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 Neue Energietechniken Moderations-Bereich
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 Betreff des Beitrags: Neue Energietechniken
BeitragVerfasst: 14.10.2009 19:35 

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Ich habe lange überlegt, ob ich das Thema eröffne, ich finde die Diskussion darum aber recht interessant. Habe im Montags-Kicker (Printausgabe, Seite 70) auf meiner Zugfahrt nach Marburg den Artikel sehr aufmerksam und interessiert gelesen, da mir der Gedanke bisher, vielleicht auch weil ich nicht der Grünste bin, noch nicht kam.
Dort ist vor allem vom neuen Namensgeber der Hamburger Arena die Rede. Die Firma heißt Imtech und rüstet Gebäude mit neuen Technologien wie etwa Solar, Photovoltaik oder Wärmedämmung aus und auch das Hamburger Stadion ist schon oder wird schon modernisiert.
Dort heißt es, Zitat von Martin Braun:
" Wir sind in der Lage, die Arenen durch spezifische Simulationstechniken genau zu analysieren und individuelle Lösungen zu entwickeln, die unter bestimmten Bedingungen sogar eine energiekostenneutralen Stadionbetrieb möglich macchen."
Dabei handelt es sich ausschließlich um erneuerbare Energien, was heißt, dass die Wärme und Wasserversorgung sowie Strom nicht aus fossilen Brennstoffen gewonnen wird, sondern von Technologien in der Arena. Auch heißt es weiter, dass die Schüco - Arena in Bielefeld schon damit ausgerüstet ist.
Weiter wird von 30 Millionen Euro Gesamtsparsumme für Erst- und Zweitligisten gesprochen für deren Stadionbetrieb, würde eine Umstellung stattfinden.
Mir ist klar, dass dies auch Investitionen erfordert und eine Menge Geld zunächst kosten würde. Nun kann man aber auch sagen, dass unsere AWD Arena doch sehr modern ist und wohl zunächst nicht umgebaut wird, so könnte man doch darüber nachdenken, oder nicht?
Im Frühjahr 2010 treffen sich die Stadionbetreiber, um sich die Vorschläge dort anzuhören, vielleicht ist damit dieser Thread etwas zu früh, aber ich fand es recht aktuell, auch im Sinne der Wirtschaftskrise.
Nun konkret:
Wisst ihr von irgendwelchen Technologien innerhalb oder um die AWD Arena, oder ist dies bisher wenig beachtet worden?
Ich habe bisher nichts darüber gelesen, bin aber auch nicht so wahnsinnig nahe dran.
Natürlich ist dies auch mit einer Investition verbunden, aber liest man dann von einer "Nutzung des Regenwassers" für den Toilettenbetrieb, LED Lampen, die die Energiekosten senken, auch sollten Photovoltaik- und Solaranlagen bei unserem Stadiondach auch nicht das schlechteste sein, oder? Ich weiß nicht genau, wie die Lage des Stadions insgesamt ist.
All das sind Themen, die auch im Privaten eine sehr wichtige Rolle mittlerweile spielen, hier jedoch eine andere Größenordnung annimmt, und doch ein Thema ist, wozu vielleicht jeder etwas sagen kann.
Abschließend spricht der Herr Braun dort davon, dass sich diese Investition "innerhalb von vier bis spätestes acht Jahren amortisiert" habe.
Was meint ihr? Würde es sich lohnen? Wäre es eine Diskussion wert?

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"Liberal sein heißt nicht nur die Freiheit für uns selber und zu unserem Vorteil verlangen, sondern auch anderen gegen uns zu unserem Nachteil einräumen."

- Franz von Holtzendorff


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BeitragVerfasst: 14.10.2009 21:57 
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Das ist sicher eine Diskussion wert.
Ich möchte hier mal als Laie nur so auf einige Eckpunkte Deiner Überlegung eingehen:


1. Regenwassernutzungsanlage für die Klospülung oder für Waschmaschinen bedeutet, das man große Behälter benötigt um das Wasser zu sammeln, vorher muss es gereinigt werden (zum Beispiel von toten Vögeln) um anschließend zu einem „Verteiler" und der Pumpstation zu kommen. Es bedarf eines gesonderten Rohrsystems, weil Frischwasser und Regenwasser nicht in einer Leitung fließen darf (Frischwasser ist ja nach wie vor nötig, falls das Regenwasser nicht ausreicht). Fazit: Auffangbecken, Überlaufbecken, Ausbreitungsfläche, Verrohrung, Pumpstation und Wartung kosten eine menge Geld. Außerdem sehr anfällig.
2. Photovoltaikanlagen dienen zur Stromerzeugung. Dieser Strom wird an den örtlichen Stromanbieter zu einem festen Betrag verkauft. Es ist also nicht so, wie viele Leute meinen, mann könnte den „erzeugten“ Strom gleich für den eignen Verbrauch nutzen. Wäre auch Quatsch, weil man für den selbst erzeugten Strom mehr Geld bekommt, als man selbst für den Eingekauften bezahlt. Photovoltaikanlagen bedeuten eine sehr große Investition die allerdings von unterschiedlich Institutionen bezuschusst oder durch günstige Kredite finanziert werden können. Fazit: Eine Amortisierung erscheint mir erst nach Jahrzehnten möglich.
3. Solaranlagen dienen der Gewinnung von Wärme. Diese Wärme kann zur Warmwassererwärmung oder auch für die Heizung genutzt werden. Im Stadion wird man nicht soviel Warmwasser benötigen, es sei denn und das weiß ich leider nicht, eine Rasenheizung wird mit Warmwasser betrieben.

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Da hab ich gedacht, ich tu ihn ihm rein in ihn ihm sein Tor. Horst Hrubesch

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BeitragVerfasst: 14.10.2009 23:01 

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einwerfer hat geschrieben:
Im Stadion wird man nicht soviel Warmwasser benötigen, es sei denn und das weiß ich leider nicht, eine Rasenheizung wird mit Warmwasser betrieben.


Die Rasenheizung wird mit Warmwasser betrieben. Unter dem rasen laufen, in schlingen verlegt, entsprechende Rohre, bzw. Schläuche. Das Wasser (geschlossener Kreislauf) wird erwärmt und soll so den Rasen auf mindestens 10 Grad erwärmen.
Kostet leider eine Menge energie und muss mindestens 24 Stunden vor dem Spiel schon eingeschaltet werden. Vom Schnee muss der Platz auch geräumt sein, damit nicht noch mehr Zeit und Energie benötigt wird.

Insofern wäre eine Wärmegewinnung nicht schlecht, auf der anderen Seite weiß ich nicht, wie groß ein entsprechender Schichtspeicher sein müsste, um genügend Warmwasser für die Rasenheizung zu erhalten... :?:


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BeitragVerfasst: 14.10.2009 23:12 
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Aha @Beissing, sehr interessant.
Benötigt wird eine Rasenheizung bei kälterer Jahreszeit, reicht dann die Sonneneinstrahlung bzw. der Wärmespeicher aus um die Rasenheizung effizient zu „beliefern“.
Wie wird denn jetzt die Wärme erzeugt, über Gasthermen oder elektrisch?

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BeitragVerfasst: 14.10.2009 23:14 
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Was wäre denn mit Erdwärme? Warmes Wasser wird aus 30-40 Metern gefördert, und per Pumpe "umgewälzt"? Bin kein Sanitärer...

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Uwe Klimaschewski auf einer PK (damals Trainer des FC Saarbrücken) : „Weitere Fragen kann ich nicht beantworten. Ich muss jetzt zu meinen Spielern. Die sind so blind, dass sie den Weg von der Kabine zum Bus nicht finden.“


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BeitragVerfasst: 14.10.2009 23:17 

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Was die Rasenheizung angeht, ist im dem Artikel auch am Rande erwähnt, dass dies durch Wärmepumpen mit Erdsonden teilweise geschehen soll.
Soweit ich das verstehe, wird also Wasser durch die Erde gepumpt, dort durch die allgemein vorherrschende Hitze erwärmt und wieder nach oben gepumpt und damit auch für den Rasenbetrieb geeignet.
Keine Ahnung, ob sich das lohnt. Wäre nur interessant, wenn man dies noch mit etwas anderem koppeln könnte.
Zu Photovoltaik: genau, sie erzeugen Strom, der ins Netz gespeist wird und zu einem vertraglich fest geregelten Preis an die Stromanbieter verkauft wird. Man arbeitet ja faktisch also nicht mit dem auf dem Dach erzeugtem Strom. Käme natürlich auch auf die Verträge drauf an, aber lohnenswert wäre so eine große Fläche wie ein Stadiondach ja auf jeden Fall. Vielleicht plant da ja auch die Stadt, einige Anlagen zu installieren und könnte dafür ja das Dach nutzen und dies damit bezuschussen. Oder Private erkaufen sich Anteile dieser Photovoltaikanlage, womit man ebenfalls Geld machen könnte. Ich kenne dies allerdings nur von Solarfeldern, wo man sich solch einen Kollektor für mehrere Tausend Euro kaufen kann und dieser einem dann 10 Jahre gehört oder so ähnlich.
Aber wäre für mich auch eine Möglichkeit. Allerdings ist dies auch - zunächst einmal - eine teure Investition!

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