Pagelsdorf hat geschrieben: (...)
Auffällig für mich ist aber besonders, dass 96 die ganze Zeit über kämpft und die Zweikämpfe sucht. Und das ziemlich fair. Ich glaube es gab sogar gar keine Karte in dem Spiel. Und dennoch eine Menge Zweikämpfe.
Doch - es gab zwei gelbe Karten für Freiburg zum Ende der 2. HZ u.a. wegen eines ziemlich fiesen Fouls an Pinto. Übrigens Stark fand ich gestern auch stark. Auch das hat dazu beigetragen, dass das Spiel sehr unterhaltsam war.
Auch wenn die Defensivleistung gestern nicht das Gelbe vom Ei war, sollte die Kritik auf dem Teppich bleiben. Immerhin gibt es nicht mehr so viele Rückpässe und nicht soviel ideenloses Quergeschiebe in der Abwehr. Und mit Haggui hat ein Abwehrspieler sogar ein Tor gemacht. Fromlowitz hatte gute und schwächere Szenen. Seine Leistung gestern fand ich eher durchschnittlich. Aber es ist gut zu wissen, dass wir auch ohne Enke bei einem so offensiven Spiel die Gegentore im Rahmen halten können.
96Sachse hat geschrieben:Die Zuschauerfrequenz ist ein Resultat aus den überschaubaren Leistungen in den drei vorherigen Heimspielen. Dem namenlosen gegner! Dem überschaubaren Wetter! Den neuen Preisen und den nicht unbedingt feierwürdigen, bisherigen Leistungen! Daran werden solche Spiele wie Freiburg wenig ändern, da bedarf es einer erkennbaren, kontinuierlichen Veränderung der Spielweise und der Ergebnisse!
@ 96sachse. Manchmal solltest du vielleicht schon einen Blick auf die Statistik werfen, bevor du deine Schlüsse ziehst.
Tatsache ist, dass dieser Rückgang der Zuschauerzahlen schon in der Rückrunde der letzten Saison einsetzte. Deine Behauptung, das sei auf die mangelnde Attraktivität und Punktausbeute nur der letzten drei Heimspiele (also nur die unter Bergmanns Leitung!) zurückzuführen, ist schlicht falsch und der Versuch Bergmanns Arbeit zu diskreditieren. Das finde ich ziemlich unfair. Vor allem wo du so viel Geduld mit Hecking eingefordert hast.
Selbst traditionell ausverkaufte Spiele wie gegen Schalke waren in der letzten Rückrunde nicht ausverkauft. Mit dem letzten Spiel unter Hecking erreichte der Rückgang seinen vorläufigen Tiefpunkt (28.952 Zuschauer gegen Mainz) und war für Kind offensichtlich der Auslöser dafür, dass er sein Festhalten an Hecking aufgab.
In den ersten Heimspielen unter Bergmann kamen auch weniger Zuschauer als erhofft, aber sie lagen im Großen und Ganzen im Soll (43.754 gegen Dortmund und 34.122 gegen Hoffenheim).
Gegen den nächsten Aufsteiger Freiburg wurde der Minusrekord des letzten Hecking-Spiels jetzt noch einmal marginal unterboten mit 28.417 Zuschauern. Freiburg ist allerdings ein wenig spektakulärer Aufsteiger. Im Gegensatz zu Mainz hat er auch nicht die Aura des beherzt kämpfenden Kellerkindes. Das trägt zum Desinteresse der Eventzuschauer sicher bei. Der hohe Sieg und die unterhaltsame Spielweise wird sicher dazu beitragen bei einigen die Lust auf 96 wieder zu wecken. Auch wenn ich dir zustimme, dass jetzt eine kontinuierliche Entwicklung dazukommen muss, um die Zuschauerzahlen wieder nach oben zu bewegen. Übrigens war das Wetter bei allen Heimspielen dieser Saison bislang gut bis sehr gut!
Einen schwerwiegenden Grund hast du genannt, von dem ich auch befürchte, dass er wesentlich zum Besucherrückgang beigetragen hat - nämlich die gestiegenen Preise. Mich beschleicht das deutliche Gefühl, dass die Hannoveraner hier auch gegenüber der Vereinsführung ein klares Zeichen setzen wollen. Da wird es dann allerdings für jeden Trainer schwer, die Leute wieder zurückzuholen!