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 Fanszene Hannover Moderations-Bereich
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 Betreff des Beitrags: Re: Martin Kind - was nun....?
BeitragVerfasst: 05.09.2012 13:30 
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Sehe ich absolut genauso, carpaccio.

Und dass die Bild wieder einmal die Moralkeule schwingt... tja, was soll man dazu noch sagen? :roll:

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 Betreff des Beitrags: Re: Martin Kind - was nun....?
BeitragVerfasst: 05.09.2012 13:51 

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1896er hat geschrieben:
Deine Aufregung in allen Ehren, aber seit wann sind Geschmacklosigkeiten Regelübertretungen? Bis vergangene Woche waren sie es offensichtlich noch nicht.

Die Regelübertretungen sind in den vergangenen Jahren immer verniedlicht worden. Wenn der Verein diese Fahne nicht im Stadion sehen will, ist es eine Regelübertretung, wenn sie trotzdem gezeigt wird. Denn im Stadion gelten die Regeln des Vereins und nicht die einiger Geisterfahrer.
Ich verkoche nicht alles zu einer Suppe. Ich beschreibe das Fehlverhalten von sogenannten Fußballfans. Die befinden sich eben nicht nur in Hannover.
Wenn Du mit der Stadionetikette nicht klarkommst, musst Du Dich fragen lassen, wie es die allermeisten Zuschauer schaffen? Gezwungen werden die jedenfalls nicht. Außerdem handelt es sich nicht um die Stadionetikette, wenn man nicht in Hecken uriniert oder rumpöbelt, sondern um Regeln des normalen menschlichen Zusammenlebens. Haben Dir das Deine Eltern nicht beigebracht?
Ich bin kein selbsternannter Saubermann, sondern jemand der die ganz einfachen Regeln des menschlichen Zusammenlebens einhält, weil sie den Umgang mit Anderen einfach leichter machen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Martin Kind - was nun....?
BeitragVerfasst: 05.09.2012 13:54 

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Jango hat geschrieben:
Und dass die Bild wieder einmal die Moralkeule schwingt... tja, was soll man dazu noch sagen? :roll:


Was man dazu sagen soll? Ganz einfach: Das wollen de Leute lesen. Sonst würden die Menschen die Bild nicht kaufen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Martin Kind - was nun....?
BeitragVerfasst: 05.09.2012 13:55 
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Roter Günther: Also Spieler in der Zeitung zu beleidigen ist also legitim, wenn es die Leute "lesen" wollen? :noidea:

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 Betreff des Beitrags: Re: Martin Kind - was nun....?
BeitragVerfasst: 05.09.2012 14:10 
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Discostu hat geschrieben:
Roter Günther: Also Spieler in der Zeitung zu beleidigen ist also legitim, wenn es die Leute "lesen" wollen? :noidea:


Was möchtest Du denn damit beweisen? Dass die Bild ein Sch..ßblatt ist und kräftig mit zur Verschiebung der Toleranzschwellen beiträgt, steht doch außer Frage. Rechtfertigt das denn irgendwas?

Ist doch schlimm genug, wenn Menschen das Bedürfnis haben, so einen Schrott auch noch für Geld zu lesen. Aber wenigstens gehen Sie mir damit ja nicht auf den Sack! Während mich höhere Tickets, nervige Sicherheitchecks und massive Polizeipräsenz schon deutlich mehr stressen.

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Zuletzt geändert von Kuba libre am 05.09.2012 14:24, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Fanszene Hannover
BeitragVerfasst: 05.09.2012 14:17 
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Absolut unnötige Diskussion hier, aber irgendwie auch cool, es wird über Fahnen geredet, die seit Jahren im Stadion zu sehen sind, dessen Sinn oder Aussage ich bis heute nicht richtig begriffen habe, die die Bild aber scheinbar erst letzte Woche entdeckt hat ( wo wart ihr all die Jahre?) und meint weil sonst nix los ist, sie deutschlandweit zum generellen Ausdruck des Bösen erheben zu müssen.
Es wird ein ehemalig sehr beliebter 96-Spieler, der zum bösen VFL gewechselt ist , beleidigt ( den Unmut verstehe ich, die Wortwahl nicht, (da leide ich persönlich mit).
Ein angepisster Präsident sagt einfach mal, was er denkt und hat damit auch Recht (seine Reaktion finde ich sympathischer und ehrlicher als die des Trainers).

