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 Hannover 96 GmbH & Co. KGaA Moderations-Bereich
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 Betreff des Beitrags: Hannover 96 GmbH & Co. KGaA
BeitragVerfasst: 30.05.2019 17:56 

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Ich habe gesucht, aber nicht gesehen, ob es unter diesem Titel bereits ein Thema gibt.
Bisher haben wir (vor allem finanzielle) Themen, welche die KGaA betreffen, meistens im Thema von "Martin Kind" diskutiert, was aber aus meiner Sicht nicht richtig paßt und manches interessante/kaufmännische an Zahlen dann im inzwischen fast täglichen Nachrichten untergeht, die Herr Kind in der Öffentlichkeit kundtut und die mit seiner Person verknüpft sind.

Also hier mal etwas "aktuelles" zu den Finanzzahlen der KGaA, und zwar von der DFL initiiert:
https://www.dfl.de/de/hintergrund/lizenzierungsverfahren/finanzkennzahlen-der-proficlubs/
Die Veröffentlichung erfolgt jährlich im Zuge des Lizenzierungsverfahrens auf dieser Seite und bezieht sich jeweils auf das letzte abgeschlossene Geschäftsjahr eines Clubs.
Die KGaA findet man in der Liste der Zweitligisten.
Die Zahlen in der Tabelle beziehen sich auf das Geschäftsjahr bis zum 30.06.2018, also die erste Erstliga-Saison 17/18, deren Zahlen im Bundesanzeiger bisher noch nicht einsehbar sind.

Nicht schön ist, daß laut den veröffentlichten Zahlen zum 30.06.2018 die Verbindlichkeiten das Eigenkapital überstiegen. Noch nicht einordnen kann ich die knapp 11 Millionen "Sonderposten für Investitionszuschüsse". Sollte es sich da um die Restzahlung wegen des NLZ handeln, hätte ich die eher in den normalen Rückstellungen erwartet.
Am Endes des Geschäftsjahres stand jedenfalls ein (kleiner) Gewinn von ca. 600 TSd. Euro, wobei 16 Millionen Abschreibungen (vor allem wahrscheinlich auf die Spielerwerte) verbucht wurden. Berücksichtigen muß man auch hier wieder die stillen Reserven, die in den Spielerwerten stecken und mit denen ein geschicktes Mangement (seufz) entsprechend arbeiten würde.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hannover 96 GmbH & Co. KGaA
BeitragVerfasst: 30.05.2019 21:56 

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Genauer: Spielerwerte sowie Transferaufwendungen (Abschreibung über die Vertragsdauer eines gekauften Spielers) dürften in den Abschreibungen enthalten sein.

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 Betreff des Beitrags: Re: Hannover 96 GmbH & Co. KGaA
BeitragVerfasst: 01.06.2019 06:05 

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Zitat:
Der Etat soll sich auf rund 42 Millionen Euro reduzieren, darin enthalten etwa 22 Millionen Euro für das Personal.

von hier: https://www.kicker.de/news/fussball/2bu ... ophie.html

Okay, wofür sind die restlichen 20 Mio? Stadionmiete, ab und zu neuer Rasen, Verpflegung, Reisekosten, was noch?

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 Betreff des Beitrags: Re: Hannover 96 GmbH & Co. KGaA
BeitragVerfasst: 01.06.2019 06:27 

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Hmh, Bundesanzeiger sagt:

Zitat:
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter - 26.422.029,44 - 35.926.403,54
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgungen und für Unterstützung -1.969.748,31 - 2.378.716,87

Zitat:
6. sonstige betriebliche Aufwendungen - 20.181.937,60 - 25.913.179,24


Erste Zahl = Geschäftsabschluß 01.07.2016 - 30.06.2017
Zweite Zahl = Vorjahr

Welche Posten sind in "sonstige betriebliche Aufwendungen" summiert?

Hier ein kleiner Vergleich mit dem Nachbarn Werder Bremen Gmbh und Co KGaA, Mehrheitsbesitzer der Verein :wink: :

Zitat:
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 52.375.246,34 49.196.518,53
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.200.763,99 3.798.776,68


Zitat:
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 43.827.150,18 36.461.300,10


Ganz offensichtlich ist ein Club in Privatbesitz von Investoren nach dem Hannover-Modell hoffnungslos im Nachteil gegenüber einem Club im Vereinsbesitz...

