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 Pyrotechnik Moderations-Bereich
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 Betreff des Beitrags: Re: Pyrotechnik
BeitragVerfasst: 03.12.2010 12:53 

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ich unterstelle Euch beiden jetzt einfach mal, dass Ihr nicht die geringste Ahnung davon habt, wie andere "angemeldete" und organisierte Fanaktionen ablaufen und dass bei Choreos auch keine tausenden Leute mit farbigen Zetteln an den Kassen stehen und sie in Eigenregie im Stadion hochhalten. Für so etwas gibt es Ablaufkonzepte, Gespräche zwischen Fangruppen, Fanbeauftragten, Sicherheits- und Stadionchef, Polizei, Feuerwehr und und und...

wenn all diese Bedingungen erfüllt sind und es somit zu einer legalen und kontrollierten Pyroaktion kommt die hundertmal beeindruckender gestaltet wird, als ein jämmerliches Häufchen weißen Rauchpulvers, so stelle ich nochmal die Frage, was spräche dagegen?

Btw. warum sollte es nicht garantiert werden können, dass ausschließlich nüchterne und erfahrene Leute diese Aktionen durchführen, wenn ich mir die Stellungnahme so durchlese, zielt das Konzept doch genau darauf ab. Legalisierung unter gewissen Bedingungen (Anmeldeverfahren, Absprache, Einhaltung von Sicherheitsaspekten) heißt ja nicht, dass jeder zukünftig sein Bengalo mitbringen darf und lustig rumzündelt. Ihr argumentiert meines Erachtens nach meilenweit am eigentlichen Thema vorbei.

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"Der Verein bekommt den Vorstand, den er verdient."
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 Betreff des Beitrags: Re: Pyrotechnik
BeitragVerfasst: 03.12.2010 13:20 

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1896er -
sicher befasst Du dich mehr mit dem Thema als ich.
Das eine gut funktionierede Choreo akribisch vorbereitet werden muß,
viel Zeit in Anspruch nimmt, Geld kostet, ist auch mir klar.
Im Heimspiel gegen Freiburg z.B. hat mir das hier ausgesprochen gut gefallen.
http://www.swg-fotos.de/4images/details ... ge_id=1042

Transparente, Banner, Fahnen, Gesänge, Konfetti, Tröten, usw.,
selbst "Uweseelers",
mit diesen Attributen ist der Fan auf der legalen Seite.
Mit diesen Mittel kann es wohl nur eher in Ausnahmefällen
zu gesundheitlichen Schäden kommen..
Bei Pyrogedöns, selbst wenn es von Profis eingesetzt wird,
bleiben ätzender Qualm, sichtbehinderner Rauch nicht aus.
Das kann zu üblen Verletzungen führen usw,usw. -
das ist doch alles schon 100x durchgekaut worden.

Pyro ist in Stadien verboten, kann zu Spielabbrüchen und drastischen Geldstrafen führen.
Als bekennender Fan möchte ich das meinem Verein ersparen.

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Schlau drauf ? Find' ich prima


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 Betreff des Beitrags: Re: Pyrotechnik
BeitragVerfasst: 03.12.2010 13:27 

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Wie kann man nur eine Choreographie mit dem Abfackeln von Bengalos vergleichen.
Das verstehe ich ehrlich gesagt nicht.

Wer also das dringende Bedürfnisse hat, nicht nur zum Jahreswechsel offen mit dem Feuer zu spielen, der sollte das mal jedes zweite Wochenende im heimischen Garten, der Terasse oder sonstwo machen.

Ich frage mich dann nur, was die Nachbarschaft davon hält.
Einen Erlebnissbericht dazu würde ich dann begrüßen, Danke.


