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 Unser Nachwuchs mit dem Adler auf der Brust Moderations-Bereich
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 Betreff des Beitrags: Unser Nachwuchs mit dem Adler auf der Brust
BeitragVerfasst: 22.07.2007 00:09 
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Hab´ leider keinen passenden anderen Fred gefunden. Also mach´ ich einfach mal einen auf, weil unsere Nachwuchskicker meiner Meinung nach einen verdient haben.

Bin heute im TV in das U 19-EM-Gruppenspiel gegen Serbien reingeraten und konnte einfach nicht abschalten.

Beeindruckend, was die Jungs bei brütender Hitze bei dem Turnier in Österreich abliefern. Leider aber kein Roter dabei.

Technisch überraschend beschlagen in allen Mannschaftsteilen, taktisch schon erstaunlich abgeklärt und mit Einzelkönnern besetzt, die das Zeug zum Star haben, allen voran der Dribbelkönig Sebastian Tyrala. Wie Stan Libuda in seinen besten Zeiten! Pikant, dass er für Dortmund spielt.

Allein - einen Keeper aus Cottbus aufzustellen, halte ich für sehr gewagt. Der hat mir zuviel beim Piplica abgeschaut....

Es gab ein 3:2. Vier der fünf Buden haben unsere Jungs gemacht. Zwei der Treffer gegen den Nachwuchs Serbiens hatten absolut das Zeug zum „Tor des Monats“.

Am Dienstag ist Semifinale, gegen Griechenland.

Um unseren Nachwuchs ist mir nicht bange. Vielleicht sehen wir den einen oder anderen von denen schon bei der WM 2010.

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Half of the people can be part right all of the time. Some people can be all right part of the time. But all the people can´t be all right all of the time.
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BeitragVerfasst: 22.07.2007 15:55 

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Habe das Spiel gestern abend auch zufällig gesehen.
Die Schlussphase war total der Hammer!

Für alle die es nicht wissen:

Mit einem Unentschieden wäre Deutschland hinter Frankreich nur Gruppenzweiter und stieße damit im Halbfinale auf Spanien (Weltmeister?, auf jeden Fall der schwerst mögliche Gegner).
Zur Halbzeit lag Deutschland durch ein Tor aus der 2. Minute mit 1:0 zurück, der Ausgleich gelang in der 1. Viertelstunde der 2. Halbzeit, dann passierte lange nichts. In der 85. Minute dribbelte Tyrala die gesamte Abwehr aus und hatte noch das Auge abzuspielen. Deutschland wäre nun Gruppensieger, denn beide Mannschaften waren wirklich am Ende ihrer Kräfte, konnten kaum noch laufen.

In der 92. Minute dann der Schock - Einem Deutschen (man möge mir verzeihen, dass ich die meisten U19 Spieler nicht mit Namen kenne ;) ) fällt eine langer Ball auf den Kopf, der Cottbusser Torwart verschätzt sich und kann den Ball nicht fangen ... 2:2. Deutschland nun wieder nur Gruppenzweiter. Ich hätte nun eher noch ein 3:2 für Serbien erwartet als den Siegtreffer für Deutschland. Im letzten Angriff bekam dann ein gewisser Sidney Sam ca. 25-30m vor dem serbischen Tor den Ball und zirkelte ihn in den Winkel. Das war mal ein Wechselbad der Gefühle, wirklich geil!
Auch ich mache mir nun keine Sorgen mehr über die Zukunft des deutschen Fußballs.


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BeitragVerfasst: 23.07.2007 16:23 
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Ja bin mal gespannt, ob unsere U19 den großen Wurf landen kann. Ist ja schon 15 Jahre her, dass aus dem Jugendbereich ein internationaler Erfolg heraussprang (U16 Europameister 1992 in Zypern).

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BeitragVerfasst: 27.07.2007 15:25 
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Hat das Halbfinalspiel unserer Junioren gegen Griechenland irgendeiner gesehen ?

Sehr sehr unglücklich ausgeschieden.

