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 Ralf Rangnick [2001 - 2003] Moderations-Bereich
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BeitragVerfasst: 11.11.2004 14:47 
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Bemeh hat geschrieben:
Picard96 hat geschrieben:
Bemeh hat geschrieben:
.

Die Mannschaft ist durch Don Jupp sehr gut ausgebildet worden und fährt nun die Ernte ein.

:lol: :lol: :lol: :wink: :wink: :wink:


Den habe ich verstanden :wink:


Ich hoffe, die anderen hier auch. :roll:


*zweifel*


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BeitragVerfasst: 19.11.2004 17:42 
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INTERVIEW MIT RALF RANGNICK

"Stars ticken anders"

Er ist zusammen mit Ewald Lienen der erfolgreichste Bundesligacoach der vergangenen Wochen. Seit Ralf Rangnick den FC Schalke trainiert, geht es für den Revierclub nach oben. Dass einige Spieler schon vom Meistertitel sprechen, stört den 46-Jährigen nicht. Gelassenheit zeigt Rangnick inzwischen auch gegenüber Diven wie Ailton.

Frage: Herr Rangnick, am vergangenen Samstag hat Ihre Mannschaft erstmals nach sechs Bundesligasiegen in Folge verloren. Wie haben Sie und die Mannschaft das Ende der Erfolgsserie verdaut?

Rangnick: Für mich wäre es schlimmer gewesen, wenn wir alle Tugenden, die wir vorher hatten, nicht gezeigt hätten. Das war aber nicht so. Die Mannschaft hat so viel Selbstbewusstsein, so viel Potenzial, dass das Ende der Serie für uns kein Problem ist.

Frage: Wie erklären Sie den plötzlichen Erfolg nach dem Trainerwechsel?

Rangnick: Es ist eine gute Mannschaft. Wenn gute Mannschaften mit einem guten Trainerstab zusammenarbeiten, warum sollen da keine guten Ergebnisse rauskommen? Das ist ganz normal.

Frage: Befürchten Sie, dass der positive Effekt des Trainerwechsel verpufft?

Rangnick: Wenn wir künftig sechs von sieben Spielen gewinnen, werden wir mit großem Abstand deutscher Meister. Davon ist aber nicht auszugehen. Ich bin jedoch fest davon überzeugt, dass wir uns da oben festsetzen können - auch wenn wir weiter auf allen drei Hochzeiten tanzen.

Frage: Was macht die Mannschaft so stark?

Rangnick: Die Stärken liegen sicher im großen Offensiv- und Kreativpotenzial, das wir haben. Die Hauptaufgabe ist, die Balance zu finden zwischen dem, was wir nach vorne können, und dem, was wir nach hinten brauchen.

Frage: Was ist mit dieser Mannschaft möglich?

Rangnick: Wir wollen in beiden Cup-Wettbewerben überwintern und uns in der Bundesliga Weihnachten unter den ersten fünf etablieren. Wenn wir es schaffen, mit 30, vielleicht sogar 33 Punkten in die Winterpause zu gehen, hätten wir alle Optionen für die Rückrunde.

Frage: Einige reden schon vom Meistertitel.

Rangnick: Dass Spieler sagen, sie wollen deutscher Meister werden, ist legitim. Das will ich auch. Deswegen heißt es aber nicht, dass alles, was weniger als der Titel ist, am Ende inakzeptabel oder eine Enttäuschung wäre.

Frage: Hat die Mannschaft denn auch das Potenzial dazu?

Rangnick: Das ist auch eine Frage der Konstanz und auch, wie man mit der Dreifachbelastung auf lange Sicht umgeht. Bisher sind wir sehr gut damit zurechtgekommen. Ich gehe davon aus, dass wir im Uefa-Cup weiterkommen. Dann wird sich im Frühjahr zeigen, wie wir damit umgehen. Davon wird abhängen, wie weit vorne wir in der Bundesliga mitspielen.

Frage: Trainieren Sie zurzeit die beste Mannschaft Ihrer Karriere?