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 Betreff des Beitrags: Re: Pyrotechnik
BeitragVerfasst: 03.12.2010 13:58 

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Zuersteinmal sollte man doch unterscheiden zwischen beißenden Rauchtöpfen aus alten DDR-Beständen, und für eine Handhabung sichere Seenotfackel. Wenn das (wieder) auf legale Beine gestellt wird, bleiben auch Spielunterbrechungen und Geldstrafen aus, von daher ist deine Angst unbegründet, es geht ja ums Offizielle, um geheimes/verbotenes auf ein Minimum zu reduzieren, weil man sich dem eigenen Einfluss auf die anderen Fans, die für Zündeleien in Frage kommen würden, bewusst ist, womit ich, besonders was Auswärtsspiele betrifft, sogar mit der Einschätzung konform gehen würde, da zumindest bei 96, die UH und BN + Umfelder einen ziemlich großen Anteil bei den meisten Auswärtsspielen bilden.

Zu Olev: Ich finde schon, dass Pyrotechnik ein choreographisches Mittel, wie Fahnen etc. ist, bzw. als so ein Stilmittel eingesetzt werden kann. Hab mir mal kurz die Mühe gemacht, Beispiele für dich rauszusuchen, in denen alles legal und geordnet abgelaufen ist und die eigentlich gezeigt haben, dass es ja doch geht.

Abschiedsspiel Ulf Kirsten (Dresden):
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100 Jahre Mainz 05
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es geht ja also doch, irgendwie...

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 Betreff des Beitrags: Re: Pyrotechnik
BeitragVerfasst: 03.12.2010 14:42 
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Warst Du mal beim „Kleinen Fest“ oder beim Feuerwerkswettbewerb in Herrenhausen, 1896er? Dann wüsstest du, dass ein derart großes Areal in diesen Fällen in großen Teilen für das Publikum komplett abgesperrt ist, wenn´s zischt und knallt.

Natürlich diskutieren wir hier nicht über Groß- und Höhenfeuerwerke. Aber wenn da in einem gut besuchten Stadion Pyro gezündet werden soll, noch dazu wenn diese unter das Sprengstoffgesetz (Bengalische Feuer) fällt, ginge das auch nur in speziell abgetrennten Bereichen durch ausgebildete Pyrotechniker. Und selbst dann müssten wahrscheinlich ganze Blöcke für den Budenzauber gesperrt oder gar speziell angebaut werden. Wer will das schon? Und wer bezahlt das?

Und selbst dann wäre diese Fackelei für die Hartgesottenen bei behördlich kontrollierter Normalität wahrscheinlich irgendwann auch nur noch genauso spannend wie die lustigen Bierflaschen-Gummibälle in der Halbzeitpause. Wenn überhaupt, kann ich mir so was, wie auch auf Deinen Fotos, nur ganz vereinzelt und nur zu ganz besonderen Anlässen vorstellen. Jagut, unser 100-Jähriges war ja eher was für Halbmast-Beflaggung, aber wenn wir Deutscher Meister würden, wäre auch bei uns sicher eine schöne genehmigte Pyro-Party möglich.

Ich fürchte aber, dass die, die am lautesten „Pro“ schreien, nicht etwa besonnene Liebhaber der gepflegten Beleuchtung, sondern eben solche Teenie-Kids sind, die einfach nur den pyromanischen Kick brauchen, a) was Verbotenes zu tun und b) auch Gefährliches zu tun, erst recht, wenn Alk enthemmt. Und die müssen in den Griff bekommen werden. Ohne Wenn und Aber. Aber ich denke, dass Du das genauso siehst.

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 Betreff des Beitrags: Re: Pyrotechnik
BeitragVerfasst: 03.12.2010 14:53 

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Das interessante an dieser Thematik sind die Sichtweisen, konkreter gesagt die Sichtweisen aus verschiedenen Ländern. In Deutschland gilt Pyrotechnik in Stadien als verpöhnt und ist sogar verboten, die TV-Kommentatoren kommentieren solche Ereignisse auch dementsprechend.