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BeitragVerfasst: 27.07.2007 18:42 
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ja, ich habs gesehen, unglücklich wars schon aber irgendwie auch selbst schuld. In der 1.Halbzeit klar überlegen und nur 1:1 und in in der 2.Halbzeit in Überzahl verlieren sie trotz geschenktem Elfmeter! Leider hat die Abwehr während des Turniers zuviele Gegentore zugelassen und der Torwart war auch alles andere als sicher. Aber der érfrischende Offensivfußball hat auf jeden Fall viel Spaß gemacht. Hoffentlich bleiben ein paar von den Jungs auf ihrem weg, dann können sie vielleicht auch irgendwann in der A-Nationalelf stehen.


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BeitragVerfasst: 28.07.2007 12:53 
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ironfrank hat geschrieben:
ja, ich habs gesehen, unglücklich wars schon aber irgendwie auch selbst schuld. In der 1.Halbzeit klar überlegen und nur 1:1 und in in der 2.Halbzeit in Überzahl verlieren sie trotz geschenktem Elfmeter! Leider hat die Abwehr während des Turniers zuviele Gegentore zugelassen und der Torwart war auch alles andere als sicher. Aber der érfrischende Offensivfußball hat auf jeden Fall viel Spaß gemacht. Hoffentlich bleiben ein paar von den Jungs auf ihrem weg, dann können sie vielleicht auch irgendwann in der A-Nationalelf stehen.


Vielleicht werden wir den einen oder anderen ja in der Bundesliga bald sehen. Die Hamburger haben jedenfalls mit Ben Hatira einen Rohdiamanten in ihren Reihen.

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BeitragVerfasst: 16.08.2007 13:06 
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Süddeutsche Zeitung hat geschrieben:
Dabeisein ist nicht alles

Verändertes Anspruchsdenken: Unter Trainer Heiko Herrlich strebt die U 17 das WM-Finale an


Seoul/München - Der erste Tag im Land der Weltmeisterschaft war zwar ein Erlebnis, aber ein unerfreuliches. "Müde und erschlagen" fühlte sich Heiko Herrlich, nachdem er im Anschluss ans Abendessen einen Vortrag von Fifa-Offiziellen über Fairplay und Regelwerk hatte anhören müssen - die Müdigkeit erklärte er höflicherweise durch den Zeitunterschied, nicht durch den Vortragsstil. Vom ersten Eindruck in der Hauptstadt des Gastgebers blieb jedoch für den Trainer der deutschen U 17-Junioren auch nicht viel Faszinierendes haften. "Wahnsinnsverkehr" herrsche in Seoul, hat er erfahren müssen. Für zwei Ausflüge auf den Trainingsplatz saß die Equipe insgesamt drei Stunden im Bus - trotz Polizeieskorte und Blaulicht. "Das muss sich ändern", stellte Herrlich genervt fest.

So mühselig der Anfang gewesen sein mag: Herrlich, 35, will mit seiner Mannschaft und dem Begleittross mit Fitnesstrainer, Psychologe, Koch und Nachhilfelehrer den Aufenthalt in Korea bis 10. September ausdehnen. Der 10. ist der Tag nach dem Finale, und sollten es die deutschen Junioren so weit schaffen, würden sie sich einen Eintrag ins Geschichtsbuch verdienen. Im Jahr 1985 waren die DFB-Nachwuchskicker dieser Altersklasse das letzte Mal in einem Finale, damals unterlagen sie Nigeria 0:3. Herrlich, der sein Amt am 1. Juli angetreten hat, will zwar nicht so vermessen sein, vom Titelgewinn zu reden, aber er sagt auch: "Ich sehe unseren Auftritt nicht olympisch, nach dem Motto 'Dabeisein ist alles‘." Solche Bescheidenheit, meint er, verbiete sich durch das veränderte "Anspruchsdenken" im Jugendfußball.

Verkörpert wird diese neue Wahrnehmung nicht zuletzt durch die Gegenwart Matthias Sammers, der seit April 2006 als Sportdirektor beim DFB tätig ist und schon einiges in der Nachwuchsarbeit reformiert hat. Dass er den neuen U-17-Trainer nun ausgerechnet in Dortmund anwarb, wo Herrlich bis dahin die A-Junioren der Borussia betreut hatte, brachte in der Gerüchtebranche Fußball das Gerede über eine Klüngelbeziehung auf, schließlich hatten die beiden viele Jahre in Dortmund zusammengearbeitet. Herrlich weist die Vermutungen verständlicherweise zurück und erzählt davon, dass es der Borussia-Cheftrainer Sammer war, der ihm vor einigen Jahren das Ende seiner Profikarriere beigebracht habe. Dem Kicker erzählte er: "Knallhart, fast brutal, sagte er: 'Heiko, es reicht nicht mehr‘."

