Das Gewissen hat geschrieben:Daran könnten sich die ganzen deutschen Alt-Stars mal ein Beispiel nehmen!
Nö, besser nicht. Sollen die sich auch trikotschwenkend zum Affen machen?
Manche nennen es "Leidenschaft" (jaja, und davon soll der Fußball angeblich leben), andere nennen es "zum Affen machen". Du findest also auch, dass sich all die anderen tausenden Argentinier zu Affen machen, wenn sie ihre Trikots schwenken und ihre Mannschaft feiern?
Nein, das finde ich überhaupt nicht. Aber wenn du mich mit Gewalt missverstehen willst...
Die Rede war eindeutig von Alt-Stars. Und auch nur auf diese bezog sich meine Stellungnahme.
[color=red][i]"Sind denn alle dummen Leute Rassisten?"
"Nein, aber alle Rassisten sind dumm."[/i][/color]
[size=75](aus Tahar Ben Jellouns "Papa, was ist ein Fremder?")[/size]
Warum sollten sich Alt-Stars nicht leidenschaftlich der Liebe zu ihrem Team hingeben dürfen? Weil die Kameras auf sie gerichtet sind? Wenn ja, dann stellt sich doch eine ganz andere Frage: Ist Maradona der "Böse" oder sind es die Typen in der Regie?
Das Gewissen hat geschrieben:Warum sollten sich Alt-Stars nicht leidenschaftlich der Liebe zu ihrem Team hingeben dürfen? Weil die Kameras auf sie gerichtet sind? Wenn ja, dann stellt sich doch eine ganz andere Frage: Ist Maradona der "Böse" oder sind es die Typen in der Regie?
Hier redet doch keiner über böse oder gut. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass ein Uwe Seeler z.B. sich so aufführt.
Soll von meiner Seite aus jetzt aber auch gut sein, denn so wichtig ist mir das Thema nicht.
[color=red][i]"Sind denn alle dummen Leute Rassisten?"
"Nein, aber alle Rassisten sind dumm."[/i][/color]
[size=75](aus Tahar Ben Jellouns "Papa, was ist ein Fremder?")[/size]
Gestern hat mein Kumpel aus lauter Verzweiflung über die Leistung in Köln einen „Boularousz“ gemixt. „Boularusz“ steht für „Haut jeden um“. War irgendwas ganz Ekliges mit Wodka und Absinth. Was in „Déco“ und „Figo“ drin war, weiß ich nicht mehr genau.
Sehr gute Idee. Das werde ich heute meiner Gruppe mal vorschlagen. Wir sind ja stolzer Besitzer dieser top aktuellen Zapfanlage für 6Literfässer.
Letztes Wochenende war es allerdings tatsächlich so, dass in ganz Hildesheim fast alle Fässchen ausverkauft waren. Es gab nur noch Diebels Alt. Und was macht mein Kumpel beim Einkauf? Man könnte davon ausgehen, er greift auf das gute alte Flaschenbier zurück, aber nein, er schleppt Diebels Alt an. Dazu brauchen diese Zapfanlagen mindestens schlappe 10 Stunden um das Bier runterzukühlen. Es gab also 20 Grad warmes Diebels Alt. Da hätte ich auch ein Mixgetränk gebraucht, z.B. den von Roddman angepriesenen "Klosefrau Miroslavengeist".
Durch einen umstrittenen Elfmeter in der Nachspielzeit hat Italien den Einzug ins Viertelfinale geschafft. Wie der Strafstoß zustande kam, erinnert stark an erschöpfte Strandfußballer an der Adria. Doch nur bis zum Halbfinale kann diese Schlawiner-Taktik gutgehen.
Der italienische Mann, nennen wir in Luigi Forello, ist eine parasitäre Lebensform. Er ist nicht in der Lage, ohne fremde Hilfe zu überleben. Irgendwo saugt er sich immer fest. Und dann lässt er sich fallen. Gern auch auf dem Fußballplatz. Luigi Forello ist fortgesetzt damit beschäftigt, seine Hilflosigkeit zu zeigen. Das fängt schon beim Namen an. Wer nicht Luigi heißt, hört auf "Andrea" oder "Luca".
