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 96-Fans gegen Rassismus Moderations-Bereich
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 Betreff des Beitrags: Re: 96-Fans gegen Rassismus
BeitragVerfasst: 02.02.2012 19:52 
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Zuallererst:
MarVin, ich habe deine PN bekommen, deine Wortwahl und der Inhalt dieser bestärken mich nur in dem, was ich dir hier in diesem Thread vorgeworfen habe.
Ich bin kein nachtragender Mensch. Vergangene Dispute haben nichts mit dem hier zu tun. Ich finde es nur schade, dass du dich nach deinen haltlosen Vorwürfen mir gegenüber aus diesem Thread zurückziehst. Daher hab ich das als "zur Kenntniss genommen" hier geschrieben, und dich nicht mit einer PN bedacht.
Ich hatte euch vorgeschlagen, bei nem Bierchen einen lockeren, vernünftigen Plausch zu halten. Ihr wolltet nicht.
Ich hab euch gebeten, meine Aussagen objektiv zu betrachten... Ihr tut es nicht.
Wenn Kuhburger das komprimiert niederschreibt, was ich einen Post vorher umschrieben habe, gibt es für ihn Lob, ich werd beschimpft... Ihr seid tolerant und weltoffen??
Aber egal, ich habe keine persönliche Fehde auszutragen, noch will ich euch in irgendeiner Art beleidigen. Das ist nicht mein Stil.

Back to topic.

Wir sehen, in welche "Regionen" das hier ausartet. Es ist ein sehr komplexes und sensibles Thema, was man nicht an einer Gruppe oder einen Sachverhalt festmachen kann.

Mir fällt auf, das viele Leute gegen "Gewalt von Rechts" sind.. Seid ihr nur dagegen, oder gegen Gewalt im Generellen?
96HD hat geschrieben:
Ich finde es ganz wichtig, dass sich die Gesellschaft geschlossen gegen rechte Gewalt stellt und sich für das Thema weiter sensibilisiert.

(Sorry, dass ich dich zitiert habe, du hast es danach umschrieben, aber ich war zu faul weiter zurückzublättern)

Ihr seid gegen "Nazis" im Stadion. Seid ihr generell gegen Personen mit patriotischer, oder rechter Einstellung im Stadion, oder nur gegen die, die Parolen schreien und Symbole verwenden?
Das ist ein himmelweiter Unterschied! Es interessiert mich, weil wir ja wie schon erwähnt Gesetze in diesem Land haben, aber solche Kampagnen, wie auf Seite 1 erwähnt und von Mods gutgeheißen, auch weitreichender sind, wie ich es beschrieben habe.

@ yeswecan:
Vor ca 3 Jahren gab es hier einmal einen ähnlichen Disput, wo ich mich wahrscheinlich sehr lapidar ausgedrückt habe, was mir zum Verhängnis wurde. Selbst revidieren bzw klarstellen brachte nichts, da man ein "Opfer" gefunden hatte. Später haben dann andere Personen den Unmut auf sich gezogen und wurden kurz und mittelfristig so weit provoziert, bis man sie bannen konnte....
Daher bin ich erzürnt, wenn man nicht mit mir redet, sondern ich behandelt werde, wie in diesem Thread! Und das von Mods.
Ich stelle sogar die These auf: Würde ich mich unter anderem Namen anmelden, ein antifaschistisches Avatar nutzen, Discostu's Sig nutzen und 3mal "clever" über 96 reden, würde ich Mod werden.
Das kann es nicht sein!!!


Ich habe, und dabei bleibe ich, schon oft gesagt, dass ich es nicht schön finde, wenn Sport für Politik mißbraucht wird. Daher mag ich es nicht, wenn einzelne Gruppen (egal wie böse sie sind!) über den Sport diskriminiert sind.
Es wird geradezu zur Gewalt aufgerufen. Überall wird der Eindruck vermittelt, dass jeder "Rechte" ein Killer ist. Vor jedem Nati-Spiel wird vorgelesen, wie sehr man GEGEN Diskriminierung und Ausschluß von Randgruppen ist..
Aber der Sport und ihr, ihr macht es selber!
Es heißt doch immer, Sport verbindet, Fußball macht Freunde und Freude.
Warum nicht diese bitterbösen Randgruppen über den Sport integrieren. Ihnen zeigen wie schön ein gemeinsames miteinander ist..
Warum?

Entweder geht es nicht... was ja schade wäre, weil dann die ganze Friede-Freude-Eierkuchenwelt eine Farce ist, oder ihr wollt nicht, was euch zu genauso bösen Menschen macht!

