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 Was ich mit den Roten erlebt habe (Anfänge) Moderations-Bereich
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 Betreff des Beitrags: Re: Was ich mit den Roten erlebt habe (Anfänge)
BeitragVerfasst: 04.01.2018 10:27 
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Da kommen Erinnerungen hoch... "Du hast die Haare schön!": Die kuriosesten Frisuren der Spieler von Hannover 96 - Sportbuzzer.de 8)

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„Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft.“

Jean Paul Sartre


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ich mit den Roten erlebt habe (Anfänge)
BeitragVerfasst: 04.01.2018 19:24 

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Astrein Herr Rossi.................
:bow: :flag962: :bow:


..........................................
Zwei Minuten gespielt... immer
noch hohes Tempo.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ich mit den Roten erlebt habe (Anfänge)
BeitragVerfasst: 15.02.2022 10:36 

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Meine erste Saison war 1989/1990, Hannover 96 war Anno Dazumal in der 2.Liga, meine ersten Heimspiele, im Niedersachsen-Stadion waren; Gegen VfL Osnabrück, KSV Hessen Kassel, SV Meppen, und Last but not least natürlich, wie sollte es anders sein, Braunschweig. Bei den Derby's gewann jeweils die Heimmannschaft, Hannover deutlicher mit 3:0, gegenüber BTSV mit seinem 1:0, die anderen von mir hier genannten Norddeutschen Mannschaften wurden an jeweils zu Hause wie auswärts von Hannover dominiert. Damals stand ja noch Jörg Sievers im Tor. Die Stimmung war ja noch ein bisschen anders, als heute, laut war's in jedem Fall. Guter Start, wenn man als Kind seine Mannschaft siegen sieht. Das war Heimat.

Das Pokalfinale 1992 habe ich nur in der Kneipe gesehen, Ole Deele in Wuelfel, die Bude war gerammelt voll, rauchen durften die Erwachsenen auch noch. Die D-Mark-Preise waren günstig, usw. Trainer war Michael Lorkowski. Das Spiel zog sich bis zum Elfmeter-Schiessen hin, 0:0 reguläre Spielzeit, und nach Verlängerung. Dann "endlich" das Elfer Schiessen, Gladbach beginnt, die ersten gingen sowohl für Hannover als auch für Borussia Mönchengladbach rein. Dann hatten beide Vereine verschossen, bis dann Michael Schjoenberg, (ich habe auf meinem Smartphone kein skandinavisches o), endlich den erlösenden Treffer landete. Mann, Mann, Mann, meine Nerven! Und was für ein Feiertag, Hannover hat ja nun selten zu jubeln.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ich mit den Roten erlebt habe (Anfänge)
BeitragVerfasst: 15.02.2022 11:53 

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Auswärts war ich mit den Roten zuerst vor allem hier im Norden in der Nähe, ebenfalls Saison 1989/1990. Ich war beim VfL Osnabrück/ Bremer Brücke, SV Meppen und beim KSV Hessen Kassel. Dieselben Vereine habe ich mir dann vorher auch für unsere Heimspiele ausgesucht. Am besten hat's mir bei den Violetten gefallen, Osnabrück. In Meppen, das hatte mehr was von Kreisliga. War aber ok. Und dann noch nach Kassel, naja, ging so.
Auswärts in BS, Hamburger Straße, hatte dann leider terminlich nicht hingehauen, dahin habe ich's bis heute nicht geschafft. Egal, irgendwann in Zukunft.

Wir hatten damals eine gewisse Reiselust, zumindest was die kurzen, überschaubaren, Strecken hier im Norden anging. Am besten sind immer noch Heimspiele, meiner Ansicht nach.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ich mit den Roten erlebt habe (Anfänge)
BeitragVerfasst: 15.02.2022 12:47 

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Preussen Münster war ich auch noch, jeweils zu Hause und auswärts, war ja auch damals, in Osnabrück-Schinkel hat's mir aber besser gefallen als im Münsteraner Stadion, auch wenn die Stadt Münster ganz nice ist, mit dem Aasee und so.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ich mit den Roten erlebt habe (Anfänge)
BeitragVerfasst: 15.02.2022 14:15 

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Herr Rossi hat geschrieben:



Pflüge grade mal so etliches hier durch....und erkenne alle
wieder.
Bombe Herr Rossi ! !
:bow: :flag962: :bow:


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ich mit den Roten erlebt habe (Anfänge)
BeitragVerfasst: 06.04.2022 17:43 

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Bin mir nicht komplett sicher ob es passt, aber ich lad' es mal hier ab.

