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 "Nebenkriegsschauplätze" - Fragen rund um den Fussball ... Moderations-Bereich
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 Betreff des Beitrags: "Nebenkriegsschauplätze" - Fragen rund um den Fussball ...
BeitragVerfasst: 29.10.2014 19:58 

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Da ich nunmehr beruflich viel mit Sportlern zu tun habe, möchte ich an dieser Stelle einige Erfahrungen aus meiner Praxis mit Euch teilen. Ich selbst bin gelernter Augenoptiker und habe mich in den letzten zwei Jahren auf das Thema Sportoptik spezialisiert.

Dabei habe ich feststellen müssen, dass die Optimierung der Sehleistung in Mannschaftssportarten praktisch nie planmäßig stattfindet, sondern dem Sportler selbst überlassen wird. Warum dies ein grundsätzlicher Fehler ist, werde ich nachfolgend darstellen.

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 Betreff des Beitrags: Re: "Nebenkriegsschauplätze" - Fragen rund um den Fussball .
BeitragVerfasst: 29.10.2014 20:04 

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Da bin ich auf jeden Fall sehr gespannt! Hört sich ziemlich spannend an! Danke für die Mühe Q! :bow:


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 Betreff des Beitrags: Sportoptik - was soll das denn?!
BeitragVerfasst: 29.10.2014 20:40 

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Vorab ein kleiner Exkurs:

Das menschliche Auge ist auf kurzwelliges Licht grundsätzlich kurzsichtig. Also vereinfacht ausgedrückt: Je blauer das Licht umso kurzsichtiger. Nun ist es jedoch so, dass bereits bei dunkleren Grüntönen dieser Effekt einsetzt (am besten sehen wir übrigens die Farben hellgrün bis gelb im Spektrum), sind doch hier bereits teils erhebliche Blauanteile im Grün.

Viele Sportler nutzen bereits blau filternde Sehhilfen um über Kontraststeigerung ihr Sehen zu verbessern. Radsportler, Golfer und Sportschützen mal als plakative Beispiele, die man aus dem TV kennt. Eher unbemerkt findet das im Spitzentennis über Kontaktlinsen statt...

Aber zurück zur grünen Wiese. Hier sind wir alle etwas kurzsichtig - ohne es zu wissen. Wir sind mit unseren Augen geboren, insofern ist es für uns Normalität. Entweder sind wir rechtsichtig (brauchen also keine Korrektur) oder wir brauchen eine Sehhilfe, tragen also beim Fussball Kontaktlinsen. Diese Korrektur ist jedoch für den Sport in der Regel falsch! Wie kommt das?

Jeder der Brille oder Kontaktlinsen trägt kennt das: Man sitzt beim Augenarzt oder Optiker auf dem Stuhl, schaut durch ein Meßgerät auf eine weiße Tafel mit schwarzen Sehzeichen - das ganze im Ruhepuls. Herauskommt bei der Untersuchung die ggf. notwendige Korrektur der Sehleistung, gemessen in Dioptrien. Diese Korrektur passt auf alle Umgebungsbedingungen irgendwie - ich nenne sie die Alltagskorrektur. Sie passt ins Büro, auf die Straße, sie passt daheim solange es keine Farbdominanz einer Umgebungsfarbe gibt. Sie passt schon nicht so gut nachts - es ist kein Geheimnis, dass Vielfahrer, die viel nachts unterwegs sind, eine spezielle Korrektur für Nachtfahrten tragen sollten.

Bei gründominierter Umgebung ist diese Korrektur jedoch zu schwach bei Kurzsichtigen und zu stark bei Übersichtigen (bei Letzteren ist das weniger kritisch, warum das so ist, würde hier jetzt zu weit führen). Ein Beispiel aus der Praxis: Ein Kollege von mir betreut die 1. Damen des VFL Wolfsburg - die Sportkorrektur für die Mädels ist prinzipiell eine viertel Dioptrie stärker (für die Kurzsichtigen) als die normale Alltagskorrektur. Dieses Ergebnis findet man aber nicht in der Augenarztpraxis oder beim Optiker sondern nur auf dem Platz, indem man die Sehleistung vor Ort überprüft.