In anderen Ländern, wie z.B. aus dem Balkanraum (Kroatien, Slowenien, etc.) ist es zwar auch nicht explizit erlaubt, wird jedoch geduldet. Und wenn mal so etwas im Fernsehen zu sehen ist, dann loben sogar die TV-Kommentatoren die jeweiligen Fangruppierungen für deren "schöne Choreografie" (z.B. hier: http://www.youtube.com/watch?v=oP8xE3SIsCw ), was in Deutschland undenkbar wäre.

Im Endeffekt machen alle Parteien genau das gleiche, nur wird es auf der einen Seite verteufelt und auf der anderen Seite erhält man Unterstützung.


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 Betreff des Beitrags: Re: Pyrotechnik
BeitragVerfasst: 03.12.2010 14:55 
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Der Rauch vernebelt einem doch die ganze Sicht, ist doch irgendwie kontraproduktiv. Auch für die Fernsehzuschauer. Bei dem Wolfsburg- Auswärtsspiel hat man ein paar Minuten nichts gesehen im TV, weil unsere "Fans" ein Bengalo gezündet haben :noidea:

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Ich wage mal eine Prognose: Es könnte so oder so ausgehen.


>>Editiert von mir, alle Schweinereien entfernt<<


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 Betreff des Beitrags: Re: Pyrotechnik
BeitragVerfasst: 03.12.2010 16:29 
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Feuer frei für Bengalos?
Ultras fordern Legalisierung von Pyrotechnik in Stadien
von Ralf Lorenzen

Im Ausland geliebt, bei uns kriminalisiert - der Umgang mit bengalischen Feuern ist ein heißes Eisen zwischen Fans und Funktionären. Die Ultra-Szene startet eine Kampagne zur Legalisierung von Pyrotechnik - und der DFB zeigt sich gesprächsbereit.

http://fussball.zdf.de/ZDFsport/inhalt/26/0,5676,8164282,00.html?dr=1

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Da hab ich gedacht, ich tu ihn ihm rein in ihn ihm sein Tor. Horst Hrubesch

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 Betreff des Beitrags: Re: Pyrotechnik
BeitragVerfasst: 03.12.2010 16:30 
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Pyrotechnik ist und bleibt kein Verbrechen!

Natürlich wollen wir in Deutschland nichts davon wissen, in Zeiten von Kommerz und Kunden passt Feuer einfach nicht in unsere hochmodernen Arenen. Der Kunde könnte verschreckt werden.

Ich bin weiterhin der Meinung, dass Pyrotechnik in einem sauberen und gesicherten Maße in Fußballstadien gehört.
Des Weiteren tun hier alle so, als ob der ganze Block brennen würde, wenn man Pyro sieht.

Und wie ist es in Wirklichkeit? Die Ultragruppierugen zünden derartige Technik.
Gefährdet werden nur die, die sich unmittelbar in diesen Gruppen befinden.
Ich denke, diese Gruppe ist darüber informiert, dass zu diesem Moment etwas gezündet werden soll.
Ich habe jedoch noch keinen gesehen, der mitten im Familienblock oder ruhigeren Teil eines Blocks Pyro zündet.
Wenn, dann ist es ein U14-Freund, welcher in 10sek sein Spielzeug verliert.

So einen Freund hab ich auch mal in Bochum erlebt im Mai, der gab damit im Zug schon an und zündete dann seine Rauchbombe genau beim Aussteigen auf dem Gleis.
Nach 10 Sekunden war das Spiel zuende, die nette ca. 50-jährig Ordnerdame, bat ihn doch diese Bombe auszutreten, nix murrend, tat er dieses, soviel dazu :wink:

Pyrotechnik hat besonders in den südeuropäischen Räumen Tradition.

Ich bleibe dabei:
Es ist kein Verbrechen, abgesichert und aqäquaten Maße, ok.

"Sie gefährden sich und andere" - das ist der Spruch jedes Stadionsprechers.
Wenn die Ultra-Gruppierungen sich gegenseitig damit gefährden, bitte.
Jedoch habe ich, erneut, noch keine Gruppierung gesehen, die sich im Block verteilt und alles in Brand setzt.