Schon komisch, nicht wahr? Eine Hörgeräte-Klitsche, ein chinesischer Drogerie-Discounter, ein Rennbahn/Immobilien- und ein Klinik-Besitzer schaffen es mit vereinten Kräften nicht zu Werder Bremen aufzuschließen.

Was sagt uns das? :mrgreen:

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 Betreff des Beitrags: Re: Hannover 96 GmbH & Co. KGaA
BeitragVerfasst: 01.06.2019 08:19 
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Es sagt mir, dass der hohe Personalbedarf hohe Abfindungen für freigestellte Mitarbeiter und Wertberichtigungen für aktive und ehemalige Mitarbeiter sowie Anwalts- und Gerichtskosten (wichtigster Antragsteller ist KGaA als Lizenzträger), die der geschäftsführende Gesellschafter erheblich mit beeinflusst hat und andere seriös geführte Fußballunternehmen daher nicht haben. :wink2: :mrgreen:
Die „Stadionmiete“ dürfte unter Zahlungen an das Verbundene Unternehmen Arena GmbH enthalten sein (mir bekannt 3 Mio. €), dürfte aber nach der Behebung der bereits von den Trainern RR, PN, MS und zuletzt AB aufgezeigten Mängel gestiegen sein. Dafür brauche ich aber auch keine Bilanz. :wink2:

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Jean Paul Sartre


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 Betreff des Beitrags: Re: Hannover 96 GmbH & Co. KGaA
BeitragVerfasst: 01.06.2019 12:36 

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Naja, das Verhältnis zwischen Personalkosten und sonstigen Verbindlichkeiten ist bei 96 und Werder etwa gleich.

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 Betreff des Beitrags: Re: Hannover 96 GmbH & Co. KGaA
BeitragVerfasst: 01.06.2019 13:29 
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Wer sich für die Rechnungsabgrenzung interessiert, findet bei Wikipedia einen Abriß darüber ich damals in der Berufsschule gequält würde. Heute muss ich nachlesen und kann nur noch T-Konten und korrekte Buchhalternasen malen, damit ich den Buchhalter verstehen kann, wenn wir Buchungen des Kollegen Computer nachvollziehen müssen so wie es mal gelernt haben.

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 Betreff des Beitrags: Re: Hannover 96 GmbH & Co. KGaA
BeitragVerfasst: 29.06.2019 13:17 

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Betrifft nicht direkt H96, aber ein wie ich finde zwar allgemeines, trotzdem interessantes Interview im Kicker über den Investoreneinfluß in der BL:
https://www.kicker.de/752219/artikel/gib-mir-dein-geld-wir-wissen-schon-was-wir-damit-machen


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 Betreff des Beitrags: Re: Hannover 96 GmbH & Co. KGaA
BeitragVerfasst: 29.06.2019 13:22 

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Weiß jemand, ob im Konstrukt zwischen dem H96 e.V. und der H96 GmbH & Co. KGaA auch ein solches Weisungsrecht von Seiten des Vereinspräsidenten (Vorstandsvorsitzenden) besteht?

Zitat:
Zitat:
Aber: Präsident Reisinger, der nach DFL-Statuten - Stichpunkt 50+1 - die Entscheidung für solche Angelegenheiten treffen darf, erteilte seinen Geschäftsführern Günther Gorenzel und Michael Scharold einen Dienstauftrag, sie müssten bis vorige Woche Donnerstag den Vertrag mit dem Hauptsponsor unterschreiben und damit verabschieden. Hinter dem Rücken Ismaiks, der als Mehrheitsgesellschafter wenig erfreut war.

aus:
https://www.kicker.de/752318/artikel/1860_zehn-wichtige-fragen-vor-der-mitgliederversammlung

Also könnte der Vereinspräsident Kramer dem KGaA Geschäftsführer Kind einen Dienstauftrag geben?


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 Betreff des Beitrags: Re: Hannover 96 GmbH & Co. KGaA
BeitragVerfasst: 29.06.2019 17:46 

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Nein, zuerst muss der Aufsichtsrat der Management GmbH abgeschafft werden (dazu ist eine Satzungsänderung des Gesellschaftsvertrags der Management GmbH notwendig), denn dieser beruft den Geschäftsführer. Dann kann der VV des Vereins (Kramer) den Geschäftsführer der Management GmbH (Kind) entlassen und einen neuen einsetzen (unknown). Dieser kann dann Einfluss auf die GFs (Kind und Bremer) der KGaA nehmen, z.B. sie abberufen.

