Roter_Onkel hat geschrieben:Wenn sich alle anderen BuLi-Vereine dagegen sperren, muss halt durch ein Gericht Recht gesprochen werden und nun mal ganz ehrlich, was spricht denn gegen 50+1. Niemand ist gezwungen das mitzumachen, oder?
Viele andere haben es schon gepostet, was ist den mit den Werksclubs inkl. Hoffenheim? Warum bekommt der FCB die dicke Kohle, hat Audi da kein Mitspracherecht?
Bei Schlacke04 steigt die Stadt mit ein, was ist denn das für eine Art Sponsoring?!
S04 ist pleite, hat aber nen Kader, man man man.
Wenn H96 jetzt auch dicke schulden machen würde, dann könnte man auch den einen oder anderen Millionentranfer durchziehen. MK macht das aber nicht, weil Schulden nicht gut sind. Wenn nun 50+1 kippt und sich ein Sponsor oder Investor findet, dann kann hier bei H96 alles ganz schnell gehen mit guten neuen Spielern. Haben die Grossen in der BuLi da Angst vor?!
Und wer sagt eigentlich, das derjenige , der 50+1 Anteile hält eigentlich die Geschicke alleine bestimmt? Da kann man doch sicher so einiges vertraglich regeln.
Viele Grüsse aus Neu Delhi
Martin
Jetzt geht aber einiges hier durcheinander. Kind ist kein Querdenker, sondern ein Querulant. Er ist es, der aus einer freiwilligen Solidargemeinschaft ausgeschert ist, die sich in ihrer Satzung gemeinschaftlich auf die 50+1-Regel geeinigt hatte und den Willen zur Beibehaltung dieser Regel in der kürzlich von Kind erzwungenen Abstimmung eindrucksvoll bewiesen hat. Niemand in der DFL (!!!) außer 96 will diese Regel abschaffen. Und man darf getrost davon ausgehen, dass die anderen Vereine nicht doofer sind als 96! Die 50+1- Regelung dient einem übergeordneten sportpolitischen Ziel - nämlich der Unterstützung des Breitensports Fußball, der in Deutschland immer noch an den Vereinen hängt. Wenn die Regel kippt, haben wir bald wirklich die Söldnertruppen, die hier im Forum doch jetzt schon so vehement beklagt werden.
Kind ist ausgeschert! Es ist ein Hohn zu behaupten, er habe nach Kompromissen gesucht. Denn sein Alleingang für die Abschaffung von 50+1 war ein einseitiges, satzungswidriges Ausscheren um einseitige Vorteile für sich selbst zu schaffen. Seine Klagedrohung ist nichts als Versuch, den DFB/die DFL und damit die anderen Vereine zu erpressen.
96 wird Kind als Hauptsponsor schlicht zu teuer und er hofft durch die Abschaffung von 50+1 leichter an neue Groß-Investoren zu kommen. Warum die das allerdings nach der Abschaffung von 50+1 eher tun sollten, weiß Kind allein.
Denn nachdem mögliche Investoren mitbekommen haben, dass Kind einen fußballverrückten, lokalpatriotischen Multimillionär wie Maschmeyer die Lust an 96 vergällt hat, weil er Maschmeyer zwar mitzahlen lassen wollte aber nicht mitbestimmen lassen wollte, wird jeder sich fragen, warum er sich den gleichen Tort antun sollte wie Maschmeyer es getan hat. Der hat sich zurückgezogen, weil er keine Lust auf kleinkarierte Gesellschafterscharmützel hatte.
Die von Kind behauptete Wettbewerbsverbesserung für 96 ist ja auch nichts als ein frommer Wunsch. Kind will ja ausdrücklich keine überregionalen Sponsoren. Damit wäre Audi z.B. schon aus dem Rennen. Der FCB hat übrigens Audi lediglich mit 10 % beteiligt - und zwar schon jetzt
bei bestehender 50+1-Regel. Warum schafft das unser Maddin nicht? Er könnte auch VW ,Conti, oder sonstwen mit 10 %, 20% oder sogar 49,9% schon jetzt ins Boot holen. Dann hätten wir auch genug Kohle für einen teureren Kader!
Dass es diese Investoren bislang bei 96 nicht gibt, hat etwas mit Vertrauen der möglichen Investoren in die jeweilige Vereinsführung zu tun. Die neueste Finanzentwicklung bei 96 auf die fachwerk noch mal so treffend hinweist, ist da auch kein Argument
für Investoren.
Und dann zu Schalke! Kind sollte lieber kleine Brötchen backen, bevor er sich darüber aufregt, dass Schalke von der Stadt unterstützt wird. Davon einmal abgesehen, dass es in der Tat schwierig ist, wenn öffentlich-rechtliche Gelder für die Belange eines Fußballvereins ausgegeben werden, ist festzuhalten, dass auch 96 sein WM-Stadion mit sehr viel öffentlich-rechtlichen Geldern finanziert hat. Die Stadt und das Land haben rund 20 Millionen Euro (!!!) für den Bau des Stadions zur Verfügung gestellt, die sie nicht mehr zurückerhalten werden. Wer nach einer solchen Zuwendung von öffentlichen Mitteln mit dem Finger auf andere zeigt, die das gleiche tun, hat ein echtes Wahrnehmungsproblem!
magaScene: Wer sitzt in der Betreibergesellschaft der Hannover 96 Arena GmbH & Co. KG? Wer hat die AWD-Arena finanziert?
Vehling: Die Hannover 96 Arena GmbH & Co. KG steht im Eigentum der Hannover 96 Sales & Service GmbH & Co. KG. Hinter dieser Gesellschaft verbirgt sich ein Zusammenschluss mittelständischer Unternehmen und Unternehmer aus Hannover. Die Sales & Service GmbH & Co. KG hat auch alle Mittel aufgebracht, um die AWD-Arena zu bauen, und zwar in folgender Form: Gut 20 Millionen Euro sind öffentliche Mittel, als so genannter „verlorener Zuschuss“ aufgewendet worden. Den haben Land, Stadt und Region beigesteuert. Das ist gewissermaßen das Eigenkapital. Rund 40 Millionen Euro sind fremdfinanziert, zur Hälfte von der Nord/LB und der Sparkasse Hannover und zur zweiten Hälfte über einen KfW-Kredit. Die Mittel der Kreditanstalt für Wiederaufbau werden abgesichert mit öffentlichen Bürgschaften. Daneben ist die Gesellschaft mit weiteren fünf Millionen Euro Kommanditkapital ausgestattet, das nur dazu da ist, die Arena GmbH & Co. KG im Falle eines Abstiegs aus der 1. Liga und den damit verbundenen Mindereinnahmen abzusichern.Quelle: Interview mit dem damaligen Stadiongeschäftsführer in der Zeitschrift magaScene vom 12.5.2005