Lasst mal die Kirche im Dorf.
Wenn sich die Leute den Kopf einschlagen beim Fußballspiel, dann sind das Zustände, die wir nicht haben müssen, dass ist sch****, aber doch nicht ein bisschen Rauch!!

Was heutzutage abgeht, ist sowieso der Wahnsinn.
Keine Fahnen über 150cm, alles wird dreimal kontrolliert.

Ich war beim Auswärtsspiel und habe meine 100cm Fahne extra unten ums Holz getaped um keinen und mich damit zu verletzten, selbst das wurde entfernt, was sollte dadrunter sein?
eine Rauchbombe?

Lasst doch den Fans ein bisschen Kultur.
In Wolfsburg durften wir nur einen Schal mitbringen.

Klasse, was aus der schönen Fankultur mittlerweile wird
und das nur wegen ein bisschen Rauch?

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16 in der Deutschland Meisterschaft in FIFA 2004 PS2 (by GIGA)

Glory Glory ManUTD!
Take me home, to the Place I belong, see OLD TRAFFORD, see UNITED, take me Home Country Roads!
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 Betreff des Beitrags: Re: Pyrotechnik
BeitragVerfasst: 03.12.2010 17:16 
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96elzefan hat geschrieben:
In Wolfsburg durften wir nur einen Schal mitbringen.



Das perfekte Versteck.

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"Ich habe keine Skrupel, dich bei wiederholter Nichtbeachtung meiner Aufforderung zu sperren. Da wird dann auch niemand trauern."


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 Betreff des Beitrags: Re: Pyrotechnik
BeitragVerfasst: 03.12.2010 17:42 
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96elzefan hat geschrieben:

(...)Ich bleibe dabei:
Pyrotechnik ist kein Verbrechen!
(...) abgesichert und aqäquaten Maße, ok.

Das ist der Stand, auf dem wir in diesem Fred längst sind. Die rechtliche Seite (Frage des juristischen Fachbegriffs „Verbrechen“) haben wir an anderer Stelle längst ausgelutscht. Ist halt der vorhersehbare Nachteil dieses neuen Freds zum alten Thema.

96elzefan hat geschrieben:
(...) Die Ultragruppierugen zünden derartige Technik.
Gefährdet werden nur die, die sich unmittelbar in diesen Gruppen befinden.
(...)"Sie gefährden sich und andere" - das ist der Spruch jedes Stadionsprechers.
Wenn die Ultra-Gruppierungen sich gegenseitig damit gefährden, bitte.

Was für ein Zeug, 96elzefan. Niemand hat das Recht in irgendeinem deutschen Stadion, sich und andere zu gefährden. Auch nicht dann, wenn sich diese Personen selbst derselben Gruppierung zurechnen.

96elzefan hat geschrieben:
(...) Lasst doch den Fans ein bisschen Kultur.
In Wolfsburg durften wir nur einen Schal mitbringen.

Klasse, was aus der schönen Fankultur mittlerweile wird
und das nur wegen ein bisschen Rauch?

Wenn man so was als „Fankultur“ ansieht, gräbt man seinen eigenen Mitstreitern, die sich – wie 1896er – ernst zu nehmende Gedanken zu dem Thema machen und damit auf höherer Ebene ja auch ein Stückweit Gehör finden, das Wasser ab.

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 Betreff des Beitrags: Re: Pyrotechnik
BeitragVerfasst: 03.12.2010 17:49 

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@1896er
Deine Bilder sind farbenfroh, richtig schön bunt.
Speziell das zweite Bild zeigt, das der Zuschauer nichts mehr sieht.
Ob man das nun als Rauch, oder Qualm,
Nebel oder Suppe bezeichnet, ist doch wumpe,
und ob diese "Nebelkerzen" mal als Produkt in der DDR,
oder in China hergestellt wurden - man sieht nix mehr -
das ist doch auch ein wesentlicher Kritikpunkt.

