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 Reiseberichte 2.0 - Von Dublin nach Amsterdam Moderations-Bereich
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 Betreff des Beitrags: Re: Reiseberichte 2.0 - Von Dublin nach Amsterdam
BeitragVerfasst: 17.10.2012 12:33 
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Reisevorbereitungendas Wörterbuch

B&B-Tours steht für komfortable Anreisen, sicheres Tickethandling, hochwertige Unterbringung und eine qualifizierte, multilinguale Reiseleitung vor Ort. Wir haben uns diesbezüglich hohe Standards gesetzt, und weil ich, was den letzten Punkt angeht, einen Ruf zu wahren habe, habe ich neulich im Keller die Kiste mit dem Reisekram durchgestöbert. Neben diversen Harz-Wanderkarten aus den 60er und 70er Jahren und einem Stockholmführer aus den frühen 90ern, stapelweisen „Free US Vacation Map“ und einem Lexikon mit japanischen Schimpfwörtern, die viel zu harmlos sind, als das man sie irgendwann mal einsetzten würde, habe ich tatsächlich gefunden, was ich suchte: ein zerschlissenes blaues Wörterbuch „deutsch-schwedisch“ , die deutschen Begriffe in Frakturschrift und mit Anhang für neue Worte wie „Telegrammbote“ und „Fahrrad“.

Das Wörterbuch ist noch von meiner Oma, und weil nirgends drinsteht, wie alt es ist, habe ich mal meinen Vater angerufen und ein bisschen in der Familiengeschichte geforscht. Also:

Emma, Jahrgang 1915, hat in der Schule schwedisch gelernt. In den Küstenregionen Deutschlands war das wohl nicht so ungewöhnlich. Die Schule vermittelte eine Brieffreundschaft, und so schrieben sich Emma aus Mecklenburg und Märtha aus Göteborg jahrelang Briefe – Emma in schwedisch, und Märtha antwortete auf deutsch.
Zum ersten Mal getroffen haben sie sich 1939, Emma war mittlerweile verheiratet und lebte in Lübeck. Mein Vater war zwei Jahre alt und beschreibt den Weg von Märthas hytta zum See, an dessen Ufer ein roter Eimer stand, als eine seiner frühesten Kindheitserinnerungen. Besonders den roten Eimer.

Irgendwie haben es die beiden Mädels geschafft, ihre Freundschaft über die Kriegsjahre zu retten. Märtha schickte Pakete mit Lebensmitteln und handgesponnener Wolle und Bilderbücher von Elsa Beskow.

1952 gab es wieder einen Schwedenbesuch in der hytta. Mein Vater erzählte, dass er auf seinen Kindheitspfaden an den See ging und alles so vorfand, wie er es in Erinnerung hatte. Nur der Eimer war nicht mehr da.

Wir schließen daraus, dass das Wörterbuch in die frühen 30er Jahre einzuordnen ist.
Immerhin, „Abseits“, „Tor“, „Bier“ und „Bett“ stehen drin, und damit werden wir wohl zurechtkommen. „Auswärtssieg“ können sie dann in den nächsten Anhang für neue Wörter aufnehmen.

Noch 7 Tage.

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potlhbe'chugh yay qatIh pe''eghlu'?


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 Betreff des Beitrags: Re: Reiseberichte 2.0 - Von Dublin nach Amsterdam
BeitragVerfasst: 17.10.2012 20:36 

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immer wieder nett hier im Faden :nuke:


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 Betreff des Beitrags: Re: Reiseberichte 2.0 - Von Dublin nach Amsterdam
BeitragVerfasst: 18.10.2012 20:11 
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B'Elanna hat geschrieben:
Reisevorbereitungendas Wörterbuch

B&B-Tours steht für komfortable Anreisen, sicheres Tickethandling, hochwertige Unterbringung und eine qualifizierte, multilinguale Reiseleitung vor Ort. Wir haben uns diesbezüglich hohe Standards gesetzt, und weil ich, was den letzten Punkt angeht, einen Ruf zu wahren habe, habe ich neulich im Keller die Kiste mit dem Reisekram durchgestöbert. Neben diversen Harz-Wanderkarten aus den 60er und 70er Jahren und einem Stockholmführer aus den frühen 90ern, stapelweisen „Free US Vacation Map“ und einem Lexikon mit japanischen Schimpfwörtern, die viel zu harmlos sind, als das man sie irgendwann mal einsetzten würde, habe ich tatsächlich gefunden, was ich suchte: ein zerschlissenes blaues Wörterbuch „deutsch-schwedisch“ , die deutschen Begriffe in Frakturschrift und mit Anhang für neue Worte wie „Telegrammbote“ und „Fahrrad“.

Das Wörterbuch ist noch von meiner Oma, und weil nirgends drinsteht, wie alt es ist, habe ich mal meinen Vater angerufen und ein bisschen in der Familiengeschichte geforscht. Also:

Emma, Jahrgang 1915, hat in der Schule schwedisch gelernt. In den Küstenregionen Deutschlands war das wohl nicht so ungewöhnlich. Die Schule vermittelte eine Brieffreundschaft, und so schrieben sich Emma aus Mecklenburg und Märtha aus Göteborg jahrelang Briefe – Emma in schwedisch, und Märtha antwortete auf deutsch.
Zum ersten Mal getroffen haben sie sich 1939, Emma war mittlerweile verheiratet und lebte in Lübeck. Mein Vater war zwei Jahre alt und beschreibt den Weg von Märthas hytta zum See, an dessen Ufer ein roter Eimer stand, als eine seiner frühesten Kindheitserinnerungen. Besonders den roten Eimer.