Und was machen wir?
Wir gehen aufeinander los, meinen Gräben ausheben zu müssen, die es nicht braucht , bauen Mauern zwischen uns auf und sind erregt wegen.........
.......richtig, wegen nichts.
Das Team spielt super, es wird das Tor mehr als ausreichend getroffen, der Sportdirektor kommt bald zurück, der Trainer hat ein Goldhändchen in der Aufstellung.
Es gibt irgendwie nix zu meckern, also sucht man sich was und haut verbal drauf. Je nach persönlicher Einstellung auf die ach so bösen Ultras oder eben auf den bösen Präsidenten.

Es gibt momentan sicherlich ganz ganz viele Vereine in der Bundesliga, die problemmäßig gerne mit uns tauschen würden.
Und das macht mich noch stolzer, Fan dieses Vereines zu sein!

Vielleicht brauchen wir einfach mal wieder ein paar bittere Niederlagen am Stück, um zu sehen wie gut es uns eigentlich geht.

Zu der Aussage von Kind: Es gibt sicherlich einige Arschlöcher unter uns Fans, es gibt aber auch einige, die mit den Ultras nichts am Hut haben und ich kenne auch einige Arschlöcher außerhalb des Fußballs.
Was mich persönlich aufregt, sind die Bengalos in Breslau, welche wieder eine Geldstrafe für den Verein bedeuten und die Tumulte vor der Nordkurve am letzten Donnerstag, ich war urlaubsbedingt nicht dabei, aber nach Aussagen von Kumpels sah das irgendwie verabredet aus ( von beiden Seiten).
Schade und unnötig.

@Kuhburger, danke für den Link :nuke:

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 Betreff des Beitrags: Re: Martin Kind - was nun....?
BeitragVerfasst: 05.09.2012 14:20 
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Roter Günther hat geschrieben:
... Das wollen de Leute lesen. Sonst würden die Menschen die Bild nicht kaufen.

Ach, so einfach ist das? Na dann isses ja gut. Frag mal Herrn Ibišević, was er davon hält. Aber schwingt mal weiter die scheinheilige Moralkeule. Was die einen dürfen, ist den anderen noch lange nicht erlaubt. Das mit Ibišević liest ein Großteil der Leute in Deutschland, die Rufe gegen Pogatetz wären unter Fußballemotionen abgetan worden, wenn nicht so ein Bohei drum gemacht würde.

Einige Medien scheinen immer noch ein Problem damit zu haben, dass Hannover96 so eine positive Entwicklung genommen hat, da muss man gegensteuern. Ich betone nochmal - da man hier ja aufpassen muss, dass einem die Worte im Mund nicht rumgedreht werden - ich finde die Sache mit Pogatetz nicht in Ordnung, aber maßlose Übertreibungen sind kontraproduktiv.

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 Betreff des Beitrags: Re: Martin Kind - was nun....?
BeitragVerfasst: 05.09.2012 14:43 
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Da in meinen Augen die Situation mit einigen radikalisierten Fußballanhängern tatsächlich zu eskalieren droht, muss man Herrn Kind leider Recht geben, wenn er zur Bewältigung dieses Problems diverse Maßnahmen fordert, die dann leider auch die echten Fans treffen, die sich nichts haben zu Schulden kommen lassen. Dadurch wird Herr Kind in der Wahrnehmung einiger Fans zwar mal wieder als Bösewicht gesehen, aber ich hoffe, dass die breite Masse das Problem reflektieren und zu dem einzig logischen Schluss kommen wird, dass uns nicht die Vereinsfunktionäre wie Herr Kind die Suppe eingebrockt haben, sondern die radikalisierten Kräfte unter den Zuschauern, die meinen, Sie könnten aus Ihrem Block einen rechtsfreien Raum machen, in dem Sie ihre Profilneurose ausleben können.