Zwei Dinge sollte man unterscheiden:
1. Bengalos während des Spiels, gezündet von Amateuren - mittendrin -
aus meiner Sicht nicht tolerierbar - verboten, weil gefährlich...
und/oder
2. zu besonderen Anlässen, (Abschiedsspiele, Meisterschaft, Jubiläum),
dann bitte gezündet von Spezialisten von sicheren Stellen/Plätzen aus.
Das kann vom Stadiondach aus sein,
oder von abgesicherten Stellen am/im Stadion -
so wie z.B. bei Popkonzerten im Stadion, die Maschsee -
oder Schützenplatzfeuerwerke - das machen,
mit ausdrücklich vorheriger Zustimmung, ausgebildete Pyrotechniker/Biedermänner -
keine Pyromanen/Brandstifter... :)

Du 1896 weißt sicherlich, das Biedermann und die Brandstifter
ein Drama des Schweizer Schriftstellers Max Frisch ist,
nicht das ich noch in Deibels Küche komme, weil mir jemand unterjubelt,
ich hätte beratungsresistente Bengalofans mit Brandstiftern gleichgestellt.

Ich lese gerade noch was elzefan dazu schreibt.
Nach Deiner Logik bin ich dann wohl seit 1968
"nur" ein Kunde im Niedersachsenstadion
Du schreibst: Pyrotechnik ist und bleibt kein Verbrechen -
ok. das trifft fürs Rauchen im Krankenhaus auch zu,
aber es ist nun mal verboten.

Abschließend noch dies:
Mir würde im Traum nicht einfallen, Bengalozünder des Verbrechens zu bezichtigen,
ne...aber offensichtlich sind einige unter ihnen,
die höchst beratungsresistent sind,
auch sind Regeln und Verbote nur für andere da -
wahrscheinlich auch nur für doofe Kunden.
Diese, sich selbst feiernde Spaßgesellschaft,
verwechselt allzu gern eingebildete Tradition mit alkoholisiertem Abfeiern.

Wir, meine 96er-Freunde und ich -
haben uns früher auch kräftig was auf die Lampe gegossen,
aber wir brauchten dazu kein bengalisches Licht,
auch keinen am Zaum hängenden Klammeraffen mit Megafon -
bis auf Manolo von Gladbach ist mir keiner bekannt.

elzefan - Du bist ja nun auch schon länger hier dabei.
Bengalos - bisschen Rauch - für dich erstrebenswert,
sogar Kultur, wie Du eben schreibst.
Wärst Du denn auch bereit die Strafzahlungen,
die auf 96 zukommen könnten, zu regulieren ?
oder ist dann plötzlich Schluß mit Kultur und Tradition?

Selbst der Erwerb einer Dauerkarte - ich hatte etliche davon -
gibt keinem Fan das Recht im Stadion die Ziege furzen zu lassen,
man sollte sich benehmen, wenn es denn irgendwie möglich ist -
machen viele Kunden doch auch.

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 Betreff des Beitrags: Re: Pyrotechnik
BeitragVerfasst: 03.12.2010 20:16 

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Die Pyrotechniker scheinen irgendwie immer nur mit den Argumenten, 1. Es ist verboten, 2. Es ist gefährlich, zu argumentieren.

Es geht gerade darum, bestimmte Arten von Pyrotechnik zu genehmigen, dann gäbe es im übrigen auch keine Geldstrafen, ich habe nicht verstanden, wieso Leute damit hier argumentiert haben. Bei den Pyro-arten, die genehmigt werdensollen, handelt es sich nicht um gefährliche, aus China importierte Raketen und Böller, die in alle Richtungen fliegen können. Von daher sind die Gefahren, auch wenn ihr es nicht wahr haben wollt, gar nicht so hoch wie ihr es darstellt. Wäre es erlaubt, dann würde ein Bengalo in der ersten Reihe oder vor dem Zaun nach oben gehalten werden, wo ist da die Gefahr? Zu Silvester ist es doch wesentlich Gefährlicher, wenn Leute am HBF-Vorplatz Raketen in leeren 0,3 Bierflaschen abfeuern.