Irgendwie haben es die beiden Mädels geschafft, ihre Freundschaft über die Kriegsjahre zu retten. Märtha schickte Pakete mit Lebensmitteln und handgesponnener Wolle und Bilderbücher von Elsa Beskow.

1952 gab es wieder einen Schwedenbesuch in der hytta. Mein Vater erzählte, dass er auf seinen Kindheitspfaden an den See ging und alles so vorfand, wie er es in Erinnerung hatte. Nur der Eimer war nicht mehr da.

Wir schließen daraus, dass das Wörterbuch in die frühen 30er Jahre einzuordnen ist.
Immerhin, „Abseits“, „Tor“, „Bier“ und „Bett“ stehen drin, und damit werden wir wohl zurechtkommen. „Auswärtssieg“ können sie dann in den nächsten Anhang für neue Wörter aufnehmen.

Noch 7 Tage.


Die B&B-Tours bereiten sich malwieder akribisch vor, während andere Tours malwieder blauäugig ins fremde Ausland starten.
Ich wittere Wettbewerbsverzerrung.

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 Betreff des Beitrags: Re: Reiseberichte 2.0 - Von Dublin nach Amsterdam
BeitragVerfasst: 18.10.2012 22:13 
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Keine Verzerrung, lieber yeswecan, ganz einfach ein hart erarbeiteter Wettbewerbsvorteil. Wir arbeiten schwer, um das Niveau zu halten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Reiseberichte 2.0 - Von Dublin nach Amsterdam
BeitragVerfasst: 19.10.2012 10:12 
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…und dabei kann sich B&B-Tours auch auf Freunde des Hauses verlassen.

Ein Beispiel. Althauer RoterKlaus hegt neben seinen Opels eine besondere Vorliebe für The Who, ganz dolle hat er Pete „The Windmill“ Townshend in sein rotes Herz geschlossen. Grund: Der gute Pete hat im Laufe seines Bühnenlebens mehrere hundert (oder tausend?) Gitarren zerlegt.

Okay. Jedenfalls hat RoterKlaus speziell für unsere Helsingborg-Tour ein 150-Jahre-Who-Special auf einer schwarzen (!) CD zusammengetöpfert. Da ist denn auch alles drauf. Von „My Generation“ ( :oldman: ) bis „Won’t Get Fooled Again“ (Tach, Herr Gagelmann), ein Gruß an die Kurve (“The Kids Are Alright”) und eine Verbeugung vor den Flipper-Virtuosen aus dem Leine-Weser-Bergland („Pinball Wizard“)

Selbstverständlich ist auch das rote Motto für Helsingborg zu hören:

Let’s See Action!

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„Dass wir den Aufstieg nicht schaffen, wird nicht passieren." Martin Kind


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 Betreff des Beitrags: Re: Reiseberichte 2.0 - Von Dublin nach Amsterdam
BeitragVerfasst: 19.10.2012 10:48 
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Das muß natürlich richtig gestellt werden.

Herr Filigrano hat in seiner Begeisterung für Stromgitarren nicht erkannt, dass das eine Howie-CD ist, die von der CDU/CSU (daher schwarz) gesponsert wurde. Ein Titel (Substitute) weist darauf hin.
Ich hatte sie als Werbegeschenk für die Niedersachsenwahl im Briefkasten.

Trotzdem wünsche ich eine gute Fahrt und allzeit genug Motorenöl an Bord!

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"Das freie Wort schlägt unter uns Brücken von Mensch zu Mensch." (Heinrich Lübke, Sauerland)
Mr. RedKlaus is dressed by Virginie Viard. Hair and makeup for Mr. RedKlaus by Maria Verel


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 Betreff des Beitrags: Re: Reiseberichte 2.0 - Von Dublin nach Amsterdam
BeitragVerfasst: 20.10.2012 05:03 

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Hier mal 2 Versionen von Behind blue eyes -
immer wieder gern genommen - grad' auf langen Fahrten

www.youtube.com/watch?v=XkLI121OBms
www.youtube.com/watch?v=KlrmgWvwWnA

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Schlau drauf ? Find' ich prima


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 Betreff des Beitrags: Re: Reiseberichte 2.0 - Von Dublin nach Amsterdam
BeitragVerfasst: 20.10.2012 21:54 
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ich hoffe , der senile Kram ist balde durch hier !!!! :dance:

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Zur Fankultur gehört das Leiden und der Mißerfolg zwingend dazu,
weil man sich sonst nicht über das Erreichte freuen kann.
Zitat von Roter Dortmunder


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 Betreff des Beitrags: Re: Reiseberichte 2.0 - Von Dublin nach Amsterdam
BeitragVerfasst: 21.10.2012 00:09 

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auf zur Vorbereitung zum Auswärtssieg mit Feier vor Ort :flag962: :flag962: :flag962:


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 Betreff des Beitrags: Re: Reiseberichte 2.0 - Von Dublin nach Amsterdam
BeitragVerfasst: 23.10.2012 00:52 
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Roplo, gute Fahrt und Gruß an Wuchtbrumme vor Ort. :wink:

Auswärtssieg. Na klar. Ist Standard international :nod: :wink:

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Da hab ich gedacht, ich tu ihn ihm rein in ihn ihm sein Tor. Horst Hrubesch

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 Betreff des Beitrags: Re: Reiseberichte 2.0 - Von Dublin nach Amsterdam
BeitragVerfasst: 23.10.2012 10:23 
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Etwa 50 Kilometer nördlich von Helsingborg liegt Falkenberg, dieser Ort ist wichtig, weil dort Stellan Bengtsson geboren wurde. Ihr wisst nicht, wer Stellan Bengtsson ist? Empörend.

