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 Die Frauen und Männer mit der Pfeife Moderations-Bereich
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 Betreff des Beitrags: Re: Die Frauen und Männer mit der Pfeife
BeitragVerfasst: 12.03.2012 08:18 
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carpaccio hat geschrieben:
RR hat geschrieben:
Der französische Schiri, den wir in Lüttich hatten, war doch mal ein echtes Highlight. Der hat das Spiel auch mal laufen lassen und nicht jede Kleinigkeit abgepfiffen...

Falls das falsch rübergekommen sein sollte: Ich meinte mit Glück, dass wir diesen im wahrsten Sinne des Wortes Unparteiischen erwischt haben. Wenn alle Schiris so arbeiten würden, könnte man sich ganz auf die Kritik des Spieles bzw. der Mannschaft konzentrieren. Ist halt 'ne Wunschvorstellung.

Hatte ich auch so aufgefasst. Ich wollte nur deutlich machen, dass wir da mal einen richtig gut pfeifenden Schiedsrichter erwischt haben.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Frauen und Männer mit der Pfeife
BeitragVerfasst: 12.03.2012 13:43 
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So ist es André.

Da lobe ich mir das Verhalten der "Roten" in Bremen. Schmadtke hat Pogatetz von der Kamera weg gehalten und auch sonst sind keine Stimmen bekannt, die den Respekt vor dem Schiri vermissen lassen.

Die unterschiedlichen Betrachtungsweisen und Bewertungen bei Fouls und Tätlichkeiten sollten intern behandelt werden. Es wird Zeit, mal wieder eine generelle Linie erkennen zu können. In diesem Zusammenhang glaube ich auch, vermehrt die Rote im Anschlag haben zu sollen und dafür viel weniger Gelb. Was in der Bundesliga zur Gelben führt, ist im internationalen Kontext leilweise lächerlich.


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Frauen und Männer mit der Pfeife
BeitragVerfasst: 12.03.2012 14:06 
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Bald wird sich das Blatt zu unseren Gunsten wenden. Inzwischen haben doch schon fast alle Schiris uns gegenüber ein schlechtes Gewissen. Ich traue ihnen durchaus zu, hinterher zu erkennen, was sie da wieder gepfiffen hatten.
In der letzten Saison war es noch überwiegend anders, wie mir mein Langzeitgedächtnis verrät. Da waren uns die Schiris im Zweifel schon mal wohlgesonnen. Das rächt sich nun in dieser Saison.

Also rechne ich in der kommendenden Saison mit ca. 10 Punkten, die wir durch den Schiri holen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Frauen und Männer mit der Pfeife
BeitragVerfasst: 12.03.2012 14:30 
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RoterKlaus hat geschrieben:
Bald wird sich das Blatt zu unseren Gunsten wenden. Inzwischen haben doch schon fast alle Schiris uns gegenüber ein schlechtes Gewissen. Also rechne ich in der kommendenden Saison mit ca. 10 Punkten, die wir durch den Schiri holen.

Das wäre natürlich schön, ich wünsche mir aber lieber gut pfeifende Schiedsrichter, die zu 90% mit ihren Entscheidungen richtig liegen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Frauen und Männer mit der Pfeife
BeitragVerfasst: 12.03.2012 15:34 

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RoterKlaus hat geschrieben:
Bald wird sich das Blatt zu unseren Gunsten wenden. Inzwischen haben doch schon fast alle Schiris uns gegenüber ein schlechtes Gewissen. Ich traue ihnen durchaus zu, hinterher zu erkennen, was sie da wieder gepfiffen hatten.
In der letzten Saison war es noch überwiegend anders, wie mir mein Langzeitgedächtnis verrät. Da waren uns die Schiris im Zweifel schon mal wohlgesonnen. Das rächt sich nun in dieser Saison.

Also rechne ich in der kommendenden Saison mit ca. 10 Punkten, die wir durch den Schiri holen.

Wenn es danach gehen würde, müßten wir Spiele, in denen Aytekin, der Schiri gegen Hertha daheim oder der in Köln auswärts pfeiffen, gleich vom Elferpunkt aus beginnen dürfen...


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Frauen und Männer mit der Pfeife
BeitragVerfasst: 13.03.2012 17:29 
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Unsere Jungs sollten sich noch stärker an Chuck Norris orientieren. Warum? Darum:

Chuck Norris kann Zinedine Zidanes Mutter und Schwester auf dem Spielfeld beleidigen und danach einfach weiterspielen.

