Wollte dafür keinen neuen Thread aufmachen.
n-tv.de hat geschrieben:
Rehmers 15-Mio-Nachspiel
Löwen-Präsident will kämpfen
Fußball-Zweitligist 1860 München hat auf den Doping-Fall Marko Rehmer mit vier Tagen Verzögerung reagiert und das Verhalten der Deutschen Fußball Liga (DFL) massiv kritisiert.
"Wir wollen Aufklärung seitens der DFL, schließlich muss ich um unsere Rechte kämpfen. Da geht es um mehr als 15 Millionen Euro", erklärte Präsident Karl Auer am Rande des Trainingslagers des Bundesliga-Absteigers in Sterzing/Südtirol.
Eine Klage gegen die DFL mit dem Ziel Wiederaufnahme der "Sechziger " in die erste Liga schloss Auer allerdings aus. "Das bringt doch nix. Aber ich will, dass so ein Fall nicht wieder vorkommt", erläuterte der "Löwen"-Boss seine Pläne: "Am liebsten wäre mir, die Bundesliga würde auf 20 Vereine aufgestockt - und wir und Eintracht Frankfurt wären dabei. Aber das geht nicht mehr."
Marko Rehmer war wegen Verstoßes gegen die Anti-Doping-Richtlinien vom DFB-Sportgericht für neun Meisterschaftsspiele gesperrt worden. Dem früheren Nationalspieler war nach dem Auswärtsspiel von Hertha BSC Berlin bei 1860 München (1:1) am vorletzten Spieltag der vergangenen Saison die Substanz Betamethason im Urin nachgewiesen worden. Der 32-Jährige hatte sich zuvor wegen einer Kieferverletzung von einem HNO-Arzt ohne Wissen seines Vereinsarztes mit dem Medikament behandeln lassen.
Die Einnahme des Mittels ist erlaubt, allerdings hätte Rehmer die Einnahme seinem Verein und dem DFB anzeigen müssen. Auf Grund des Vergehens verhängte Hertha BSC gegen den Abwehrspieler eine Rekordstrafe in Höhe von 320.000 Euro.
Der TSV 1860 München fühlt sich von der DFL unfair behandelt. "Am meisten stinkt mir, dass das Ergebnis erst jetzt, sieben Wochen nach dem Doping-Test, raus ist. Wenn ich heute zum Arzt gehe, habe ich zwei Tage später meinen Befund", klagte Karl Auer gegenüber den Münchner Zeitungen in Sterzing. "Normalerweise hätte das Spiel sofort mit X:0 für uns gewertet werden müssen. Dann hätten wir zwei Punkte mehr auf dem Konto gehabt und am letzten Spieltag hätte uns schon ein 1:1 in Mönchengladbach gereicht."
Auch wenn die DFL im Nachhinein das 1:1 gegen Hertha BSC als Sieg werten sollte, bringt das den "Löwen" nichts mehr. Am Ende der Saison 2003/2004 landeten die Münchner hinter der punktgleichen Frankfurter Eintracht mit 32 Zählern auf dem 17. Platz. Der 1. FC Kaiserlautern rettete sich als 15. mit 36 Punkten vor dem drohenden Abstieg.