Kurzum: Kramer kann es nicht. Die Struktur beim Hannover-Modell ist anders.

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 Betreff des Beitrags: Re: Hannover 96 GmbH & Co. KGaA
BeitragVerfasst: 29.06.2019 23:43 
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Herr Kind ist das in Personalunion. Der Aufsichtsrat ist nur zur Absicherung von Kind geschaffen worden, somit überflüssig. Die Gesellschafterversammlung könnte nach einer Satzungsänderung Kind einfach feuern. Bei 1860 müsste Ismaik gemäß §164 HGB beweisen, dass die Entscheidung über den Hauptsponsor nicht dem Geschäftszweck dient. :wink2:

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 Betreff des Beitrags: Re: Hannover 96 GmbH & Co. KGaA
BeitragVerfasst: 30.06.2019 15:14 

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Hallo, danke für Eure Einschätzungen zum Vergleich "1860" und "H96".

Etwas anderes:
die Zitate aus dem aktuellen Interview belegen ja unsere Vermutungen:
https://www.hannover96.de/aktuelles/news/details/25516-martin-kind-wir-haben-die-knoepfe-professionell-gedrueckt.html
Zitat:
Martin Kind (75): Erlauben Sie mir einen kurzen Rückblick: Wir sind in der vergangenen Bundesligasaison berechtigt abgestiegen, und zwar deshalb, weil wir in der Sportlichen Leitung zu viele Fehlentscheidungen getroffen haben, die wir im Laufe der Spielzeit nicht mehr korrigieren konnten. Der Abstieg war für uns sportlich wie wirtschaftlich desaströs. Wir haben in der vergangenen Saison einen Verlust von 18 Millionen Euro gemacht und planen - bedingt durch die Entscheidungen in der Vergangenheit - für die kommende Zweitligasaison noch einmal mit 17 Millionen Euro Verlust. Gegenrechnen muss man die bisher erzielten Transfererlöse.


zur Saison 18/19: von diesen 18 Millionen Verlust dürften mindestens 10 Millionen buchhalterische Abschreibungen auf Spielerwerte sein, wie sie immer und überall auftauchen.
Also selbst wenn alle Zugänge der Saison 18/19 wie Bombe eingeschlagen wären, hätte es in der Bilanz 18/19 ein Minus gegeben.
Aber nicht, weil H96 nun dermaßen viel in neue Spieler investiert hätte. Sondern weil die KGaA kaum Ablöse durch die Abgänge erzielt hat und die sonstigen Vermarktungseinnahmen seit JAhren unterdurchschnittlich sind.

Blöd für die KGaA ist außerdem, daß z.B. durch den Rekordtransfer Jonathas und die Zugänge von Walace und Haraguchi eben keine stillen Reserven gebildet wurden, die jetzt in der Bilanz schlummern.

Daß der prognostizierte Bilanzverlust in der kommenden Bilanz 19/20 laut Kind 17 Millionen beträgt und dieser durch die bereits getätigten Spielerverkäufe ausgeglichen wurde, hatten wir ja bereits vermutet.

Daß trotz der fast doppelt so hohen TV-Vermarktungseinnahmen im Vergleich zur letzten Zweitligasaison und der Tatsache, daß H96 (zumindest vermutlich) in der damaligen Saison noch mehr Großverdiener im Kader hatte als heuer, ist der prognostizierte Verlust (Ergebnis der Geschäftstätigkeit) für die kommende Saison von 17 Millionen ein Armutszeugnis.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hannover 96 GmbH & Co. KGaA
BeitragVerfasst: 30.06.2019 19:19 

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st2 hat geschrieben:
ist der prognostizierte Verlust (Ergebnis der Geschäftstätigkeit) für die kommende Saison von 17 Millionen ein Armutszeugnis.
Ach, diese verdammten noch an Kind zurückzuzahlenden Kredite der letzten 10 Jahre aber auch.....so ein Pech für 96.... :wink2:


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 Betreff des Beitrags: Re: Hannover 96 GmbH & Co. KGaA
BeitragVerfasst: 30.06.2019 20:56 
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st2, Du solltest auch noch erwähnen, das der ehrenwerte Herr Kind alle Verträge der Protagonisten gegengezeichnet hat, Johnny entgegen dem Plan der Sportlichen Leitung gekauft statt geliehen hat und Spielerwerte aus Frust über die schlechte Performance „seiner Assets“ kleingeredet hat. Und wer hat denn Breite, Hotte, Doll und deren Entourage gefeuert? :wink2:

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 Betreff des Beitrags: Re: Hannover 96 GmbH & Co. KGaA
BeitragVerfasst: 04.07.2019 08:39 

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Janrik hat geschrieben:
96 Jan 96 hat geschrieben:
Verstehe in der Argumentationskette weiterhin nicht, warum man dann nicht fröhlich weiter Darlehen raushauen sollte wie bei Jonathas schon.

Bringt doch angeblich Zinsen wie sie sonst nur im Immobilien-Bereich zu generieren sind.

Mal ganz davon abgesehen, dass der Zinsaufwand der KgaA im zuletzt veröffentlichten Geschäftsjahr nicht wirklich hoch war (ca. 250 TEUR). So eine Summe juckt weder Kind noch Rossmann, zumal man den Betrag ja noch aufteilen muss.


Die Zahl habe ich vor längerer Zeit Hirni auch schon geliefert. Das sind auf das ausstehende Darlehen von der S&S umgerechnet ca. 2% Zinsen pro Jahr. Das ist im Vergleich zu anderen Vereinen (Schalke: ca. 6% auf eine Fananleihe, da nehmen die Fans mehr Zinsen als Kind von 96) ein sehr niedrig angesetzter Zinssatz. Gerade weil so ein Zinssatz zwischen verbundenen Unternehmen (was S&S und KGaA ja sind) auch marktüblich sein muss. Da kann man den nicht einfach auf 0 setzen.

Und Hirni verwechselt laufend Zinsen von Darlehen mit der Gewinnausschüttung, wo du den Unterschied noch einmal schön dargestellt hast. Ich fürchte leider, dass das Absicht ist. Damit erweist er leider den Kind-Gegnern einen Bärendienst. Denn es gibt genügend echte Angriffspunkte, die man im von Kind geschaffenen Konstrukt kritisieren kann. Aber an der Legende, dass Kind mit Darlehen den großen Reibach macht, ist mit Sicherheit nichts dran. Kind ist nur "zu feige", das Geld als Eigenkapital zur Verfügung zu stellen. Wenn ich die DFL wäre, würde ich ausschließlich eingesetztes Eigenkapital als Förderung anerkennen. Da davon von Kind&Co nicht viel in den gesamten 20 Jahren kam, ist das aus meiner Sicht absolut keine erhebliche Förderung und damit kein Grund für einen Ausnahmeantrag auf 50+1.

P.S.: Als weitere Frechheit von Kind empfinde ich, dass der Geschäftsbericht der KGaA der Saison 17/18 auch mehr als anderthalb Jahre nach Veröffentlichung des Geschäftsberichts von 16/17 veröffentlicht ist. Normalerweise müsste der ~1 Jahr später kommen. Da müsste man mal nachbohren.


Ich habe das mal in einen anderen Thread gezogen und kann nur voll zustimmen. Die Mär von den Zinsen kann ich auch nicht mehr hören. Der Grund, warum Kind keine weiteren Darlehen gibt, ist, weil das für ihn ab jetzt echtes Risikokapital wäre. D.h. dass ihm dieses Kapitel verlustig gehen könnte. Bisher waren seine Darlehen durch die stillen Reserven in den Aktiva (Spielerwerten) ausreichend besichert. Wollte er das Darlehen zurück, musste er nur die werthaltigen Spieler wie Bebou und Fülle verkaufen. Leider hat der Geschäftsführer Martin Kind die KGaA sportlich und damit auch wirtschaftlich so runtergerockt, dass die stillen Reserven in der Bilanz quasi aufgebraucht sind. Spieler wie Albornoz, Oste, Jesus, usw. sind nun einmal echte Ladenhüter. Damit wird jedes weitere Darlehen für Kind zum persönlichen finanziellen Risiko und soweit geht die Liebe für Herrn Kind zu Hannover 96 dann wohl doch nicht.