Denkt nach ;)

karibik hat geschrieben:
Solche Typen will ich nicht im Stadion sehen, gerade weil ich mir einbilde, ein toleranter Mensch zu sein!

Wow, just wow..

@ Maxy:
Die Befürchtung habe ich auch. Deshalb mag ich ja dieses pauschalisieren nicht, was hier permanent betrieben wird.
Und danke, dass du das geschrieben hast.. mich würde man steinigen...

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 Betreff des Beitrags: Re: 96-Fans gegen Rassismus
BeitragVerfasst: 02.02.2012 20:14 
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Willi hat geschrieben:
Seid ihr generell gegen Personen mit patriotischer, oder rechter Einstellung im Stadion, oder nur gegen die, die Parolen schreien und Symbole verwenden?

Also ich kann nur für mich sprechen, aber ich bin gegen jede Art und Form von Rassismus und Gewalt. Ich mache da keine Unterschiede in irgendwelche Richtungen (links, rechts, oben, unten, Mitte).
Patriotismus an sich ist für mich erst einmal keines von beiden. Aber das ist zum Glück auch keine Straftat. Daher schrieb ich:

Jegliche Unterstützung des Staates bei der Aufspürung von Extremisten oder Straftätern (das meine ich jetzt generell) ist völlig legitim und stellt für mich zugleich sogar eine gesellschaftspolitische Aufgabe für alle in einer Demokratie dar.

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André Gide


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 Betreff des Beitrags: Re: 96-Fans gegen Rassismus
BeitragVerfasst: 02.02.2012 20:29 

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Patriotismus ist doch völlig ok. Neonazis sind übrigens in meinen Augen keine Patrioten.

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 Betreff des Beitrags: Re: 96-Fans gegen Rassismus
BeitragVerfasst: 02.02.2012 20:35 

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Maxy1896
Das sind wohl leider die unangenehmen Tatsachen, die gerne ausgeblendet werden. Gut erinnern kann ich mich auch an die letzte WM, zu der es auf indymedia eine bundesweite Aktion gab, von den Autos der Fans Deutschland-Fahnen zu entfernen. Eine Anleitung zur geräuschlösen Zerstörung der Scheibe bei eventuellen Schwierigkeiten bei der Entfernung der Fahne gab es gleich mit. Das ganze war ein Wettbewerb, die fleissigsten Fahnensammler sollten wohl prämiert werden.
Ne, klare Kante gegen rechts-und aber auch linkskriminelle. Wer hier auf einem Auge blind ist oder sich durch ignorieren oder bagatellisieren seine kleine heile Welt schönredet, macht sich mitschuldig.


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 Betreff des Beitrags: Re: 96-Fans gegen Rassismus
BeitragVerfasst: 02.02.2012 21:21 

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@ Willi: so schlecht argumentierst Du doch gar nicht. Von den Mods kamen ja mehr Reflexe, von Dir sehr lange Begründungen für Deine Sichtweise.

Denunziation ist in der Tat eine typische Nazimethode gewesen (Leute dadurch vogelfrei machen, ohne rechtliche Prüfung Adressen, Fotos o.ä. veröffentlichen, ihnen ein Stigma verpassen usw.).

Noch überzeugender würde Deine Argumentation aber, wenn Du irgendwo mal etwas über die Mordserie des NSU mit einfließen lassen würdest. Mit der offenbar vorhandenen Rechtsblindheit unserer Ermittlungsbehörden über mehr als ein Jahrzehnt.

Und wenn Du noch mal ne Stufe überzeugender argumentieren willst, laß noch etwas von den Opfern brauner Gewalt mit in Deine Argumentation mit eingehen. Es waren in Deutschland mindestens 6 Millionen oder mehr, die von rassistisch und national denkenden Menschen vergast, verhungert, erschossen, aufgehängt oder auf Märschen in den Tod getrieben wurden.

Dann wirst Du auch die Reflexe der Mods hier besser verstehen.


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 Betreff des Beitrags: Re: 96-Fans gegen Rassismus
BeitragVerfasst: 02.02.2012 21:36 
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Willi: Wenn Du anfängst, vernünftig zu argumentieren, anstatt hier absolut indiskutable Vergleiche aufzustellen, können wir gern über Dinge reden. Vorher macht es so keinen Sinn.

