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 Utz Claassen [1997] Moderations-Bereich
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 Betreff des Beitrags: Utz Claassen [1997]
BeitragVerfasst: 30.12.2004 22:26 
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Findet eigentlich noch jemand diese Sache so zum totlachen wie ich? Was für eine traurige Gestalt dieser Claassen doch ist. Uups, keine Unterlassungsklage bitte, Herr Professor!

Artikel auf Sport1.de

Hmm, BILD schreibt dazu

Zitat:

Der warf Claassen in einem schmutzigen Machtkampf öffentlich mangelnde fußballerische Kompetenz vor.

Claassen zog vor Gericht – und verlor. Der KSC will sich jetzt nicht unter Druck setzen lassen.


Wie war das damals nochmal wirklich? Kann sich jemand erinnern?

Habe den Link mal verkürzt - der sprengte das Format - Discostu ;)

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BeitragVerfasst: 30.12.2004 23:24 

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Auch Spiegel.de hat einen Artikel zum Thema:


Der SPIEGEL hat geschrieben:
Schlechte Erinnerung an Fanz

Der Grund für den scharfen Konfrontationskurs von EnBW und die
Abneigung gegen den neuen KSC-Coach liegt aber vor allem in der
ferneren Vergangenheit. 1997 hatte Fanz den damaligen Regionalligisten
Hannover 96 trainiert. Damals wurde der heutige
EnBW-Vorstandsvorsitzende, Utz Claasen, zum neuen 96-Vorstandschef
gewählt und plante, die Niedersachsen mit einem rigorosen Sparkurs zu
sanieren. Claasens Konzept spaltete den Verein: Mannschaft und Trainer
mieden jeglichen Kontakt zu ihm, Fanz sprach Claasen in einem Interview
sämtlichen Fußballsachverstand ab. Nach einer Klage des
96-Vorstandschefs untersagte das Oberlandesgericht Celle Fanz die
Äußerungen. Es folgten heftige Auseinandersetzungen, bis Claasen nach
einer Amtszeit von rund zweieinhalb Monaten auf einer von Bodyguards
gesicherten Jahreshauptversammlung am 26. September 1997 zurücktrat.


Dass die Vorfälle vor sieben Jahren durchaus eine Rolle für die forsche
Drohung des KSC-Hauptsponsor spielen, ließ Claasen in der "Neuen
Presse" in Hannover anklingen: "Kein Unternehmen auf der Welt würde mit
einem Führungspersonal zusammen arbeiten, das sich so unflätig über den
Vorstandschef geäußert hat." Schierwater fügte in einer Pressemitteilung
hinzu, dass "der Konzernvorstand diese Aspekte durchaus für relevant bei
der Bewertung von Angemessenheit und Zumutbarkeit" hält.


http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,335114,00.html


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BeitragVerfasst: 31.12.2004 00:07 
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@ der rote

Weiß ich auch nicht mehr so genau. Kann mich aber noch an das Theater vor den Wülfeler Brauereigaststätten (?) erinnern, wo man Fanz nicht reinlassen wollte. Erinnere mich nicht so gern an diese Zeit, man muß allerdings festhalten, daß Claasen den Weg für Kind bereitet hat. Claasen war damals der Abladeplatz für sämtlichen Schmutz, mit dem man einen Menschen beschmeißen konnte. Er war auch derjenige, der damals wirklich Tacheles bezüglich der wirtschaftlichen Situation geredet hat. Mit dem Abstand einiger Jahre sehe ich die Dinge schon etwas differenzierter als damals, wo ich den Kerl auch zum Teufel jagen wollte.

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Ohne Kind wären wir garnicht hier.


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BeitragVerfasst: 31.12.2004 01:14 
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Jan hat geschrieben:
Mit dem Abstand einiger Jahre sehe ich die Dinge schon etwas differenzierter als damals, wo ich den Kerl auch zum Teufel jagen wollte.


Ich habe ihn neulich in einer Talkshow gesehen und ihn als... nicht besonders sympathisch empfunden.