Ich ärgere mich über die Unbelehrbarkeit dieser radikalisierten Minderheit, die durch Ihr beschämendes und teils straffälliges Verhalten die Funktionäre zu Sanktionen zwingen, die dann oft alle und somit zumeist Unbeteiligte treffen werden. Dabei ist es unerheblich, ob die Anzahl der Entgleisungen bei den Ultras tatsächlich zugenommen hat oder ob das Thema gerade von der Presse übertrieben dargestellt wird. Tatsache ist, dass die, die wirklich zu Ihrem Verein stehen und die genau deshalb auch auf dessen Reputation bedacht sind, genervt sind, von diesem Haufen unbelehrbarer Idioten. Es nervt einfach nur noch, dass man einen tollen 4:0-Sieg über Wolfsburg nicht unbeschwert genießen kann, sondern sich spätestens am nächsten Tag bei den Kollegen am Arbeitsplatz, die keine Fußballfans oder Fans anderer Vereine sind, für das Verhalten irgendwelcher Idioten entschuldigen muss.

Chaoten, die das Abfackeln von Pyrotechnik und Schmähgesänge gegen einzelne Spieler als einen Ausdruck von Fußballkultur empfinden, beleidigen jeden Fan, der mit Enthusiasmus und einfacher Freude am Fußballspiel seinen Verein unterstützt und man muss sich fragen, was der Antrieb dieser Chaoten ist. Die Liebe zu dem Fußballverein kann es ja wohl kaum sein, denn wären diese Fehlgeleiteten dem Verein nur halb so treu ergeben, wie sie selbst immer behaupten, würden sie den Verein nicht immer wieder so sehr in der Öffentlichkeit beschämen und ihm nicht immer wieder immense Kosten in Form von Strafgeldern verursachen, die unter Umständen irgendwann mit Eintrittspreiserhöhungen wieder reingeholt werden müssen (worüber sich die Strafgeld-Verursacher dann wieder am lautesten aufregen werden) oder die sinnvoller in die Jugendarbeit investiert werden könnten.

Dass die Spinnereien einiger radikaler Ultras (oder wie man sie auch bezeichnen soll) eine neue Qualität erreicht haben und keine übertriebene Panikmache der Medien sind, zeigen die Vorgänge in der Kölner Fanszene. Dort haben Angriffe auf fahrende Reisebusse und die dort zuletzt praktizierte physische wie psychische Gewalt gegen Spieler die eigentlich so schöne Begeisterung für den Fußball pervertiert und die Hemmschwelle auf ein nie geahntes, höchst gefährliches Maß runtergedrückt.

Zum Glück scheinen die radikalen Kräfte in der Hannoverschen Fanszene noch nicht ganz so arg abgedriftet zu sein, aber die Unbelehrbarkeit von Einigen bei der Bengalo-Diskussion und diesem Mitleid erregenden Disput zu dieser blöde „Haarmann-Fahne“ (Egal, ob von der BILD initiiert oder nicht: Haarmann war ein Menschenschlächter, Vergewaltiger und Kannibale und sein Konterfei hat im Stadion einfach nix zu suchen, basta!!!) zeigt, dass radikale Teile der Hannoverschen Fanszene zwanghaft die Konfrontation suchen und sich hierbei auch nicht für die dämlichsten Sprüche und Aktionen zu schade sind. Ein Absinken in Kölner Verhältnisse ist von dieser Warte zwar noch nicht zwingend gegeben, aber durchaus vorstellbar.