Hört man Herrlich zu, möchte man aber zumindest an eine geistige Verwandtschaft mit dem vorgesetzten Sportdirektor glauben. Herrlich äußert seine Vorstellungen mit einer ähnlich lebhaften und energischen und manchmal auch drastischen Rhetorik, wie es von Sammer bekannt ist. An die Spieler, die sich ab der ersten Partie am Montag in einer Gruppe mit Kolumbien, Ghana sowie Trinidad und Tobago behaupten müssen, werden verschärfte Erwartungen gestellt. "Ich will, dass diese Mannschaft Siegermentalität zeigt", erklärt Herrlich. Siegermentalität ist ein zentraler Begriff seiner Lehre. "Es wäre eine absolute Lebenslüge, den Jungs später zu sagen: 'Okay, wir haben zwar kein Spiel, aber an Erfahrung gewonnen.‘ Man muss den Willen zum Sieg einfordern. Ich meine, dass das eine Mentalität ist, die man von Anfang an schulen muss. Das ist Teil der Ausbildung. Uli Hoeneß will doch bei den Bayern auch nur Leute mit dem absoluten Siegergen haben."

Hoeneß' FC Bayern ist wie Bayer Leverkusen mit vier Spielern in der U 17 vertreten. Nachwuchsstar Toni Kroos, der in München als Anwärter auf das Profi-Trikot mit der Nummer Zehn gilt, ist Kapitän. Von Kroos ist auch Herrlich begeistert, deswegen hat er ihn ja zum Spielführer ernannt, aber er warnt davor, das Talent zu überlasten: "In ganz Deutschland gibt es im Moment nur Leute, die ihn loben und ihm sagen, was er alles toll kann. Wenn wir ihn weiterentwickeln wollen, müssen wir mit Toni aber auch über das sprechen, was er noch nicht kann." Dazu gehört etwa die Rückwärtsbewegung. Nicht schlimm: Ab Montag soll es für die Deutschen vorwärts gehen. Herrlichs Spielprinzip ist nämlich nicht bei Sammer, sondern bei Jürgen Klinsmann entliehen: "So schnell wie möglich vertikal nach vorn." Philipp Selldorf

(SZ vom 16.8.2007)



SID hat geschrieben:
Das deutsche Aufgebot für die U17-WM


Tor: Fabian Giefer (Bayer Leverkusen), Kevin Trapp (1. FC Kaiserslautern), Rene Vollath (1. FC Nürnberg)

Abwehr: Mario Erb (Bayern München), Kai Bastian Evers (Borussia Dortmund), Matthias Haas (Bayern München), Konstantin Rausch (Hannover 96), Jonas Strifler (TSG Hoffenheim), Nils Teixeira (Bayer Leverkusen)

Mittelfeld: Sascha Bigalke (Hertha BSC Berlin), Mehmet Ekici (Bayern München), Patrick Funk (VfB Stuttgart), Tony Jantschke (Borussia Mönchengladbach), Toni Kroos (Bayern München), Sebastian Rudy (VfB Stuttgart), Kevin Wolze (Bolton Wanderers)

Angriff: Fabian Broghammer (TSG Hoffenheim), Dennis Dowidat (Borussia Mönchengladbach), Alexander Eßwein (1. FC Kaiserslautern), Henning Sauerbier, Richard Sukuta-Pasu (beide Bayer Leverkusen)

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"...ein Beruf, der durch eine Vielzahl von Wichtigtuern, Halbgebildeten und Trunkenbolden gestraft ist."

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BeitragVerfasst: 08.10.2007 22:19 
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Hm, hier passt es thematisch und vom Thread-Namen wohl am besten hin...

http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,510136,00.html

DEJAGAHS LÄNDERSPIELABSAGE
Zentralrat empört über "privaten Judenboykott"

Von Mike Glindmeier und Clemens Gerlach

Das hat es noch nie gegeben: Der deutsch-iranische U21-Nationalspieler Ashkan Dejagah weigert sich, ein Länderspiel gegen Israel zu bestreiten. Der DFB steht hinter dem Wolfsburger, der Zentralrat der Juden ist empört und fordert Dejagahs Rauswurf aus der Nationalmannschaft.