An Details von der Sache damals kann ich mich nicht wirklich erinnern, aber was da heute abläuft, finde ich unglaublich. Eine derartig krasse Einflußnahme eines Konzerns in die sportlichen Belange eines Vereins ist für mich unvorstellbar. Und der nette Herr Claassen hält sich schön im Hintergrund und lässt andere die Drecksarbeit machen. Sauber. :? :x

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BeitragVerfasst: 31.12.2004 11:12 
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der rote hat geschrieben:
Jan hat geschrieben:
Mit dem Abstand einiger Jahre sehe ich die Dinge schon etwas differenzierter als damals, wo ich den Kerl auch zum Teufel jagen wollte.


Ich habe ihn neulich in einer Talkshow gesehen und ihn als... nicht besonders sympathisch empfunden.

An Details von der Sache damals kann ich mich nicht wirklich erinnern, aber was da heute abläuft, finde ich unglaublich. Eine derartig krasse Einflußnahme eines Konzerns in die sportlichen Belange eines Vereins ist für mich unvorstellbar. Und der nette Herr Claassen hält sich schön im Hintergrund und lässt andere die Drecksarbeit machen. Sauber. :? :x


Rein äusserlich war er mir vom ersten Tag an unsympathisch. Und ich glaube, das ging vielen hier ebenso. Aber das darf eigentlich nicht die Messlatte sein.

Was war damals wirklich los?
Zum einen hatte der Vorgänger Hans Wöbse zusammen mit Gerber und Fanz im Hurra-Stil eine Mannschaft zusammengestellt, die es in sich hatte. Das ganze jedoch ohne jegliche kaufmännische Sorgfalt. So waren allenfalls durchschnittliche Spieler wie Kresovic (name korrekt?) mit üppigen Gehältern, Dienstwagen und Wohnung ausgestattet. Das ging 1 Jahr lang gut, bis Wöbse hinwarf/hinwerfen musste.

Claassen erkannte das schnell und versuchte mit eisernem Besen ohne Rücksicht auf sportliche Verluste aufzuräumen. Dabei machte er auch nicht vor Indiskretionen wie der Veröffentlichung von Spielerverträgen halt. Mit solchen Argumenten gingen Gerber und Fanz dann in die Gegenoffensive und schossen ihn ab.

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Claassen mag ein guter Manager sein, ich kann das nicht beurteilen.

Jedenfalls wurde auch er Opfer der Illusion, man könne einen Fußballclub so führen wie ein x-beliebiges Unternehmen.

Sehr blamabel, auf welchem Niveau er jetzt gegen Fanz agiert.

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BeitragVerfasst: 31.12.2004 12:40 
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Bemeh hat geschrieben:
Rein äusserlich war er mir vom ersten Tag an unsympathisch. Und ich glaube, das ging vielen hier ebenso. Aber das darf eigentlich nicht die Messlatte sein.

Was war damals wirklich los?
Zum einen hatte der Vorgänger Hans Wöbse zusammen mit Gerber und Fanz im Hurra-Stil eine Mannschaft zusammengestellt, die es in sich hatte. Das ganze jedoch ohne jegliche kaufmännische Sorgfalt. So waren allenfalls durchschnittliche Spieler wie Kresovic (name korrekt?) mit üppigen Gehältern, Dienstwagen und Wohnung ausgestattet. Das ging 1 Jahr lang gut, bis Wöbse hinwarf/hinwerfen musste.

Claassen erkannte das schnell und versuchte mit eisernem Besen ohne Rücksicht auf sportliche Verluste aufzuräumen. Dabei machte er auch nicht vor Indiskretionen wie der Veröffentlichung von Spielerverträgen halt. Mit solchen Argumenten gingen Gerber und Fanz dann in die Gegenoffensive und schossen ihn ab.


Schön eine Geschichte zu lesen, die mir noch nicht bekannt war. Leider zu einem Zeitpunkt, dass es 96 nicht so richtig gut ging.

Das jetzige Verhalten Claassens kommt auf mich nicht so rein rüber...


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Bemeh hat geschrieben:
Kresovic (name korrekt?)