Vereinfacht gesprochen könnte man sagen: der Investor Martin Kind traut dem Geschäftsführer Martin Kind nicht über den Weg. :mrgreen:

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Der 23.03.2019 - ein Tag für die Geschichtsbücher von Hannover 96!

Hannover 96 - Martin Kind 5:0


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 Betreff des Beitrags: Re: Hannover 96 GmbH & Co. KGaA
BeitragVerfasst: 04.07.2019 10:25 
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Odin96 hat geschrieben:
Janrik hat geschrieben:
96 Jan 96 hat geschrieben:
Verstehe in der Argumentationskette weiterhin nicht, warum man dann nicht fröhlich weiter Darlehen raushauen sollte wie bei Jonathas schon.

Bringt doch angeblich Zinsen wie sie sonst nur im Immobilien-Bereich zu generieren sind.

Mal ganz davon abgesehen, dass der Zinsaufwand der KgaA im zuletzt veröffentlichten Geschäftsjahr nicht wirklich hoch war (ca. 250 TEUR). So eine Summe juckt weder Kind noch Rossmann, zumal man den Betrag ja noch aufteilen muss.


Die Zahl habe ich vor längerer Zeit Hirni auch schon geliefert. Das sind auf das ausstehende Darlehen von der S&S umgerechnet ca. 2% Zinsen pro Jahr. Das ist im Vergleich zu anderen Vereinen (Schalke: ca. 6% auf eine Fananleihe, da nehmen die Fans mehr Zinsen als Kind von 96) ein sehr niedrig angesetzter Zinssatz. Gerade weil so ein Zinssatz zwischen verbundenen Unternehmen (was S&S und KGaA ja sind) auch marktüblich sein muss. Da kann man den nicht einfach auf 0 setzen.

Und Hirni verwechselt laufend Zinsen von Darlehen mit der Gewinnausschüttung, wo du den Unterschied noch einmal schön dargestellt hast. Ich fürchte leider, dass das Absicht ist. Damit erweist er leider den Kind-Gegnern einen Bärendienst. Denn es gibt genügend echte Angriffspunkte, die man im von Kind geschaffenen Konstrukt kritisieren kann. Aber an der Legende, dass Kind mit Darlehen den großen Reibach macht, ist mit Sicherheit nichts dran. Kind ist nur "zu feige", das Geld als Eigenkapital zur Verfügung zu stellen. Wenn ich die DFL wäre, würde ich ausschließlich eingesetztes Eigenkapital als Förderung anerkennen. Da davon von Kind&Co nicht viel in den gesamten 20 Jahren kam, ist das aus meiner Sicht absolut keine erhebliche Förderung und damit kein Grund für einen Ausnahmeantrag auf 50+1.

P.S.: Als weitere Frechheit von Kind empfinde ich, dass der Geschäftsbericht der KGaA der Saison 17/18 auch mehr als anderthalb Jahre nach Veröffentlichung des Geschäftsberichts von 16/17 veröffentlicht ist. Normalerweise müsste der ~1 Jahr später kommen. Da müsste man mal nachbohren.


Ich habe das mal in einen anderen Thread gezogen und kann nur voll zustimmen. Die Mär von den Zinsen kann ich auch nicht mehr hören. Der Grund, warum Kind keine weiteren Darlehen gibt, ist, weil das für ihn ab jetzt echtes Risikokapital wäre. D.h. dass ihm dieses Kapitel verlustig gehen könnte. Bisher waren seine Darlehen durch die stillen Reserven in den Aktiva (Spielerwerten) ausreichend besichert. Wollte er das Darlehen zurück, musste er nur die werthaltigen Spieler wie Bebou und Fülle verkaufen. Leider hat der Geschäftsführer Martin Kind die KGaA sportlich und damit auch wirtschaftlich so runtergerockt, dass die stillen Reserven in der Bilanz quasi aufgebraucht sind. Spieler wie Albornoz, Oste, Jesus, usw. sind nun einmal echte Ladenhüter. Damit wird jedes weitere Darlehen für Kind zum persönlichen finanziellen Risiko und soweit geht die Liebe für Herrn Kind zu Hannover 96 dann wohl doch nicht.