Das traurigste ist, dass durch die aktuelle Eskalation des Themas, die Stimmung im Stadion insgesamt sehr angespannt sein wird. Die Ultras werden sich auf jeden Fall zu irgendwelchen Demonstrationen in Form von Bengalofeuer und diffamierenden Plakaten hinreißen lassen und so der Vereinsführung einen Grund mehr bieten, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, was auf beiden Seiten den Ton verschärfen wird. Der Fan, der ins Stadion geht, um sich an großen Sport und den tollen Erfolgen unserer Mannschaft zu erfreuen wird bedrückt diesem Treiben zuschauen und letztlich die von radikalisierten Ultras provozierten Maßnahmen über sich ergehen lassen müssen. Schade eigentlich, wie wir Fans uns von vielleicht 200 bis 300 Idioten (nicht von Martin Kind!) den Spaß verderben lassen müssen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Martin Kind - was nun....?
BeitragVerfasst: 05.09.2012 14:49 
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Kuba libre hat geschrieben:
Was möchtest Du denn damit beweisen? Dass die Bild ein Sch..ßblatt ist und kräftig mit zur Verschiebung der Toleranzschwellen beiträgt, steht doch außer Frage. Rechtfertigt das denn irgendwas?

Ich wundere mich nur, weshalb hier für studierte Schreiber, die mit einer bundesweiten Reichweite ganz andere Masstäbe gelten sollen als für heranwachsende Jugendliche, die aus Frust einen völlig deplazierten aber leider nicht neuen Spruch lassen.

Zitat:
Ist doch schlimm genug, wenn Menschen das Bedürfnis haben, so einen Schrott auch noch für Geld zu lesen. Aber wenigstens gehen Sie mir damit ja nicht auf den Sack! Während mich höhere Tickets, nervige Sicherheitchecks und massive Polizeipräsenz schon deutlich mehr stressen.

Dass der Spruch Mist daneben war, da gibt es keine zwei Meinungen. Aber dass hier einerseits der Boulevard mit ähnlichen Methoden arbeitet, und andererseits mit einer moralischen Hysterie reagiert finde ich schwer verlogen.

So sollte auch eine Zeitung eigentlich als Vorbild eine andere Einstellung vorleben. Andererseits darf man sich nicht wundern, wenn heranwachsende Jugendliche sich von so einer Berichterstattung anheizen lassen und übele Beschimpfungen als legitm erachten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Fanszene Hannover
BeitragVerfasst: 05.09.2012 14:50 
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Da in meinen Augen die Situation mit einigen radikalisierten Fußballanhängern tatsächlich zu eskalieren droht, muss man Herrn Kind leider Recht geben, wenn er zur Bewältigung dieses Problems diverse Maßnahmen fordert, die dann leider auch die echten Fans treffen, die sich nichts haben zu Schulden kommen lassen. Dadurch wird Herr Kind in der Wahrnehmung einiger Fans zwar mal wieder als Bösewicht gesehen, aber ich hoffe, dass die breite Masse das Problem reflektieren und zu dem einzig logischen Schluss kommen wird, dass uns nicht die Vereinsfunktionäre wie Herr Kind die Suppe eingebrockt haben, sondern die radikalisierten Kräfte unter den Zuschauern, die meinen, Sie könnten aus Ihrem Block einen rechtsfreien Raum machen, in dem Sie ihre Profilneurose ausleben können.

Ich ärgere mich über die Unbelehrbarkeit dieser radikalisierten Minderheit, die durch Ihr beschämendes und teils straffälliges Verhalten die Funktionäre zu Sanktionen zwingen, die dann oft alle und somit zumeist Unbeteiligte treffen werden. Dabei ist es unerheblich, ob die Anzahl der Entgleisungen bei den Ultras tatsächlich zugenommen hat oder ob das Thema gerade von der Presse übertrieben dargestellt wird. Tatsache ist, dass die, die wirklich zu Ihrem Verein stehen und die genau deshalb auch auf dessen Reputation bedacht sind, genervt sind, von diesem Haufen unbelehrbarer Idioten. Es nervt einfach nur noch, dass man einen tollen 4:0-Sieg über Wolfsburg nicht unbeschwert genießen kann, sondern sich spätestens am nächsten Tag bei den Kollegen am Arbeitsplatz, die keine Fußballfans oder Fans anderer Vereine sind, für das Verhalten irgendwelcher Idioten entschuldigen muss.