Rangnick: In Stuttgart waren sich die Führungsspieler nicht grün, da gab es keine Einigkeit. Wenn man diese Dinge mit hinzuzieht, dann glaube ich schon, dass ich jetzt hier sehr gute Voraussetzungen habe - vielleicht die besten, die ich bisher als Trainer hatte. Die Köpfe der Mannschaft sind Spieler, die mitdenken, die auch mal sagen: Trainer, können wir da noch mal drüber sprechen. So sollte es auch sein.

Frage: Sie haben sich vor kurzem bei Krassimir Balakow bedankt. Hat Ihr Konflikt damals Sie als Trainer verändert?

Rangnick: Es war ja nicht nur Balakow, es waren viele eigenwillige Typen in dieser Mannschaft. Es war für mich ein Schnellkurs, was in der Bundesliga passieren kann. Die Stuttgarter Mannschaft hatte damals alle Symptome einer verhätschelten und verwöhnten Bundesliga-Truppe. Es war nicht einfach, als Trainer mit diesen Egoismen umzugehen. Es gab Momente, da habe ich gedacht: Bist du eigentlich völlig bescheuert, was tust du dir da eigentlich an? Aber im Rückblick waren diese Erfahrungen für meine Entwicklung als Trainer gut.

Frage: Helfen diese Erfahrungen im Umgang mit Spielern wie Ailton?


Rangnick: Na klar. Wenn man Stars hat und dann speziell noch aus Südamerika, muss man sich im Klaren sein, dass die anders ticken. Beim Toni muss man jeden Tag darauf vorbereitet sein, dass etwas passiert. Dem kann man nicht nur mit Strenge oder Sanktionen begegnen. Man muss sich auch damit beschäftigen, warum das jetzt so ist. Das habe ich schon gelernt.

Frage: Ist Ailton denn schon richtig integriert?

Rangnick: Das kann er noch nicht sein, dafür ist er ja noch viel zu kurz hier. Mit einem Spieler wie Toni reibt man sich auch mal, das ist auch okay. Wenn man ihn holt, muss man versuchen, das Optimum aus ihm herauszuholen. Aber auch ihm muss klar sein, dass es sich hier nicht nur um den FC Ailton 04 handelt. Es kann sich nicht alles um Toni drehen. Er muss selber auch seinen Beitrag für die Mannschaft leisten. Darum geht es in der täglichen Auseinandersetzung. Und das hat er verstanden.

Frage: Wie planen Sie über die laufende Saison hinaus?

Rangnick: Wir gehen davon aus, dass wir auf drei, maximal vier Positionen noch etwas machen werden - vom Niveau her ähnlich wie vor dieser Saison. Wir wollen darauf achten, dass die Spieler möglichst keine Ablöse kosten, den Gehaltsrahmen nicht komplett sprengen und der ein oder andere Deutscher ist.

Frage: Fabian Ernst, der seinen Vertrag bei Werder Bremen nicht verlängern wird, passt genau in dieses Anforderungsprofil.

Rangnick: Da kann ich nicht widersprechen, aber in das Profil passt nicht nur einer.

Frage: Welche Ziele haben Sie sich auf Schalke gesteckt?

Rangnick: Wenn wir es schaffen, nächste Saison direkt international dabei zu sein, sind wir zufrieden. Wenn dabei noch ein Titel herausspringt, dann wehren wir uns natürlich auch nicht. Aber es ist schon klar, dass Schalke durch die Transfers zu Beginn dieser Saison zum ersten Mal den Finger gehoben hat. Wenn noch mal zwei, drei gute Spieler hinzukommen, dann wäre das das nächste Mosaiksteinchen auf dem Weg zu einer Mannschaft, die konstant oben mitspielt. Und das ist letztlich das Ziel, dass wir uns da oben auf Sicht festsetzen können."

Die Fragen stellte Thomas Lipinski, sid


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BeitragVerfasst: 29.11.2004 20:16 

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Das hier finde ich sehr lesenswert:

http://www.welt.de/data/2004/11/30/367541.html?s=1

http://www.welt.de/data/2004/11/29/367326.html


Der Schreiberling ist übrigens nicht von Rangnick-Jüngern aus Hannover bestochen...
Manchmal wünschte ich mir schon auch so ein "Betriebsklima"... aber die Verhältnisse waren halt nicht danach...