Wenn Du Vor- und Nachnamen zusammenwerfen willst... :lol:

Du meinst vermutlich Kreso Kovacec. 8)

Die finanzielle Gesundung des Vereins war natürlich sehr wichtig. Vermutlich hat Claassen hier auch Vorarbeit für Martin Kind geleistet. Und dass Franz Gerber zwar viel für den Verein getan hat, aber auch kein Heiliger war, wissen wir mittlerweile auch.

Ich kann auch verstehen, dass dem guten Utz die Kinnlade runtergefallen ist, als er gehört hat, wer neuer Trainer in Karlsruhe ist. Aber sich so hinter dem Konzern zu verstecken und andere Leute vorzuschieben, ist doch das Letzte. Soll er sich doch hinstellen und sagen, dass er mit dem Mann nicht arbeiten will. Das wäre wenigstens ehrlich.

Ich hatte aber bei Claassen früher schon das Gefühl, dass ihm der Fußball völlig egal ist. Es schien eher eine Prestige-Sache zu sein, Hannover 96 vorzustehen. Das ist schiefgegangen, die Fans haben ihn gehasst und ein paar Jahre später taucht er woanders wieder auf. Wirkt für mich wie ein typischer Anerkennungswahn. :?

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@Bemeh: Meintest Du vielleicht
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Boris Besovic?

@Der rote: Ich gehe mal davon aus, das Bemeh Kovacec ausreichend gut kennt. ;)

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Discostu hat geschrieben:
@Bemeh: Meintest Du vielleichtBoris Besovic?


Wenn Besovic einen Dienstwagen bekommen hatte, gebe ich nie wieder einen Pfennig für diesen Verein aus! 8)

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:shock: Stimmt auch wieder.
Bemeh... Was ist jetzt nu richtig? ;)

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der rote hat geschrieben:
Bemeh hat geschrieben:
Kresovic (name korrekt?)


Wenn Du Vor- und Nachnamen zusammenwerfen willst... :lol:

Du meinst vermutlich Kreso Kovacec. 8)


Klar meinte ich den. :oops: :oops:

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Jut, ich erinnere mich an eine Aussage von Gerber auf dem Parkplatz von Ikea, wo sich die Mannschaft hin und wieder vor einem Auswärtsspiel getroffen hat. "Der Depp hat ois schwoaz gmolt". Das der Claassen wohl doch irgendwo recht hatte, das es bei 96 nicht lief, jedenfaölls nicht für längere Zeit, hat sich danach ja auch rausgestellt. Franz Gerber hat maßgeblich die Rettung des VEreines Hannvoer 96 eingeleitet, wäre er jedoch noch länger Manager geblieben...... Aber er wird ein großes Idol bei den Fans bleiben.

Zur KSC Sache, was der Claassen da wieder abzieht, ist ziemlich dürftig! So eine Einflußnahme darf man nicht zulassen, obwohl der VErein an das Geld angewiesen ist. Auf jeden Fall zeigt es, das der Herr Claassen wirklich keine Ahnung hat, was Fussball ist bzw. das kein Verein wie ein Wirtschaftsunternehmen geführt werden kann. Mal gucken, wie es da weitergeht.

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Dies ist kein Beitrag im herkömmlichen Sinne, sondern ein Teil eines Gesamtkunstwerkes.


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BeitragVerfasst: 05.01.2005 10:38 
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Utz Claassen hat übrigens gewonnen - Fanz wurde gefeuert.


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BeitragVerfasst: 05.01.2005 13:21 

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kai1896 hat geschrieben:
Utz Claassen hat übrigens gewonnen - Fanz wurde gefeuert.


... jepp, weil Geld regiert die Welt.

Noch ein paar Spekulationen zum Thema: "Wer ist Utz Claassen genehm ?"

Sport1.de hat geschrieben:

KSC beurlaubt Fanz

Reinhold Fanz hatte beim KSC nie die Chance die Richtung anzugeben.

München - Chaos pur beim Karlsruher SC. Der Klub hat sich dem Druck seines Hauptsponsors EnBW (Energie Baden-Württemberg AG) gebeugt und Trainer Reinhold Fanz mit sofortiger Wirkung beurlaubt.
Zudem kündigte das Präsidium des KSC aufgrund der getroffenen Entscheidung seinen geschlossenen Rücktritt an.