Stellan war noch keine 20, da hat er sämtliche Japaner, Chinesen und Europäer sowieso mal eben mit links eingetütet und wurde TT-Weltmeister. Stellan war unser Held, er hat stellvertretend für uns gewonnen und es all den etablierten, kurzhaarigen Säcken dieser Welt mal so richtig gegeben. Matte, immer vorne, immer Attacke, immer drauf.

Ein Jahrzehnt später, in den 80ern, ist er dann noch in der Bundesliga rumgeturnt. Um ihn zu ehren, bin ich extra mal nach Altena gefahren – das liegt im Sauerland und wird deshalb unsern RoterKlaus freuen. Jedenfalls kam es zu einer kleinen, aber bedeutungsschweren Begegnung am Rande des Spiels, ja, es ist nicht übertrieben, von einem legendären Dialog zu sprechen: „Hey, Stellan, alles klar?“ – „Joa.“ – „Dann viel Glück.“ – „Joa, danke.“

Im Doppel spielte Stellan oft mit Kjell Johansson, die beiden holten sich einen WM-Titel. Kjell trug wegen seiner unglaublich harten Vorhand den schönen Spitznamen „Thors Hammer.“ Im TV waren diese Bälle nur als weißer Strich zu erkennen.

Auch ansonsten und überhaupt liebt El Filigrano Schweden heiß und innig. Vor diesem Hintergrund könnt ihr verstehen, dass es mir um Helsingborg leid tut. Aber im Profi-Fußball musst Du hart sein, sonst wird das nichts. Keine Kompromisse, kein Jever, nur der HSV.

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„Dass wir den Aufstieg nicht schaffen, wird nicht passieren." Martin Kind


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 Betreff des Beitrags: Re: Reiseberichte 2.0 - Von Dublin nach Amsterdam
BeitragVerfasst: 26.10.2012 20:35 
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Reisebericht von der Wuchtpolitur, Quatsch , von der Wucht-Bully-Tours ( ich muss mich an die neue Firmenbezeichnung auch erst gewöhnen)

Alter Schwede, we are wieder @home!

Nachdem das europäische Kartellamt quasi erst in letzter Minute der Fusion der yeswecan-hard- Adventure-Tours mit den Wuchtbrummi-Tours zugestimmt hatte ( das Telex aus Brüssel kam erst Donnerstag morgens um 7.22h MESZ , ging es sofort los.
Da wir mit den Wuchtbrummi-Tours bezüglich der Fusion nur über Anwälte kommuniziert hatten, kam es Donnerstag früh zum ersten persönlichen Kontakt.
Und gleich der erste Schock, Donnerstag morgens irgendwo im grauen Hannover, es ist 7.30h und meine neue Geschäftspartnerin hat eine Fahne. :shock:
Ogottogottogott, was machen? Alles abblasen?
Es stellte sich aber sehr schnell heraus, es war nur eine 96-Fahne, und die passte ja durchaus in unser von mehreren internationalen Werbeagenturen und Unternehmensberatungen en Detail ausgearbeitetem Geschäftsmodell.

Und da so eine 96-Fahne natürlich ein Heiligtum ist, welches niemals wegkommen , nass oder schmutzig werden darf, blieb es sicherheitshalber im Kofferraum. 8)

Reisevorbereitungen waren in der Kürze der Zeit unmöglich, also nur Basics ( Bully volltanken, Scheiben von innen säubern).
Beim Scheibenreinigen vertraue ich seit Jahren auf Fridolin streifenfrei, da die Pulle aber genauso aussieht wie Scheibenenteiser......egal, das geht auch im Blindflug.