Luigis vorrangiges Lebensziel ist das Vermeiden von Anstrengung. Liebstes Wirtstier ist "La Mama", seine großbrüstige Erzeugerin, die ihm seine halbseidenen Socken wäscht und jeden Tag Nudeln kocht, mit dick Soße drauf. Wenn er ungefähr 30 Jahre alt ist, wechselt der italienische Mann die Köchin. Er heiratet, um sich fortzupflanzen. Die Folgen sind grausam. Eine ehemals strahlend schöne Italienerin verwandelt sich binnen weniger Monate in eine breithüftige Küchenmaschine - eine neue Mama. Das ist ihm aber egal, denn Luigi ist mit der Teilnahme an einem Autokorso beschäftigt, sofern sein klappriger Fiat es bis dahin schafft. Zum Essen ist er aber wieder da.
Beim Sport ist unser Luigi besonders tückisch, wie man jedes Jahr millionenfach an den Stränden der Adria beobachten kann. Er braucht Stunden, um seinen schmächtigen Körper und das Haupthaar einzuölen, seinen Rücken von Fellresten zu befreien und sein wenig spektakuläres Gemächt in eine viel zu enge Badehose zu stopfen. Dann stolziert er stundenlang umher, um schließlich maximal fünf Minuten beim Strandfußball mitzumachen. Er springt wie ein Wahnsinniger umher, imitiert brüllend Gesten, die er im Fernsehen gesehen hat, trifft den Ball höchst selten, die Knochen der anderen dafür umso härter.
Weil er schnell erschöpft ist, genügt ihm die leiseste Berührung eines Gegners, um melodramatisch zu Boden zu gehen. Noch im Stürzen wirft er einen Blick ringsum, ob im Publikum genügend Menschen sind, insbesondere Frauen, die ihn bemitleiden und wieder aufpäppeln. Schmachtende Blicke deutscher Urlauberinnen sind die Lebensgrundlage des italienischen Mannes.
Insofern geschah gestern nicht Ungewöhnliches. Fabio Grosso fiel im Strafraum und grinste noch im Fallen. Der nicht minder ölige Francesco Totti verwandelte dann den Elfmeter gegen Australien. Danach lutschte er am Daumen. Das ist normal bei italienischen Männern. Es war wie immer. Am Freitag werden die kickenden Holzfäller aus der Ukraine eingeölt und angeschmiert. So schlawinern sich die Italiener mal wieder bis ins Halbfinale. Dann, liebe Luigis, ist allerdings Feierabend. Wir haben da noch ein paar Rechnungen vom letzten Italien-Urlaub offen.
Seit Jahren in einer Scheinwelt lebender und krachend gescheiterter Moderator
Im Italien Fred habe ich ja auch schon geschrieben, das es für mich absolut kein Elfmeter war. Es lässt sich auch nicht von der Hand weisen, das die italienischen Spieler von sportlicher Fairness nicht viel halten - und damit meine ich nicht den Bestechungsskandal in der Serie A. Schwarzer Humor ist für mich etwas anderes, denn hier wird m. E. nicht nur der Spieler beleidigt.
Das ist kein guter Humor, das ist grandioser Humor. Und zur Beruhigung deiner fallsüchtigen (;)) italienischen Seele, empfehle ich die regelmäßige Lektüre von "Achilles' Ferse" - du wirst schnell sehen, dass da jeder verbal dick was abbekommt.
Das Gewissen hat geschrieben:Das ist kein guter Humor, das ist grandioser Humor. Und zur Beruhigung deiner fallsüchtigen (;)) italienischen Seele, empfehle ich die regelmäßige Lektüre von "Achilles' Ferse" - du wirst schnell sehen, dass da jeder verbal dick was abbekommt.
Humor immer wieder gerne, und das bitte 365 Tage im Jahr. Mein Hobby, wenn auch nicht täglich. Der Artikel gefällt mir trotzdem nicht, aber wahrscheinlich ist der Journalist noch in der Ausbildung.
AndréMeistro hat geschrieben:Humor immer wieder gerne, und das bitte 365 Tage im Jahr. Mein Hobby, wenn auch nicht täglich. Der Artikel gefällt mir trotzdem nicht, aber wahrscheinlich ist der Journalist noch in der Ausbildung.
Euer
Luigi
Achim Achilles ist ein Meister seines Fachs.
Da hilft auch dein Smilie nicht.