Chaoten, die das Abfackeln von Pyrotechnik und Schmähgesänge gegen einzelne Spieler als einen Ausdruck von Fußballkultur empfinden, beleidigen jeden Fan, der mit Enthusiasmus und einfacher Freude am Fußballspiel seinen Verein unterstützt und man muss sich fragen, was der Antrieb dieser Chaoten ist. Die Liebe zu dem Fußballverein kann es ja wohl kaum sein, denn wären diese Fehlgeleiteten dem Verein nur halb so treu ergeben, wie sie selbst immer behaupten, würden sie den Verein nicht immer wieder so sehr in der Öffentlichkeit beschämen und ihm nicht immer wieder immense Kosten in Form von Strafgeldern verursachen, die unter Umständen irgendwann mit Eintrittspreiserhöhungen wieder reingeholt werden müssen (worüber sich die Strafgeld-Verursacher dann wieder am lautesten aufregen werden) oder die sinnvoller in die Jugendarbeit investiert werden könnten.

Dass die Spinnereien einiger radikaler Ultras (oder wie man sie auch bezeichnen soll) eine neue Qualität erreicht haben und keine übertriebene Panikmache der Medien sind, zeigen die Vorgänge in der Kölner Fanszene. Dort haben Angriffe auf fahrende Reisebusse und die dort zuletzt praktizierte physische wie psychische Gewalt gegen Spieler die eigentlich so schöne Begeisterung für den Fußball pervertiert und die Hemmschwelle auf ein nie geahntes, höchst gefährliches Maß runtergedrückt.

Zum Glück scheinen die radikalen Kräfte in der Hannoverschen Fanszene noch nicht ganz so arg abgedriftet zu sein, aber die Unbelehrbarkeit von Einigen bei der Bengalo-Diskussion und diesem Mitleid erregenden Disput zu dieser blöde „Haarmann-Fahne“ (Egal, ob von der BILD initiiert oder nicht: Haarmann war ein Menschenschlächter, Vergewaltiger und Kannibale und sein Konterfei hat im Stadion einfach nix zu suchen, basta!!!) zeigt, dass radikale Teile der Hannoverschen Fanszene zwanghaft die Konfrontation suchen und sich hierbei auch nicht für die dämlichsten Sprüche und Aktionen zu schade sind. Ein Absinken in Kölner Verhältnisse ist von dieser Warte zwar noch nicht zwingend gegeben, aber durchaus vorstellbar.

Das traurigste ist, dass durch die aktuelle Eskalation des Themas, die Stimmung im Stadion insgesamt sehr angespannt sein wird. Die Ultras werden sich auf jeden Fall zu irgendwelchen Demonstrationen in Form von Bengalofeuer und diffamierenden Plakaten hinreißen lassen und so der Vereinsführung einen Grund mehr bieten, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, was auf beiden Seiten den Ton verschärfen wird. Der Fan, der ins Stadion geht, um sich an großen Sport und den tollen Erfolgen unserer Mannschaft zu erfreuen wird bedrückt diesem Treiben zuschauen und letztlich die von radikalisierten Ultras provozierten Maßnahmen über sich ergehen lassen müssen. Schade eigentlich, wie wir Fans uns von vielleicht 200 bis 300 Idioten (nicht von Martin Kind!) den Spaß verderben lassen müssen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Martin Kind - was nun....?
BeitragVerfasst: 05.09.2012 14:55 

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Roter Günther hat geschrieben:
...
Martin Kind ist von der Bild instrumentalisiert worden? Marvin, das glauben außer Dir nur wenige. Kind hat die Bild sicher ganz bewusst gewählt, um das Thema in die Köpfe möglichst vieler Menschen zu blasen. Das ist ihm sicher gelungen. Du wirst es erleben, dass Kind die Bild auch weiterhin nutzen wird, um seine Botschaften unters Volk zu bringen und die Interessen des Vereins zu wahren. Der "sprachbegabte Papagei" hat sich gegen die DFL durchgesetzt und er wird sich auch gegen die Pseudofans durchsetzen.