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BeitragVerfasst: 30.11.2004 01:23 

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Ich bin S04+LR Ahlen-Fan und muß sagen Rangnick ist ein super Trainer :D ,also danke 96!Und als Ahlen-Fan muß ich sagen N`Diaye ist auch super!Habe langsam das Gefühl aus Hannover kommt nur gutes!!!!In diesem Sinne viel Glück für euch und Grüße aus Ahlen die Nummer 1 im Münsterland!!!!!

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Wenn es Preußen Münster nicht gäbe würde es keine Sau stören!!!!


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Schönen Dank für die Grüße, herzlich willkommen im 96 Forum.

Und da ja geben seliger ist denn nehmen, wie wäre es, wenn ihr den Gerald mal wieder rausrückt. Im tiefsten Innern ist er ein Roter und wird es immer sein und rigendwann wird er auch wieder die Fussballschuhe für uns schnüren!!!!!

_________________
Dies ist kein Beitrag im herkömmlichen Sinne, sondern ein Teil eines Gesamtkunstwerkes.


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BeitragVerfasst: 30.11.2004 13:12 
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Eben!
Ist ja bald Weihnachten. Und Ihr habt die Bescherung ja schon gehabt. :mrgreen:

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„Kriminelle haben im Fußball nichts zu suchen!"
― Uli Hoeneß


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BeitragVerfasst: 30.11.2004 16:49 
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RedWilly hat geschrieben:
Schönen Dank für die Grüße, herzlich willkommen im 96 Forum.

Und da ja geben seliger ist denn nehmen, wie wäre es, wenn ihr den Gerald mal wieder rausrückt. Im tiefsten Innern ist er ein Roter und wird es immer sein und rigendwann wird er auch wieder die Fussballschuhe für uns schnüren!!!!!


genau, Gerald kommt bestimmt irgendwann mal zurück und ich freue mich im Übrigen uneingeschränkt für RR ! Freue mich nach wie vor ihn in Interviews zu hören.


Rote Grüße,
only96


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BeitragVerfasst: 06.12.2004 16:19 
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Im neuen SPIEGEL ist ein sehr schöner Artikel über Rangnicks Arbeit bei Schalke:
Zitat:
Engel für Schalke

Erstaunlich schnell führte Trainer Ralf Rangnick den Traditionsclub in die Spitze der Bundesliga. Noch erstaunlicher erscheint sein lockerer Umgang mit dem mächtigen Manager Rudi Assauer. Zur vereinstypischen Gefühlsduselei passt er besser als erwartet.


Von der Coaching-Zone, seinem Arbeitsplatz für die herannahenden 90 Spielminuten, sind es nur ein paar Schritte bis zur Treppe, die ins Tiefgeschoss der Arena führt. Dort unten geht es, am Eingang zu den Mannschaftskabinen vorbei, immer geradeaus bis zur Glastür zu seinem kleinen Refugium.

Es ist die Kapelle im Gelsenkirchener Stadion, die einzige in einer Fußballstätte der Bundesliga. Hierher verdrückt sich der Trainer Ralf Rangnick, 46, seit seinem Dienstantritt vor knapp zehn Wochen bei Schalke 04 vor jedem Heimspiel.

Immer 15 Minuten vor dem Anpfiff, kurz bevor die Spieler vom Aufwärmen auf ihren Stollenschuhen herangestöckelt kommen, steht der Brillenträger aus dem schwäbischen Backnang für drei, vier Minuten vor dem schwarz-weißen Altarbild, das ein wildes Getümmel in der Arena zeigt.

Rangnick ist kein religiöser Mensch. Der Fußball-Lehrer, der zum Einstieg beim Traditionsclub im Ruhrgebiet eine fulminante Serie von sechs Siegen in der Bundesliga hinlegte, Schalke die Spur des Meisterschaftsfavoriten Bayern München aufnehmen ließ und auch in Uefa-Cup und DFB-Pokal im Rennen hielt, will in seinen stillen Momenten dennoch "Danke sagen". Er sieht sich "als Lebenssinnsucher" und wendet sich an eine Instanz, die er jetzt mal der Einfachheit halber "die Schutzengel" nennt. Manchmal sagt er "Fußballgott", er könnte das, was er meint, jedoch auch bloß "Gerechtigkeit" nennen.