Meine Zeit als Roter begann in den 60ern. Erst Stehplätze, wie es grad so kam,
dann mit Vitamin B auch schon mal hart gesessen.
Später dann jahrelang Dauerkarte, Gegengerade überdacht, Block K39, Höhe Mittellinie.
In Rufweite des Biertresens und etwas oberhalb der kleinen Kamerabox,
diesem trapezförmigen Betongebilde,
wo so Leute wie Wonti, Töppi und auch Helmut Poppen,
Peter Jensen und Fritz Klein rumtaperten.

Auf dem Weg zum Stadion haben wir in unserer Gruppe uns immer gegenseitig Mut gemacht,
dass es einen knackigen Heimsieg gibt. Das war ein Ritual und hielt Jahrzehnte.
Es lief so, wie die Bierchen danach, dass man sich erstmal freute,
wenn ein Verletzter zurück war.
Wichtig war auch immer der Blick auf die zahlende Zuschauerzahl,
weil uns sehr am Herzen lag, das Kohle in die leere Kasse kam.

Man wollte ja gern immer wieder mal so einen wie den Marcel Raducano,
der hier zwar fest zugesagt hatte, aber dann doch der schwattgelben Kohle
aus dem Ruhrpott erlegen war.
Schawamm drübber, man hatte zu jeder Zeit, in jeder Epoche, seine Lieblinge und Faustpfande,
auf die man zählte.
Selbst als es gegen Herzlake und Norderstedt ging, war man dabei und bejodelte reichlich Tore.
Gerald, Otto, Babacar, Kreso und Milo und natürlich der Fußballgott, man hatte sie einfach lieb.

Torleute hatten die Roten auch, sogar einige richtig Gute.
Mein Liebling, obwohl mit einigen temporären Schwächen behaftet, war Jumbo.
Der flog soo spektakulär und natürlich der unvergessene Robert und Jörg der Pokalheld,
ganz klar.
Es gab aber auch einige Kameraden vom Stamm der Fliegenfänger.
Einer von denen war ein gewisser Hillmann, auch der Flutlicht-Meier war für Klopse gut.

Mut- und Spaßmacher waren ganz früher z.b. Rodekamp, Keller, Skoblar,
Siemensmeyer und Reimann.
Dann gab es den Langen, den Reich, auch Frank Hartmann hat etliche Dinger versenkt.
Da waren noch weitere Knipser und Vollstrecker, im Vergleich zu unserer aktuellen Sturmschicht, Marke lauer Lufthauch, waren das Twister, Taifune, Hurrikans und Zyklone.

Der wendige und abschlusssichere Fredy hat mir ne Weile ganz besonders Freude gemacht.
Der hatte einen Auftrag - und den hat er erfüllt. Bingo !

Die Kanten in der Abwehr, Peter Anders, Eddy Bandura,
die haben zig Spiele für die Roten abgeliefert,
weil die so ultraschnelle Vereinshopperei noch nicht in Mode war.
Heute sind ja Verträge eher reine Makulatur, so ne Art Empfehlung, scheint mir,
so nach dem Genre:
was kümmert mich meine Unterschrift und Zusage von gestern ?

Mit Jannemann und Jiri gab es zwei ganz Geniale ... manchmal auch der Nebojsa ...
Ausnahmen bestätigen da nur die Regel.
Der kleine Wusel Szabolcs darf nicht unerwähnt bleiben, der hatte ein Zauberfüßchen
und konnte nicht nur "Ölwer versenken"
Es waren schon etliche Burschen dabei, die etwas mit der Pille anzufangen wussten,
etwas was zählte, weil es sich in der Tabelle niederschlug, was uns sogar nach Europa führte.

Auf jeden Fall hatte man immer mal wieder ein paar Mut- und Muntermacher in der Pipeline,
die vorher bereits bewiesen hatten, dass sie den Unterschied ausmachen können.
Wo sind solche Individuen heute ? Hannover hat doch ein super ausgebautes Autobahnnetz,
aber die rauschen hier alle ungebremst vorbei.
Gut, ab und an dölmert einer mit dem Drahtesel an der MKA vorbei,
den reißt man dann euphorisch vom Rad in der irrigen Hoffnung, er könne uns verstärken.
Dass Billigheimer - wer ist das schon, die fegen ja in einem Monat immer noch mehr ab,
als ne Pflegekraft im vollen Jahr - schlussendlich auch derbe das Budget belasten,
ist uns allen doch bekannt.