Also wech nach Schweden, an Bord die Wuchtbrumme80 mit Anhang, meine Wenigkeit mit 2 Anhängen.
Fahrt war trotz ohne Sicht problemlos, ab Neustadt ( kurz vor Fehmarn) kamen uns haufenweise Polizeibusse entgegen, wir wurden von unserem Vorboten Roplo-Tours vor Kontrollen gewarnt.
Dann vor der Fähre waren dochnoch ziemlich viele Uniformierte vor Ort, die bauten aber gerade ab, also Perso-Check und auf die Fähre , Curry-Pommes für € 7,95 und ab nach Dänemark, auf der Fähre noch erdbeere getroffen.( einen lieben Gruß an Dich!!!)
Büschen Autobahn, wieder Fähre und Zack , wir sind nicht nur schon in Schweden sondern auch schon 2 km vor den Hotels.
Es war das Horisont-Hotel, fest in roter Hand, der gesamte Parkplatz voll mit Autos aus Hannover, Celle, Hildesheim..... aber auch aus Frankfurt, Erfurt, Dachau, alle einfach zu identifizieren durch die 1896 im Kennzeichen oder eindeutige Fahrzeugaufkleber.
Einchecken, bisschen wärmer anziehen und ab zum Treffpunkt.
Tolle Aktion der Schweden, uns diesen Platz zur Verfügung zustellen, sogar mit Bühne und rockiger Livemusik. :nuke:
Das ging bloß ein bisschen unter, weil es war schweinekalt, windig wie Sau und es regnete wie Hulle.
Dann das Kennenlernen mit den Roplo-Tours, die Zusammenkunft mit unserem Wagen2 mit 7 Leuten, der schon ein paar Stunden vorher gestartet war.
Und dann die Aufstiegsfeier, der Marsch der roten Invasion zum Stadion. Aufstieg hat diesmal nichts mit Fussball zu tun, das Stadion liegt einfach einige Höhenmeter über der Stadt.
Beim Marsch war es voll, laut und friedlich, an allen Kreuzungen kam es aber regelmäßig zum Erliegen des schwedischen Berufsverkehres, weil wegen "Hinsetzen! Hinsetzen!" und dann "Humba Humba tätärää..." Klasse!
Im Stadion dann Karte zeigen und rein, wir waren nicht im Gästeblock ( wobei eher der einheimische wie der Gästeblock wirkte) , sondern hatten Tickets für die Gegentribüne.
Erster Ordner sagt, nochmal komplett raus zum Container, Karten tauschen. :shock:
Also zweiten Ordner gefragt, der sagt der Ticketmanager kommt gleich und klärt das.
Kam aber keiner........
Plan C tritt inkraft, dritten Ordner fragen, der fackelte nicht lange, machte eine Tür zum Spielfeld auf, wir raus über das Spielfeld wieder rein und wir hatten unsere Plätze erreicht.
Da haben die Sitzkissen auf den Plastikschalen!!!
Jetzt noch schnell ein Bierchen vorm Spiel.......hatta nicht! Nichtmal das klassische europäische alkoholfreie.
Egal, also Spiel gucken.
Einheimischen Insidern zufolge ist das Olympiastadion in Helsingborg keine Fussballarena, sondern wird, wenn 96 nicht zuGast ist, von den Firmen Saab und Volvo als Windkanal genutzt.

Nach ein paar Minuten hat ein Spieler ( Netze hinter den Toren gab es nicht) den Ball über die Tribüne komplett aus dem Stadion geballert. Respekt! Pinte hat zu einem späteren Zeitpunkt den neuen Ball ( der alte war ja weg) mit gefühlt 96 km/ h an die Anzeigetafel geballert, diese blieb aber heile.

Irgendwas hatte ich in der hektischen Reisevorbereitung vergessen, dicke Jacke war klar, aber irgendwas war noch. Ich kam einfach nicht drauf.
Nach der Halbzeitpause gab Petrus mir von oben ein Zeichen.
Winterreifen, ich habe noch keine Winterreifen aufgezogen, es schneite wie verrückt ( im Oktober :oldman: ).
An alle, die das Spiel auf Sky geschaut und sich heute im Mediamarkt verschuldet haben; Leute, ihr brauchtet doch keinen neuen Fernseher, das war wirklich Schnee von gestern.

Da es sich im Windkanal von Helsingborg um einen Nichtraucherbereich handelt, gab es auf unserer Tribüne zwei Rauchmelderinnen/Antismokehostessen im Buisenessstyle ( was mögen die gefroren haben?)
Immer wenn jemand sich durch Rauchzeichen meinte, bemerkbar machen zu müssen, zwängten sie sich durch die engen Sitzreihen (sehr zur Freude der meist männlichen Gäste) und klärten die Feuerteufel auf, "You smoked, please don't do it again, ok?"

Nach dem Spiel erstmal in die erste Kneipe, Siegerbierchen ( unbezahlbar und schmeckt nicht wirklich, Schaum kostet wohl extra).
Dann ab ins Hotel, noch zwei Dialysebierchen aus heimischer Braustätte.

Hab ich Dialysebierchen geschrieben? Wie komme ich denn darauf?
Habe wohl noch das schwedische Bier im Kopf, also ich meinte natürlich Analysebierchen.
Ergo kurze Analyse und ab ins Bett.

Heute lecker Frühstück, nochmal in die Stadt, da haben wir uns ca. 30 Minuten vom Wind durch die Strassen wehen lassen und das war kalt.
Also Abbruch, ab zur Fähre und stress- und staulos in heimische Gefilde.

Fazit, geile Fahrt, nette Leute kennengelernt, 3 Punkte mitgebracht, alles richtig gemacht.

@ B'Elanna.......suuuuper Beitrag :laugh:
@Roplo, alles klar? Was macht die Wasserpumpe?
@B&B -Tours ,hat irgendwie wieder nicht sollen sein :cry:
@Wuchtbrumme80, hat verdammt viel Spass gemacht mit euch, gerne wieder!!!