Abgesehen davon, warum haben denn Vereine in der Vergangenheit Pyrotechnik bei bestimmten Anlässen erlaubt? Das erste Bild von 1896er wurde von der Ultras Dynamo aus Dresden zum letzten Spiel im alten Stadion initiiert. Dort soll es auch sicher genug gewesen sein, aber sonst nicht?


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 Betreff des Beitrags: Re: Pyrotechnik
BeitragVerfasst: 03.12.2010 20:34 

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Da ich (wenn ich meine Prüfung bestehe ;) ) in Kürze einen FKN für Seenotsignalmittel haben werde, melde ich mich auch mal. Erstmal ist es vielleicht erhellend sich ein Handfackel Notsignal anzuschauen. Ein geeignetes Video ist z. B. das hier.
Das ganze sieht recht harmlos aus. Ganz so harmlos ist es aber nicht. Eine Verbrennung mit dem Brandsatz ist nicht angenehm und schwer zu behandeln. Deshalb wird die Fackel immer in Lee (also auf der dem Wind abgewandten Seite) möglichst weit vom Körper entfernt gehalten. Das ist natürlich in einem Block nicht möglich, da dort jemand daneben steht ;)
Wenn man im Bereich zwischen Ober- und Unterrang die Fackeln von ausgebildeten Personen (einen entspr. Fachkundenachweis nach dem Sprengstoffrecht, der noch zu schaffen wäre) abbrennen läßt, frage ich mich, was für eine Stimmung das schaffen soll? Sieht im Fernsehen sicher Klasse aus. Gefährdet würde auch keiner. Aber ob das wirklich das ist, was die Ultrás wollen... :noidea:

In einem Block ist das Abbrennen von Pyrotechnik aber immer mit Gefahren für die Umstehenden verbunden. Daher bin ich dagegen.

Ähm. Hinsichtlich des Vergleichs zu Silvester stimme ich dem zu. Da wissen viele Idioten wirklich nicht was sie tun. Da ich schon seit Jahren mein Böller-Geld lieber einen guten Zweck zuführe, können sie sich meinetwegen aber gegenseitig wegsprengen. Ins Stadion will ich aber gehen, ohne Verbrennungen zu fürchten ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Pyrotechnik
BeitragVerfasst: 03.12.2010 20:42 

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Wie gesagt, beim jetzigen Gespräch handelt es sich um Pyrotechnik der Gefahrenstufe 1; Bengalos die für die Seenotsignale hergestellt werden, würden gar nicht in diese Kategorie fallen. (die sind, soweit ich weiß, selbst zu Silvester verboten).


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 Betreff des Beitrags: Re: Pyrotechnik
BeitragVerfasst: 03.12.2010 21:06 
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Nur mal nebenbei : Hier in Spanien kann man täglich Pyrotechnik kaufen und verballern, ohne an ähnliche Gesetze wie in Deutschland gebunden zu sein, was die Verkaufstage oder Sondergenehmigungen betrifft.

Was hier dann auch noch über den Tresen gereicht wird, ist für die Hälfte des Preises die doppelte Wirkung..von Lautstärken der Böller ganz zu schweigen.

Dazu kommt eine Auswahl, die den deutschen Sylvester-Handel deutlich übertrifft...

Wenn's also so einfach zu kriegen ist, ist der Mißbrauch im Stadion garnicht mehr so wichtig....in D machts wohl nur Spass, weil's verboten ist...