In dem Artikel wird im Übrigen auch noch kurz über einen ähnlichen Vorfall bei den Münchener Bayern eingegangen, als Vahid Hahemian dort noch spielte...

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BeitragVerfasst: 09.10.2007 08:40 
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Tja, wer kann ausschließen, dass durch seinen Einsatz im Spiel gegen Israel seiner verbliebenen Familie im Iran etwas passiert?

Nach den Äußerungen, die von Dejagah in dem Artikel erwähnt wurden, kann ich weder einen Hass auf oder den Boykott von Juden generell erkennen sondern vielmehr Angst um seine im Iran verbliebene Familie. Bei der Beurteilung, ob diese Gefährdung vorliegt, könnte ich in Unkenntnis der Lage im Iran nur Klischees bedienen. Wem das auch so geht, der sollte zugunsten von Dejagah annehmen, dass dem so sei, bis sich diese Einschätzung durch andere Hinweise widerlegen lässt. Daher denke ich auch, dass der Zentralrat der Juden mit seinen Forderungen über das Ziel hinausschießt.

Bedauerlich finde ich es, diese traurige Angelegenheit zur Profilierung zu benutzen, selbst wenn man das Thema gar nicht verstanden hat. Aber auch dem gemeinten Ex-Hannoverer Politiker möchte ich zu seinen Gunsten unterstellen, dass seine Interviewantworten zu einem anderen Gespräch gehören und nur aus Versehen in den Artikel geschnitten worden sind.

Um klarer zu sehen helfen nur Nachfragen bei Menschen, die den Iran besser kennen und die offener sprechen können, als es Dejagah sich traut.

Insgesamt mal wieder ein unschönes Beispiel, wie Sport von religiösen und politischen Fanatikern missbraucht werden kann.

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BeitragVerfasst: 09.10.2007 08:53 
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Blöde Situation. Ich kann ihn verstehen, aber auch die Israelis. Es kann nicht sein, dass die islamistische Heimat die Aufstellung einer deutschen Nationalmannschaft beeinflußt. Dann muss man sich im schlimmsten Falle fragen, ob die generelle Nominierung überhaupt Sinn macht.

Die Ansichten eines Herrn "Wir sind wieder da" - Pflüger kann man getrost in den Senf drücken. Allein schon, dass die Antwort sich auf etwas ganz anderes bezieht als die Aussage des Spielers, beweist, dass er sich offenbar nicht wirklich mit dem Fall auseinander gesetzt hat. Dem Jungen ging es sicherlich nicht um seine eigene Sicherheit. :roll:

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BeitragVerfasst: 10.10.2007 14:14 
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Ich finde es absolut beschämend, wie die NP das Thema angeht - Ähnlich wie im Bildartikel werden wichtige Hintergründe dieses Falles einfach weggelassen, sodaß dieser Fall in ein ganz anderes Licht gerät, als er möglicherweise wirklich ist.

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Eine Entscheidung die Dejagah getroffen hat zum Politikum zu machen, ist schlicht und ergreifend armselig, besonders wenn man die Gründe nicht kennt. Dadurch das die Presse mit Forderungen gefüttert wird, könnte der Fall Dimensionen annehmen, die gerade ein Politiker massiv unterbinden sollte.


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Dejagah hätte sich eine "Verletzung" nehmen sollen und der Käse wäre gegessen gewesen !
So muss der leicht naive Idealist Zwanziger wieder durch alle Gazetten turnen und sogar der Zentralrat der Juden fühlt sich wie immer bemüßigt,seinen ewig nervenden Senf dazuzugeben.
Sehr schlimm !!
Man sollte den Jungen verstehen.Seine halbe Familie lebt im Iran,sein Bruder spielt in einem Teheraner Club selbst Fussball.Da sind Repressalien doch vorprogrammiert. Aber anstatt Verständnis zu zeigen und einem Ahmadinedschad den schwarzen Peter zuzuschieben,dröhnt der Zentralrat durch alle Fernsehsender und haut auf den "armen" Dejagah ein...