Martin Kind benutzt für die Interessen des Vereins die BILD? Aktuell bringt er damit ja sehr viel Ruhe in den Verein, oder wie? So wie in der Vergangenheit, wenn die ihm ein Mikro unter die Nase gehalten haben. Schon klar. Und das in der Öffentlichkeit ein undifferenziertes Bild der Anhänger mit ausschließlich negativen Eigenschaften durch die Medienlandschaften geistert, ist bestimmt auch total gut für 96. Ach ne, da sind ja die Arschlöcher schuld dran, die alle weg müssen.
Und dass Martin Kind erstritten hat, dass Investoren Fußballvereine übernehmen dürfen, hältst du für ein positives Beispiel seines Wirkens?


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 Betreff des Beitrags: Re: Martin Kind - was nun....?
BeitragVerfasst: 05.09.2012 15:09 
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Discostu hat geschrieben:
Dass der Spruch Mist daneben war, da gibt es keine zwei Meinungen. Aber dass hier einerseits der Boulevard mit ähnlichen Methoden arbeitet, und andererseits mit einer moralischen Hysterie reagiert finde ich schwer verlogen.

So sollte auch eine Zeitung eigentlich als Vorbild eine andere Einstellung vorleben. Andererseits darf man sich nicht wundern, wenn heranwachsende Jugendliche sich von so einer Berichterstattung anheizen lassen und übele Beschimpfungen als legitm erachten.


Da hat du ja recht, aber die verlogenere der beiden Seite kann doch nicht diejenige sein, die normale moralische Vorstellungen bevorzugt, sondern doch eher die Seite, die mit den schmierigsten Journalistentricks Fußballfans aufhetzt, die eigentlich auf der gleichen Seite stehen sollten.

Trotzdem, so merke ich an mir selber, wird dem Thema zuviel Raum gegeben auf einer hitzigen Ebene, auf der es keine Lösungsansätze gibt. Ich befürchte nur, dass gerade ein Zug in Gang gesetzt wird, der sich nur noch schwer stoppen läßt und für die meisten vorwiegend Nachteile mit sich bringen wird.

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 Betreff des Beitrags: Re: Martin Kind - was nun....?
BeitragVerfasst: 05.09.2012 15:12 
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marVin hat geschrieben:
Und dass Martin Kind erstritten hat, dass Investoren Fußballvereine übernehmen dürfen, hältst du für ein positives Beispiel seines Wirkens?

Das ist sogar ein sehr positives Beispiel seines Wirkens. Dadurch ist es eben nicht jedem Investor möglich einen Fußballverein zu übernehmen, sondern es ist an einige Bedingungen geknüpft, wie zum Beispiel, das der Investor vorher 20 Jahre lang den Verein unterstützt haben muss. Die 50 + 1 Regel wurde auch nicht abgeschaft sondern modifiziert. Diese Veränderung führt dazu, das wir ein paar Investoren mehr haben, die den Bau eines modern Nachwuchsleistungszentrum ermöglichen. Also ich finde das positiv!


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 Betreff des Beitrags: Re: Fanszene Hannover
BeitragVerfasst: 05.09.2012 15:13 
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Noch ein Herr Rossi... :mrgreen:

Meinst du, es ist sinnvoll, ein und denselben Beitrag in verschiedenen Threads zu plazieren? Wir haben noch mehr Themenbereiche. Nur zu. :oops:

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 Betreff des Beitrags: Re: Martin Kind - was nun....?
BeitragVerfasst: 05.09.2012 15:33 
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Martin Kind äußert sich bei Sport1 heute über die Misslage der möglichen Rechtsverfolgung.

Zitat: "In Wolfsburg haben vielleicht 100, 150 den Spruch minutenlang mitgesungen, wie will man da angehen?"


Also erstmal sollte er ein bisschen mehr Realismus in die Aussagen bringen. Es war so glassklar im TV zu hören, dass waren vielleicht 2000 aber keine 150.