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„Dass wir den Aufstieg nicht schaffen, wird nicht passieren." Martin Kind


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Frauen und Männer mit der Pfeife
BeitragVerfasst: 13.03.2012 19:11 
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Der Italiener, der Familie Zidan beleidigt hat, konnte auch weiterspielen...leider.


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Frauen und Männer mit der Pfeife
BeitragVerfasst: 14.03.2012 00:42 
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Marco Materazzi musste nach dem Kopfstoß von Zidane aber erst behandelt werden. Beide Spieler erhielten eine Geldstrafe und eine Sperre. Zidane beendete seine Karriere, während Materazzi bei der EM-Quali gegen Frankreich in Paris wegen der Sperre nicht mitspielen durfte und Italien verlor. Manchmal geht es doch gerecht zu! :wink2:

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„Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft.“

Jean Paul Sartre


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Frauen und Männer mit der Pfeife
BeitragVerfasst: 14.03.2012 15:30 
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tauri, nochmal zum Fall Poldi und den Schlussfolgerungen.

Ich verlange keine fehlerfreie Leistung von den Schiedsrichtern. Auch dann nicht, wenn ein Spieler und Verein betroffen ist, der auf meiner Positiv-Liste steht. Wir sollten lernen, mit eben diesen Fehlentscheidungen leben zu können. Außerdem sollten wir die "schwarzen" Frauen und Männer nicht mit Häme überschütten und im Nachklapp nicht von "Betrug" reden.

In diesem Zusammenhang habe ich versucht, das Thema Wahrnehmung aufzuarbeiten. Wir alle, die Schiedsrichter, Spieler, Vereinsvertreter, Zuschauer und Fans pflegen den eigenen Blick zu haben und diesen während der 90 Minuten als einzige Wahrheit anzusehen. So weit so gut, was den Zeitraum angeht. Emotionen gehören zum Spiel und somit auch derbe Sprüche. Fragt sich nur - wie lange das anhalten soll?

Akzeptieren wir doch einfach, was ein Schiedsrichter oder die Schiedsrichter gesehen haben und hernach ein unabhängiges Schiedsgericht sieht und beurteilt. Ertragen wir es doch, wenn im Einzelfall anderes entschieden wird, als wir es für richtig halten. Lassen wir es doch auch bitte sein, Vorurteile zu pflegen und anzufügen, die mit dem Einzelfall nichts zu tun haben.

Vielmehr sollten wir uns die Frage stellen, warum die Anzahl von fragwürdigen Wahrnehmungen im Kreise der Schiedsrichter zunimmt - also weder gleich geblieben ist noch gesunken ist. Meiner Meinung nach ist die öffentliche Kritik in den Medien daran nicht unwesentlich beteiligt. Es wird mehr über fragwürdige Schiedsrichter-Entscheidungen geredet und geschrieben, als über die fußballerischen Darbietungen auf dem grünen Rasen. Beispielhaft nehme ich den Doppelpass in Sport1. Von den 2 Stunden Sendung gehen 30 Minuten Werbung ab und 60 bis 80 Minuten beschäftigen sich mit dem Fußball-Drumherum. Entscheidungen der Schiedsrichter werden dabei, sind sie auch nur im Ansatz von fragwürdiger Natur, nach allen Seiten hin auseinander genommen. Wer in diesem Spannungsfeld bessere Schiedsrichter-Leistungen fordert, hat die Ursache der Misere nicht erfasst.

Lassen wir etwas mehr Gelassenheit zu, auch wenn es hart wird. Orientierung liefern die unmittelbar Beteiligten. Sie geben dem Schiri auch dann noch die Hand, wenn es zweifelhafte Entscheidungen mit Folgen gegeben hat. Die, die dem grünen Rasen besonders nahe sind, die Spieler selbst und die Leute auf der Bank, spüren bei jedem Atemzug, wie schwierig es sein kann, immer die richtige Entscheidung zu fällen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Frauen und Männer mit der Pfeife
BeitragVerfasst: 14.03.2012 16:08 
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Eule hat geschrieben:
Akzeptieren wir doch einfach, was ein Schiedsrichter oder die Schiedsrichter gesehen haben und hernach ein unabhängiges Schiedsgericht sieht und beurteilt. Ertragen wir es doch, wenn im Einzelfall anderes entschieden wird, als wir es für richtig halten.

genau das ist der punkt, Eule. es sind keine einzelfälle.
und speziell, was 96 in dieser saison betrifft.