Was mich halt befremdet, ist die Art, wie Du hier "die Sache" zu verteidigen versuchst. Da werden, wie gesagt, Vergleiche angestellt, wie man sie sonst nur aus rechtsextremer bzw. rechtspopulistischer Ecke bekommt. Na, klar, jetzt wollen wir Dich in irgendeine Ecke schieben. Nein, das wollen wir nicht. Aber Du manövrierst Dich selbst mit solchen Vergleichen wie "Pogrom" in eine bestimmte Ecke. Wie gesagt, dieser Vergleich ist völlig indiskutabel, unpassend und eine himmelschreiende Verharmlosung von Nazi-Verbrechen.

Das bringt uns hier in der Diskussion nicht weiter.

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 Betreff des Beitrags: Re: 96-Fans gegen Rassismus
BeitragVerfasst: 03.02.2012 10:01 
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Ich werd gern zu den Posts eurerseits Stellung nehmen. Die Früh- und Mittagspause reichen dafür nicht aus. Da ich sehr sehr spät heim komme, werde ich morgen dazu antworten.
also nicht wundern.

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 Betreff des Beitrags: Re: 96-Fans gegen Rassismus
BeitragVerfasst: 03.02.2012 10:03 

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Willi hat geschrieben:
MarVin, ich habe deine PN bekommen, deine Wortwahl und der Inhalt dieser bestärken mich nur in dem, was ich dir hier in diesem Thread vorgeworfen habe.
Ich bin kein nachtragender Mensch. Vergangene Dispute haben nichts mit dem hier zu tun. Ich finde es nur schade, dass du dich nach deinen haltlosen Vorwürfen mir gegenüber aus diesem Thread zurückziehst. Daher hab ich das als "zur Kenntniss genommen" hier geschrieben, und dich nicht mit einer PN bedacht.
Ich hatte euch vorgeschlagen, bei nem Bierchen einen lockeren, vernünftigen Plausch zu halten. Ihr wolltet nicht.


Wie du hier mit einer PN umgehst, mag ich nicht kommentieren. Über die Art und Weise kann sich jeder sein eigenes Bild machen. Hier der genaue wortlaut:

marVin hat geschrieben:
Betreff: 96-Fans gegen Rassismus

Willi hat geschrieben:
"Schade das ihr trotz allgegenwärtiger Bessewisserei und Großspurigkeit nichtmal auf ein mögliches Gespräch eingegangen seid. Aber das zeigt ja alles..."

"OK, und anstatt diesen dämlichen Satz hinzuschreiben…"

"Ich finde das erbärmlich, beleidigend und eines Mods nicht würdig.
Sowohl du, MarVin, als auch discostu verweigern Diskussionen, ertragen keine Kritik, Sperren sich gegen Aussprachen, sondern versuchen verbohrt und tunnelblickartig ihre ansichten durchzudrücken.
Leider habt ihr eine Engstirnigkeit an euch, die es euch anscheinend unmöglich macht, objektiv zu bleiben!"


In aller Freundlichkeit. So langsam ist es gut mit deinen persönlichen Anmachen, haltlosen Unterstellungen und zusammengequirltem Unfug irgendwelcher Forderungen. Und grundsätzlich habe ich überhaupt keinen Bock mich mit jemanden "auszusprechen" der mich die ganze Zeit blöde anmacht. Mal davon losgelöst dass du mich in der Vergangenheit bereits als unfreundlichen Typen abgestempelt hast, den du nicht magst. Vielleicht ist da auch der Ursprung deines Verhaltens mir gegenüber zu finden.

Damit ist dieser Firlefanz meinerseits auch gut. Du kannst mir gerne eine PN schreiben und dich auskollern, aber bitte nicht mehr im Thread, wenn es dir lediglich darum geht mich anzumachen.

Gruß
marVin


Zum einen bin ich es leid von dir persönlich angegangen zu werden. Und zum anderen wollte ich gerne diesen persönlichen Disput aus dem Thread raus haben. Versuch macht kluch, sach ich mal.

Ich werde diesbezüglich nicht weiter auf deine Kommentare eingehen. Ich wollte das nur noch kurz richtig darstellen.

Und ich bin froh, dass ich mich so klar und deutlich von dir und deinen Beiträgen distanziert habe. Dinge umzudrehen und zu verwursteln kann ich bei diesem Thema nicht nachvollziehen. Bzw. schon, aber da soll sich jeder sein eigenes Bild machen.

Ich sage es nochmals klar und deutlich: Ich habe kein Bock auf Nazis! Und ich habe keinen Bock auf Leute die versuchen etwas zu verwässern und zerreden oder sogar umzudrehen.


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 Betreff des Beitrags: Re: 96-Fans gegen Rassismus
BeitragVerfasst: 03.02.2012 10:13 
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Ja, jeder kann deine PN lesen, meine Stellungnahme dazu
Dazu kann sich jeder sein eigenes Bild machen.