Wenn man nur stark genug daran glaube, an diese Fußballgerechtigkeitsengel, und bereit sei, viel zu investieren, meint Rangnick, "dann bekommt man irgendwann etwas zurück, da glaube ich fest dran". Diesen Draht also müsse man pflegen, den "Draht zwischen Himmel und Erde".

Fußballgott, Gerechtigkeit, Himmeldonnerwetter. Die frommen Wünsche schwirren wieder nur so durch das einstige Kohlenrevier. Denn erstmals seit jenem unheilvollen 19. Mai lässt Rangnicks Elf die Fangemeinde vom großen Titel träumen.

Am 19. Mai 2001 wähnten sich Mannschaft und Anhang vier Minuten lang als Deutscher Meister, bis im fernen Hamburg ein spätes Tor für den FC Bayern den Jubel im Gelsenkirchener Parkstadion als gigantischen Irrtum entlarvte. Es war "der schönste Tag meines Lebens", sagte Ebbe Sand, einer der wenigen im Club verbliebenen Profis, die damals die Illusion des Triumphs kosteten, "und der schrecklichste dazu".

An jenem Tag ging der Glaube an Fußballgötter und Gerechtigkeit einstweilen verloren. Sand, 32, ist überzeugt, dass "die Wunde" nur heilen könne, wenn er die Meisterschale in Händen hält.

Es war Rangnick, der oft auf seine Verstandeskraft reduzierte Gefühlsmensch ("Jeder denkt: Nickelbrille gleich Soziologiestudent"), der den Schalkern das Gottvertrauen in die Erreichbarkeit bedeutender Ziele zurückgab. Der als Stratege bekannte Coach hat taktisch gar nicht so viel verändert, doch während sein Vorgänger Jupp Heynckes mit seinem Hang zur Personalrotation den Besten ungewollt ihre Entbehrlichkeit demonstrierte, redet Rangnick seinen Spielerstamm beständig stark.

Heynckes dokterte mit Akribie an den Schwächen und wies den Profis Unzulänglichkeiten beim Passspiel oder bei den Körperfettanteilen nach. Rangnick sieht darüber hinweg. Er erlaubt ein abendliches Gläschen Campari Orange an der Hotelbar, und er "hat uns sofort gesagt, dass wir gut sind", berichtete der Däne Sand.

Das neue Selbstvertrauen hat auch schon die Fanszene erfasst. Unter den Gleisen des Gelsenkirchener Hauptbahnhofs, wo der Becher Bier nur einen Euro kostet, lebt schon das Spielsystem des "Schalker Kreisels" aus der erfolgreichen Ära Fritz Szepans und Ernst Kuzorras in neu entdeckten Evergreens wieder auf: "Wer kreist so wie ein Falke? Der FC Schalke, der FC Schalke." Jedenfalls wollen alle fest an die Schutzengel glauben.

Gott habe ihm zu diesem Wechsel geraten, eröffnete Marcelo Bordon, gläubiger brasilianischer Abwehrchef, der aus Stuttgart kam. Und nicht wenige Beobachter haben den Eindruck, dass in der Schalker Mannschaft tatsächlich irgendetwas Besonderes passiert. Wenn die Spieler sich in den Sekunden vor dem Anstoß gegenseitig anfeuern wollen, dann klatschen sie sich nicht ab wie anderswo die Kollegen, sondern nehmen sich gleich in den Arm. Und wenn der geltungsbedürftige Stürmer Ailton ausgewechselt wird, weil er zuweilen einfach ausgewechselt werden muss, ist zu erkennen: Am Schalker Großprojekt, die brasilianische Diva zu domestizieren, arbeiten rund 60 000 mit großem Eifer mit.

