Kleefelder hat geschrieben:
Nun sollte man natürlich bedenken, dass viele Fans letztes Jahr, auf Grund der beschränkten Kapazitäten, sich sicherheitshalber eine Dauerkarte zugelegt haben um nichts zu verpassen. Nachdem das Stadion fast fertig ist und mit rund 40000 Plätzen (später 49000) startet, sagen sich einige Fans:
Was soll die Panik und ich lege mich jetzt nicht fest, denn eine Karte bekomme ich bestimmt noch wenn ich es will.
Das sich trotzdem inzwischen ein Dauerkartenrekord abzeichnet ist daher, Preise hin Preise her, ein Erfolg.
Diese Argumente kann ich überhaupt nicht nachvollziehen:
Viele Fans, die sich letztes Jahr eine Dauerkarte mit erhöhten Preisen gekauft haben, konnten diese Erhöhung wegen der geringeren Zuschauerkapazität logisch und wirtschaftlich nachvollziehen. Auch haben sie dem Versprechen der Vereinsführung glauben geschenkt, dass die Preise bei steigender Kapazität und trotz höherem Komforts wieder, wenn auch nur leicht, zurückgenommen werden.
Viele dieser Fans sind jetzt enttäuscht, fühlen sich vor den Kopf gestoßen, und sind nicht in der Lage, die nochmals massiv gestiegenen Preise zu entrichten (NORD ausgenommen). Bitte, vergesst diese Fans nicht!
Desweiteren gehe ich davon aus, dass sich bereits mindestens 95% aller letztjährigen DK-Kunden bereits entschieden haben. Das zeigt die Erfahrung der letzten Jahre.
Letztlich kann ich einen Erfolg beim Dauerkartenverkauf überhaupt nicht erkennen, selbst dann nicht, wenn 15.000 Dauerkarten oder ein paar mehr verkauft werden. Entscheidend ist doch nicht die reine Anzahl der verkauften Karten, entscheidend ist doch - zumindest für den Verein - die Höhe der durch den DK-Verkauf erzielten Einnahme. Und hier bin ich felsenfest davon überzeugt, dass der Verein mit einer höheren Einnahme kalkuliert hat und sich letztendlich
verkalkuliert hat.
Ich überlasse es jedem, einmal auszurechnen, welche Einnahmen der Verein gemacht hätte, wenn statt 15.000 DK 20.000 DK verkauft worden wären, bei den jetzigen Preisen der N-Tribüne (155,-- Euro) und bei einem Schnitt von 300,-- EURO für die restlichen Tribünenbereichen, statt des nun vorhandenen etwaigen Durchschnittspreises von 400,-- EURO.
Ich bin davon überzeugt, dass für die neue Saison im neuen Stadion mindestens 20.000 DK verkauft worden wären. Es hätte wieder jeder Fan des letzten Jahres die finanzielle Möglichkeit gehabt, ins Stadion zu gehen, das Stadion wäre ausgelasteter, die Stimmung besser, wir hätten daher alle mehr Freude und der Verein auch noch eine höhere gesicherte Einnahme und damit eine gesündere Kalkulationsbasis zur Refinazierung des Stadions.
Aber wer will das eigentlich wissen......