Eule hat geschrieben:
Wir entwickeln aber auch Abwehrmechanismen, die mit daran beteiligt sind, dass wir manches, zum Beispiel Unangenehmes, aus der Wahrnehmung ausblenden. Dadurch entsteht eine Reduktion des Informationsflusses, die eine nicht zu unterschätzende Wirkung auf das Verhalten von uns Menschen hat. Wir sind weniger offen und agieren möglicherweise aufgrund von starren, normativen Einstellungen, die Vorurteile und Feindbilder weiter schüren. So ist die Wirkung unserer begrenzten Wahrnehmung, die bei jedem individuell unterschiedlich ist, auf die Begünstigung von Vorurteilen und Feindbildern nicht zu unterschätzen.

(Auszüge aus meinem Bücherregal)

und das ist ja wohl auch ein klassischer widerspruch. :D
da empfehle ich dir, deine bücher aus dem 18. jahundert zum altpapier zu legen....kauf dir mal ein paar neue. :noidea2:

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Frauen und Männer mit der Pfeife
BeitragVerfasst: 14.03.2012 16:23 
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Eule, im Prinzip gebe ich Dir recht.
Der gegenseitige Respekt sollte im Vordergrund stehen und akzeptiert werden, dass niemand fehlerfrei ist.
Ärgerlich finde ich es nur, wenn eine Schiri-Leistung über weite Strecken eines Spieles so diskussionswürdig ist, dass es sich auf das Ergebnis auswirkt. So war ja zum Beispiel Hr. Hartmann in unserem Spiel gegen die Hertha nicht erst bei dem aberkannten Tor - sagen wir - unsicher.
Da sollte man bei Häufung von Seiten des DFB vielleicht auch mal überlegen, ob man in Einzelfällen über die Eignung nachdenkt (ich meine jetzt nicht explizit Hr. Hartmann). Aber da ist wohl auch das Angebot an Schiris zu dünn und die Auswahl nicht so groß.

Richtig ärgerlich finde ich es aber, dass auch heutzutage nach dem Spiel die technischen Möglichkeiten nur in eine Richtung genutzt werden. Sperren nach Fernsehbild geht, frei sprechen aber nicht. Was soll das?! Ich denke, die Akzeptanz von Entscheidungen würde sich deutlich verbessern, wenn man Fehler einräumt und offen damit umgeht.
Es geht ja nicht um absichtliche Benachteiligung. Auch der Schiri ist eben auch in seiner Wahrnehmung eingeschränkt und kann sich nicht teilen.
Aber das wurde ja auch schon oft genug thematisiert...

Die Rolle der Medien ist eine Sache für sich. Die wollen sich halt verkaufen. Da bleibt der Anstand leider oft genug auf der Strecke.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Frauen und Männer mit der Pfeife
BeitragVerfasst: 14.03.2012 17:12 
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Wuchtbrumme80 hat geschrieben:

Richtig ärgerlich finde ich es aber, dass auch heutzutage nach dem Spiel die technischen Möglichkeiten nur in eine Richtung genutzt werden. Sperren nach Fernsehbild geht, frei sprechen aber nicht. Was soll das?! Ich denke, die Akzeptanz von Entscheidungen würde sich deutlich verbessern, wenn man Fehler einräumt und offen damit umgeht.

:nuke:

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Zur Fankultur gehört das Leiden und der Mißerfolg zwingend dazu,
weil man sich sonst nicht über das Erreichte freuen kann.
Zitat von Roter Dortmunder


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Frauen und Männer mit der Pfeife
BeitragVerfasst: 14.03.2012 17:25 

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Kann man sich denn darauf einigen, daß wir lange nicht mehr so viele Fehlentscheidungen hatten wie in dieser Saison? Mir kommt es nämlich auch so vor. Insbesondere spielentscheidende Fehlentscheidungen gab es zuhauf (vgl. nur das spielentscheidende Rot plus Elfer bei Camargos Schauspielerei im Pokal).

Was nun dagegen tun? Der Fall Poldolski hat aus meiner Sicht gezeigt, daß es mit dem geforderten Videobeweis auch nicht so einfach ist. Um das hier nochmal zu thematisieren:

Schiri Winkmann meinte später im Interview, ein Videobeweis hätte bei der Szene auch nicht geholfen, weil es mindestens 10 min. gedauert hätte, die Szene aus allen Perspektiven noch mal anzusehen.

Ich denke, das stimmt. Bei einem Videobeweis während des Spiels hätte es wohl ne Viertelstunde gedauert, und als Folge wären auch noch zwei bis drei weitere Karten fällig gewesen (z.B. gegen Geromel). Knifflig wäre selbst dann die Frage geblieben, welche Entscheidung gegen Kobiashwili getroffen wird (der übrigens 10 min. vorher selber schwer von Jajalo gefoult worden war, was zur ersten roten Karte geführt hatte).