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chelsea hat geschrieben:
Dejagah hätte sich eine "Verletzung" nehmen sollen und der Käse wäre gegessen gewesen !
So muss der leicht naive Idealist Zwanziger wieder durch alle Gazetten turnen und sogar der Zentralrat der Juden fühlt sich wie immer bemüßigt,seinen ewig nervenden Senf dazuzugeben.
Sehr schlimm !!
Man sollte den Jungen verstehen.Seine halbe Familie lebt im Iran,sein Bruder spielt in einem Teheraner Club selbst Fussball.Da sind Repressalien doch vorprogrammiert. Aber anstatt Verständnis zu zeigen und einem Ahmadinedschad den schwarzen Peter zuzuschieben,dröhnt der Zentralrat durch alle Fernsehsender und haut auf den "armen" Dejagah ein...


Das war auch mein erster Gedanke...bin verletzt Punkt!!!!!
Wie konnten Trainer und Verantwortliche so dämlich sein und dem Jungen nicht mit dieser Aussage helfen.
Der Junge mußte ja seinen Verein und Dieter Eilts in Kenntnis setzen aber was die daraus gemacht haben :shock:
Selbst ein Oliver Bierhof...hätte da einschreiten müssen um den Jungen aus dem Schußfeld rauszuholen...
Jetzt ist der arme Junge ins total falsche Bild gerückt...
Sehr sensibel von der Presse...DANKE Deutschland...
Ich finde es schlimm das immer wieder auf die "alte Zeit" rumgehauen wird siehe B.Kerner...es macht doch kein Spaß mehr...
Gerade unsere Generation hat doch mit dem nichts mehr am Hut...
das heißt nicht das man das vergessen sollte...aber was soll dass...das eine Judensprecherin den Ausschluß einen Jungen Fußballspielers fordert...das geht entschieden zu weit...
Meine Meinung!!!


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Ja, das ist leider typisch für einen Teil der Medienlandschaft, man hat fast den Eindruck, sie wünschen sich mal wieder einen ordentlichen Nazi, damit sie endlich wieder entrüstet sein können. Und daran hängen dann die B- und C-Klasse-Politiker, die sich schon freuen, endlich wieder dem entrüsteten Volk nach dem Mund reden zu können. Das gibt dann wieder schöne Moralpredigten und schnell vergessene Gesetzesvorlagen, etc.

Was Dejagah wirklich "getan" hat, kann man wohl nur mit Kenntnis aller Fakten nachvollziehen. Und wenn es für ihn darum geht, ob die Behörden ihm auch in Zukunft erlauben werden, seine Familie zu besuchen (oder von dieser besucht zu werden), dann hielte ich seine Entscheidung für verständlich, wenn auch etwas naiv vorgetragen. Aber vielleicht war es auch Absicht, sich nicht einfach zu "verletzen" denn so kommt auf diese Art und Weise heraus, wie ein junger Sportler zu Propagandazwecken missbraucht wird. Und dann hätte die Sache auch wieder etwas gutes.

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Konjugation eines unregelmäßigen Verbs

Ich bin fest.
Du bist eigensinnig.
Er ist ein dickköpfiger, unbelehrbarer Hornochse.
(Bertrand Russell)


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octo2001 hat geschrieben:
eine Judensprecherin


Um keinen falschen Eindruck zu erwecken, solltest Du vielleicht einfach ihren wirklichen Titel benutzen.

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chelsea hat geschrieben:
...fühlt sich wie immer bemüßigt, seinen ewig nervenden Senf dazuzugeben.


Das macht ihn irgendwie zu einem von uns, nicht wahr? Alter Forentipp: Ignoriere ihn doch einfach!

Für auch nur im Ansatz fundierte Kommentare im Zusammenhang mit dem Zentralrat der Juden, sollten sich octo2001 und Du allerdings ruhig einmal mit dessen Rolle und Aufgaben beschäftigen.

Es wird hier übrigens wieder einmal deutlich, warum wir in diesem Forum keine politischen Diskussionen wünschen. Leider lässt es sich, wie in diesem Fall, nie ganz vermeiden. :?

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rostomat hat geschrieben:
chelsea hat geschrieben:
...fühlt sich wie immer bemüßigt, seinen ewig nervenden Senf dazuzugeben.