Lustigerweise bist du der, der wieder was unterstellt, der versucht Leuten "Gedanken in den Kopf zu projizieren", damit sie auf jeden fall den eindruck von mir gewinnen, den du versuchst über mich herzustellen.
[quote="MarVin]Ich sage es nochmals klar und deutlich: Ich habe kein Bock auf Nazis! Und ich habe keinen Bock auf Leute die versuchen etwas zu verwässern und zerreden oder sogar umzudrehen.[/quote]
Was nicht viel mehr bedeutet, als dass ich ein Nazi bin, und versuche die grausame Wahrheit schönzureden.

Wenn du das wirklich denkst, bin ich mehr als froh, wenn du dich aus der diskussion zurückziehst und irgendwo schmollst.
Ich bin es nämlich auch leid, gegen eine Wand zu reden, deren Echo so verzerrt ist, dass die eigentlichen Worte nichtmehr enthalten sind.

PS: Ich hab dich nie persönlich angegangen, da ich mich nicht auf dein Niveau herablassen wollte.

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 Betreff des Beitrags: Re: 96-Fans gegen Rassismus
BeitragVerfasst: 03.02.2012 10:59 

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Ich finde wir sollten mal kurz klarstellen, dass "rechts" zu sein nicht automatisch bedeutet, dass man ein Nazi oder ein Neonazi ist. Genausowenig wie "links" zu sein bedeutet, dass man ein Kommunist ist. In unserer Verfassung sind politische Vorstellungen links oder rechts der Mitte durchaus zugelassen und geschützt, solange man sich auf dem Boden des Grundgesetzes befindet. Gut. Soviel dazu.

Wenn wir hier über Neonazis reden, dann sprechen wir über Personen, die bereits durch Gewaltausübung, Einschüchterung und diverse Straftaten auffällig geworden und häufig einschlägig vorbestraft sind. Zwar neigt man reflexhaft dazu, rechtes Gedankengut genau in diese Ecke zu stellen, dass ist aber nicht in allen Fällen korrekt. Nun versäumen es allerdings auch Vertreter eher rechten Gedankenguts regelmäßig, sich angemessen von der gewaltbereite Szene zu distanzieren (vielleicht weil man sie als nützliche Idioten nochmal brauchen könnte?!).

Wie auch immer. Eben diese fehlende Distanzierung schafft für die gewaltbereite, rechte Szene Grauzonen, die sie als Übergänge zu anderen gesellschaftlichen Gruppen nutzen. An diesen Übergängen können Infiltration und Neugewinnung weiterer "Kameraden" stattfinden.

Es sind diese Grauzonen, die unserer besonderen Aufmerksamkeit bedürfen. Daher ist die Berichterstattung darüber (hier zum Thema Neonazis/Fanszene), die Anlaß für unsere Diskussion war, vielleicht nicht perfekt recherchiert aber gleichwohl wichtig.

Willi möchte ich in einem Punkt ausdrücklich recht geben: Wenn man Grenzen zieht, sollte man darauf achten, dass man im Eifer des Gefechts nicht viele Unentschlossene mit ausgrenzt und gewissermaßen in die Arme der Neonazis treibt.

Allerdings bin ich nicht der Meinung, dass der richtige Weg hierzu darin besteht, dass man öffentlich zugängliche Informationen nicht nutzt und damit letztlich öffentliche Aufklärung hintertreibt.

Der richtige Weg kann nur sein, alle verfügbaren Informationen einer möglichst großen Zahl von Menschen - und im vorliegenden Fall - möglichst vielen Fans zugänglich zu machen.

Aufklärung war schon immer der richtige Weg in einer demokratischen Gesellschaft. Wir sollten hier nicht anfangen rumzuwulffen. :mrgreen:

Was Willi und andere persönlich angeht, möchte ich an dieser Stelle erklären, dass ich ihre Ansichten respektiere und sie nicht automatisch als Anhänger der Nazi-Ideologie einordne. - Allerdings ziehe ich für mich persönlich engere Grenzen innerhalb derer ich argumentiere.

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 Betreff des Beitrags: Re: 96-Fans gegen Rassismus
BeitragVerfasst: 03.02.2012 11:03 
✝ Unvergessen
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Es geht hier aus meiner Sicht um (mögliche) Unterwanderungsversuche der Nazis in der Nordkurve, es geht um die Prüfung des Sachverhalts durch die Behörden und es geht nicht zuletzt darum, was die rote Anhängerschaft beitragen könnte, um dem braunen Treiben Einhalt zu gebieten. (Zum Beispiel durch Aufklärung und klare Positionierung. In der Südkurve hängt ja seit Jahr und Tag das Banner „96-Fans gegen Rassismus“.)