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 Betreff des Beitrags: Re: Martin Kind - was nun....?
BeitragVerfasst: 05.09.2012 15:34 
Roter Günther hat geschrieben:
Wenn das so weitergeht läuft alles aus dem Ruder? Das ist es doch schon längst, wenn die Fan-Minderheiten sich nicht an die Regeln halten. Wie lange versucht Kind schon, die Fan-Minderheiten zur Aufgabe Ihres Fehlverhaltens zu bewegen? Haben Reden, Stadionverbote, Regressforderungen irgendwas bewirkt? Nein! Komischerweise ist MK jetzt der Bösewicht. Da werden Tatsachen völlig verdreht.

Man muss nicht in Wikipedia rumklicken, um weitere Infos über Haarmann zu bekommen. Es ist einfach nur geschmacklos solche Fahnen zu hissen. Haarmann ist keine Ikone sondern ein Massenmörder. Dass das Zeigen der Haarmannfahne in Hannover schon seit 2006 möglich ist, finde ich sehr bedauerlich. Viel zu lange haben Fußballvereine dem Treiben der Fan-Minderheiten zugeschaut, haben deren Fehlverhalten verharmlost und verniedlicht. Das sich die Fan-Minderheiten nun erregen wundert mich nicht. Glauben sie auch dem Nichtstun der Vereine ein Gewohnheitsrecht ableiten zu können.

Jeder der Kind als den Bösewicht hinstellt, sollte sich mal hinterfragen, wo das Fangebahren einiger weniger Unbelehrbarer noch hinführen soll? Ist das Ende der Fahnenstange nicht schon längst erreicht, wenn Spieler bedroht und Fanbusse überfallen werden? Die armen Fans fühlen sich eingeengt. Diejenigen, die die Ursache des Übels sind, fühlen sich diskriminiert. So was nennt man wohl Parallelwelt, in der Fan-Minderheiten meinen sie könnten tun und lassen was sie wollten, obwohl sie dem Verein und damit dem ganzen Fußball schaden. Haben sich die Fans nicht vehement gegen englische Verhältnisse ausgesprochen? Aktuell sind es die Fans, die durch ihr Fehlverhalten englische Verhältnisse ermöglichen werden, nämlich dann, wenn Vereine von der Politik gezwungen werden, die Stehplätze abzuschaffen und die Vereine gezwungen sein werden, den Fanmob durch hohe Eintrittspreise aus den Stadien fernzuhalten. Das durch saftige Preiserhöhungen gerade die ordentlichen Fans betroffen sein werden, die finanziell nicht so gut betucht sind, bedauere ich zutiefst. Allerdings merke ich an, dass von den normalen Fans keine Lösungsmöglichkeiten vorgeschlagen werden. Ein "Weiter so" wird es mit Kind nicht geben. Das ist auch gut so.

Fans die beklagen, dass Kind die Fans in Sippenhaft nimmt, dürfen sich gern überlegen, was sie selbst zur Verschärfung der Situation beitragen, wenn sie Straftätern Unterschlupf in Ihrer Gruppe gewähren. Fans geben doch immer alles für ihren Verein. Bei Zivilcourage hört die Hingabe anscheinend auf.

Es ist nicht Martin Kind. der Öl ins Feuer kippt. Das machen die Fans schon seit Jahren ganz alleine. Die Ursache allen Übels sind außer Kontrolle geratene Fußball-Anhänger. Sie selbst haben es in der Hand, weiteren Repressalien ausgesetzt zu sein und 96 nur noch vor der Sky-Glotze sehen oder mit anderen Fans 96 im Stadion erleben zu können.

Martin Kind ist von der Bild instrumentalisiert worden? Marvin, das glauben außer Dir nur wenige. Kind hat die Bild sicher ganz bewusst gewählt, um das Thema in die Köpfe möglichst vieler Menschen zu blasen. Das ist ihm sicher gelungen. Du wirst es erleben, dass Kind die Bild auch weiterhin nutzen wird, um seine Botschaften unters Volk zu bringen und die Interessen des Vereins zu wahren. Der "sprachbegabte Papagei" hat sich gegen die DFL durchgesetzt und er wird sich auch gegen die Pseudofans durchsetzen.



