die psychologischen aspekte des trainings sind natürlich am schwierigsten, bis gar nicht, für aussenstehende zu beurteilen. da erkennt man gerade noch welche übung auch teambildende zwecke beinhaltet, oder welcher spieler gerade besonders geprickt wird, um ihn wachzurütteln.
aber nachvollziehen, wann das training konditionell angezogen, oder entspannt werden muß, oder ob es psychologische aspekte hat, kann man nicht, da man ja nicht die nötigen leistungsdaten der spieler hat.
zudem müssen die spieler für ihre guten leistungen ja auch belohnt werden, sie sollen ja auch etwas von ihren siegen haben. es ist also klar, das die stimmung gelöster, und alles ein wenig lockerer ist. die schwierigkeit ist es trotzdem die konzentration hochzuhalten, und vor dem nächstem spiel wieder die nötige spannung aufzubauen. das siegen ist ja schließlich keine selbstverständlichkeit, sondern der ungebremsten einsatzfreude geschuldet.
hier haben einige spieler gewiss eine vorbildfunktion. besonders pinto, schmiedebach, und stoppelkamp sind auch im training absolute vorbilder an einsatz und lauffreude - und sie ziehen die anderen weitgehend mit. diese einstellung/ bereitschaft ist unter slomka gewachsen, hat aber auch mit den veränderungen im team zu tun. brugging war meiner meinung nach ein negativ motivator, und wurde deshalb von slomka um seine sonderstellung beschnitten und zurückgestuft - ein sehr weiser schritt im nachhinein.
wenn ich slomka selbstgefällig nenne ist das bestimmt überzogen.
von ihm fällt nach der verzwickten letzten saison, und nach dem gutem lauf jetzt, einfach auch nur der druck ab. er wird nicht mehr so kritisch gesehen, und muß nicht mehr hinter jeder frage einen angriff auf seine methoden vermuten. das lässt ihn fröhlich liedchen trälernd durch die gegend schwadronieren - und es sei ihm auch gegönnt. um zu verdeutlichen was ich mit selbstgefällig meine müßte ich anokdoten vom trainigsrand erzählen, was ich aber nicht will, denn slomka soll diese ungenierten/unbeobachteten momente gerne weiter geniessen und beibehalten.
nach dem elversbergspiel war slomka doch schon fast wieder weg vom fenster. jetzt nach 9 spieltagen kann er endlich mal ohne den absolutem erfolgsdruck morgens aufstehen. ich wünsche ihm eine richtig entspannte saison, und einen angemessenen neuen vertrag. dann wird sich auch bei ihm eine andere selbstverständlichkeit einstellen. ein ruhiges umfeld im verein und in der presse, und ein nicht übersteigerter erfolgsdruck wären für slomka eine neue erfahrung ls hauptverantwortlicher trainer - er wird da einen entwicklungsschritt machen, wie der auch immer aussehen wird.
so, ich gebe zurück zum training

, und deiner eigentlichen frage
baddelz:
der trainingshöhepunkt liegt immer in der wochenmitte. nach dem spiel wird regeneriert, und vor dem spiel wird keine unnötige kraft verschwendet. bei hecking gab es diesen höhepunkt in der mitte der woche nicht. die intensität an diesen tagen ist unter slomka sehr hoch. diesem umstand wird die kondition für 90min mit hohem laufpensum zu verdanken sein.