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Zuletzt geändert von yeswecan am 27.10.2012 12:00, insgesamt 3-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Reiseberichte 2.0 - Von Dublin nach Amsterdam
BeitragVerfasst: 26.10.2012 20:54 
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So wieder daheim.
Wiedermal eine unvergessliche Europareise mit unserer Mannschaft.
Los ging es am Donnerstag früh um 6:00 Uhr und schon gegen kurz nach
9 in Puttgarden erstmal filzen angesagt, dabei schon viele Bekannte Gesichter
gesehen und beim Gepäck durchsehen mit der blonden Polizistin geklönt
währen sie meinen Kulturbeutel durchwühlt. Sie dabei geduzt sehr zum Ärger
meines Fahrers und Kumpels der Angst hatte wir würden deswegen gleich festgenommen
werden.
Dann auf der Fähre weitere reichlich bekannte Gesichter gesehen u.a. auch
die nächtliche blonde Quasselstrippe aus dem Breslau Bus...Wieder nur am
rappeln :? Ankunft in Helsingborg gegen 13:30 Uhr dann erstmal im Hotel
eingecheckt und in die Stadt ein Cafe gesucht und lecker Kuchen gegessen.
Dann zum Stortorget aber es war noch nix los und das Wetter war auch bescheiden.
Also ins Harry's weiter und ein paar Biere reinziehen. Stimmung hier schon ganz gut
aber noch deutlich ausbaufähig was sich später noch heraustellen sollte.

Dann unseren schwedischen Kumpel getroffen und in der Sportsbar lecker Rippchen
verputzt. Dann gings zum Stadion alles sehr gemütlich und entspannt und man hatte
immer das gute Gefühl hier willkommen zu sein. Danke dafür schon an dieser Stelle
an die Schweden. :hallo:

Da unser Schwedischer Kumpel die Karten besorgt hat saßen wir auf der Haupttribüne
direkt unter der Presse und die schwedische Torwartlegende Ronnie Hellström nur
3 Plätze neben mir. Konnten aus dieser ungewohnten Perspektive das Spiel sehr gut
beobachten und insbesondere Kocka Rausch's "Stellungsspiel" bewundern :(

Als wir es dann nach der Führung versäumt haben den Sack zuzumachen war ja klar
was kommen mußte.... Als es dann soweit war wurden wir von den um uns sitzenden
Schweden daran erinnert das es erst kürzlich ein ähnliches spätes Ausgleichstor gab....
Daraufhin meine trotzige Entgegnung "Es ist erst zu Ende wenn die Dicke Frau singt"
lösten bei einem Schweden der vor uns saß dann doch Verwunderung aus, die bei Didi´s
Tor in blankes Entsetzen umschlug und er mich mit weit aufgerissen Augen und offenem
Mund anstarrte als ich wie ein Flummi hinter Ihm rumhüpfte und mich nicht mehr einkriegte
vor lauter Jubel. :dance: :fan:

Nach dem Spiel dann unseren schwedischen Kumpel verabschiedet und zur After-Sieg Party
ins Harry's und hier gings dann richtig ab Alte Liebe vom DJ mit 96 Schal und HIF Trikot sehr geil.
Viel geklönt nette Leute kennengelernt gefeiert und noch mehr Bier getrunken :mrgreen:

Ausgeschlafen und nach dem Frühstück los. Rückfahrt ohne Probleme und noch einige Herry´s
verputzt.

Fazit: Tolle Auswärtsfahrt zu äußerst Gastfreundlichen Menschen ein an Dramatik kaum zu überbietendes Spiel gesehen. Freue mich jetzt schon auf die k.o. Runde.

:flag962:


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 Betreff des Beitrags: Re: Reiseberichte 2.0 - Von Dublin nach Amsterdam
BeitragVerfasst: 26.10.2012 23:32 
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Danke für die ersten Berichte, toll erzählt :nuke: :nuke:
:fan: :fan:

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 Betreff des Beitrags: Re: Reiseberichte 2.0 - Von Dublin nach Amsterdam
BeitragVerfasst: 26.10.2012 23:38 
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Tolle Reiseberichte wieder. :nuke:

Macht richtig Spaß zu lesen :bow: :fan: :bow:

Vielen Dank. :nod:

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Da hab ich gedacht, ich tu ihn ihm rein in ihn ihm sein Tor. Horst Hrubesch