Fussballer haben davon noch nie nicht gehört. Weder beim DFB, noch beim FCB, noch bei den Roten und auch Prof. Freiwald hat davon keinen Schimmer...

Wenn es nur diese Vierteldioptrie wäre, so könnte man meinen, kann das ja wohl kaum soo schlimm sein. Fakt ist aber, dass eine fehlende Vierteldioptrie die Sehleistung eines Kurzsichtigen um rund 20 bis 25% senkt!

Ein weiteres Problem ist das Sehgleichgewicht. In der Regel ist bei Rechtshändern das rechte Auge das "Führungsauge". Es sieht besser als das linke. Dies kommt in meiner Praxis sehr häufig vor: Das rechte Auge braucht keine Korrektur und hat volle Sehleistung. Das linke Auge braucht eine geringe Korrektur. Korrigiert wurde das jedoch nie, weil beide Augen zusammen die volle Sehleistung erreichen. Z.B. beim Sehtest für den Führerschein fällt dies entweder nicht auf oder wird einfach vernachlässigt... Für den Spieler ist das fatal, weil er nicht nur zentral gut sehen muss, sondern auch peripher - gewissermaßen aus dem Augenwinkel. Er kann jedoch seine Umgebung linksseitig nicht so gut wahrnehmen. Übrigens ist dieser Spieler in der Regel ein Rechtsfuss.

Der Spieler wiederum wundert sich und nimmt es als naturgegeben hin, dass er linksseitig technisch schwächer ist als rechts. Hundertausendmal geübt und trotzdem bleibt er links schwächer... - Dabei sieht er auf der linken Seite einfach nicht gut genug!

Dieser kleine Exkurs soll für den Anfang reichen. Gern beantworte ich Fragen.

Eines allerdings wage ich zu behaupten: Von unserer Mannschaft sehen mindestens die Hälfte wenn nicht gar zwei Drittel auf dem Platz nicht optimal! Übrigens trifft das auf jede Mannschaft, auch in anderen Sportarten, zu, die ich durchgecheckt habe.

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 Betreff des Beitrags: Re: "Nebenkriegsschauplätze" - Fragen rund um den Fussball .
BeitragVerfasst: 29.10.2014 21:37 
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Sehr interessant, Kuhburger.

Ich selber bin auch "Augenpatient". Seit meinem 12. Lebensjahr trage ich eine Brille, weil ich kurzsichtig bin. Die Stärke meiner Brille hat in kurzer Zeit rasch zu genommen. Zur Zeit liegt die auf etwa minus 10 für das linke Auge und auf etwa minus 6 für das rechte Auge (ja, ich bin tatsächlich rechtshänder).

Zur Zeit trage ich kontaktlinsen was mich sehr gut gefällt. Ich habe mich immer gewundert wie Fußballprofis damit umgehen. Besonders als ich mal im Fernsehen gesehen habe, dass Frank de Boer eine Kontaktlinse auf der grünen Wiese verloren war und sie nicht zurück fand.

Besonders auch für den Torwart (meine Lieblingsposition) interessant.


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 Betreff des Beitrags: Re: "Nebenkriegsschauplätze" - Fragen rund um den Fussball .
BeitragVerfasst: 30.10.2014 00:59 

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Bin auch kurzsichtig (-4/-7), Guus. Widerstehe der Versuchung, LASIK machen zu lassen. Probiere mal im Grünen eine Brille ohne Stärken (über den Linsen) aber mit blau filternden Gläsern... Du wirst überrascht sein. :wink:

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 Betreff des Beitrags: Re: "Nebenkriegsschauplätze" - Fragen rund um den Fussball .
BeitragVerfasst: 30.10.2014 01:19 

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Guus hat geschrieben:
Wenn ich das jetzt richtig verstehe, dann glaubst du das die Sehleistung derart schlecht ist, dass das in wichtige Maße verantwortlich ist für die jetzige Formkrise?...