Fanz nur sieben Tage im Amt
In einem "offenem und freimütigen Informations-und Meinungsaustausch wurden die Irritationen um die Berufung des Trainers Fanz erörtert und im Ergebnis eine gemeinsame, offene Vorgehensweise entwickelt", erklärte der KSC auf seiner Homepage.

Die Berufung von Fanz sei auf Grundlage unvollständiger Informationen erfolgt, lautete die Begündung der Vereinsführung des finanziell stark angeschlagenen Klubs. Der Verein teilte weiter mit, er werde umgehend auf die Suche nach einem neuen Trainer gehen. Auch auf dem Spielfeld werde es nun "geeignete Verstärkung" geben.
Reinhold Fanz war am 28.12.2004 als neuer Trainer des KSC vorgestellt worden und hatte die Mannschaft in seiner einwöchigen Amtszeit lediglich im Freundschaftsspiel gegen den Verbandsligisten FC Neureut (8:0) betreut.

Schäfer soll kommen
EnBW hatte Fanz bereits kurz nach dessen Vorstellung "das sportliche und persönliche Format" abgesprochen, den KSC "nach vorne oder gar in die erste Liga zu bringen" und mit der Einstellung ihrer Unterstützung gedroht.

Bei der Trainer-Nachfolge wird nun eine "große Lösung" mit Winfried Schäfer als Sportdirektor favorisiert. Schäfer, der dem KSC in elf Jahren als Coach unter anderem unvergessene Europapokal-Abende bescherte und dessen Zukunft als Nationaltrainer von Kamerun ohnehin mehr als ungewiss ist, signalisierte bereits Bereitschaft.

Als neuer Trainer ist Rainer Ulrich im Gespräch. Ulrich war beim KSC lange Zeit Assistent von Schäfer und später auch Chefcoach in der Zweiten Liga. Zurzeit trainiert er den Oberligisten Schweinfurt 05. Zudem ist die Verpflichtung von Ex-Nationalspieler Thomas Häßler als Führungsspieler angedacht.

Präsidium tritt ab
Die beiden Vize-Präsidenten Michael Steidl und Rainer Schütterle werden als Konsequenz der Ereignisse dem Klub nur noch bis zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung zur Verfügung stehen.

Präsident Hubert H. Raase wird sein Amt im September nach der ordentlichen Mitgliederversammlung aufgeben.

Max Leichner



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BeitragVerfasst: 05.01.2005 19:04 
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Großartig. :x

Klar war es fragwürdig von der Vereinsführung, Fanz zu verpflichten. Den Ärger konnte man ja kommen sehen. Aber wenn man der Meinung war, Fanz wäre der richtige Mann, hätte man es durchziehen müssen. So hat man die Allmachtsfantasien der Geldgeber wieder mal bestätigt. Es wurde ein sehr negatives Zeichen gesetzt: Geld ist alles, der Sport ist nichts. :(

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BeitragVerfasst: 06.01.2005 16:36 
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TRAINERPOSSE

Häme für sponsorhörigen KSC

Für die Entscheidung, den neuen Trainer nach nur sieben Tagen auf Druck des Hauptsponsors zu entlassen, kassiert der Zweitligist Karlsruher SC bissige Kommentare von der Konkurrenz. Allenthalben wird das Einknicken der mittlerweile zurückgetretenen Vereinsführung vor dem Geldgeber kritisiert.

Bild

DPA
Streitfall Fanz: "Eingriff eines Sponsors in die Angelegenheiten des Vereins"

Karlsruhe - "Wenn man so am Nabel eines Sponsors hängt, spricht das nicht für das Management des Clubs. Man darf sich nicht den Fehler erlauben, einen Trainer zu verpflichten, der den Chef des Hauptsponsors beleidigt hat", kritisierte Bayern-Manager Uli Hoeneß. "Man muss die Historie der entscheidenden Leute kennen. Da hat der KSC offenbar einiges versäumt", so der Münchner Macher.