Gefällt mir gut, :nuke:


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 Betreff des Beitrags: Re: Fanszene Hannover
BeitragVerfasst: 05.09.2012 15:40 
"
carpaccio hat geschrieben:
Noch ein Herr Rossi... :mrgreen:

Meinst du, es ist sinnvoll, ein und denselben Beitrag in verschiedenen Threads zu plazieren? Wir haben noch mehr Themenbereiche. Nur zu. :oops:
"



Hallo Signor Rossi, Willkommen, viel Spaß noch im Forum, lasse dir Zeit, du wirst dich schon hier zurechtfinden. :wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: Martin Kind - was nun....?
BeitragVerfasst: 05.09.2012 16:08 

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marVin hat geschrieben:
[
Martin Kind benutzt für die Interessen des Vereins die BILD? Aktuell bringt er damit ja sehr viel Ruhe in den Verein, oder wie?


Stimmt. Er hätte freudig vor die Kameras treten sollen und strahlen: "Das sind UNSERE Fans. Kommt zu uns. In Hannover sind wir alle so..."

Im Interview mit dem Boulevard hätte er dann auch gerne was über eine Arbeit im Sauna-Club und das Angebot sexueller Dienstleistungen unserer Kanzlerin äussern können...

oder sachlicher.
Zum Beispiel anmerken, dass Pyros zwar verboten sind, aber einfach irre toll aussehen, wenn Sicherheitskräfte fackeln (da war doch mal was?)

Im übrigen war der Böller in Fallersleben bombe. Super getimed und hat noch nichtmal jemanden verletzt...

Die Polizeipräsenz rund ums Stadion am Donnerstag war doch auch völlig überzogen. War doch alles nur Ausdruck von Emotionen. Ist halt Männersport. Kein weichgespültes Hallen-halma...
Wer da keinen Bock drauf hat, kann ja so früh, wie ich da sein. Dann gibts nur die Erfahrungsberichte via Facebook und Handy...

Der Kind benimmt sich aber auch grad wie ein Arschloch...

Es wär ja schön, wenn sich die angesprochenen einfach nur 1,5 Wochen drüber aufregen würden und sich danach mal benehmen könnten. Ich würde aber eher meine Euro - League Tickets darauf verwetten, dass am nächsten Samstag die passende Antwort gegeben wird. Bleibt nur zu hoffen, dass es bei einem dummen Transparent bleibt. Oder es in den Blöcken genug Fans gibt, die an einer weiteren Eskalation kein Interesse haben und akzeptieren, dass einige aus ihren Reihen einfach mal eine längere Pause wünschen...
Auf Fussball im Hochsicherheitstrakt, flankiert von einer Hundertschaft Schildkröten hab ich auch keinen Hunger!

Kann doch nicht so schwer sein, sich "zu Besuch" auch entsprechend zu benehmen?!?

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 Betreff des Beitrags: Re: Fanszene Hannover
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Discostu hat geschrieben:
Ein sehr guter Blogbeitrag dazu.
Aber Differenzieren wird offenbar ziemlich überbewertet.




Zitat:
Dann muss man sich auch weniger über blöde Gesänge oder dummes Geschreibsel ärgern. Dann kann man sich wieder mehr über über fantastische Spielzüge und sensationelle Siege freuen.


War wirklich sehr lesenswert, danke für den Link ! :nuke:

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 Betreff des Beitrags: Re: Martin Kind - was nun....?
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Zitat:
Kind im SID-Interview: "Da müssen wir prüfen, inwiefern wir Strafen und Stadionverbote aussprechen können, ohne dass man es im Einzelfall zu einhundert Prozent beweisen kann."


Alleine das beendet für mich eine Diskussion um Kind und sein Verständniss von Recht und Unrecht und zum Thema Umgang mit den Fans.


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