Nein, ich glaube nicht, dass die Sehleistung verantwortlich ist für die oder eine Formkrise.

Guus hat geschrieben:
... Leistungsoptimierung, genauso wie Nahrung. ...


Leistungsoptimierung ja, aber nicht wie Nahrung sondern eher wie die richtigen Schuhe. Hierzu ein paar Anmerkungen.

Warum kann ein Spieler Nolook-Pässe spielen die ankommen und der andere nicht? Talent, Technik und Handlungsschnelligkeit sind eine Sache. Die Wahrnehmung, ihre Schnelligkeit und Genauigkeit sind eine andere. Ohne korrekte Wahrnehmung geht nix. Talent hin, Talent her.

Warum klappt das Passspiel auf dem Trainingsgelände und im eigenen Stadion? Und warum klappt es im fremden Stadion nicht so gut? - Nun, eine Antwort könnte sein: Auf vertrautem Gelände kennt der Spieler buchstäblich jeden Grashalm und zwar unter jeglicher Bedingung (Wetter, Licht). Im fremden Stadion sind die Umgebungsbedingungen ungewohnt und hier kann der Spieler eventuell vorhandene Sehfehler schlechter kompensieren. Sein Spiel wird langsamer oder ungenauer oder beides.

Ganz grundsätzlich sollte ein Trainerteam wissen, wie die Sehleistung der einzelnen Spieler ist: Der eine Spieler sieht aus 60 m die Fußhaltung von Zieler beim Abschlag; er wird früh wissen, wohin die Kugel fliegt. Der andere Spieler erkennt den Ball (und seine genaue Richtung) erst nach rund 30 m Flugkurve; dieser Spieler wird sich nie schnell in diese Richtung orientieren können. Ein Trainer sollte wissen, welcher Spieler auf welche Entfernung wie sieht... So etwas läßt sich a) herausfinden und b) demonstrieren.

Übrigens bin ich der Meinung, dass man da früh ansetzen muss. Im Jugendbereich, wenn die Spieler ihre technische Ausbildung erhalten, da muss man genau hingucken und ihnen helfen. Das heißt nicht, dass man auch später nicht noch helfen kann, jedoch in der Jugend finden entscheidende Weichenstellungen statt. Also: Gutes Sehen ersetzt kein Talent, aber hilft mit Talent maximal zu entwickeln.

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 Betreff des Beitrags: Re: "Nebenkriegsschauplätze" - Fragen rund um den Fussball .
BeitragVerfasst: 30.10.2014 07:53 
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kuhburger, das sind sehr interessante Ausführungen. Ich bin selber Brillenträger, an Lasern habe ich mich bisher nicht herangetraut, wenn da was schief geht, war es das.

Was sollten denn Deiner Meinung nach die Trainer machen? Den Spielern fürs Spiel Kontaktlinsen verpassen, da Sie in der "grünen Umgebung" anders sehen? Oder nur die Spieler einsetzen, die auch auf die Entfernung gut sehen, das heißt da die frühzeitig erkennen können, ob Ron-Robert mehr nach links oder nach rechts spielt?

Die Unterschiede im Training und Spiel gibt es ja, im Training klappt alles wie einstudiert und im Spiel sind die Gegebenheiten( Gegenspieler, Stadion etc.) anders und da geht nichts.

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 Betreff des Beitrags: Re: "Nebenkriegsschauplätze" - Fragen rund um den Fussball .
BeitragVerfasst: 30.10.2014 09:32 
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Kuhburger ich bin beeindruckt. :nuke:

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 Betreff des Beitrags: Re: "Nebenkriegsschauplätze" - Fragen rund um den Fussball .
BeitragVerfasst: 30.10.2014 10:18 
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Kuhburger hat geschrieben:
Bin auch kurzsichtig (-4/-7), Guus. Widerstehe der Versuchung, LASIK machen zu lassen. Probiere mal im Grünen eine Brille ohne Stärken (über den Linsen) aber mit blau filternden Gläsern... Du wirst überrascht sein. :wink:


Auf die Gefahr hin offtopic zu gehen, aber lasern mache ich nicht, genauso wie RR.