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 Betreff des Beitrags: Re: Reiseberichte 2.0 - Von Dublin nach Amsterdam
BeitragVerfasst: 27.10.2012 15:15 
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So , nun ein kleiner Reisebericht der Roplo-Tour.
Erstmalig übernahm unser Starfahrer Leipzig96 die komplette Planung der Reise.
Fähre , Hotel , Karten alles hatte er fest im Griff. Dazu noch selbst gezeichnete Stadtpläne
im Maßstab 1: irgendwas.
Ein Traum. Es konnte nichts schiefgehen.
Nachdem Leipzig96 und ich nach kurzer Nacht in der Region der schönsten Stadt der Welt um ca. 04 Uhr
aufbrachen mussten wir beim ersten Stop an der B6 in Berenbostel feststellen, dass wir die ersten 15 Km mit angezogener Handbremse absolviert hatten. Mit reichlich Wasser von der Tanke wurden die glühenden Vorderräder auf annehmbare Temperaturen runtergekühlt. Die weiteren 3 Reisenden stiegen ein und wir fuhren gen Norden. Aber da war doch was !?! Ein Geräusch, dass uns die nächsten 1000 Km
( Hin - und Rückfahrt ) begleiten sollte. Es wird derzeit geprüft, ob Lichtmaschiene, Wasserpumpe oder irgendein anderes Bauteil am Auto dieses unschöne Geräusch verursacht hat.
Die Fähre war auf 0745 gebucht, man sollte eine halbe Stunde vorher dort sein. Also waren wir pünktlich um 0728 Uhr :wink2: am Anleger. Nun ja, aber nicht auf der Fähre. Die Staatssicherheit wollte vorsorglich unser Reisegepäck überprüfen, ob wir auch alles dabei haben und nichte wichtiges vergessen haben. Ein wirklich netter Service der Polizei. Auch ob die Kleidung richtig sitzt wurde in extra dafür bereit gestellten Zelten geprüft. Auch das Fahrzeug wurde überprüft. Ist noch genug Benzin im Tank ? Ist die Innenverkleidung der Rückleuchten fest ? Ist ausreichend Platz im Handschuhfach ? Wir hatten quasi das rundum-sorglos-Paket. Danke liebe Polizei !!! :nuke:
Nach 2 Fähren und einigen Autobahnkilometern waren wir dann endlich im idyllischen Helsingborg.
Karten wurden vor dem Stadion getauscht, Zimmer bezogen, kurz geruht und dann mit Hilfe der mitgebrachten Hannoverschen Kaltgetränke in die Stadt gerobbt. Viel war nicht wirklich los, aber am
Treffpunkt der Roten dann doch noch die Yeswecan-Wuchtbrumme-Die-Hard-adventure-Tour getroffen. Auch viele bekannte Gesichter von den vergangenden Fahrten. Seit hiermit alle gegrüßt.
Wir hatten dann noch das Glück die Kneipe der einheimischen Ultrabewegung zu finden und dort einzukehren. Über diese Begegnung und anderer kleiner treffen werfen wir hier den Deckmantel des Schweigens. :nod:
Der Sieg wurde nach dem Spiel noch ausgiebig gefeiert. In einer Bushaltestelle in Nähe des Stadions
haben wir auf Knien die Roplo-Tour-Raupe zelebriert. Im Hotel haben wir uns später noch einige Pils gegönnt ( 0,3 für 7,- Euro :twisted: )
Unsere Notreserve auf dem Zimmer haben wir dann um ca 02 Uhr geleert und dann ab in die Falle.
Beim Frühstück wurden uns dann noch VIP-Karten für das Spiel HIF-Levante in einer Brötchentüte
" überlassen ". ( Das ist jetzt nur für die Insider gewesen)
Danke Addi für die Rückfahrt bis zur Fähre nach Deutschland. Danach konnte ich dann das Steuer wieder übernehmen. Ankunft zuhause um 20 Uhr. Danke Leipzig96 für deinen Anruf heute Nacht um 0144 Uhr mit dem Hinweis, dass es in Leipzig jetzt auch schneit. :D
Mal wieder eine gulungende Europareise, und um es mit Leipzig96 Worten zu sagen :
Wahnsinn !!!!
Rote Grüße noch an Dirk und Britta , den Bokeloher Jungs , Sören und alle die ich vergessen habe.
:flag962: :flag962: :flag962:

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weil man sich sonst nicht über das Erreichte freuen kann.
Zitat von Roter Dortmunder


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 Betreff des Beitrags: Re: Reiseberichte 2.0 - Von Dublin nach Amsterdam
BeitragVerfasst: 27.10.2012 17:12 

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sehr schön geschrieben :nod: , dem Stimme ich mal 100% so zu.
Viele Grüße auch von mir an alle 96 er die mit waren
Wahnsinn :flag962:
nun habe ich auch endlich meine erste Auswärtsstadionzeitung in Europa :wink2:


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 Betreff des Beitrags: Re: Reiseberichte 2.0 - Von Dublin nach Amsterdam
BeitragVerfasst: 27.10.2012 20:42 
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Ein paar Schwedenhappen...

...von B&B-Tours, ungeordnet braingestormt, nachdem letzteres wieder halbwegs funktionsfähig ist.

Für Außenstehende, hätten sie 's gesehen, hätte das bestimmt mächtig konspirativ ausgesehen, der Zusammenschluss der dunklen Luxus-Limousinen von B&B-Tours gleich hinter Schnelsen-Nord , der Austausch der geheimnisvollen Geräte, die dann ebenso geheimnisvoll an der Windschutzscheibe angepappt wurden, um ohne Stop in der "BroBizz"-Spur über die Brücken zu kommen.

Gab es eigentlich ein Hotel in der Stadt, das nicht komplett von Roten bevölkert war? Bei uns jedenfalls gab es morgens beim Frühstück nochmal eine schwarz-weiß-grüne Invasion- und wir waren nicht in dem bereits erwähnten Hotel!

Ob das die Reiseveranstalter-Konkurrenz gewesen ist? Als ein Alter96er sich aus dem geöffneten Hotelzimmerfenster lehnte, um einen ersten Blick über die sturmumtoste Stadt zu werfen, kamen von oben gleich fünf volle Bierdosen (Becks - „Izmirübel“) auf einmal runtergeschneit und verfehlten seinen Schädel nur um Haaresbreite.... Wer sonst stellt „Bier“dosen bei Windstärke 9 draußen auf den Fenstersims? Schade- sie mussten wohl das teure Schwedenbier nachkaufen.

