Guus hat geschrieben:[
-Die Anreise hat jeweils etwa fünf Stunden gedauert
Quelle. Das ist nicht gerade kurz.
-Über Lärmbelastigung kannst du
hier lesen.
-Der Grund das ab jetzt nicht mehr in Andalusien trainiert wird kannst du
hier lesen.
Das Schöne an meine Auswahl ist, dass das unter drei unterschiedlichen Trainern stattgefunden hat.
Meine Schlussfolgerung: Nicht wirklich professioneller als dieses Jahr.
Danke für die Mühe! Die Lärmbelästigung durch die Formel-1- Probefahrten waren in der Tat misslich. Ich sehe allerdings keinen Beleg für ein unprofessionell vorbereitetes Trainingslager. Man weiß nicht einmal, ob das Hotel nicht gebucht war, bevor die Termine für die Formel-1-Tests zu diesem Zeitpunkt feststanden. Interessant ist vor allem, dass 96 offensichtlich sogar dreimal hintereinander in Jerez war und trotz der Kritik am Lärm scheinen die Vorteile diesen Nachteil zu überwiegen, wie es auch in den von dir zitierten Artikeln deutlich wird.
Am feinen Hotel Montecastillo (fünf Sterne) bei Jerez fand er „ein tolles und motivierendes Ambiente“, sogar die PS-Protze ließen die 96-Profis noch in Ruhe. Für heute haben sich aber die Formel-1-Teams von Renault und Toyota angekündigt, um auf der benachbarten Rennstrecke zu testen.
„Der Platz ist ein Traum, der Ball läuft schön auf dem weichen Rasen“, schwärmte Neururer nach dem 60-minütigen „Einführungsprogramm“ am Nachmittag.
Die Anreise ist doch nicht besonders lang. Ich kenne die Flugverbindung Hannover-Andalusien selbst. Die teureren Direktflüge sind nur rd. eine Stunde kürzer. Der übliche Strecke über Mallorca ist viel günstiger und der Anschlußflug nach Andalusien ist sehr zeitnah. Ich kann hier wirklich überhaupt kein Problem oder unzumutbare Härten erkennen.
Viele Buli-Vereine fliegen doch noch in weiter entfernte Trainingslager. Meiner Meinung nach kommt es bei einem trainingslager in erster Linie auf die Qualität der Sportstätten an, die eine Mannschaft dort vorfindet.
Was die Abneigung Heckings gegen Wintertrainingslager angeht, muss ich sagen, dass ich seine Haltung in dieser Sache nicht teile, weil ein Trainingslager eine hervorragende Gelegenheit ist, vor der Rückrunde noch mal konzentriert an den Schwächen aus der Hinrunde zu arbeiten und auch positive gruppendynamische Effekte zu erzielen. Balitsch plädiert im HAZ-Interview vom 8.1.08 übrigens auch für "Teneriffa statt Mehrkampfanlage".
Trainingslager gehören zum Standard der Erstligavereine. Ein Verzicht darauf hätte etwas bieder-provinzielles. Ich glaube nicht, dass Hecking seine Aussage aus dem Januar 2007 heute noch mal so wiederholen würde. Er hat sich ja selbst mehrfach als lernfähig erwiesen und man sollte nicht vergessen, dass 96 die erste Mannschaft ist, die er als etablierte Erstliga-Mannschaft übernommen hat.
Zur Ausgangsfrage zur Professionalität: Ich sehe in den vielen Kleinigkeiten, die hier im thread angesprochen wurden, vor allem den Hinweis, dass die Zuständigkeiten nicht klar geregelt sind und dass zuwenig kontrolliert wird, ob die Dinge erledigt wurden. Für mich sind das Anzeichen von mangelnder Professionalität. Da es bisher aber nur Kleinigkeiten betrifft, sollten wir das ganze aber auch nicht zum Popanz aufbauschen. Ich habe vor allem die Hoffnung, dass auch Hochstätter aus diesen Dingen lernt und Abhilfe schafft