Eine Brille mit gelben Gläsern ohne Stärken (über den Linsen) im Auto gefällt mir übrigens auch sehr gut.

Du weißt bestimmt auch, dass es die Batesmethodik gibt. Die werde ich hier nicht ausführlich behandeln, wer lust hat sollte selber mal recherchieren. Diese (alte und alternative) Methodik sagt, es sei möglich mit Übungen wieder besser zu sehen. Wie stehst du dazu?


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 Betreff des Beitrags: Re: "Nebenkriegsschauplätze" - Fragen rund um den Fussball .
BeitragVerfasst: 30.10.2014 10:36 
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Jagut, für Jemanden, der mal ein Paar Physikstunden im Sauerland über sich ergehen lassen mußte, war das nicht unbedingt neu. Es gibt Beispiele aus der Praxis, die zeigen, dass Menschen Grün durchaus unterschiedlich wahrnehmen. Z.B. an einer grünen Ampel. Einige sehen nicht, dass Grün ist, da muß man akustisch nachhelfen. Wolfsburg und Werder in grünen Trikots sind praktisch unsichtbar.
Für Fußballer gibt es aber eine einfache Lösung: Man wirft die Rasenheizung kräftig an, das verschiebt das Spektrum.

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 Betreff des Beitrags: Re: "Nebenkriegsschauplätze" - Fragen rund um den Fussball .
BeitragVerfasst: 30.10.2014 11:01 

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RR hat geschrieben:
...
Was sollten denn Deiner Meinung nach die Trainer machen? Den Spielern fürs Spiel Kontaktlinsen verpassen, da Sie in der "grünen Umgebung" anders sehen? Oder nur die Spieler einsetzen, die auch auf die Entfernung gut sehen, das heißt da die frühzeitig erkennen können, ob Ron-Robert mehr nach links oder nach rechts spielt?
...

Trainer sollten zuallererst wissen, wie gut oder schlecht die einzelnen Spieler wirklich sehen. Wenn der Spieler lange Bälle erst spät erkennt oder wenn ein Spieler auf einer Seite schlechter sieht, dann sollte der Trainer das wissen! Ob man das abstellen kann, ist dann erst die zweite Frage. Das hängt ab vom Sehfehler und davon, ob der Spieler überhaupt eine Korrektur will bzw. verträgt.

Der Trainer sollte auch wissen, inwieweit die Sehleistung unter Schmerzmitteln beeinträchtigt wird (wird sie in der Regel)...

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 Betreff des Beitrags: Re: "Nebenkriegsschauplätze" - Fragen rund um den Fussball .
BeitragVerfasst: 30.10.2014 11:05 
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Ich finde diese Ausführungen recht interessant und auch den ansatz spannend. Schon Edgar Davids hat ja in den 90ern schon immer mit gelber Brille gespielt. Vielleicht also einer der Trendsetter (nicht nur modisch) gemeint.

Ob sich das ligaweit durchsetzt, vermag ich nicht zu beurteilen. Es gab ja immer mal leistungsfördernde Trends, die aber dann wieder abebbten. Kennt Ihr noch diese bescheurten Nasenpflaster? War ja auch mal DAS Ding oder die Eistonne. Ist ja glaube ich relativ modern, aber auch nicht ganz unumstritten.

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 Betreff des Beitrags: Re: "Nebenkriegsschauplätze" - Fragen rund um den Fussball .
BeitragVerfasst: 30.10.2014 11:09 
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Zu den Eistonnen hat Favre kürzlich was gesagt. Er war deswegen auch in Belgien und Frankreich um sich neue Anregungen abzugucken. Es geht immer weiter!

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 Betreff des Beitrags: Re: "Nebenkriegsschauplätze" - Fragen rund um den Fussball .
BeitragVerfasst: 30.10.2014 11:12 
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Sehr interessanter Beitrag Kuhburger.

:nuke:

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Mein Herz schlägt ,,für" den Club der Roten, gegen das was man liebt mit Füßen zu treten ist nicht nur blöd, sondern gehört auch verboten!