Das macht ihn irgendwie zu einem von uns, nicht wahr? Alter Forentipp: Ignoriere ihn doch einfach!

Für auch nur im Ansatz fundierte Kommentare im Zusammenhang mit dem Zentralrat der Juden, sollten sich octo2001 und Du allerdings ruhig einmal mit dessen Rolle und Aufgaben beschäftigen.

Es wird hier übrigens wieder einmal deutlich, warum wir in diesem Forum keine politischen Diskussionen wünschen. Leider lässt es sich, wie in diesem Fall, nie ganz vermeiden. :?


Ich bitte Dich das war nicht Ketzerisch oder sonst "schlecht" geredet worden...
Bin da "Neutral"... Ob jemand Christ Moslemi Buddha oder den Juden...angehört oder sonstigen Glaubensgruppen die ich jetzt nicht alle Zitieren möchte...ist mir eigentlich wumpe...

Egal ob einer Schwarz Weiß Gelb oder Rot ist...

Ob jemand Schwarz Rot Grün Gelb oder Lila Blassblau wählt ist mir egal...

Aber man soll sich aus solchen Diskusionen...Politisch und auch Religiösmäßig raushalten...das ist meine Meinung...

Deshalb bin ich sauer das man auf einem Jungen Fußballspieler sich wieder in den Vordergrund stellen muß...

Reine Polemik...MEINE MEINUNG!


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BeitragVerfasst: 12.10.2007 13:44 
✝ Unvergessen
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Das ist eine vielschichtige Angelegenheit, ein paar - sehr unterschiedliche - Aspekte seien genannt (es gibt noch eine Menge mehr):

- Der Iran leugnet den Holocaust, will Israel von der Landkarte radieren. Der Iran verbietet seinen Sportlern Wettkämpfe mit israelischen Sportlern.

- Ganz gleich, in welcher Sportart: Deutsche Nationalmannschaften repräsentieren unser Land und seine Werte – und zwar definiert über und durch die Verfassung.

- Regierungen anderer Staaten haben nicht darüber zu befinden, gegen wen und mit wem deutsche Mannschaften antreten. Weder direkt noch indirekt.

- Es kann nicht angehen, internationale Konflikte auf dem Rücken eines 21jährigen abzuladen.

- Die Motivlage Dejagahs ist unklar. Er nennt „private Gründe“ (wahrscheinlich Angst um seine im Iran lebenden Angehörigen), betont aber zugleich - fast schon demonstrativ -, er sei Deutsch-Iraner. In jedem Fall ist er miserabel beraten worden

- Einige DFB-Verantwortliche (z.B. Dieter Eilts) hatten wohl die absehbaren Verwicklungen zunächst auch nicht überblickt, das Frühwarnsystem hat nicht funktioniert.

- Es ist verständlich, dass der VfL seinen Spieler schützt. Dass jedoch ausgerechnet Magath eindimensional reagiert und zu Rundumschlägen gegen „die“ Politiker bzw. „den Bundestag“ ausholt, wirft ein bezeichnendes Licht auf die politische Zurechnungsfähigkeit in Wolfsburg.

- Es geht um Grundsätzliches. Deshalb muss der DFB-Präsident selbst ran. Gut, dass Zwanziger jetzt den Job macht. Er sollte die Dinge nicht schleifen lassen, die Eigendynamik wird immer stärker.

- Der Fall ist längst zu einem Politikum geworden. Und zwar nicht, weil „die“ Politiker die Angelegenheit hochgejazzt hätten. Nein, der Skandal liegt im Vorgang selbst begründet.

Wir wären gut beraten, uns mit vorschnellen und wohlfeilen Urteilen zurückzuhalten. Es wäre im übrigen angebracht, wenn einige von uns doch noch mal ihre Sprache überdenken würden. Bestimmte Begriffe und Argumentationsfiguren sind nun mal (von Rechtsradikalen) besetzt, da kann man leicht in Ecken geraten, in die man an sich nicht hingehört.


Zuletzt geändert von El Filigrano am 12.10.2007 17:43, insgesamt 1-mal geändert.

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@ElFi

Besten Dank für dieses Statement.
Es ist alles gesagt. :!: :!: :!:

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