Mitspieler kommen dann herbeigeeilt, um Ailton das Haupt zu streicheln, in der ganzen Arena erheben sich die Besucher von ihren Sitzen, um schmunzelnd dem kapriziösen Star zu huldigen - so wie sie jetzt auch immer in Jubel ausbrechen, sobald sich der Egoist mal im Dienst der Mannschaft an der Kärrnerarbeit in der Defensive beteiligt. Alle wissen, dass ein gut gelaunter Ailton schneller in Form kommt.

Wenn er sich dann trotzdem aus Protest gegen seine Auswechslung kurz an die Stirn tippt, ignoriert das der Trainer: "Da hat er sich wohl am Kopf gekratzt", kommentierte Rangnick jüngst gefasst.

Mit kickenden Diven kennt sich der ausgebildete Sport- und Englischlehrer nach nunmehr 22 Trainerjahren aus. Beim VfB Stuttgart resignierte er noch im Machtkampf mit dem Spielmacher Krassimir Balakow. Der Bulgare, besorgt um seine Sonderrechte wie extrabreite Hotelbetten, warf brüllend seine Kapitänsbinde auf den Kabinenboden.

Rangnick, der Kommunikator, hat seither gelernt, mit Stars noch mehr zu kommunizieren. Und die Pause nach seiner Entlassung bei Hannover 96 im März hat er nicht nur zur Hospitanz bei AS Rom und Arsenal London genutzt. Er hat sich in dieser Zeit auch fest vorgenommen, sich in seinem Beruf "nicht mehr zu ärgern".

Doch wenn der Vater zweier Jungen kurz vor Spielbeginn die Kapelle aufsucht, will er dort "Ruhe tanken". Seine Unerschütterlichkeit muss nämlich trainiert werden. Der Teilhaber eines Reha-Zentrums in Böblingen neigt im Grunde dazu, sich zu verzetteln. "Nimm die Hektik aus deiner Arbeit", rief ihm neulich der allgegenwärtige Manager Rudi Assauer zu. "Wir haben dich nicht eingekauft, um das Hotel zu buchen und den Bus zu bestellen. Das haben wir hier schon im Griff."

Schalke-Macher Assauer, 60, sitzt in seinem verqualmten Büro und blickt vom Schreibtisch auf den kühlschrankgroßen Humidor, in dem seine Davidoffs lagern wie in einem Safe. Wegen Leistenbeschwerden hat er seit ein paar Tagen keinen Sport treiben können, und deshalb ist er schlecht gelaunt.

So hat er neulich Spieler wie Hamit Altintop als "Versager" beschimpft und der ARD wegen angeblicher Bevorzugung des Konkurrenten FC Bayern bei Live-Übertragungen vorgeworfen, sie wolle "fetten Gänsen noch den Arsch schmieren". Nun lobt der Patriarch den Trainer vergleichsweise überschwänglich: "Der Ralf", sagt er jetzt, nachdem er ihn anfangs "Rolf" genannt hat, "der macht es schon ganz gut. Er ist ein schlauer Mensch." Allerdings ist er kürzlich zu spät zur gemeinsamen Pressekonferenz erschienen, und so verfügt Assauer nun, allenfalls halb im Scherz: "Er muss noch einiges lernen, zum Beispiel Pünktlichkeit."

Wo in Schalke ihre Grenzen liegen, erfuhren Rangnick und sein Assistent Mirko Slomka bereits vorigen Monat, als sie die Anbieter eines Computersystems zur Spielanalyse ins Trainingslager einluden. "Das Ding wird eh nicht gekauft", knurrte Assauer, "erst recht nicht, weil ihr mich nicht informiert habt."

Mit derlei sturer Befehlsgewalt kam im zum Konzern expandierten Arbeiterclub nicht jeder zurecht. Heynckes wollte selbst bestimmen, wo das Team vor Heimspielen Quartier bezieht und wer bei der Mannschaftspräsentation zum Saisonstart auf die Bühne darf. Assauer suchte mit dem sperrigen Rangnick-Vorgänger jedoch nie die Konfrontation. Er zog sich schmollend zurück - bis er den Trainer im September überraschend entließ.