Ich kann nicht alle Jungs erwähnen, zumal ich aus dem Stehgreif schreibe,
da wird der ein oder andere Virtuose durchrutschen.
96 hatte Zeiten, da war man was,
auch wenn die ganz große Sause hier nie stattgefunden hat,
konnte man doch mal einen deutschen Pokal ergattern und Europa kurz aufhorchen lassen.
Da sind wir dann beim Larsemann, schade dass man so einen eben hier nicht halten kann.

Früher wurden auch Tore geschossen, es gab dafür extra eine Musik, die dann losdröhnte.
Man hatte gewisse Spezialisten im Kader, manche konnten aus der zweiten Reihe ballern,
dass es dem Keeper auf der anderen Seite förmlich die Griffel wegriss.
Doch Viniciüsse, Tarnats und Pintos wachsen nicht nach, so muss man konstatieren,
dass viel zu selten aus der Distanz gefeuert wird.
Das kann man sogar nachvollziehen, das Gros der Riege kann es einfach nicht,
also lässt man es weitgehend, bis auch Ondoua, gleich ganz sein.
Nach den diversen Fehlversuchen vom Gaël wurde mir schnell klar,
warum sich bei Heimspielen von 96 alle Maschseemöven verkrümeln.
Die sind weit weg am Annateich und Silbersee, wo sie nicht Gefahr laufen
von ner wildgewordenen außer Kontrolle geratenen Lederkugel abgeschossen zu werden.

Manche konnten die Pille auch mit ihrer Langhaar-Omme einnetzen
und so mancher gewann seine Einszueins-Duelle in schöner Regelmäßigkeit.
Man kam als Anhänger immer mal wieder in den Genuss, zu jodeln, bölken
und die Zunge schnalzen zu lassen - in Summe allerdings auch damals schon zu wenig..

Ok, da kippte so manches Bier schon um und dem sitzenden Vordermann voll in die Stiefel,
doch Schwund ist bei jeder Sache.
.... und heute ??
Alles sooo lange her, das ist inzwischen fast exotisch,
da braucht es Trüffelschweine und spezielle Spürhunde
und selbst die winken ab, resignieren dabei und holen sich'n Burnout..

Ein Wort zu den vielen Präsidenten ? Nö, lieber nicht,
doch die vielen, vielen Trainer sollen nicht zu kurz kommen.
Es waren reichlich Luschen dabei und hoffnungslos Überforderte,
aber ich habe auch nicht vergessen, das es einige richtig gute Übungsleiter gab.
Rangnick tut wohl jeder Mannschaft gut, doch die Zeiten,
wo etwas in dieser Preis und Güteklasse machbar ist, sind wohl in Hannover allemal passé.

Tormusik, Anzeigetafeln kannste heute alles drauf verzichten.
Die leidige Tafel aus Ungarn hat ja damals auch mehr gesponnen, als angezeigt,
aber trotzdem hats beim Gegner geklingelt. ...
.... und dann kam wieder Centerfold, die Tormucke von der J. Geils Band.
Nelly, the elefant und Narcotic, auch nich schlecht, kann man so machen.
Heute sollte man eher bein Einlaufen "Schlafe mein Prinzchen, schlaf ein" spielen,
Kleines Nickerchen an der frischen Luft, die Anstoßzeit passt ja inzwischen.

Aktuell, immer weniger Momente wo Freude aufkommt, weil einer mal in die Kiste trifft.
Sämtliche Attribute sind flöten, die es braucht, um mal wieder aufhorchen zu lassen.
Da bleiben dann auch die Zuschauer weg, als ob Corona nicht schon deprimierend genug ist
und die Leute abschreckt.

Mein aktueller Ausblick auf die sportliche Zukunft von Hannover 96 ist sehr schaumgebremst.
Da die roten Schleuderfüße jedes Jahr, auch heuer wieder,
immer bis Ultimo in der abstiegsnahen Zone rumkrebsen, kann nicht geplant werden
und nicht ein lausiger Vertrag zukunftsweisend zustande kommen.