Vereinfacht gesprochen könnte man sagen: der Investor Martin Kind traut dem Geschäftsführer Martin Kind nicht über den Weg. :mrgreen:

Das Thema ist leider schon hinlänglich bekannt, dass die KGaA runtergerockt und quasi pleite ist, was die Reserven anbelangt. Wurde von mir und Anderen mehrfach geschrieben.
Alles zu verdanken der Misswirtschaft durch den amtierenden Geschäftsführer.
Dass Kind und Co. jetzt keine Darlehen mehr geben, weil das Risiko mit 50+1 zu hoch ist und keine entsprechende Deckung mehr da ist, wurde auch schon von mir und Anderen des Öfteren erwähnt.
Herr Kind hat missgewirtschaftet und musste sich bei erheblichen Verlusten immer wieder mit eigenen Darlehen durch die S&S aus der Patsche helfen.
Jetzt geht das nicht mehr so einfach, weil die KGaA (Profitruppe) wirtschaftlich und sportlich an die Wand gefahren wurde.
Die Zinsen sind nur eine unangenehme Rand Erscheinung.
Viel wichtiger ist das Abschöpfen der Gewinne, die sich aus den Einnahmen der KGaA durch die Vermarktung, Vermietung und Verpachtung sowie den Ticketeinnahmen und anderen Dienstleistungen ergeben.

In der 2.Liga sprudeln die Gewinne natürlich nicht mehr so üppig wie in der 1.Liga, darum kann man nicht so viel abschöpfen und braucht die Kohle für den Spielbetrieb.

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 Betreff des Beitrags: Re: Hannover 96 GmbH & Co. KGaA
BeitragVerfasst: 04.07.2019 14:42 

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Leutz, macht doch hier nicht son Fass auf wegen der Zinsen... Schaut Euch im Bundesanzeiger einfach die Umsatzerlöse der S&S an. - Ohne 96 stände da nahezu Null. Die Provisionen auf jedes verkaufte Ticket, DK und Marketingartikel ist die Kohle die wirklich weh tut. Die bleibt bei anderen Clubs im Verein oder wenigstens in der Profi-KGaA. Bei 96 geht's an die S&S Gesellschafter. Das halte ich für die eigentliche Fehlkonstruktion. Das man für Kohle Zinsen zahlen muss, ist ja so ungewöhnlich nicht - einzig anders bei 96 ist, dass es zentral gesteuert wird.

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 Betreff des Beitrags: Re: Hannover 96 GmbH & Co. KGaA
BeitragVerfasst: 04.07.2019 15:18 
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Das Problem bei der ganzen Sache ist doch, dass Herr Kind und C. immer wieder behaupten frisches Geld in das Konstrukt zu pumpen, denn das ist nicht richtig und von der DFL auch so gesehen worden.
Es ist immer das Geld, was so oder so im Kreislauf der Gesellschaften steckt und durch Einnahmen aus der Vermarktung der KGaA reinkommt.

Das Einzige, was von Kind und Co. außer Herrn Wilkening im Kreislauf stecken geblieben ist, das sind die Gewinne, die die Herren mit dem Konstrukt gemacht haben.
Das sind bei Kind ca. 6 Mio. Gewinn und bei den beiden Anderen zusammen knapp 5 Mio..

Das haben die aber in der Öffentlichkeit als erhebliche Förderung durch Eigenkapital in Höhe von 75-100 Mio.€ deklariert.
Konnte man mehrmals in HAZ und NP lesen.
Bei der DFL ist das dann aufgeflogen und abgewiesen worden.

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 Betreff des Beitrags: Re: Hannover 96 GmbH & Co. KGaA
BeitragVerfasst: 04.07.2019 16:04 

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@ Odin96

Vereinfacht gesprochen könnte man sagen: der Investor Martin Kind traut dem Geschäftsführer Martin Kind nicht über den Weg. :nuke: :bow:


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 Betreff des Beitrags: Re: Hannover 96 GmbH & Co. KGaA
BeitragVerfasst: 04.07.2019 21:03 

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Hirni96 hat geschrieben:
...
Das Einzige, was von Kind und Co. außer Herrn Wilkening im Kreislauf stecken geblieben ist, das sind die Gewinne, die die Herren mit dem Konstrukt gemacht haben.
Das sind bei Kind ca. 6 Mio. Gewinn und bei den beiden Anderen zusammen knapp 5 Mio..
...

Womit die eingesetzten 13 Mio nahezu vollständig zurückgeflossen bzw. wieder reingekommen sind ...

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