Roter_Sauerländer hat geschrieben:Roter Bruder hat geschrieben:Roter_Sauerländer hat geschrieben: Das Spiel war heute keinen Deut besser oder schlechter als unter Hecking ...
Das ist einfach nur noch lächerlich.
Dann schieß dich doch nicht auf mich ein, sondern guck dir die anderen Postings an, die in eine ähnliche Richtung gehen, wie die von Uwe, Wolfgang, Tauri, OMH96 oder Superpopescu.
Bis auf tauri ist mir das nun wirklich völlig schnurz. Und der äußerst sich insgesamt deutlich differenzierter.
Es kann nicht sein, dass ein Trainer und das Ergebnis seiner Arbeit nach eineinhalb Wochen dermaßen zerfleddert wird. Völlig unabhängig von der Person.
Ich habe gestern eine erste Halbzeit gesehen, in der über weite Strecken Klasse-Fußball gespielt wurde wie seit ewigen Zeiten nicht mehr. Das war kein Zufall, sondern ein Resultat. Viel schnelleres Umschalten bei Ballbesitz und Schaffen einer Überzahlsituation in der gegnerischen Hälfte. Das hat schon in Nürnberg oft sehr gut funktioniert. Das ist eine Sache, die ein Trainer vorgibt. Das das schon nach so kurzer Zeit ziemlich gut klappt, macht mir Mut für die Zukunft. Auch die Maßnahme, Djakpa vorzuziehen, hat sich als sehr belebend für das Mittelfeldspiel herausgestellt. Gut gemacht. Hoffenheim ist zwar noch nicht so richtig in Tritt, trotzdem sind sie immer noch eine sehr spielstarke Mannschaft mit schnellen Leuten. Und die eine Halbzeit lang an die Wand zu spielen, ist nicht selbstverständlich.
Das Ergebnis dieser Spielweise waren soviel klare Torchancen, für die wir vorher zehn Spiele gebraucht haben. Die Verwertung war schlecht, keine Frage, aber das wieder alleine dem Unvermögen der Spieler zuzuschreiben, ist Blödsinn. Das war teilweise einfach Pech, nächstes Mal sind sie drin. Normalerweise führen wir mit zwei, drei Toren und Hoffenheim muss kommen. Kräftemäßig sind wir (noch?) nicht in der Lage, solch eine Dominanz länger auszuüben. Über neunzig Minuten schafft das allerdings auch überhaupt keine Mannschaft.
Verstanden habe ich allerdings beim Vergeben der klarsten Torchancen nicht, dass bei den quer gespielten Bällen nicht versucht wird, hineinzugrätschen, sondern mit einem Bein rumgestochert wird (Stajner) und dadurch die Chance wesentlich geringer ist, den Ball zu treffen.
Insgesamt war das Spiel nach dem Gegentor auf den Kopf gestellt und wir haben nicht zuletzt aufgrund der kräftemäßig sehr aufwändigen ersten Halbzeit nicht mehr so zurückkommen können. Gnadenlos wie Fußball manchmal sein kann. Ich sehe in der ersten Halbzeit einen sehr erfreulichen Ansatz, auf dem es gilt, aufzubauen.
Wenn Du hier festgestellt zu haben meinst, dass die Art Fußball zu spielen die Gleiche war wie bei Hecking, dann fühle ich mich verarscht und lasse mich manchmal zu entsprechenden Kommentaren hinreißen. Ebenso unvertändlich die Aussage, dass "klar wurde, dass Bergmann der falsche Trainer ist". Unfassbar. Genau wie jeder neue Spieler muss auch und gerade ein neuer Trainer mindestens die gleiche Zeit bekommen, um sich einzuarbeiten.
Insgesamt ärgert es mich, wenn hier wieder Miesmacherei betrieben wird, statt die durchaus erfreulichen Ansätze sehen zu wollen. Wie und wo wir in zehn Spielen stehen, weiß ich auch nicht. Ich weiß aber ganz genau, dass ich gestern in der ersten Halbzeit den Fußball gesehen habe, den uns Hecking schon vor drei Jahren versprochen hat.
Jetzt noch bis Montag einen guten RV und OM aus dem Hut zaubern und die größten Schwachstellen sind behoben. Aber das ist wahrscheinlich etwas viel verlangt.
Da sprach der alte Häuptling der Indianer (respektive der indigenen Volksgruppe): "Wild ist der Westen, die Roten sind die Besten!" (frei nach Gus Backus, Ehren-Medizinmann vom Stamme der Roten Riesen).