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 Betreff des Beitrags: Re: "Nebenkriegsschauplätze" - Fragen rund um den Fussball .
BeitragVerfasst: 30.10.2014 11:39 

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Guus, ich habe eigene Erfahrungen damit gemacht und stehe der Sache skeptisch gegenüber. Nachhaltige Verbesserungen gibt es allenfalls in Einzelfällen.

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 Betreff des Beitrags: Re: "Nebenkriegsschauplätze" - Fragen rund um den Fussball .
BeitragVerfasst: 30.10.2014 14:40 
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Beim Fußball kenne ich nur grünes Geläuf - echtes Gras, oder eben Kunstrasen.
Die Zeiten, wo man sich auf harten Ascheplätzen die Pelle abgescheuert hat,
sind ja wohl Geschichte.

Wenn nun diese grüne Farbe grundsätzlich nicht optimal ist für die Spieler,
warum hat man sich nicht schon längst nach Alternativen umgesehen?
Man muß ja nicht die echte Rasenfarbe verändern - beim Kunstrasen no problem -
aber mit speziellen Linsen, oder Sportbrillen könnte man doch diverse Versuche starten.

Anderes Beispiel: Tennis

Ich habe früher nur auf rotem/orange Untergrund (Asche) gespielt -
warum gibt es jedoch viele grüne Rasenplätze,
wenn grün eben nicht das Gelbe vom Ei ist.
In Australien habe ich schon blaue Plätze gesehen.
Beim weißen Sport gibt es verschiedene Untergründe, schnell-oder langsamer machend
und in verschieden Farbtönen/Farbnuancen.

Nicht nur beim Tennisplatzbelag kommen wohl noch weitere Aspekte hinzu,
welchen Untergrund man präferiert. ... Belastung der Gelenke, Sehnen usw.,
Schnelligkeit der Bälle, bis hin zur Spieldauer eines Matches ...
denn der entsprechende Belag macht auch die Geschwindigkeit aus.

Letzte Frage: warum gibt es denn keine Vereine,
die von sich aus, ihre Spieler individuell augentechnisch checken lassen?
Ich kenne Spieler, denen der Verein vorschreibt/vorgeschrieben hat,
regelmäßig Zähne und Kiefer untersuchen zu lassen, bin aber überfragt,
ob das überall Programm ist.

Sind das einfach Scheuklappen - die Bereitschaft zu Neuem,
ist ja bekanntlich nicht immer stark ausgeprägt -
oder misst man dem Thema nicht die große Bedeutung bei,
weil man sich doch damit auseinandergesetzt hat,
aber von der Philosophie und dem Nutzen nicht überzeugt ist.

Auf jeden Fall, ein spannendes Thema, zu dem doch sicher "unsre Eule"
seine Erfahrungen mitteilen könnte - wäre prima.


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 Betreff des Beitrags: Re: "Nebenkriegsschauplätze" - Fragen rund um den Fussball .
BeitragVerfasst: 31.10.2014 06:13 

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Pralino hat geschrieben:
...
Wenn nun diese grüne Farbe grundsätzlich nicht optimal ist für die Spieler,
warum hat man sich nicht schon längst nach Alternativen umgesehen?
Man muß ja nicht die echte Rasenfarbe verändern - beim Kunstrasen no problem -
aber mit speziellen Linsen, oder Sportbrillen könnte man doch diverse Versuche starten.
...

Wir Menschen lieben alles was grün ist. Daher kommt die Züchtung von andersfarbigen Rasensorten wohl kaum in Frage. Außerdem stellt sich der Effekt nur für die Leute ein, die sich auf dem Rasen befinden, nicht aber für die, die von außen zugucken. Die Leute auf (und an) dem Rasen müßten von Augenärzten oder eben Sportoptikern gecheckt werden aber eben direkt vor Ort... nur darauf ist schlicht noch niemand gekommen.
Pralino hat geschrieben:
... Letzte Frage: warum gibt es denn keine Vereine,
die von sich aus, ihre Spieler individuell augentechnisch checken lassen?
Ich kenne Spieler, denen der Verein vorschreibt/vorgeschrieben hat,
regelmäßig Zähne und Kiefer untersuchen zu lassen, bin aber überfragt,
ob das überall Programm ist. ...