Auch wegen der gewollten Distanz zu Heynckes sitzt der Manager seit Saisonbeginn in der Arena nicht mehr am Spielfeldrand, sondern neben Ehrengästen auf der Tribüne. Jetzt, da er sich während der Partie nicht mehr abreagieren kann wie früher, als er sich in Rufweite zum Gegner und Schiedsrichter aufhielt, kommt er manchmal in seltsamer Tobsuchtsstimmung in die Kabine gestürmt. Im Betreuerstab wird deshalb erwogen, den Manager künftig auf eine Entspannungszigarre ins Teamarzt-Zimmer umzuleiten, bevor man ihn auf die Mannschaft loslässt.

Rangnick nimmt auch solche Schrulligkeiten im an Folklore ohnehin nicht armen Club mit erstaunlicher Gelassenheit. Er weiß noch nicht wirklich, wie er Rügen wegen Zuspätkommens einzuschätzen hat, aber er kann auch Niederlagen - nicht zuletzt mit der Belastung durch die Fülle von Aufgaben in drei Wettbewerben - plausibel erklären. Und er trifft beim Chef erstaunlich lässig den richtigen Ton.

Als Assauer polterte, die Partie gegen Budapest sei "das schlechteste Heimspiel" in seiner Managerzeit gewesen, konterte Rangnick kühl: "Du hast aber ein schlechtes Gedächtnis." Und als Assauer drei Tage später den Sieg gegen Bielefeld als besten Auftritt "seit Monaten" pries, fuhr ihm der Trainer über den Mund: "Das hast du vor vier Wochen gegen Stuttgart auch gesagt."

Staunend wie ein Praktikant läuft Ralf Rangnick bisweilen über das riesige Clubgelände, nur dass ihm aus der Qualität der ihm zugewiesenen Mannschaft plötzlich große Verantwortung erwächst: Wenn er grobe Fehler vermeidet, das ahnt er mittlerweile, könnte er das Praktikum vielleicht mit einem kolossalen Erfolg abschließen, den alle ersehnen. "Vielleicht sogar sein Meisterstück", traut ihm Assauer zu.

Der Autodidakt Rangnick, im Jahr der letzten Schalker Meisterschaft ( 1958 ) geboren, hat immer schon schneller als andere gelernt. Der neugierige Beobachter, der es als Spieler nur in die Oberliga schaffte, führte einst als Trainer-Überflieger beim Zweitliga-Aufsteiger SSV Ulm Begriffe wie "ballorientierte Raumdeckung" in den Wortschatz deutscher Fußballfans ein. Sein oberlehrerhaftes Gebaren legte er ab, nachdem ihm 1998 ein allzu dozierender ZDF-Auftritt an der Taktiktafel mehr Hohn als Respekt eingetragen hatte.

Er habe "nicht mehr diesen missionarischen Eifer", bekennt er. In Stuttgart regten ihn noch Vereinspartner auf, die Jungprofis in der Kabine Rabatte beim Autokauf anboten. Und als er im Trainingslager im österreichischen Schruns zur Überraschung heimlich die Spielerfrauen im Bus herbeikarren ließ, musste er erkennen: Die Profis, für den anberaumten freien Tag mehrheitlich schon anderweitig verabredet, waren gar nicht so begeistert.

So flitzte der vom Boulevard als "Professor" belächelte Novize im Crashkurs durch die Welt des Profifußballs. Heute will sich Rangnick nicht mehr in Scharmützeln aufreiben wie in Hannover mit dem Präsidenten Martin Kind. In Schalke weiß er immer, in welcher Sakkotasche der Anstecker des Sponsors liegt, den er sich ans Revers heftet, sobald er eine Kamera erblickt. Und er weiß auch, was sein Publikum hören will. Etwas kokett offenbarte er bei seiner Antrittsrede, dass die Spieler sich jetzt vor dem Anstoß mit dem alten Bergarbeitergruß "Glückauf" aufmunterten.

Und nach einem Sponsorentreffen im "Glückauf-Club" in der Arena gab er vor, überrascht zu sein: Nicht nüchterne Geschäftsleute ohne emotionale Bindung zum Verein habe er dort angetroffen, wie er das von früheren Stationen gewohnt war. Sondern: "Das waren alles Schalker - was immer das bedeutet."