Im Stadion, dessen Name „Olympia“ ebenso wenig zu dem Dorfplatz passte wie ein schwedischer Double-Sieger (im Eishockey sind sie nunmal einfach besser), war die Stimmung bereits trotz Kälte und Sturm prima. Niedersachsen halt. Olympia-reif waren jedenfalls am Ende allein die Ringe unter den Augen der mitgereisten B & B-Touristen. Und die große runde EL-Fahne im Mittelkreis wirkte dort fast deplatziert.

B & B-Tours steht natürlich auch für geballten Fußball-Sachverstand. Schon während des Spiels konnten aus allernächster Nähe die leider überwiegenden Unzulänglichkeiten unserer Jungs vor allem in der Defensive beobachtet werden. Unkonzentriertheiten, Kockasche Hibbeligkeit und balltechnische Mängel (Schulle, Eggi und auch Zieler beim Abschlag) wirkten von so direkt neben dem Spielfeld aufregend, aber eher in unschönem Sinne. Einig waren wir uns aber darüber, dass Didi auch insgesamt ein gutes Spiel gemacht hat. Eine so gute Defensivarbeit zur Entlastung von Stevie hätte ich ihm garnicht zugetraut. Er hat viele Löcher gestopft.

Auch B & B-Tourist Schwitzkasten hatte seinen persönlichen Lieblings-Feind: Nein, keinen Spieler oder gar den Schiri, nein, nein. Der Tor-Schiedsrichter hatte es ihm besonders angetan. Den hätte er am liebsten richtig in den Schwitzkasten genommen. Liebe TV-Gucker, da habt ihr echt was verpasst. Dessen Gehabe zu umschreiben, ginge nicht mit Respekt. Deswegen lasse ich die Sprüche, die da gefallen sind, an dieser Stelle mal weg. Ist ja schließlich auch ein offizielles Forum.

Wer wie wir noch einen Tag länger in der Stadt blieb, wurde mit frischen Waffeln beim Samstagsfrühstück belohnt. Übrigens auch mit feinstem Sonnenwetter den ganzen Freitag über! Für die, die Helsingborg (zu) zeitig wieder verlassen haben: auch der Wind ließ irgendwann nach und es wurde ein herrlicher Tag.

Einige brandneue Features im Programm von B&B-Tours:
[*] Sonderöffnungszeiten im eigentlich geschlossenen Fanshop nach massivem Einsatz klingonischer Charmeoffensive am Bürofenster. Eine reizende blonde Schwedin an der Kasse, die sich exklusiv um uns kümmerte. Leider hat sie die Pin-Druckerei dann doch nicht wieder angeworfen, aber wir haben immerhin eine Alternative erbeutet.
[*] Reiseverpflegung auf der Rückfahrt: beim kurzen Stop hinter der Storebæltbrücke tauchte plätzlich ein bärtiger Däne bei uns auf und bot uns von einem Blech leckere frische Lachs-Sandwiches an: so geht es Dänen und denen, denen Dänen nahesteh'n.
[*] Der Bereich Ticketing (aktiv) , für den Bemeh verantwortlich ist, wurde auf Ticketing (passiv) erweitert: weil die Damen im Hotel den Parkschein nicht richtig ausgefüllt hatten, fand er beim Bierfäßchennachschubholen einen netten kleinen Hinweis am Bemeh-Mobil in der Parkgarage. Und das waren leider keine VIP-Tickets für das nächste Spiel....hat sich aber alles in Wohlgefallen aufgelöst.

Vor dem Dunkers Kulturhuset zeigt sich die Kultur in Form von kitschigen Granithasen mit schiefen Ohren und Kulleraugen. Und einem „Blumenarrangement“ aus bemalten Mülltonnen. Im Kulturhuset gab's aber auch einen ganzen Saal mit echter Kultur, also Bildern. Um zur Cafékultur mit grandiosem Blick über den Hafen im Sonnenschein zu kommen, musste man sich allerdings erst durch die Souvenirkultur durcharbeiten.

Dass Bier in Schweden teuer ist, war vorher klar. Wir hatten vorgesorgt und entsprechende Vorräte eingelagert. Ansonsten haben wir bei der Bestellung auf Erfahrungswerte zurückgegriffen und vorrangig nicht nach dem Preis, sondern nach dem Alkoholgehalt gefragt. Am letzten Abend gab's Falcon Fatöl aus Falkenberg, Heim von El Filigranos Tischtennisidol Stellan und gebraut seit immerhin 1896! Wir haben das für ein Zeichen gewertet und messerscharf daraus geschlossen, dass zumindest bei einigen der verzehrten Biere das Glas im Preis inbegriffen war.

Die schwedischen Zeitungen sind, sagen wir mal, eingeschränkt brandaktuell. Göteborgs Posten und Dagens Nyheter haben den Grund unserer Reise nicht mal mit einer Randnotiz erwähnt. Helsingborgs Avisen brachte immerhin drei Seiten Spielanalyse (keinen Bericht über den Spielverlauf), Interviews und ähnliches, dazu eine halbe Seite Berichte über die Bekloppten aus Hannover, die für das Spiel angereist waren. Die Entlassung von Felix Magath war allerdings auch schon drin, wenn auch nur, weil einer seiner Sommertransfers vorher bei Helsingborg gespielt hat. B'Elanna hatte erst gedacht, sie hätte falsch übersetzt, bis wir es von Spiegel online bestätigt bekamen.

