. Große Klappe, aber bei weitem nicht das Talent eines Sammer, Matthäus, Kohler (ich würde sogar sagen: noch nicht einmal Niveau Mario Basler). Erfolgsbilanz - naja. Mit Gladbach gut, aber in seiner ersten Bayernzeit die klägliche Saison 1991/2, dann mit der Fiorentina abgestiegen (zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte!), erst die zweite Bayern-Ära rettet ihn so ein wenig. Und den einzigen Titel, den die Nationalmannschaft in jenen Jahren gewonnen hat, hat sie ohne ihn geholt.


Völlig richtig, was du sagst. Effe wird komplett überschätzt, ebenso wie die Herren Berthold, Basler und Strunz, die diese LeaderDiskussion immer wieder anstoßen, um damit im Nachhinein zu suggerieren, sie seien selber solche stahlharten Helden gewesen, die ihm Angesicht der drohenden Niederlage gottgleich die Ärmel hochkrempelten und die niedergeschlagene Mannschaft allein durch blitzende Augen und heftiges Stirnrunzeln zum finalen Gegenschlag motivieren konnten.

Wenn man etwas genauer in die Vergangenheit blickt, war seinerzeit Berthold mehr mit seinen Sonnenbrillen und der Frisur beschäftigt, Strunz mehr verletzt als auf dem Platz, wie schon Trapatoni richtig erkannte und Basler würde heute noch jedem Trainer den Nerv rauben, da er sich an gar keine taktischen Vorgaben hielt. Sie alle 3 verbindet eher, dass man sie eher ständig selbst in den A... treten mußte, damit da Leistung rumkam, als dass sie heroenhaft vorangegangen wären, geschweige denn dabei noch jemanden mitgenommen hätten.

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Zuletzt geändert von Kuba libre am 10.09.2012 17:01, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Deutschland gg. Färoer Inseln am 07.09.2012
BeitragVerfasst: 10.09.2012 16:42 
✝ Unvergessen
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In der Tat, Glorifizierung ist Tinnef.

Ich habe auch lediglich darauf hinweisen wollen, dass zwischen 1972 und 1996 fünf Titel geholt worden sind. Und zwar oft genug aus der Underdog-Rolle heraus. Aber mit Selbstbewusstsein und - seht mir die Wiederholung nach - Siegeswille. Motto: Ihr seid zwar besser als wir, aber wir gewinnen trotzdem.

Das hat weniger mit den Effenbergs dieser Welt, wohl aber - zum Beispiel - mit den Sammers zu tun. Aber auch hier wiederhole ich mich. Sorry.

In den 16 darauf folgenden Jahren - nun ja.

In Sachen Bescheidenheit bin ich ganz bei Alter96er.

Lahm als Lautsprecher wirkt ohnehin eher putzig - wer soll ihm die neue Rolle denn abnehmen?

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 Betreff des Beitrags: Re: Deutschland gg. Färoer Inseln am 07.09.2012
BeitragVerfasst: 10.09.2012 17:26 

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Welche Spielertypen stehen denn aktuell zur Verfügung?

Leader? Spieler mit "Kahnmentalität" und dem Willen, Trainerkonzepte auf dem Platz umzusetzen.

Spieltechnische Ästheten? Spieler mit hervorragendem Spielvermögen, Übersicht und Technik.

Mitläufer? Der ganze Rest.

Ich hätte bei vielen Spielertypen so meine Probleme Ihnen eine Rolle zuzuweisen aber der Anteil an Mitläufern wäre definitiv der größte...

Die Spielphilosophie der Jahre 1980-2000 sind mit der heutigen aber nicht mehr vergleichbar. Weder bei dem Spaniern noch bei den Engländern und schon garnicht bei den Deutschen. Von daher ist dieses Titelgelaber zumeist nur ein Medienwusch, damit sie etwas zu schreiben haben. Nur verkaufte Zeitungen sind gute Zeitungen ....


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 Betreff des Beitrags: Re: Deutschland gg. Färoer Inseln am 07.09.2012
BeitragVerfasst: 10.09.2012 19:57 
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Schlechte Standards bereiten DFB-Elf Kopfzerbrechen

75 Ecken, 0 Treffer, 4 Jahre ohne Freistoßtor: Was sich wie die Bilanz eines chronisch abstiegsbedrohten Kreisligisten liest, ist die bittere Wahrheit über die derzeitige Chancenverwertung der deutschen Nationalmannschaft bei Standardsituationen.


Quelle: http://wm.t-online.de/joachim-loews-maengelliste-des-grauens/id_59410166/index

Eine Mängelliste des Grauens! :shock:

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„Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft.“

Jean Paul Sartre


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 Betreff des Beitrags: Re: Deutschland gg. Färoer Inseln am 07.09.2012
BeitragVerfasst: 10.09.2012 20:48 

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Wenn Ihr gottgleiche Persönlichkeiten im Fussball sucht, warum in die Ferne schweifen??

Siemensmeyer sach ich nur. - Das war der Held meiner Jugend. Gegen den war ein Effe nur ein billiges Abziehbild.

Und so einen Typen haben wir in der Nat11 schon mal gar nicht.

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„Und Sie, Herr Lienen, haben Sie früher auch mal Fußball gespielt?“


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 Betreff des Beitrags: Re: Deutschland gg. Färoer Inseln am 07.09.2012
BeitragVerfasst: 10.09.2012 21:06 
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Kuhburger hat geschrieben:
Wenn Ihr gottgleiche Persönlichkeiten im Fussball sucht, warum in die Ferne schweifen??

Siemensmeyer sach ich nur. - Das war der Held meiner Jugend. Gegen den war ein Effe nur ein billiges Abziehbild.

Und so einen Typen haben wir in der Nat11 schon mal gar nicht.


Dann wäre doch Jogis Sturmproblem gelöst. Er müßte ja in etwa Miros Alter sein. :wink2:

Das Löw jetzt die Chancenverwertung bemängelt, verwundert etwas. Hat er nicht noch vor der EM gesagt, dass er das eh nicht trainieren lässt? Die Jungs seien doch aus dem Spiel so torgefährlich, dass man das vernachlässigen könnte.

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 Betreff des Beitrags: Re: Deutschland gg. Färoer Inseln am 07.09.2012
BeitragVerfasst: 10.09.2012 21:19 
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Wenn Du einen Typen wie den blonden Hans meinst, gebe ich Dir Recht. Sein härtester Gegenspieler Rainer "Terrier" Stiller, gegen den er lediglich im Training bei 96 spielen musste, trug allerdings nie den Adler auf der Brust. :( Einen "Stinkefinger" wie Effe brauchen wir nicht in der N11.

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