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 Martin Kind - was nun....? Moderations-Bereich
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 Betreff des Beitrags: Re: Martin Kind - was nun....?
BeitragVerfasst: 05.12.2018 10:51 
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Am 11.12. ist der Termin beim Schiedsgericht. Eine Entscheidung wird bis Februar 19 erwartet.

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 Betreff des Beitrags: Re: Martin Kind - was nun....?
BeitragVerfasst: 05.12.2018 11:14 
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stscherer hat geschrieben:
Darüber hinaus gibt es auch hinsichtlich der Aufsichtsratswahl verschiedene Auffassungen und hinsichtlich der Möglichkeiten zur Gesamtgestaltung noch einmal andere. Aber dies führt - jedenfalls für mich - an dieser Stelle zu weit, es wird dazu in den nächsten 24 Stunden noch Näheres geben.


Ich möchte lösen: http://96freunde.de/satzungsbruch/

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 Betreff des Beitrags: Re: Martin Kind - was nun....?
BeitragVerfasst: 05.12.2018 11:36 

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indian96 hat geschrieben:
Warum regt ihr euch hier alle noch so auf? Es ist einfach nur ein schönes Leben wenn man sich von diesem ganzen Mist verabschiedet hat. Wochenenden ohne Bundesliga, alles um 96 herum nach 35 Jahren ohne Emotionen zu erleben, Leute ein schönes Gefühl und einfach mehr Lebensqualität. Man schaut dann gelegentlich mal in dieses Forum, liest ein paar Seiten und erkennt wie bescheuert einige sind. Es ist völlig egal ob Martin Kind, einige Foristen hier oder auch Pro Verein, alle gleich und KEINEM geht es wirklich um meinen Ex-Verein. Niemand akzeptiert andere Meinungen, zu viele Leute auf beiden Seiten wollen nur ihr Ding machen. Hier im Forum verhalten sich noch immer einige wie Martin Kind und merken es nicht, nur die Parolen sind anders. Es gibt ein paar Kandidaten, die bewegen sich halt auf Kindniveau und nur sie haben die Weisheit, die Erleuchtung und das Wissen. Was aber fehlt ist Respekt und Wertschätzung anderen Usern gegenüber.
Je mehr Abstand man hat, desto mehr erkennt man die Rattenfänger auf beiden Seiten. Mir ist dieser Verein inzwischen so egal und das haben BEIDE Seiten gemeinsam geschafft, auch wenn mein Weg hart war. Danke an alle beteiligten! Ihr habt etwas geschafft, was ich nie geglaubt habe. Es gab Jahre das habe ich alle Spiele im Stadion verfolgt, 34x (+x) in der Saison zu 96 und heute bekomme ich die Ergebnisse teilweise erst am nächsten Tag oder durch einen Zufall mit. Keine Planung der Freizeit mehr um 96 herum, kein Forum, keine Kicker App, nein Leute es ist ein Stück Freiheit. Eine Freiheit die ich dank vieler Selbstdarsteller in und um diesen Verein gewonnen habe. Es ist mir inzwischen wirklich egal was mit 96 passiert, auch dem Fußball allgemein und das fühlt sich gut an. Warum ständig hier schreiben? Wie blöd war ich mich hier auf Diskussionen einzulassen die eh nix bringen? Mit Leuten zu diskutieren die nur eine Meinung kennen und akzeptieren? Die Zeiten sind vorbei und das ist gut so.
Mich hat es so fertig gemacht, wie uneinsichtig hier alle Beteiligten sind und wie ALLE Beteiligten mein geliebtes 96 in den Abgrund stürzen und zwar bewusst. Für mich persönlich war das die letzten Monate ein harter weg, ich habe gemerkt was selbst sowas bewirken kann und wie es mich krank gemacht hat. Ich verstehe inzwischen unseren ehemaligen Torhüter sehr gut und ich habe mir Hilfe geholt, ich habe verstanden, dass ein Leben ohne dieses 96 ein besserer Weg ist.
Geht in der Zukunft bitte respektvoller mit anderen um, stellt andere User nicht als dumme Menschen da. Keiner hier kann sagen wie die Geschichte ausgeht, aber mit Respekt und Wertschätzung kann man argumentieren und diskutieren, dass sollte die Basis sein.
Ich wünsch Euch noch viel Spaß, mir geht es ohne diesen ganzen Mist und 96 einfach viel besser.