Nicht mehr - und nicht weniger.

Nazis heute leugnen die Verfolgung und den industriell organisierten Massenmord in der NS-Zeit,
Nazis heute morden weiter.

Ich weiß wirklich nicht, was mit diesen Leuten zu diskutieren wäre.

Null Toleranz.


Wissenschaftlich oder politisch fundierte Debatten unter Demokraten über verschiedene demokratietheoretische Ansätze, Unterschiede zwischen der Weimarer Verfassung und dem Grundgesetz, die Totalitarismustheorie, weitere Theorien zum Faschismus und Stalinismus oder Theorien zur physischen und strukturellen Gewalt
- finde ich grundsätzlich hochspannend, wirken jedoch in diesem konkreten Fall nicht nur nicht zielführend, sondern erwecken den Eindruck, als handele es sich um Ablenkungsmanöver. Nochmal: Hier geht es um die Vorkommnisse, die durch den HAZ-Artikel bekannt geworden sind und mögliche Schlussfolgerungen.

Vielleicht sollte man das Ganze trennen und für die Theorie-Diskussionen einen Extra-Thread aufmachen. (Das würde allerdings die Grenzen eines Fußballforums mindestens berühren.)

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„Dass wir den Aufstieg nicht schaffen, wird nicht passieren." Martin Kind


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 Betreff des Beitrags: Re: 96-Fans gegen Rassismus
BeitragVerfasst: 03.02.2012 11:05 

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:nuke: ElFi

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 Betreff des Beitrags: Re: 96-Fans gegen Rassismus
BeitragVerfasst: 03.02.2012 11:26 

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@ Junge, Junge, Kuhburger. Da muß ich dich ja mal richtig loben. Ein gutes Statement.
Geistig reif und gesellschaftlich kompetent. Damit kannst du behaupten, dass du andere Akteure in diesem Strang ganz klar im Rückspiegel siehst.
Sieht aus wie das perfekte Bewerbungsschreiben um eine Moderatorenstelle. Naja, dann könnte man vermuten, dass wichtige Dinge nicht infolge Tunnelblick Zukunftstechnologie im Forum bleiben. Wenn du verstehst, was ich meine. :idea:


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 Betreff des Beitrags: Re: 96-Fans gegen Rassismus
BeitragVerfasst: 03.02.2012 12:58 

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Zuviel der Ehre, B.i.S.C. :oops:
Für ein Mod-Job halte ich mich für nicht qualifiziert, nur um das mal zu sagen.

Die Frage die mich nun aktuell interessiert ist, mit welchen Strategien man Vermischungen/Anbiederungen oder, wie ElFi sagt, Unterwanderungen der Fanszene von politischen Brandstiftern (gleich welcher Couleur im Zweifel) unterbinden kann?

Werden die Fangruppen hier evtl. nicht sogar unvorbereitet betroffen? Wie weit ist das fortgeschritten? Wie kann man helfen?

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 Betreff des Beitrags: Re: 96-Fans gegen Rassismus
BeitragVerfasst: 03.02.2012 14:02 