Noch eine These: kann es sein, daß den deutschen Schiris zur Zeit eine klare Linie fehlt und es deswegen zu soviel Aufruhr kommt?


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Frauen und Männer mit der Pfeife
BeitragVerfasst: 14.03.2012 18:46 
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Bei der Hinzuziehung von Videobeweisen bleiben die Probleme erhalten, sie bekommen dann nur noch mehr Diskussionsstoff. Ich lehne jedes Hilfsmittel ab, welches zu weiteren Unterbrechungen führt.

Unbestritten dürfte sein, dass zurzeit die Anzahl der Fehlentscheidungen steigt und eine Linie in der Regelauslegung nicht unbedingt zu erkennen ist. Da muss intern dran gearbeitet werden, keine Frage.

Was die Wahrnehmungen zu den "Roten" angeht, stellt sich für mich die Frage nach der Objektivität. Wer ist schon über alle in der Bundesliga spielenden Mannschaften gleichermaßen gut informiert, um objektive Vergleiche ziehen zu können? Was bleibt hängen? Hängen bleibt in erster Linie, was deinen Verein und deine Mannschaft betrifft. Nicht verwerflich, sollte man aber so zur Kenntnis nehmen.

Hat man das Gefühl, egal ob objektiv richtig oder nicht, man wird besonders benachteiligt, kann man das sehr wohl in den Raum stellen. Da haben die Trainer und Manager durchaus ihre Möglichkeiten, und zwar in angemessener Form. In unserer Mediengesellschaft ist der Meinungstransport garantiert, wenn die Verantwortlichen das Wort ergreifen. Schiedsrichter bleiben davon nicht unberührt. Wenn die Kritik berechtigt erscheint und im Vortrag mit Stil rüber kommt, ist eher auf Besserung zu hoffen als wenn ein Poltergeist mit scharfer Zunge um Gehör buhlt.

Abschließend muss auch mal drüber befunden werden, was so alles an Fouls gepfiffen und wie bestraft wird. In der Premier League wird weniger Foul gepfiffen, durchgängiger Linie gezeigt und das englische Publikum akzeptiert die getroffenen Entscheidungen mit viel mehr Verständnis als bei uns in der Bundesliga. Wer die Möglichkeit hat, sollte sich mal ein richtiges Derby in der Premier League reinziehen, möglichst auch mal vor Ort im Stadion. Meine letzten Spiele, die ich in London gesehen habe, haben mich auch in dieser Hinsicht fasziniert. Spontane Emotionen mit derben Sprüchen einerseits sowie Respektlosigkeit und Anfälle mit Hassgefühlen andererseits lassen sich trennen.

Ein Benchmark mit englischen Verhältnissen würde uns allen gut zu Gesicht stehen. Lernen ist nicht verboten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Frauen und Männer mit der Pfeife
BeitragVerfasst: 14.03.2012 19:39 
Der DFB kommt um eine Erneuerung der Urteilsfindung im Spiel nicht herum, die Schiris sind für mein Empfinden stärker überfordert als jemals zuvor. Ob der Videobeweis das Spiel so unendlich in die länge zieht, bleibt offen, irgendwann muß man sich doch aber sagen: Jetzt ist es an der Zeit, wir probieren es und wenns erforderlich ist, bessern wir das Ganze nach, so das das Spiel flüssig weiterlaufen kann..

Zusätzlich sollte man die Spieler - zwingend notwendig!- disziplinieren, das reklamieren, pöbeln..gehört abgeschaft, in Norwegen (?) wird es ab der neuen Saison eingeführt..

Wenn sich der Schiri während des Spiels irrt und dem Spieler XYPodolski zu unrecht die Rote gibt, sollte durch Gerichtsentscheid die Schiedsrichterentscheidung revidiert und der Spieler für die nächsten Spiele freigeschaltet werden..

Es gäbe da wesentlich noch mehr Nachbearbeitungspunkte...Bequemlichkeit ist keine Kunst :wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Frauen und Männer mit der Pfeife
BeitragVerfasst: 14.03.2012 21:09 
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mit Proviantkoffer hat geschrieben:
Wenn sich der Schiri während des Spiels irrt und dem Spieler XYPodolski zu unrecht die Rote gibt, sollte durch Gerichtsentscheid die Schiedsrichterentscheidung revidiert und der Spieler für die nächsten Spiele freigeschaltet werden..