Seit Jahren in einer Scheinwelt lebender und krachend gescheiterter Moderator
AndréMeistro hat geschrieben:Humor immer wieder gerne, und das bitte 365 Tage im Jahr. Mein Hobby, wenn auch nicht täglich. Der Artikel gefällt mir trotzdem nicht, aber wahrscheinlich ist der Journalist noch in der Ausbildung.
Euer
Luigi
Ich lese das auch regelmäßig und finde es köstlich.
Jetzt bist du überstimmt.
[color=red][i]"Sind denn alle dummen Leute Rassisten?"
"Nein, aber alle Rassisten sind dumm."[/i][/color]
[size=75](aus Tahar Ben Jellouns "Papa, was ist ein Fremder?")[/size]
AndréMeistro hat geschrieben:Humor immer wieder gerne, und das bitte 365 Tage im Jahr. Mein Hobby, wenn auch nicht täglich. Der Artikel gefällt mir trotzdem nicht, aber wahrscheinlich ist der Journalist noch in der Ausbildung.
Euer
Luigi
Ich lese das auch regelmäßig und finde es köstlich.
Jetzt bist du überstimmt.
Gott sei Dank sind die Geschmäcker verschieden, sonst gäbe es ja nur halb so viel zum lachen. Nun könnte ich sagen warum mir der Artikel nicht gefällt, aber irgendwie habe ich keine Lust dazu. Mit einem italienschen Zwinkerchen verabschiede ich mich aus der "Diskussion". Arrivederci, würde der Italiener sagen, da kenn´ich mich aus. ...und noch ein Smilie für Bemeh.
Vielleicht haben ja nicht alle Gelegenheit, die tägliche HAZ-Beilage zur WM zu lesen (schöne Grüße nach Hamburg und an den Bodensee).
Heute zitiert das „WM Journal“ spaltenlang die englische Boulevardpresse. Und zwar über einen hochinteressanten Vorgang, der bei uns viel zu wenig beachtet wird. Ich fasse zusammen:
Es geht um die „wags“ (wifes and girlfriends), genauer geht es um „WAGS AT WAR“.
Auf dem Spielplan steht die Erregung öffentlicher Aufmerksamkeit und da sind die Damen keineswegs so zurückhaltend wie ihre Männer auf dem Platz.
Jedenfalls gab es da bislang drei Ligen. „Premiership“ (Victoria Beckham und Rooney-Freundin Coleen Mc Loughlin), „Championship“ mit Elen Rives (Lampard) und Alex Curren (Gerrard) und die drittklassige „Conference“ mit Carly Zucker (Cole) und Abigail Clancy (Crouch).
Das Problem ist nun, dass alle wags in einem Hotel untergebracht sind und daher die überkommene Hierarchie beinahe zwangsläufig ins Wanken gerät. So ist Posh Spice Victoria mittlerweile schon ziemlich sauer auf Carly und Abigail. Einem insider vertraute sie an, dass anfangs alles „sehr nett“ gewesen sei, nun aber würden die beiden „ihren wahren Charakter“ zeigen und sich sogar erdreisten, „das Rampenlicht zu stehlen“. Und das, „obwohl sie erst fünf Minuten dabei sind“.
Conference will in die Premiership. Unglaublich.
Trainer-Freundin Nancy dell’Olio befürchtete gar, dass der Krieg „außer Kontrolle gerät“.
Doch nun ist alles wieder gut. Die Damen haben in einem Restaurant in Baden-Baden Versöhnung gefeiert. Auch Wirt Carmine ist richtig glücklich: „Es macht auch nichts, dass sie auf den Tischen tanzen, ihre Stilettos haben kein Kratzer verursacht.“
Da die Achtelfinalspiele nun durch sind, kann man ein kleines Zwischenfazit wagen (oder ist dies der falsche Fred dafür?):
Eher schwache WM!
Viele mogeln sich dermaßen durch (England, Ukraine, Italien, bis dahin Holland, ein wenig auch Brasilien), daß man ganz traurig werden kann, daß ihnen das gelingt.
Kaum Überraschungen, die ewigen Talente (Schweiz, Spanien) sind raus.
Spielerisch und taktisch kaum etwas Neues, oder? Auffällig nur, daß bislang in vielen Spielen ein knapper Vorsprung reichte, um die Sache zu halten, das heißt die Defensivabteilungen bestimmen das Spiel.
Zentrale Spieler weniger die 10er, sondern die 6er/8er, die von hinten raus das Spiel eröffnen können. Genau das übrigens, was den Roten fehlt.