Die Waffelbäckerei auf dem Möllebakken war leider geschlossen, wie auch der Kärnan-Turm, den wir erst im zweiten Anlauf stürmen konnten. Neben der alten Mühle auf dem Möllebakken lag ein einsamer Fußball, und so gab es, erstmalig in der Geschichte von B&B-Tours, eine Kickereinlage (aktiv) über der Stadt, quasi in Sichtweite des Stadions.

Skåne rockt! Die Eckkneipe gleich neben dem Hotel mit dem vorgezimmerten Raucherunterstand entpuppte sich als eine der wenigen Kneipen in Helsingborg mit Livemusik. Auf dem Programm stand die „Roadsideband“. Country & Western – oder auch „beides“, wie El Filigrano das Standardwerk „Blues Brothers“ zitierte. Ein paar Falken hatten wir bereits abgeschossen, als die Jungs endlich loslegten. Guter solider Rock, ein bißchen „Black Magic Woman“, ein bißchen Status Quo und ähnliches. Der Laden war komfortabel gefüllt mit Eingeborenen, die schon bei den ersten Nummern richtig mitrockten, indem sie ihre linke Augenbrauch rhythmisch auf- und niederzucken ließen. Zwei ganz Wilde wippten simultan mit der linken Hand und hielten sich mit der Rechten an ihrem Bierglas fest, um nicht umzufallen. Kurz vor der zweiten Pause, also deutlich nach 23:00 Uhr, war plötzlich die Tanzfläche rappelvoll. Das war uns so unheimlich, das wir die Analyse des Tages dann doch lieber im Hotelzimmer in der Einbecker Runde abgeschlossen haben. Große Gläser hatten wir ja jetzt, so dass wir nicht mehr auf homöopathische Bierdosen aus Zahnputzbechern angewiesen waren.

Außer 1893, die während des Spiel plötzlich neben uns stand, Kronsberger und Erdbeere, die im gleichen Hotel logierte wie wir, haben wir keine Bekannten getroffen. Kein Yeswecan, keine Wuchtbrumme, nichtmal Roplo, der uns bisher auf jeder Reise über den Weg gelaufen ist. Ernsthafte Zweifel, ob ihr überhaupt da wart, sind an dieser Stelle angebracht. Vielleicht habt ihr alle in Helsingør in einer Kneipe gesessen und Sky geguckt?

Ein großes Dankeschön sei an dieser Stelle mal offiziell an El Filigrano ausgesprochen, der es sich nicht nehmen lässt, für den Hannoveraner-Teil von B&B-Tours den Fahrdienst zu übernehmen. Und das schon von Anfang an, seit der ersten gemeinsamen Tour vor fast einem Jahr nach Kopenhagen.
Ihm widmen wir deshalb die Hymne dieser Auswärtsfahrt:

Über sieben Brücken musst du fahr'n
willst Du Dir die Fehmarnfähre spar'n.
Sieben Biere soll'n getrunken sein,
und dann fahren wir drei Pu-hunkte ein.

Hossa!

_________________
Half of the people can be part right all of the time. Some people can be all right part of the time. But all the people can´t be all right all of the time.
I think Lincoln said that.
I let you be in my dreams if I can be in yours.
I said that. (Dylan)


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 Betreff des Beitrags: Re: Reiseberichte 2.0 - Von Dublin nach Amsterdam
BeitragVerfasst: 27.10.2012 21:52 
✝ Unvergessen
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@Alter 96er,
Ok, wir sind entlarvt, wir waren nicht in Helsingborg sondern nur in Helsingør, für die Fähre hat es finanziell einfach nichtmehr gereicht.
Aber sage das bitte keinem und gebe es bitte nicht öffentlich im Forum bekannt.
Wie stehen wir denn jetzt da? Ich habe unserem Aufsichtsratsvorsitzenden Felix M. am Donnerstag in den A.... getreten, die Presse vermeldet wir haben uns einvernehmlich getrennt.
Wir haben für knapp 70 Millionen Euro nagelneue, topausgestattete Bullys auf unserem Parkplatz stehen. Seit heute Mittag dreht ein Porsche Cayenne mit Gelsenkirchener Kennzeichen vor unserer Geschäftsstelle konstant seine Runden, der Name des Fahrers ein gewisser Peter N. , der uns seine Dienste feilbietet. Er habe keine Lust mehr immer allein vor geschlossenen Stadiontoren zu rangieren und bietet sich als sogenannter Heilsbringer an.
Klingt für mich schlüssigst, aber nach Rücksprache mit meiner neuen Geschâftspartnerin "Peter N., muss man den kenn?" bin ich mir nichtmehr so sicher!?

Ogottogottogott, was machen wir denn jetzt?
Das Euroreisegeschäft habe ich irgendwie unterschätzt.Das Ziel war das Amsterdamgeschäft noch einzutüten und dann gepflegt auf die Malediven absetzen, läuft aber bis dato suboptimal.

_________________
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 Betreff des Beitrags: Re: Reiseberichte 2.0 - Von Dublin nach Amsterdam
BeitragVerfasst: 27.10.2012 22:46 
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Die B&B Tour sollte sich umbenennem im das " Literarische Quartett"
Immer schön eure Berichte zu lesen.
:nuke:

_________________
Zur Fankultur gehört das Leiden und der Mißerfolg zwingend dazu,
weil man sich sonst nicht über das Erreichte freuen kann.
Zitat von Roter Dortmunder


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