Warum zeigt den Kappesköppen eigentlich keiner, wie Fußball wirklich geht,
das wär doch mal ne grelle Idee.
Erklärt doch den Unbedarften endlich, dass nur Tore ein Spiel bereichern
und dann auch oft entscheiden -
ähh, wichtig und hilfreich - wenn die Pille auf der richtigen Seite reinkullert.

Eigentore, en masse, sind einfach nicht förderlich,
so wie sie bei 96 jedoch fallen, allerdings schon recht skurril bis hin zu lustig.

96 in den neuen 20ern: alles nur eine riesengroße Dürftigkeit,
gepimt durch Undercut Frisuren und wilde Körperbemalung.
Einstellung und Mentalität war gestern.
Für mich ist die jetzige Riege erneut keine wirkliche Einheit,
und wurschtelt nur mit angezogener Handbremse,
weil sie ziemlich sicher sein können nicht hart aufzuschlagen. Im Gegenteil,
irgendein neuer Club wird zugreifen in dem Irrglauben, die Eleven wieder hinzukriegen.
Dieser Fehler ist ja unserem Mann ebenfalls unterlaufen ... und nicht zu knapp.

So wird es jedenfalls nicht leichter sich wieder Fans auf seine Seite zu ziehen.
Vielleicht mal ernsthaft drüber nachdenken
und nicht nach Spielende abgezockt abgedroschene Worthülsen ins Mikro stottern.
Gas geben, sich professionell aufstellen, das fängt beim Lebenswandel an,
geht über die Ernährung usw. usf. weiter.
Ist alles bekannt, auch dass jeder Spieler biologisch nur eine begrenzte Zeit hat,
gutes Geld zu verdienen.
Trotzdem gibt es Artisten, die diese Tatsachen aushebeln wollen, bzw. ignorieren.

Da kann man sich nur wundern, weil dies ist einfach nur doof.

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Zuletzt geändert von Pralino am 06.04.2022 21:13, insgesamt 5-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 06.04.2022 18:13 
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:bow: :bow: :bow:
vielen Dank für diesen Beitrag

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BeitragVerfasst: 06.04.2022 18:15 

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Gerne doch, Adolar, wer von uns Oldies denkt nicht gern an früher :D

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BeitragVerfasst: 06.04.2022 19:42 

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@Pralino

Vielen Dank dafür :nuke:

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Putin, kannst du das auch?


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BeitragVerfasst: 06.04.2022 19:49 
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Pralino :nuke:

Danke für den traurigen Beitrag.

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"Das freie Wort schlägt unter uns Brücken von Mensch zu Mensch." (Heinrich Lübke, Sauerland)
Mr. RedKlaus is dressed by Donatella Versace. Hair and makeup for Mr. RedKlaus by Maria Verel


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ich mit den Roten erlebt habe (Anfänge)
BeitragVerfasst: 07.04.2022 11:27 
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Chapeau! :nuke:

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ich mit den Roten erlebt habe (Anfänge)
BeitragVerfasst: 07.04.2022 15:02 
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Ein echter Pralino mal wieder. :nuke:

Danke :hallo:

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Da hab ich gedacht, ich tu ihn ihm rein in ihn ihm sein Tor. Horst Hrubesch

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ich mit den Roten erlebt habe (Anfänge)
BeitragVerfasst: 07.04.2022 17:01 
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Danke Pralino, meine Uroma klatscht Beifall.

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Paso del Sapo (Krötenpass)...


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ich mit den Roten erlebt habe (Anfänge)
BeitragVerfasst: 07.04.2022 17:10 

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Ich finde es erfreulich,
wenn ein paar ähnlich denkende Rote mit meinen Erinnerungen etwas anfangen können.
Bedanke mich deshalb bei der geneigten Leserschaft
und jage noch einen längeren Gedankengang gleich hinterher.
Keine Angst, es wird nicht zur Manie .... habe nur noch kein Taschengeld gekriegt
und sitze deshalb in der Bude.

Was inzwischen nach etlichen live besuchten
und darüber hinaus im heimischen Puschenkino geglotzten Spielen eingetreten ist,
tja es macht zunehmend weniger Freude, weil in meinem Fall ja immer die 96er
eine der Mannschaften sind, die da mit rumfuhrwerken.
Der ganze Fußballsport ist eh ziemlich verkommen, da ist ne Menge einfach nur pervers.