Karlsruhes Sportdirektor Rolf Dohmen hatte seinen Spezi Reinhold Fanz am 28. Dezember verpflichtet, ohne - wie er offen zugab - die Vorbehalte des Hauptsponsors Energie Baden-Württemberg (EnBW) gegenüber dem neuen Mann auf der Bank zu kennen. EnBW-Boss Utz Claasen hatte sich als Präsident von Hannover 96 im Sommer 1997 ein juristisches Scharmützel mit seinem damaligen Trainer Fanz geliefert. Der Coach hatte dem Vereinschef den Fußball-Sachverstand abgesprochen. Später wurde Fanz gerichtlich untersagt, diese Aussagen öffentlich zu wiederholen.

Ohne die jährlich 800.000 Euro, die EnBW zahlt, wäre die Lizenz des mit sieben Millionen Euro verschuldeten KSC in Gefahr. Nach der Hinrunde der zweiten Liga belegt der einstige Uefa-Cup-Teilnehmer den vorletzten Platz. Chefcoach Lorenz-Günther Köstner hatte deshalb gehen müssen, Fanz wurde verpflichtet - und wurde nach sieben Tagen auf Wunsch von EnBW beurlaubt. "Dass ein Sponsor den Trainer entlässt, wäre bei uns ausgeschlossen", sagte Martin Kind, Vorstandsvorsitzender des Bundesligisten Hannover 96, dem "Express".

Bild

DPA
96-Chef Kind: Verwunderung über Karlsruher Vereinsführung

Auch DFL-Boss Werner Hackmann übt scharfe Kritik an der Karlsruher Vereinsführung um Präsident Hubert Raase, die inzwischen zurückgetreten ist, aber noch bis zur nächsten Mitgliederversammlung im September amtieren wird. "Es ist der Eingriff eines Sponsors in die direkten Angelegenheiten des Vereins. Das gehört sich nicht. Der KSC muss seine Geschäfte selbst regeln", so Hackmann in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Gute Chancen, neuer KSC-Trainer zu werden, hat der frühere Stuttgarter Bundesliga-Profi Krassimir Balakow. "Ich habe mit ihm ein positives Gespräch geführt", sagte Dohmen, "von den Vereinsgremien habe ich den Auftrag bekommen, mich allein verantwortlich um die Trainersuche zu kümmern und Präsidium sowie Verwaltungsrat entsprechende Vorschläge zu unterbreiten."

Der ehemalige Karlsruher Trainer Winfried Schäfer ist hingegen laut KSC-Boss Raase kein Thema. "Das ist weit vorbei an der Realität, weil das nicht passieren wird. Winnie weiß dies und zwar persönlich von mir", sagte er. Ausgeschlossen scheint auch eine Rückkehr von Thomas Häßler als Spieler. Das Training beim KSC, der seit gestern zur Vorbereitung auf die Rückrunde im türkischen Belek weilt, übernimmt zunächst Co-Trainer Ede Becker.


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BeitragVerfasst: 06.01.2005 19:15 
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Jan hat geschrieben:
Claasen war damals der Abladeplatz für sämtlichen Schmutz, mit dem man einen Menschen beschmeißen konnte. Er war auch derjenige, der damals wirklich Tacheles bezüglich der wirtschaftlichen Situation geredet hat. Mit dem Abstand einiger Jahre sehe ich die Dinge schon etwas differenzierter als damals, wo ich den Kerl auch zum Teufel jagen wollte.


Ja - es stimmt, Utz Claasen hat damals ein betriebswirtschaftliches Notstandsgebiet namens "HSV v.1896" vorgefunden und die Dinge beim Namen genannt. Der bei vielen Fans heute noch sehr beliebte Franz Gerber hat damals offensichtlich eine recht dubiose Rolle gespielt. Claasen wollte damit aufräumen, aber in der der damaligen emotional sehr aufgeheizten Situation war Claasen (wohl eher zu Unrecht) der perfekte Buhmann.
Martin Kind hat im Grunde genommen die von Claasen initierten Aufräumarbeiten fortgeführt. Meiner Meinung nach hat Gerber den Verein damals in wirtschaftlicher Hinsicht massiv geschadet.
Was jedoch z.Zt. in Karlsruhe abgeht, ist schon eine echte Provinzposse. Fanz hätte aber (wie auch der HAZ-Kommentator heute meint) den Job ablehnen sollen. Ansonsten wäre Fanz sicher nicht die schlechteste Wahl für den KSC gewesen. Nun soll ja angeblich Balakov im Gespräch sein.