Das betrifft jetzt nicht nur dich, aber zurzeit liest man ja im Netz häufiger diese Art von "beide doof" und damit das Hieven von ProVerein auf Augenhöhe. Dem möchte ich entschieden widersprechen. Weder verfolgt PV bislang eine eigene dem Status Quo abweichende Agenda, noch kämpfen sie mit gleichen finanziellen, medialen und personellen Mitteln oder hegen ein persönliches Interesse an scheinbar lukrativen Posten. Das passt einfach nicht zusammen und da kann man schonmal zugeben, dass wenn einerseits einen zwar auch die Intransparenz, Taschenspielertricks und Hinterzimmergeschäfte der derzeitigen 96-Führung nervt, anderseits der Nervfaktor sich wohl eher nur auf penetrante Aufklärungsarbeit beschränken kann. Motto: "Lass mich doch damit in Ruhe". Ich kann mit dieser "Gleichstellung" wenig anfangen.

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"...gemeinsam appellieren, die Fanszene stets differenziert und als unverzichtbaren Teil von Hannover 96 zu betrachten."
https://www.hannover96.de/aktuelles/new ... hritt.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Martin Kind - was nun....?
BeitragVerfasst: 05.12.2018 11:59 
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Weltraumsportler hat geschrieben:
Nabend, ich wollte nochmal entspannt meine Meinung zu dem Argument der Kosten einer Ao Mitgliederversammlung sagen. Ehrlich gesagt finde ich für eine normale Versammlung 80T. schon happig. Jede Ao Versammlung kann man locker für 20 T. ohne Catering und Kartenverschenkungsaktionen durchführen. 40 T. für eine Normale ist auch machbar.
Ich sehe das nur als Propaganda und angstmachende Fehlinformation. Natürlich muß ich konstatieren, daß das Herr Kind nicht kann. Für jede Versammlung braucht er zig Anwälte und Rechtsgutachten und teuer bezahlte Trickser Umsetzer, sodaß da schnell seine Summen zusammenkommen. Hier treibt einer den Preis....zum Schaden des Vereins.


Das mit den Kosten für die Sondersammlung hatte ich auch bereits geschrieben. Zwar kenne ich mich mit dergleichen Veranstaltungen in diesem Umfang nicht aus, aber ich bin mir da sicher, dass die nicht so teuer sind. Sonst wäre es teures Bier was da gezapft wird.

Ich, bzw. wir, sind da nicht alleine. Scherer hat das auf der Webseite http://www.96freunde.de noch mal erklärt: http://96freunde.de/satzungsbruch/?fbclid=IwAR24Z49rPMDl-5AQ_AwMwL-CvmdnBc8Vw7FuwIX4Ldryc3qzQCgmDR3digs.

Kind hätte das übrigens elegant umgehen können, wie auf oben genannte Webseite auch bereits beschrieben wurde. ProVerein möchte angeblich die Sondersammlung, weil dann weniger Kindgetreue Leuten aus den Abteilungen kämen (das steht übrigens nicht im Artikel). Wenn Kind die ordentliche Sammlung vorziehen würde, würde er den Antrag nachgeben und trotzdem seine Anhängerschaft mobilisieren können. Der Vorwurf undemokratisch zu handeln könnte er damit, zumindest für dieses Thema, schon mal widerlegen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Martin Kind - was nun....?
BeitragVerfasst: 05.12.2018 12:02 

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http://www.sportbuzzer.de/artikel/der-platzwart-mit-kind-und-kegel-vier-grunde-warum-bei-hannover-96-alles-gut-wir/

Der Platzwart hat sich zu Wort gemeldet, hat mir ganz gut gefallen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Martin Kind - was nun....?
BeitragVerfasst: 05.12.2018 13:15 

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Es fehlt auch noch an der Herausgabe der Kontaktdaten der stimmberechtigten bzw. aller Mitglieder. Auch das ist ein offensichtlicher Rechtsbruch. Damit versucht das Konstrukt zu verhindern, dass die Mitglieder Informationen erhalten.

Das muss auch noch angegangen werden.

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 Betreff des Beitrags: Re: Martin Kind - was nun....?
BeitragVerfasst: 05.12.2018 23:59 
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Kuhburger hat geschrieben:
Für Leute die es interessiert: [ . . . ]


Danke. Mich interessiert's. Endlich mal was, was man nachvollziehen und verstehen kann.

stscherer hat geschrieben:


Dito.

Bitte mehr davon.


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 Betreff des Beitrags: Re: Martin Kind - was nun....?
BeitragVerfasst: 06.12.2018 05:17 

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Fein, Blauweißer...