Trotzdem verfolgt man Spiele, einfach in der Hoffnung mal wieder abschalten
und bannig Spässken haben zu können.
So'n Torjubel, auch gern mehrfach ist doch mindestens so gesund und befreiend,
wie ne runde Wassertreten, oder mit ollen Skistöcken den Waldboden zu vertikutieren.
Also ich spring' lieber mal kurz hektisch hoch, und bölke ein kräftiges Jau durch meine Bude,
als da sonst erst große Vorbereitungen treffen zu müssen,
womöglich nach vorher Atemübungen trainiere. Nöö, lass ma, spontan ist Trumpf.

Das kann sogar klappen, aber dann ist meistens leider keine Beteilgung von 96 dabei.
... und hat der rote Fan dann tatsächlich mal einen Kicker, der ihn antörnt,
dann spielt der hier nur kurze Zeit auf Pump, oder hat die Verletzungsseuche.

Ich kenne ja inzwischen einige weitere Fußballinfizierte,
die sich einfach mal nassforsch einen Zweitverein ausgeguckt haben.
Ganz schön clever, aber ich bekomme das nicht hin.
Ich habe zu dieser jahrzehntelangen roten, oft unerwiderten Liebe
zu viele einschneidene Erlebnise, das kann ich nicht mal soeben kopieren ....
hab's ja öfter man im Ansatz versucht, es gelingt mir einfach nicht, da entsteht auch nüscht -
no good vibrations.

Auf anderem Gebiet war ich nicht immer ein Heiliger, zwar nicht gleich so extrem,
dass man hätte sagen können:
wer zweimal mit derselben pennt, gehört schon zum Establishment,
aber a bisserl was ging häufig. Doch das ist ein anderes Betätigungsfeld.
Wer will mich denn wirklich dauerhaft aus dieser Endlos-Liebe zu 96 vergraulen,
wenn es selbst so ein erfolgreich in Hörgeräte machender Wahnsinnsmacker nicht schafft ?
Der versucht doch nun wirklich jeden Trick, um die Leute von 96 fernzuhalten.

So glotze ich schon manchmal recht angetan die Konkurrenz, und bin dann erstaunt,
wie toll Fussball sein kann, wenn er von Ausgebildeten vorgetragen wird.
Doch dieses Gefühl, das sind wir, das ist mein Verein, das bleibt dabei ganz aus.


Ich wundere mich zunehmend, und finde es inzwischen richtig frustrierend,
das jede Menge anderer Clubs immer mal wieder Spieler anheuern,
wo es einfach Freude macht, denen zuzuschauen,
weil sie diese Ballsportart recht gut beherrschen.
Ich wundere mich auch immer wieder, dass es in Hannover kein Übungsleiter mal schafft,
länger als ne schlappe Spargelsaison bei seinen Bubis Gehör zu finden.
Kaum hier, schon ist der Effekt verpufft, gab auch Artisten,
da war die Zündschnur schon vom ersten Tag an klatschnass.

Was sind das für Exoten, die sich saisonübergreifend neu aufstellen
und eine Mannschaft pushen können -
und was sind das für seltene Ausnahmecharaktäre, die solchen Fußballpädagogen
dauerhaft zuhören und sich zum Performen bringen lassen ?
Warum funzt das nicht hier ?

Jahr für Jahr, mit schöner Regelmäßigkeit, kommen wieder neue vielversprechende Namen
ins Blickfeld, häufig dadurch, weil sie befreit reichlich Buden machen -
der eigentliche Sinn eines Fussball-Kicks.
Was haben wir Niedersachsen eigentlich verbrochen, dass man hier nur in den Eimer tritt,
oder voll ins Klo greift ?

Ich kapiere es einfach nicht,
denn hier am Maschteich, ruht still der See.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ich mit den Roten erlebt habe (Anfänge)
BeitragVerfasst: 08.05.2022 14:39 
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Da dölmer (Lehnwort aus dem verbal reich gefüllten Pralinoversum) ich doch tagtäglich durch dieses Forum und entdecke erst jetzt deinen Beitrag. Richtig schön zu lesen und sehr lebendig geschrieben. Auch wenn der See still ruht: Solche verbalen Farbtupfer machen das Forum lesenswert.

Danke!

:nuke:

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"Kubaner?"
"Nein, Halbire. Mein Vater stammt aus Wales."


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