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@Kuhburger
Du bringst die Diskussion zurück zu Pudels Kern, gut so. Du sprichst von verhindern, dass wird nicht gelingen. Es wird immer so sein, dass sich Menschen Gedanken um ihre Situation machen. Ursachen erzielen Wirkungen, so gesehen schafft sich jede Gesellschaft ihre Problemfälle selbst. Für die Lösungen ihrer Probleme werden sich Menschen immer zugegenermaßen im Rahmen ihrer intellektuellen Fähigkeiten politische Problemlösungen wünschen und diese natürlich im politischen Spektrum suchen. Also in der Mitte und links und rechts davon.
Grundsätzlich ist dies auch gut so, dies nennt sich Demokratie und Meinungsfreiheit und nur dies kann für mich die erstebenswerte Basis einer Gesellschaft sein. Niemand darf wegen seiner politischen Überzeugung ausgegrenzt oder diffamiert oder stigmatisiert werden.
Jetzt bekommt die Platte einen Sprung, dies hatte ich schon geschrieben. Wehren muß sich eine Gesellschaft gegen Kräfte an beiden politischen Rändern, die sich durch das Nichtbeachten zivilisatorischer Regeln (nenn es meinetwegen auch Gesetze) vorsätzlich außerhalb dieser Gesellschaft bewegen.
Hier muß man ganz deutlich unterscheiden. Linkes oder rechtes Gedankengut kann eine Gesellschaft aushalten. Wird aber versucht, linkes oder rechtes Gedankengut mittels Gewalt durchzusetzen oder zu verbreiten, muß eine Gesellschaft dagegen eine Klare Kante zeigen. Das Strafgesetzbuch bietet hier Lösungen: verbale Gewalt ist beispielsweise als Bedrohung oder Nötigung sanktionsfähig, eine Sachbeschädigung ist eine Sachbeschädigung, eine Körperverletzung eine Körperverletzung, ein Mord ein Mord.
Ich wünsche hier keine amerikanischen Zustände in einer Strafzumessung, die Sanktionsmöglichkeiten unseres Strafgesetzbuches reichen vom möglichen Strafrahmen m.E. nach völlig aus.
Ich gebe allerdings zu, dass ich mir doch wünsche, dass ein möglicher Strafrahmen von unseren Gerichten doch häufiger ausgeschöpft werden sollte. Ein böser, böser Gedanke, der doch rechts der Mitte einzuordnen ist. Ein Heer von Profiteuren der Resozialisierungsindustrie wird dagegen angehen, dies interessiert mich aber gar nicht. Ich gehe auch nicht bei Rot über die Ampel, um den Chirurgen nicht arbeitslos werden zu lassen.


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 Betreff des Beitrags: Re: 96-Fans gegen Rassismus
BeitragVerfasst: 03.02.2012 14:36 

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Born in Sarstedt City hat geschrieben:
... Es wird immer so sein, dass sich Menschen Gedanken um ihre Situation machen. Ursachen erzielen Wirkungen, so gesehen schafft sich jede Gesellschaft ihre Problemfälle selbst. Für die Lösungen ihrer Probleme werden sich Menschen immer zugegenermaßen im Rahmen ihrer intellektuellen Fähigkeiten politische Problemlösungen wünschen und diese natürlich im politischen Spektrum suchen. Also in der Mitte und links und rechts davon.
Grundsätzlich ist dies auch gut so, dies nennt sich Demokratie und Meinungsfreiheit und nur dies kann für mich die erstebenswerte Basis einer Gesellschaft sein. Niemand darf wegen seiner politischen Überzeugung ausgegrenzt oder diffamiert oder stigmatisiert werden. ...

Das ist mir zu allgemein. Ich kann mir kaum vorstellen, dass Neonazis Leute rekrutieren können, wenn diese sich ernsthaft Gedanken um ihre Situation und allgemeine politische Ansichten machen.

Im vorliegenden Fall haben wir doch offensichtlich den Versuch der Infiltrierung von Fangruppen über den Fussball. Da spielen doch die genannten Überlegungen vermutlich erstmal gar keine Rolle. Man macht Party zusammen. Alles andere ergibt sich dann. Da können wir uns in geistigen Ergüssen ergehen, während sich die Faschos 'nen Ast lachen. Lecker Bier, gemeinsam Fussball erleben, Party machen können wir nicht intellektuell kontern.

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 Betreff des Beitrags: Re: 96-Fans gegen Rassismus
BeitragVerfasst: 03.02.2012 14:49 
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Ohne die polemischen Beiträge einiger mods wäre das ein richtig, richtig guter Thread. Unabhängig wie man zu den einzelnen Beiträgen inhaltlich steht, so sind sie doch alle lesenswert.

Danke an

Kuhburger, Born am Holztor ;-)), Willi,Elfi,tauri


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 Betreff des Beitrags: Re: 96-Fans gegen Rassismus
BeitragVerfasst: 03.02.2012 15:12 

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Kuhburger
Mit dem von dir vorgebrachten Beispiel bestätigst du doch die Aussage in meinem zweiten Satz. Es wird nicht gelingen, du bringst als Beispiel Bier und Party und gemeinsam Fussball (oh Gott, habe ich fürs Wochenende auch eingeplant). Andere Beispiele gibt es auch. Ursachen erzielen Wirkungen. Jemand aus meinem Verwandtenkreis hat als 14 jähriger noch stramm CDU-Plakate abgerissen, als 19 jähriger trifft er sich immer häufiger mit Skins, weil er sich in dieser Gruppe Schutz verspricht, nachdem er 3 mal von .......(politisch nicht korrekt) ausgeraubt oder auf neudeutsch abgezogen wurde.
Weil es nicht gelingen wird, kann ich mich nur wiederholen. Zumindest die Auswüchse und ein abgleiten in die Kriminalität müssen verhindert werden.
Ich will mal Winston Churchill zitieren: Wer mit 20 nicht Sozialist ist, hat kein Herz. Wer es mit 30 noch ist, hat keinen Verstand.
Es ist zu hoffen, dass Rechte auch zu solchen Paradigmenwechseln fähig sind.