Noch mal zusammengefasst:

Die Immobilie rund ums Vereinsheim, sämtliche Spieler und Jugendspieler wurden damals für 96 mit 1,253 Mio € bewertet. - Allein der Verkauf von Gerald Asamoah brachte später der KGaA 1,35 Mio €, also mehr als der Gesamtbesitz vom e.V. in der vorgenannten Bewertung darstellte.

Allein diese offensichtliche Diskrepanz spricht Bände. Von den restlichen Transfereinnahmen hätten u.a. die Markenrechte leicht zurückgekauft werden können, wenn auch diese Transfereinnahmen als Einlage des Vereins gewertet worden wären.

Ein verantwortungsvoller Präsident hätte genau dafür gesorgt!

Und insofern hat der amtierende Präsident das Vereinsvermögen nicht nur massiv geschädigt sondern sogar sich an dieser Verfehlung auch noch persönlich bereichert.

Das ist die Crux und ein wesentlicher Vorwurf.

Die Sache mit den Transfererlösen für die eingebrachten Spieler/Jugendspieler hätte natürlich auch der jeweilige Aufsichtsrat aufgreifen müssen. Was bezeugt, dass bereits damals nicht nur Martin Kind an der Schädigung des Vereins beteiligt war. Übrigens wurde über diesen Sachverhalt nie irgendwas den Mitgliederversammlungen zur Beschlussfassung vorgelegt bzw. offen und ehrlich informiert. Das wiederum bedeutet, dass im Ernstfall jede Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat durch die Jahreshauptversammlungen nachträglich unwirksam sind (!), woraus sich ziemlich hohe Schadenersatzforderungen gegen die beteiligten Personen ergeben könnten... man beachte hierbei:

Die Verjährungsfrist beginnt erst zu ticken, wenn ein Sachverhalt bekannt geworden ist. Übrigens sind Verjährungsfristen auch ein möglicher Grund, warum Martin Kind versucht, die aoMV zu verhindern oder mindestens über den Jahreswechsel zu ziehen. - Das sollten wir nicht aus den Augen verlieren! - Ein neuer Vorstand könnte sehr wohl Maßnahmen ergreifen, um Verjährung zu stoppen! (Nicht wahr, Herr Beissing?)

Und dann sind da noch die Markenrechte, deren Wert Martin Kind selbst mit rund 72 Mio € bewertet und deren Rückkaufsrechte (§456 BGB) erstens nicht ausgeübt wurden und auf die zweitens still und heimlich zugunsten der S&S verzichtet wurde. Natürlich auch ohne jegliche Gegenleistung - nicht einmal ein Schuldenerlass für den Verein bei der S&S! Auch hier ist ein Vermögensschaden für den Verein in Millionenhöhe entstanden. Und auch hier wurde die Mitgliederversammlung nicht informiert - ja im Gegenteil sogar vorsätzlich belogen... man nahm sogar das Mitgliedervotum entgegen, den Rückkauf einzuleiten! Das dürfte schon sehr nah an vorsätzlichen Betrug liegen, verbunden mit einem enormen Schaden für den e.V. Und auch hier ergeben Fragen nach der persönlichen Haftung der beteiligten Personen in Vorstand und Aufsichtsrat.

Doch was sind die Markenrechte im Zeitlauf von 20 Jahren eigentlich wirklich wert?

Das läßt sich einfach errechnen. - Die S&S bezieht als Inhaber der Markenrechte seit Jahren Provisionen aus Verwertungsrechten auf Ticket- und sonstige Verkäufe wie Fanutensilien.

Darüber liegen natürlich Zahlen vor. Angenommen die Provision läge bei 10%, dann geht man bei und nimmt die Umsatzzahlen von Ticketverkauf und Merchandising über all die Jahre. Aufgerechnet über 20 Jahre kommen da auch zweistellige Millionenbeträge bei raus. Z.B. Zuschauereinnahmen aus Ticketverkauf, davon 10% jedes Jahr... das jeder selbst schnell hochrechnen. Zu prüfen wäre noch, ob die S&S auch Provisionen aus den TV-Einnahmen bezieht. Oder gar aus allen Einnahmen.

Dann zieht man den Aufwand für eine ausgeübte Rückkaufoption von der ermittelten Summe ab und schon hat man eine Mindestschadensumme! Kein Hexenwerk.