Längst ist dem Zugereisten klar, dass es sich da nicht nur um eine Bezeichnung von Herkunft und Gesinnung handelt. Die Leute im Ruhrpott meinen, es sei eine Konfession. JÖRG KRAMER


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BeitragVerfasst: 11.12.2004 22:59 
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Sehr Schade

Ich habe wirklich die Daumen gedrückt,das Schalke 04 Herbstmeister wird und den Bayern den Titel wegschnappt.
Aber Ralf Rangnick hat tolle Arbeit auf Schalke geleistet,hätte ich nie mit gerecht das er das schafft.

Also Ralf Rangnick, ärgere mit deinen Jungs die Bayern so lange es geht und wenn du am Ende der Saison eine "Schale" in der Hand hälst,mich würde es freuen ! :!:

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Hannover 96 Fraktion Braunschweig
Die Rote Bastion im blau gelben Niemandsland


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BeitragVerfasst: 11.01.2005 22:52 

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Gestern abend war Rangnick zu Gast im MonTalk bei WDR2 - habe leider auch nur den Schluss hören können, aber dann entdeckt, dass es einen Mitschnitt im Internet gibt. Könnte vielleicht hier auch noch den einen oder anderen interessieren...?


http://www.wdr.de/themen/panorama/perso ... e=panorama

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BeitragVerfasst: 13.03.2005 23:20 
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Ein Tor gegen vier Jahre Frust
Der FC Schalke gewinnt das Spitzenspiel gegen den FC Bayern mit 1:0 und ist neuer Tabellenführer


Gelsenkirchen. Jetzt steht der FC Schalke 04 wieder an der Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga. Es ist schon ein paar Jahre her, dass hinter der 1 des Tableaus der Name Schalke auftauchte. Das war 2001, vor dem vorletzten Spieltag, doch damals ebneten zwei fast zeitgleich gefallene Tore von Alexander Zickler für die Bayern und von Krassimir Balakov für den VfB Stuttgart gegen Schalke in der 90. Minute den Weg für das dramatische Finale am letzten Spieltag. Die beiden Tore stürzten die Gelsenkirchener vom Thron, den sie nun nach dem 1:0-Sieg gegen die Bayern wieder erobert haben. Ailton sprach hernach schon, als ob die Meisterschaft durch diesen Erfolg im Spitzenspiel schon perfekt wäre. „Diese Saison wieder Meister, diesmal mit Schalke, das ist unglaublich für meine Karriere”, sagte der Stürmer.

Den entscheidenden Moment des Abends setzte indes nicht Ailton, sondern dessen Landsmann Lincoln, der in dieser intensiv geführten Partie mit einem individuellen Geniestreich, einem wunderschönen Freistoß in der 69. Minute, die drei Punkte nach Schalke holte. Spielerisch konnte die Partie den hohen Erwartungen nie wirklich entsprechen. Es wurde kräftig gekämpft, eifrig gegrätscht, bisweilen heftig gefoult, schnelle Kombinationen gab es kaum. Torchancen hatten beide Teams aber dennoch.

Nach neun Minuten war es Ailton, der nach einer Ecke gleich zweimal frei vor dem Bayern-Tor zum Schuss kam, zunächst jedoch am Münchener Schlussmann Oliver Kahn scheiterte und dann den Nachschuss über das Tor beförderte. Ansonsten ließ die gut organisierte Bayern-Defensive keine Chancen zu, während die Münchener selber zwei eigene gute Gelegenheiten hatten. Zunächst war es Paulo Guerrero, der nach einem Fehler von Mladen Krstajic auf Frank Rost zu stürmte, jedoch am Schalker Torhüter scheiterte, und einige Minuten später landete ein gefährlich abgefälschter Schuss von Claudio Pizarro auf dem Tornetz.

Mehr und mehr entwickelte sich die Partie zu einem Duell der Willenskraft, in dem sich die Schalker einen leichten Vorteil erarbeiteten. Sie hatten etwas mehr Ballbesitz und verlagerten das Spiel weitgehend in die Hälfte der Bayern.