@ Weltraumvagabund, das ist ja fast eine galaktische Sicht auf die Dinge :mrgreen:


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 Betreff des Beitrags: Re: 96-Fans gegen Rassismus
BeitragVerfasst: 03.02.2012 16:54 
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Picard: Danke für die Blumen. Von Dir habe ich auch keine anderen erwartet. :wink2: :nuke:

Born in Sarstedt City hat geschrieben:
@Kuhburger
Du bringst die Diskussion zurück zu Pudels Kern, gut so. Du sprichst von verhindern, dass wird nicht gelingen. Es wird immer so sein, dass sich Menschen Gedanken um ihre Situation machen. Ursachen erzielen Wirkungen, so gesehen schafft sich jede Gesellschaft ihre Problemfälle selbst. Für die Lösungen ihrer Probleme werden sich Menschen immer zugegenermaßen im Rahmen ihrer intellektuellen Fähigkeiten politische Problemlösungen wünschen und diese natürlich im politischen Spektrum suchen. Also in der Mitte und links und rechts davon.
Grundsätzlich ist dies auch gut so, dies nennt sich Demokratie und Meinungsfreiheit und nur dies kann für mich die erstebenswerte Basis einer Gesellschaft sein. Niemand darf wegen seiner politischen Überzeugung ausgegrenzt oder diffamiert oder stigmatisiert werden.
Jetzt bekommt die Platte einen Sprung, dies hatte ich schon geschrieben. Wehren muß sich eine Gesellschaft gegen Kräfte an beiden politischen Rändern, die sich durch das Nichtbeachten zivilisatorischer Regeln (nenn es meinetwegen auch Gesetze) vorsätzlich außerhalb dieser Gesellschaft bewegen.


Das ist ein interessanter Aspekt, der aber meines Erachtens zu kurz greift: So sind es sicherlich oftmals auch die Lebensumstände, die jemanden offen für Rattenfänger von Rechts oder auch Links werden lassen. Da ist die Politik gefragt. An Jugendprojekten oder Jugendzentren zu sparen ist da m. E. der ganz falsche Weg, da man dieses Terrain dann möglicherweise ungewollt den falschen Gruppierungen überlässt, die das dann für ihre eigenen Zwecke missbrauchen.

Zitat:
Hier muß man ganz deutlich unterscheiden. Linkes oder rechtes Gedankengut kann eine Gesellschaft aushalten. Wird aber versucht, linkes oder rechtes Gedankengut mittels Gewalt durchzusetzen oder zu verbreiten, muß eine Gesellschaft dagegen eine Klare Kante zeigen.

Absolut d'accord.

Grade im Fußballbereich haben wir nunmal ein Problem mit Rechtsextremismuss und Rassismus. Sogar hier im Forum hat es bereits rassistische Diffarmierungen ausländischer Spieler gegeben, daher fahren wir Moderatoren auch eine klare Kante dagegen, was im übrigen auch voll auf Vereinslinie liegt.

Zitat:
Das Strafgesetzbuch bietet hier Lösungen: verbale Gewalt ist beispielsweise als Bedrohung oder Nötigung sanktionsfähig, eine Sachbeschädigung ist eine Sachbeschädigung, eine Körperverletzung eine Körperverletzung, ein Mord ein Mord.
Ich wünsche hier keine amerikanischen Zustände in einer Strafzumessung, die Sanktionsmöglichkeiten unseres Strafgesetzbuches reichen vom möglichen Strafrahmen m.E. nach völlig aus.
Ich gebe allerdings zu, dass ich mir doch wünsche, dass ein möglicher Strafrahmen von unseren Gerichten doch häufiger ausgeschöpft werden sollte. Ein böser, böser Gedanke, der doch rechts der Mitte einzuordnen ist. Ein Heer von Profiteuren der Resozialisierungsindustrie wird dagegen angehen, dies interessiert mich aber gar nicht. Ich gehe auch nicht bei Rot über die Ampel, um den Chirurgen nicht arbeitslos werden zu lassen.


Ich sehe darin noch nicht einmal einen besonders "rechten" Gedanken. Ich bin auch dafür, dass Strafen in manchen Fällen härter sanktioniert werden. Vor allem wünsche ich mir, dass die Gerichtsverfahren schneller umgesetzt werden, das würde auch die Abschreckung erhöhen.