Man sieht also:

Es geht bei den Auseinandersetzungen um sehr viel Geld, sehr wahrscheinlich um mittlere, zweistellige Millionenbeträge, die als Schadenersatzforderung im Raum stehen könnten. Davon könnte sich der Verein wahrscheinlich eine eigene Bundesligamannschaft aufbauen... :wink: ... und dann als FF Hannover 96 auftreten (Fussball und Fitnessverein Hannover 96).

Und zum Abschluss:

Jeder normale Bürger würde in diesen Fragen Aufklärung und Transparenz verlangen. Das ist eine Selbstverständlichkeit. Und niemand müßte sich für dieses Verlangen schämen oder sogar beschimpfen lassen.

Jeder normale, ehrenamtlich Tätige in Vereinen würden sich nach Kräften bemühen, Transparenz gegenüber Mitgliedern (klar und ohne Frage) und Öffentlichkeit (ergibt sich aus dem Steuerprivileg des e.V.) herzustellen. Das ist nichts weniger als die Pflicht von Vorstand und Aufsichtsrat.


Es geht also um die Herstellung normaler, den jeweiligen Pflichten unterliegender Verhältnisse. Dies ist seit 20 Jahren - sehr lange unbemerkt - der Fehler im Fundament des "Hannover-Modells".

Rein bezogen auf die sportliche (Scheiss-) Situation kommt das Ganze natürlich einer Operation am offenen Herzen gleich.

Allerdings sind diese "Reparaturarbeiten" vollumfänglich alternativlos. :wink:

Ohne ein Fundament steht unser rotes Haus nicht mehr lange.

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 Betreff des Beitrags: Re: Martin Kind - was nun....?
BeitragVerfasst: 06.12.2018 14:35 
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Kuhburger hat geschrieben:
Es fehlt auch noch an der Herausgabe der Kontaktdaten der stimmberechtigten bzw. aller Mitglieder. Auch das ist ein offensichtlicher Rechtsbruch. Damit versucht das Konstrukt zu verhindern, dass die Mitglieder Informationen erhalten.

Das muss auch noch angegangen werden.


Sorry Kuhburger :( aber da möchte ich als stimmberechtigtes Mitglied vorher gefragt werden, ob sie meine Kontaktdaten einfach so weitergegeben dürfen.

Ich weiß auch nicht, ob das dann DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) konform ist. Aber da können ganz sicher unsere Juristen etwas zu sagen. Ich denke zumindest, ohne die Einwilligung der einzelnen Mitglieder, dürfen sie die Kontaktdaten nicht rausgeben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Martin Kind - was nun....?
BeitragVerfasst: 06.12.2018 15:01 
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Zumindest hast du der Datenspeicherung und Nutzung "für Vereinszwecke" laut Satzung beim Eintritt zugestimmt. Inwiefern die Kontaktaufnahme von Mitgliedern untereinander ein Vereinszweck darstellt, wäre dann wohl die Frage. Aus meiner beschränkten Juristensicht finde ich aber nichts Widersprüchliches/ gesondert Zustimmungspflichtiges daran, wenn Mitglieder in einem Verein miteinander Kontakt aufnehmen bzw. Informationen verteilen wollen. Das sollen aber andere beurteilen, die das besser können als ich.

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 Betreff des Beitrags: Re: Martin Kind - was nun....?
BeitragVerfasst: 06.12.2018 15:20 
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Tiburon hat geschrieben:
Zumindest hast du der Datenspeicherung und Nutzung "für Vereinszwecke" laut Satzung beim Eintritt zugestimmt. Inwiefern die Kontaktaufnahme von Mitgliedern untereinander ein Vereinszweck darstellt, wäre dann wohl die Frage. Aus meiner beschränkten Juristensicht finde ich aber nichts Widersprüchliches/ gesondert Zustimmungspflichtiges daran, wenn Mitglieder in einem Verein miteinander Kontakt aufnehmen bzw. Informationen verteilen wollen. Das sollen aber andere beurteilen, die das besser können als ich.