Irgendwann begann das Spiel der Schalker an die Zeit zu erinnern, die sie unter Jupp Heynckes verbracht hatten. Der Ball zirkulierte 30 Meter vor dem Tor durch die Schalker Reihen, ohne dass eine gefährliche Aktion innerhalb des Strafraums dabei herauskam. Das 1:0 fiel daher folgerichtig durch einen Freistoß, den Lincoln mit aller Kunst, die sein Fuß beherrscht, aus 25 Metern über die Mauer ins Netz zirkelte (69.). Das Spiel war von diesem Moment an ein anderes, die Arena war erwacht. Die Schalker hatten nun Platz zum Kontern, während die Bayern vergeblich gegen das blau-weiße Abwehrbollwerk anrannten, ohne sich jedoch eine wirklich zwingende Chance zu erspielen.

Schalke hat nun fünf Spiele in Folge gewonnen, für Ebbe Sand war der Erfolg gegen die Bayern „ein großer Schritt in Richtung Meisterschaft, ich habe jetzt ein gutes Gefühl”. Die Euphorie war fast grenzenlos auf Schalke, nur Trainer Ralf Rangnick sah sich genötigt, ein wenig zu bremsen in dem Meer der Freude. „Richtig wertvoll ist dieser Sieg nur, wenn wir nächste Woche auch in Mainz gewinnen." Doch bis zu diesem Spiel ist es noch ein paar Tage hin. Und schließlich kann der Blick auf die Tabelle ja auch Mut machen.

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"Sind denn alle dummen Leute Rassisten?"
"Nein, aber alle Rassisten sind dumm."

(aus Tahar Ben Jellouns "Papa, was ist ein Fremder?")


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BeitragVerfasst: 18.10.2008 18:55 
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Glückwunsch, Ralle!
Es war ein Fehler, Dich damals rauszuwerfen.

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"Ist das Schubert?"
"Nein. Irgendjemand von einem Bratfett-Preisausschreiben."
"Ach." (Loriot)


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96-Oldie hat geschrieben:
Glückwunsch, Ralle!
Es war ein Fehler, Dich damals rauszuwerfen.


Oh ja ! :roll:


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96-Oldie hat geschrieben:
Glückwunsch, Ralle!
Es war ein Fehler, Dich damals rauszuwerfen.


Sorry, aber mit Ralle hätten wir damals den glatten Durchmarsch in die 3. Liga geschafft und dürften uns mit dem Messeparkplatz Ost um die Punkte streiten :shock:


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96-Oldie hat geschrieben:
Glückwunsch, Ralle!
Es war ein Fehler, Dich damals rauszuwerfen.




Das ging doch damals gar nicht anders!

Die Atmosphäre zwischen Vereinsführung und Trainer war doch total vergiftet.

R.R. hat hier sowieso keiner verstanden. :roll:

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Da hab ich gedacht, ich tu ihn ihm rein in ihn ihm sein Tor. Horst Hrubesch

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Das weiß ich doch. Auch Rangnicks Eitelkeit ist mir bekannt - und dass daraus Probleme erwachsen.
Trotzdem bleiben drei 96-Trainer auf meinem ganz persönlichen Siegerpodium:
Fiffi Kronsbein, Jürgen Wähling und Ralf Rangnick.

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@Oldie, mit Biskup dann :nuke:


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@96Oldie
Darum kann ich eine klammheimliche Freude über Ralles Erfolg in Liga 1 auch nicht verhehlen. :oops:

Schade ist, dass bei uns zuallererst der Trainer mit dem Präsidenten auskommen muss.

@Kuhburger

Ohne Biskup geht gar nicht. :wink:

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BeitragVerfasst: 02.11.2008 12:04 
Doppelpass gucken :!:


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BeitragVerfasst: 02.11.2008 12:25 
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mit Proviantkoffer hat geschrieben:
Doppelpass gucken :!:


Und bitte mitschneiden :!:

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RE1

Not my Nordkurven-Oberrang Mitte


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