Andererseits bin ich da aber nicht Deiner Meinung, was die Resozialisierung betrifft: Grade das unterscheidet das deutsche System von dem amerikanischen. Nicht die Härte der Bestrafung steht im Mittelpunkt, sondern die erfolgreiche Eingliederung in die Gesellschaft. Auch wenn ich da nicht jede Entwicklung gutheiße, oder manch Richterspruch durch mein Rechtsempfinden gedeckt ist, empfinde ich das vom Prinzipiellen her als gute Errungenschaft. Es entsteht ja auch ein Zerrbild durch die Medien: Resozialisierung wird nur thematisiert, wenn ein Straftäter rückfällig geworden ist. Dass es bei einem Großteil gelungen ist diese wieder zu integrieren, interessiert da leider nicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: 96-Fans gegen Rassismus
BeitragVerfasst: 03.02.2012 20:39 

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@ Discostu
Unglaublich, da komme ich heute aus dem Loben ja gar nicht mehr heraus. Ich erkenne da erste Anzeigen für ein realitätserfassendes Verhalten. Auch der Ton hat sich geändert. Weiter so. Das ich das noch erlebe auf meine alten Tagen. Es scheint wahr zu sein, Jugend ist wohl doch eine Krankheit, die sich von Tag zu Tag bessert. Unglaublich aber, dass sich ein Tunnelblick von heute auf morgen per Wunderheilung verflüchtigt. Naja, ich wünsche dir auf jeden Fall keine Rückfälle. Paß aber auf, dass du marVin nicht gleich am Hacken hast. Das gibt Mecker :wink:

Ach ja, Picard wird dich wohl wirklich nicht mehr heiraten. Wenn ich da so an Dinge aus deiner realitätsresistenten Phase zurückdenke.....Aber na ja, heiraten macht auch nicht immer glücklich.

Aber zur Sache, beginnen wir mit dem ersten Absatz. Du sprichst von Lebensumständen, was natürlich auch ein Aspekt ist. Rechnung tragen wollte ich dem eigentlich mit dem zugegebenermaßen zu kurzen 4. Satz meines postings. Ich wiederhole den Satz noch mal, darüber sollte man sich wirklich Gedanken machen; Ursachen erzielen Wirkungen, so gesehen erschafft sich jede Gesellschaft ihre troublemaker selbst.

Mit deinem zweiten Absatz kann ich leben. Ich möchte aber auch darauf hinweisen, dass ich beste Erfahrungen durch das einfache Ignorieren von geistigen Tieffliegern gemacht habe. Diese nicht durch beachten auf, sondern durch ignorieren abwerten. Aber gut, es führen viele Wege nach Bukarest.

Zu deinem dritten Absatz: Komisch, so weit sind wir gar nicht auseinander, wenn Du eingestehen würdest, dass Resozialisierung keine Aneinanderreihung von Bewährungsstrafen sein darf. Bei Dir bin ich bei der Aussage, dass Sanktionen schneller folgen müssen. Leute aus der Praxis ganz vorn an der Front wie z.B. der in den Aktenkeller abgeschobene ehemalige Leiter der Berliner Intensivtäterabteilung Roman Reusch oder auch die verstorbene Neuköllner Richterin K.Heisig haben dies gegen erhebliche Widerstände irgendwelcher politischer Parteisoldaten aller Parteien immer wieder gefordert. Gut, ich weiß, hier geht es nicht um Rechts-oder Linksextreme, aber um eine ähnlich gelagerte Problematik.
Sanktionen müssen schnell und spürbar sein. Nicht einfach wegschließen, sondern sinnvoll beschäftigen, arbeiten lassen und angerichtete Schäden zumindest teilweise wieder gut machen lassen.
Wenn die 3 Worte nicht über dem Auschwitz-Eingangstor mißbraucht worden wären, würde ich diese 3 Worte in diesem Zusammenhang bringen und dies in diesem Zusammenhang nicht als Mißbrauch bewerten.

And last but not least. Frag mich nicht nach einem Wunderheilmittel, ich habe keins. Ich versuche in Rahmen meiner beruflichen Möglichkeiten und meiner freien Zeit natürlich in einem viel zu kleinen Rahmen als Integrationslotse kleine Dinge zu verbessern, die Problematik hier ist ähnlich. Man macht interessante Erfahrungen, positive, aber auch negative.

Erinnern möchte ich noch einmal an Roplos interessante Frage von Seite vier, auf die bisher noch gar nicht eingegangen wurde.


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