Vereinsintern (Nachricht/Info´s über meine Abteilung) lasse ich das schon gerade so gelten, aber trotz allem möchte ich nicht, das jeder an meine privaten Kontaktdaten herankommt. Das ist das gleiche Beispiel, was stscherer mal mit dem Infobrief und dem Impressum von der :noidea: KGaA oder war es S&S angezeigt hatte. Das gehört sich nicht. Und wenn es dann noch um Vereinsexterne Institutionen/Gruppen/Vereine/Unternehmen geht, mit denen ich nichts zu tun habe und noch nicht einmal weiß wer dahintersteckt, dafür habe ich ganz sicher keine Einwilligung gegeben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Martin Kind - was nun....?
BeitragVerfasst: 06.12.2018 15:40 
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Zitat:
Ein pauschales Recht auf Geheimhaltung der Mitgliedschaft in einem Verein auch im Verhältnis zu den anderen Vereinsmitgliedern besteht nicht. Soweit die Vereinsmitglieder davor geschützt sein wollen, von anderen Vereinsmitgliedern angeschrieben zu werden, begründet dies allein ebenfalls kein schutzwürdiges Geheimhaltungsinteresse. Insoweit steht es jedem Mitglied frei, Informations- oder Einladungsschreiben ungelesen wegzuwerfen.


http://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/Y-300-Z-BECKRS-B-2016-N-06179?hl=true

Da Vereinsmitglieder den Anspruch geltend machen ist das auch kein Fall der DSGVO, sondern nun einmal vereinsintern.

Anders ist das natürlich, wenn der Verein die Daten an Dritte - in dem Fall eine fremde Gesellschaft - weitergibt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Martin Kind - was nun....?
BeitragVerfasst: 06.12.2018 17:12 
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stscherer hat geschrieben:
Zitat:
Ein pauschales Recht auf Geheimhaltung der Mitgliedschaft in einem Verein auch im Verhältnis zu den anderen Vereinsmitgliedern besteht nicht. Soweit die Vereinsmitglieder davor geschützt sein wollen, von anderen Vereinsmitgliedern angeschrieben zu werden, begründet dies allein ebenfalls kein schutzwürdiges Geheimhaltungsinteresse. Insoweit steht es jedem Mitglied frei, Informations- oder Einladungsschreiben ungelesen wegzuwerfen.


http://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/Y-300-Z-BECKRS-B-2016-N-06179?hl=true

Da Vereinsmitglieder den Anspruch geltend machen ist das auch kein Fall der DSGVO, sondern nun einmal vereinsintern.

Anders ist das natürlich, wenn der Verein die Daten an Dritte - in dem Fall eine fremde Gesellschaft - weitergibt.


Cool danke für die Info´s. Nach der Lektüre müsste dann jedoch ein Vereinsmitglied die Herausgabe fordern und auch als Vereinsmitglied (Natürliche Person) an mich herantreten und in seinem Namen sprechen. Das bedeutet aber auch, dass meine Daten nicht an Vereinsfremde Personen sowie Juristische Personen weitergegeben werden und ich von denen Post/Mails oder what ever bekommen darf.

So lese ich das aus dem Urteil. Die Frage, die sich mir noch stellt, das Urteil ist glaube ich vor inkrafttreten der DSGVO gesprochen worden. Geht es noch konform damit?


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 Betreff des Beitrags: Re: Martin Kind - was nun....?
BeitragVerfasst: 06.12.2018 17:46 

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stscherer hat geschrieben:

...
Anders ist das natürlich, wenn der Verein die Daten an Dritte - in dem Fall eine fremde Gesellschaft - weitergibt.


Du willst doch nicht etwa andeuten, dass der e.V. Mitgliederdaten an Konstruktgesellschaften wie die S&S oder gar an Werbepartner oder an Vermarkter weitergibt?!

@Mistophles
Normalerweise ist ein Vereinsmitglied daran interessiert, Informationen aus dem Verein zu erhalten. Und der Verein besteht zuallererst aus seinen Mitgliedern. - Wenn ein Vorstand Deine Beiträge veruntreut, dann wird er Dich darüber nicht informieren wollen. Aber von Interesse wäre es für Dich normalerweise schon...?!

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 Betreff des Beitrags: Re: Martin Kind - was nun....?
BeitragVerfasst: 06.12.2018 17:54 
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@Mistophles
Ich halte die DSGVO für nicht einschlägig, weil es sich ja um vereinsinterne Informationen handelt, aber wenn Du es genauer wissen willst, der Landesdatenschutzbeauftragte ist sehr auskunftsfreudig, ich habe da schon sehr gute Erfahrungen gemacht.

@kuhburger
Wenn Du auf den letzten Newsletter des Vereins vom 03.12.2018 auf das Impressum klickst, wirst Du die Antwort erhalten...