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BeitragVerfasst: 06.01.2005 19:29 
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PeterPan hat geschrieben:
Jan hat geschrieben:
Claasen war damals der Abladeplatz für sämtlichen Schmutz, mit dem man einen Menschen beschmeißen konnte. Er war auch derjenige, der damals wirklich Tacheles bezüglich der wirtschaftlichen Situation geredet hat. Mit dem Abstand einiger Jahre sehe ich die Dinge schon etwas differenzierter als damals, wo ich den Kerl auch zum Teufel jagen wollte.


Ja - es stimmt, Utz Claasen hat damals ein betriebswirtschaftliches Notstandsgebiet namens "HSV v.1896" vorgefunden und die Dinge beim Namen genannt. Der bei vielen Fans heute noch sehr beliebte Franz Gerber hat damals offensichtlich eine recht dubiose Rolle gespielt. Claasen wollte damit aufräumen, aber in der der damaligen emotional sehr aufgeheizten Situation war Claasen (wohl eher zu Unrecht) der perfekte Buhmann.
Martin Kind hat im Grunde genommen die von Claasen initierten Aufräumarbeiten fortgeführt. Meiner Meinung nach hat Gerber den Verein damals in wirtschaftlicher Hinsicht massiv geschadet.
Was jedoch z.Zt. in Karlsruhe abgeht, ist schon eine echte Provinzposse. Fanz hätte aber (wie auch der HAZ-Kommentator heute meint) den Job ablehnen sollen. Ansonsten wäre Fanz sicher nicht die schlechteste Wahl für den KSC gewesen. Nun soll ja angeblich Balakov im Gespräch sein.

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Ich kann mich noch gut an damals erinnern, auch an meine Ablehnung von Claassen. Was mich aber vor allem auf die Palme brachte, waren die Veröffentlichuchungen von Spielerverträgen und der Plan, ohne Rücksicht auf irgendwelche sportlichen Belange die Mannschaft aufzulösen.
Erst da entstand auch der große öffentliche Widerstand.

MK hat zwar auch mit eisernem Besen gekehrt, die Leistungsträger bzw. die ganze Mannschaft aber nicht angetastet. Er hat zunächst auf der Geschäftsstelle aufgeräumt, wenn ich mich recht entsinne. Möglicherweise konnte er sich das Vorgehen leisten, weil er im Gegensatz zu Claassen auch über die erforderlichen Millionen verfügte, um den Verein aus der bedrohlichen Lage zu befreien.

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BeitragVerfasst: 06.01.2005 19:56 
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Bemeh hat geschrieben:
MK hat zwar auch mit eisernem Besen gekehrt, die Leistungsträger bzw. die ganze Mannschaft aber nicht angetastet. Er hat zunächst auf der Geschäftsstelle aufgeräumt, wenn ich mich recht entsinne. Möglicherweise konnte er sich das Vorgehen leisten, weil er im Gegensatz zu Claassen auch über die erforderlichen Millionen verfügte, um den Verein aus der bedrohlichen Lage zu befreien.


Heute muß ich manchmal lächeln, wenn mal wieder vom "Tollhaus" Hannover96 zu lesen ist. Im Vergleich zu der damaligen Situation herrschen heute beim Verein geradezu paradiesische Zustände. Martin Kind hat zwar auch viel Porzellan zertrümmert, aber daß der Mann lernfähig ist, hat er m.E. durchaus bewiesen. Es mag zwar pathetisch klingen:
dennoch - MK hat 96 - Traditionsverein hin, Traditionsverein her - vor der Streichung aus dem Vereinsregister bewahren können ( der VfB Leipzig lässt grüssen).
Ich finde es sehr schade, daß ein derartig intelligenter Mann wie Utz Claasen meint, noch alte Rechnungen (zumindest in dieser Form) begleichen zu müssen. Andererseits hätte Fanz wissen müssen, daß ihm derartiges blühen könnte.
Tja - es gibt keine Sieger und alles lacht sich einen Ast. :-/

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