Man sollte meinen, dass der Mannschaft (und dem Spieler) genug geschadet ist, wenn sie in Unterzahl zu Ende spielen muss. Schwierig wird es da mit der Argumentation je später der Platzverweis ausgesprochen wurde. Will heißen: Wird man in der Nachspielzeit vom Platz gestellt und anschließend freigesprochen, ist es fast so als wäre nichts passiert. Bei frühen Platzverweisen bleibt der Nachteil während des Spiel aber bestehen. Wie bei allen anderen Fehlentscheidungen (Abseitstor, etc.) aber auch.

Der DfB will seine Schiedsrichter schützen. So weit, so gut. Er argumentiert auch immer damit, dass Fehler menschlich sind. Ein Gegenargument könnte sein: Warum schafft man es dann nicht wenigstens, die Auswirkungen der entstandenen Fehler so gering wie möglich zu halten. Ob die Fehlentscheidung gedeckt wird oder nicht ist eigentlich egal, denn der (Image-)Schaden für den Unparteiischen ("Oh, wieder mal eine Fehlentscheidung, Herr xy") ist bereits da. Vielleicht sollte sich der DfB mal zu Gemüte führen, dass man dem Schiedsrichter nicht gleich die Kompetenz abspricht, wenn man eine nachweislich falsche Entscheidung nachträglich gerechtermaßen revidiert. Da sollte sich auch der Schiedsrichter keine Zacke aus der Krone brechen, denn: Fehler sind ja menschlich. Starrsinn allerdings auch!

Generell habe ich manchmal das Gefühl, dass der DfB in seinem sich gesetzten Rahmen konsequent inkonsequent ist. Will heißen: Ermittlungen werden zwar aufgenommen, aber das Ergebnis richtet sich stark am Übertäter. Pizarro als (ein) Topstürmer der Bundesliga etwa wird zwei Spiele gesperrt, Spieler mit kleinerem Namen oder Verein dafür tendenziell länger. Mag daran liegen, dass Starspieler auch Zuschauer und damit Einnahmen nach sich ziehen und die (professionelle) Fußballwelt eine Geldmaschine ist...

Ansonsten bin ich da gedanklich bei unserem kölschen Federvieh. Englische Verhältnisse auf dem Platz(!) würden uns gut zu Gesicht stehen. Mehr Toleranz, mehr Spielfluss, weniger ausschweifende (Hass-)Emotionen, weniger Rumlamentiere... kurz: ein Traum. Mal sehen, ob er einer bleibt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Frauen und Männer mit der Pfeife
BeitragVerfasst: 15.03.2012 00:04 
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Ich hab mir heute den Brych und seine Assistenten bei Chelski gegen Neapel angesehen. Es ist schon erstaunlich, dass die deutschen Schiedsrichter international irgendwie anders pfeifen als national. Vor allem nicht so kleinlich wie in der Bundesliga und auch weniger strittige Entscheidungen. Warum funktioniert das nicht hier auch? :noidea:

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Frauen und Männer mit der Pfeife
BeitragVerfasst: 15.03.2012 02:39 
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weil es in der bundesliga so vorgesehen ist, jede kleinigkeit zu pfeifen.
das stört zwar den spielfluß, für mich aber kein aufreger....wenn gleichermaßen kleinlich gepfiffen wird.

das, was die meisten in rage bringt, ist nicht die frage ob ein schiri "blind" ist, sondern ob er nur "einäugig" ist. bei der einen mannschaft jede kleinigkeit pfeifen, bei der anderen selbst die grobsten fouls durchgehen lassen....das ist doch das worüber man sich aufregt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Frauen und Männer mit der Pfeife
BeitragVerfasst: 17.04.2012 22:08 
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Hier mal was Erfreuliches:

http://www.sport1.de/de/fussball/fussba ... 45644.html

Babak Rafati hat geschrieben:
Bin wieder gesund


Der letzte Satz des Artikels hat mich nur etwas aufhorchen lassen. Er läßt ein wenig Interpretationsspielraum, wer diese Entscheidung getroffen hat. Aber ich vermute schon, Rafati selbst.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Frauen und Männer mit der Pfeife
BeitragVerfasst: 17.04.2012 22:10 
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Und hier noch was Lustiges vom vorletzten Spieltag:

http://www.bild.de/sport/fussball/bibia ... .bild.html

Hab leider kein frei verfügbares Video gefunden.
Eine schöne Szene, die den Reiz weiblicher Schiedsrichter in der Herren-BuLi unterstreicht.
Köstlich!

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