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 Betreff des Beitrags: Re: Pyrotechnik
BeitragVerfasst: 03.12.2010 21:18 

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"in D machts wohl nur Spass, weil's verboten ist..."

wenns so wäre, warum würde man dann eine Kompromisslösung forcieren ? :noidea:

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 Betreff des Beitrags: Re: Pyrotechnik
BeitragVerfasst: 03.12.2010 21:42 

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Maxy1896 hat geschrieben:
Wie gesagt, beim jetzigen Gespräch handelt es sich um Pyrotechnik der Gefahrenstufe 1; Bengalos die für die Seenotsignale hergestellt werden, würden gar nicht in diese Kategorie fallen. (die sind, soweit ich weiß, selbst zu Silvester verboten).

Seenothandsignale sind natürlich nur zur Verwendung in einem Notfall erlaubt (außer ich Zeige dem Ordnungsamt zwei Wochen vorher an, dass ich mal zum Spaß eins abbrennen möchte :mrgreen: ). Es handelt sich aber um pyrotechnische Gegenstände der Gefahrenklasse T1. Unterschieden wird nur zwischen T1 und T2 (bei Pyrotechnik für technische Anwendungen). Bei Vergnügungsfeuer gibt es vier Klassen. Das sind dann aber m. E. nur die berühmten Silvester-Knaller und keine Bengalos. In der Theorie bin ich ehrlich gesagt aber noch nicht 100% sattelfest :oops:

Mittel der Klasse T1 dürfen bis zu 1 Kg Nebel-/Rauchsatz enthalten. Dabei muss das abbrennen mind. 60s pro 100g des Satzes dauern. Die meisten Handfakeln haben dabei nur 100g Rauchsatz.

Es gibt übrigens in der Tat "Bühnenfeuerwerk" der Klasse T1. Das muss die folgenden Bedingungen (Leuchtmittel) erfüllen:
  • dürfen keine hochgiftigen oder stark ätzenden Stoffe entwickeln
  • dürfen keine Gefahren durch Glut, Hitze, Funken, Feuer verursachen
  • dürfen keine rußbildenen Stoffe enthalten
  • dürfen keine Funken oder abtropfende Schlacke bilden
Das hört sich schon vernünftiger an. Unter diesen Bedingungen würde ich das Ganze etwas entspannter sehen (bin aber natürlich kein Sprengmeister...)

Übrigens möchte ich darauf hinweisen, dass pyrotechnische Mittel der Klasse T1 von jedem der 18 ist frei gekaut werden dürfen. Das Abbrennen ist nach § 23 Abs. 4 SprengV aber nur nach vorheriger Anzeige beim Ordnungsamt erlaubt. Stand aber sicher schon im anderen Thread.


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 Betreff des Beitrags: Re: Pyrotechnik
BeitragVerfasst: 03.12.2010 21:50 
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1896er hat geschrieben:
"in D machts wohl nur Spass, weil's verboten ist..."

wenns so wäre, warum würde man dann eine Kompromisslösung forcieren ? :noidea:


Wer forciert denn hier irgendwas oder sucht tatsächlich nach nem Kompromiss ??

Wenn's , wie in D nach Gefahrenklassen geht, dann sind die zuletzt gezündeten Dinger im Stadion eh aussen vor. Demnach müsste der Kompromiss auf die geringste Gefahrenklasse zulaufen, das dürften dann wohl eher bengalische Streichhölzer sein...
Und selbst, wenn die Dinger frei zu kaufen wären, hat letztendlich der Stadionbetreiber das letzte Wort, bzw, bekommt es von der DFL auferlegt.
Man könnte die Dinger natürlich auch vom Verein offiziell zünden lassen, aber da stellt sich wieder die Frage nach der spontanen Gefühlslage, denn wie ne Choreografie soll's ja auch nicht aussehen...

Schwieriges Thema, aber solange Chaoten die Dinger zu eigenen Zwecken zünden, gehörts auf jeden Fall verboten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Pyrotechnik
BeitragVerfasst: 03.12.2010 21:57 

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Carlos, lies doch mal bitte den ersten Beitrag in diesem Thread, bevor du sawas schreibst. :|


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