Ich habe mit Exprofis gesprochen: Von planmäßigen Untersuchungen war nix bekannt. Das wurde jedem Spieler persönlich überlassen. Und da beginnt der erste Fehler: Selbst wenn der Spieler zum Augenarzt geht, bekommt er nur eine Korrektion für die Alltagsumgebung nicht aber für die Spielumgebung.

Gestern Abend habe ich mir eine Mannschaft beim Training angeschaut. In der Trinkpause habe ich die Jungs aufgefordert, gegenüber auf die Werbebande zu schauen und wechselseitig ein Auge abzudecken. Ergebnis: Von 11 Leuten (mehr waren nicht beim Training) sagte einer (!), er könnte mit beiden Augen gleich gut sehen. Sechs sagten spontan, sie könnten mit dem rechten Auge besser sehen als mit dem linken; die anderen waren sich nicht sicher. Diese sechs waren alles Rechtshänder und Rechtsfüsse... Sie werden sich nie vollständig entwickeln können, weil ihnen linksseitig das korrekte Sehen fehlt. So einfach ist das. - Im übertragenen Sinne ist das etwa so, als würde der Spieler rechts mit einem Stollenschuh und links mit einem Turnschuh spielen. :wink:

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 Betreff des Beitrags: Re: "Nebenkriegsschauplätze" - Fragen rund um den Fussball .
BeitragVerfasst: 31.10.2014 09:02 
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Hast Du mal bei 96 angefragt, um Deinen Ansatz vorzustellen? Das meine ich nicht als Scherzfrage. Ich finde diese Überlegungen echt spannend. Gerade Herr Kind müßte dafür ein offenes Ohr (Haha) haben. Als Experte für mehr Leistungsfähigkeit und Lebensqualität durch gutes Hören sollte er Dir gut folgen können. Wenn man ihn dann noch davon überzeugen kann, einen echten Wettbewerbsvorteil durch Ignoranz bei anderen Vereinen zu erzielen, hätte das doch echt gute Chancen.

Solltest Du damit schwer reichen werden, vergiß bitte nicht, wer dich auf diese brillante Idee gebracht hat. :wink2:

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 Betreff des Beitrags: Re: "Nebenkriegsschauplätze" - Fragen rund um den Fussball .
BeitragVerfasst: 31.10.2014 09:10 
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Ich habe auf dem linken Auge auch weniger Sehkraft. Das Scharfstellen des Auges hat nachgelassen. Es wurde versäumt mir als Kind ein Auge abzukleben. Früher gab es ja Kinder, die mit nem fetten Aufkleber auf dem Auge rumgerannt sind. Jetzt weiß ich warum. :mrgreen:
Wie wird das eigentlich heutzutage gehandhabt?

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 Betreff des Beitrags: Re: "Nebenkriegsschauplätze" - Fragen rund um den Fussball .
BeitragVerfasst: 31.10.2014 12:52 

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Nocci, bei Kindern werden Augen wechselseitig abgedeckt, wenn sie hyperob (weitsichtig) sind um zu vermeiden, dass sich eine Schielstellung manifestiert. Kinder können Weitsichtigkeit sehr stark ausgleichen durch Akkomodation (Durchwölbung der Augenlinse - dies ist übrigens die Fähigkeit die im Alter nachläßt und durch Lesehilfen ausgeglichen werden muss). Mit der Akkomodation einher geht die Konvergenz (nach innen Rollen der beiden Augäpfel bei der Fixierung naher Punkte). Also wenn Kinder stark akkomodieren, kann die Konvergenz unerwünschterweise mit ausgelöst werden und das Kind beginnt zu schielen. Daher die Abdeckung eines Auges, damit das nach innen Rollen ausgeschaltet wird.

Mit dem "Scharfstellen" hat das weniger zu tun...

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