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 Betreff des Beitrags: Re: Martin Kind - was nun....?
BeitragVerfasst: 06.12.2018 18:03 

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... wußte ich doch schon... :wink2:

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 Betreff des Beitrags: Re: Martin Kind - was nun....?
BeitragVerfasst: 06.12.2018 18:15 
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Kuhburger hat geschrieben:
@Mistophles
Normalerweise ist ein Vereinsmitglied daran interessiert, Informationen aus dem Verein zu erhalten. Und der Verein besteht zuallererst aus seinen Mitgliedern. - Wenn ein Vorstand Deine Beiträge veruntreut, dann wird er Dich darüber nicht informieren wollen. Aber von Interesse wäre es für Dich normalerweise schon...?!


Da stimme ich Dir zu. Na klar ist das von Interesse. Es spricht auch nichts dagegen, dass ich informiert werde von Vereinsmitglied zu Vereinsmitglied. :wink:

Wenn es gesetzeskonform ist, dass meine Daten an ein Vereinsmitglied weitergegeben werden darf, dann ist das so. Jedoch darf mich dann keine Organisation/Gesellschaft/Unternehmen (Juristische Person) mit seinen Informationen beglücken. Auch nicht, wenn bei der Juristischen Person Vereinsmitglieder tätig sind. Es geht nur von Natürlicher Person zu Natürlicher Person im eigenen Namen Für Nichteinhaltung sind die Sanktionen bei der DSGVO um einiges höher, als früher beim deutschen BDSG.

Der nächste Punkt ist dann für mich, wenn ich nur in meinem Namen sprechen darf, muss ich mir sehr sicher sein, was ich mitteile... ich sage nur persönlich Haftbar.... das wäre mir persönlich zu heiß ohne die original Unterlagen und Verträge. Aber ich habe sowas ja auch nicht vor :wink2:

@stscherer Du kannst doch nicht einfach schreiben, wenn ich noch am formulieren bin :mad: dauert so lange, weil ich keinen persönlich angreifen möchte. :hallo:


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 Betreff des Beitrags: Re: Martin Kind - was nun....?
BeitragVerfasst: 06.12.2018 18:59 

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Eine Weitergabe persönlicher Daten (und bei Adressdaten der Mitglieder handelt es sich unstrittig um solche) ist immer dann möglich, wenn es eine gesetzliche Regelung dafür gibt, oder ich der Weitergabe im Vorfeld zugestimmt habe.
Man müsste sich also durchlesen, was man genau zugestimmt hat. In der Regel wird der Aufnahmeantrag keinen Passus zur Adressweitergabe an Vereinsmitglieder enthalten.

Es handelt sich um ein sensibles Gut. Man stelle sich vor, jedes Vereinsmitglied begehrt um Einsicht und Weitergabe der Adressen zum Zwecke einer außerordentlichen Mitgliederversammlung... Wie sollte da unterschieden werden, welcher Antrag seriös ist und welcher nicht...


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 Betreff des Beitrags: Re: Martin Kind - was nun....?
BeitragVerfasst: 06.12.2018 19:16 

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Bin ja kein Jurist und ebenfalls ein Verfechter von strengen Datenschutz. Das erstmal grundsätzlich.

Als Vereinsmitglied welches dauerhaft vom Vorstand und dessen Beauftragten belogen wurde und wird - sogar persönlich ins Gesicht vom Chef selbst - als ein einfaches Mitglied also habe ich ein überragendes Interesse - und es ist auch von überragendem Interesse des Vereins und seiner Mitglieder insgesamt - daran, dass alle Vorgänge, die teils über Jahrzehnte verschleiert wurden, aufgeklärt werden, dass ich aufgeklärt werde.

In diesem speziellen Fall treten Datenschutzerwägungen für mich komplett in den Hintergrund. Vereinsinterner Zensur kann man nur mit maximaler Transparenz entgegen treten. Da bin ich dabei.

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 Betreff des Beitrags: Re: Martin Kind - was nun....?
BeitragVerfasst: 06.12.2018 20:23 
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Kuhburger hat geschrieben:
Fein, Blauweißer...
Noch mal zusammengefasst: [ . . . ]


Nochmals Dank, Kuhburger. Mir ist klar, dass das viel Arbeit war, das hier so darzulegen und ich schätze die Mühe.

Wirklich erleuchtend, jenseits des hier usus gewordenen Umgangstons mal was zu sehen, was der normale Fußballfan, der sich nicht selbst in die Materie einarbeiten kann oder will, zur Verdauung vorgelegt bekommt.

Das erste, was mich wirklich nachdenklich stimmt, nachdem ich MK lange die Stange gehalten habe.


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