50+1: Den deutschen Fußball dem Kapitalmarkt öffnen?

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DerRoteCoyote
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Re: 50+1: Den deutschen Fußball dem Kapitalmarkt öffnen?

Beitrag von DerRoteCoyote »

Hier mal aus dem ARD-Videotext etwas kompakter zusammengefasst:
Die 50+1-Regel im deutschen Profilfußball bleibt bestehen, die "Lex Leverkusen und Wolfsburg" wird abgeschafft: Das DFB-Schiedsgericht stimmte dem Änderungsantrag von Hannovers Präsident Martin Kind zu. Damit können in Zukunft alle Bundesligisten mit Investoren zusammenarbeiten, die seit mehr als 20 Jahren im Verein aktiv sind.
RE1

Opa raus!!!
Bemeh
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Re: 50+1: Den deutschen Fußball dem Kapitalmarkt öffnen?

Beitrag von Bemeh »

Es gilt nur für Investoren, die sich bereits 1979 - 20 Jahre vor dem Stichtag 1999 - aktiv bei 96 betätigt haben. Wer kann das sein? Rossmann, VW, Conti,....? Keine Ahnung.

Er selbst kann es nicht sein. Das steht schon mal fest.

Edith:
Nach Studium neuer Quellen muss ich den ersten Absatz ändern:

Es gilt nur für Investoren, die sich bereits 20 Jahre aktiv bei 96 betätigt haben. Wer kann das sein? Rossmann, VW, Conti,....? Keine Ahnung. Oder Kind selber ab 2017.
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RR
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Re: 50+1: Den deutschen Fußball dem Kapitalmarkt öffnen?

Beitrag von RR »

hier der Link zum Kicker:

http://www.kicker.de/news/fussball/bund ... nicht.html

hier in der Frankfurter Rundschau steht aber dass der Stichtag in 1999 entfällt:

http://www.fr-online.de/sport/teilerfol ... tTeaser/-/
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nocci96
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Re: 50+1: Den deutschen Fußball dem Kapitalmarkt öffnen?

Beitrag von nocci96 »

Also wird es warscheinlich Rossmann der sein gutes Geld in den Verein pumpt.

Die wollen dieses Jahr ordentlich Umsatz machen.
2011 wolle der Einzelhändler mit fast 2400 Filialen in sechs Ländern erstmals die 5-Milliarden-Euro-Marke beim Umsatz knacken.
http://www.haz.de/Nachrichten/Wirtschaf ... atz-machen
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Gunther
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Re: 50+1: Den deutschen Fußball dem Kapitalmarkt öffnen?

Beitrag von Gunther »

hä? :noidea:

also entweder kann ich nicht mehr lesen oder was?....
die meldungen widersprechen sich doch.
wurde nun "Lex Leverkusen" abgeschafft?...(und wolfsburg u. leverkusen müssen insolvenz beantragen. :mrgreen: )
oder darf Maddin nun die mehrheiten an investoren verscherbeln?

was denn nun? :noidea2:
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Re: 50+1: Den deutschen Fußball dem Kapitalmarkt öffnen?

Beitrag von nocci96 »

Lex bedeutet doch das nur die beiden Vereine das Recht haben die 50+1 Regel zu brechen.Nun dürfen es alle weil die Lex abgeschafft wurde.
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Gunther
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Re: 50+1: Den deutschen Fußball dem Kapitalmarkt öffnen?

Beitrag von Gunther »

achso :?
mist!
und ich dachte schon, Maddin mutiert zu meinem helden. :mrgreen: :mad:
nocci96
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Re: 50+1: Den deutschen Fußball dem Kapitalmarkt öffnen?

Beitrag von nocci96 »

Jetzt interessiert mich nur noch eins, wann kommt Messi?
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Gunther
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Re: 50+1: Den deutschen Fußball dem Kapitalmarkt öffnen?

Beitrag von Gunther »

morgen, denn übermorgen isses zu spät. :mrgreen:
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Re: 50+1: Den deutschen Fußball dem Kapitalmarkt öffnen?

Beitrag von nocci96 »

Schade wird wohl nichts mit Messi.
Hat die Entscheidung kurzfristig Einfluss auf die Struktur von Hannover 96?

„Erstmal bedeutet das gar nichts. Ich nutze jetzt die Zeit, um Gespräche zu führen mit alten Weggefährten oder alten Gesellschaftern. Das wird sich aber eher mittelfristig bemerkbar machen. Es gibt keinen Zeitrahmen. Ich denke mal, dass wir in den letzten Jahren unseren Job nicht so schlecht gemacht haben. Mit dem Erreichen der Gruppenphase in der Europa League ist die Aufbauarbeit erstmal abgeschlossen. Dass die Entscheidung jetzt gefallen ist, passt natürlich zeitlich sehr gut rein.“
http://www.faz.net/artikel/C30127/50-1- ... 94051.html
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Re: 50+1: Den deutschen Fußball dem Kapitalmarkt öffnen?

Beitrag von aussiedler »

Dennoch darf der Club seine Anteile nicht an irgendeinen Kapitalgeber verscherbeln. Wenn jemand mehr als 20 Jahre im Klub taetig ist, dann darf er die Mehrheit uebernehmen.

Nun zu der eigenltlichen Thematik:

Fuer mich ist diese Aktion zum ersten ein Vorteil fuer Spieler. Da die Vereine nun mehr Geld zur Verfuegung haben koennten, wenn sie denn wollen (mal ehrlich: wer wuerde das nicht wollen?) werden die Kaempfe um die Spieler langfristig gesehen immer intensiver. Da, wie gesagt, mehr Geld im Spiel ist, wrid ein Verein den Zuschlag erhalten, der bereit ist, dem Spieler am meisten Gehalt zu zahlen.

Diese Entwicklungen koennen wir bereits bei den bekannten Vereinen, fuer die 50+1 bisher nicht gegriffen hat Wob und Bayer, beobachten. Als Beispiel moechte ich hier Diego bei Wob und Ballack bei Bayer nennen. Beider verdienen laut Geruechten ueberdurchschnittlich gut. Ohne diese Umstaende waeren wohl beide Spieler nicht zu den jeweiligen Vereinen gewechselt. Natuerlich regiert das Geld im bezahlten Fussball, wo man nur hinschaut. Ich sehe jedoch die Gefahr, dass es zum Teil ein unkontrolliertes Wettbieten geben koennte. Denn beide Spieler haben den Beweis nicht geleistet, dieses Geld auch wert zu sein. Das Gehalt steht also in keinem vernuenftigen Verhaeltnis zu den Leistungen. Ich vermute, dass viele Spieler bei den Bayern weniger verdienen als Ballack oder Diego, dafuer aber auch auf dem Platz zeigen, was sie drauf haben. Der sportliche Nutzen muss daher auch in Frage gestellt werden.

Was mich in der aktuellen Situation zuversichtlich stimmt, ist, dass MK meinte, dass kurzfristig die Infrastruktur, dabei besonders das NLZ, ausgebaut werden soll. Das ist in meinen Augen auf jeden Fall eine lohnende Investition, die Sinn macht. So koennen wir in Zukunft evtl. mehr eigene und sehr gute Talente hervorbringen. (Ich moechte hier nicht die Nachwuchsarbeit kritisieren. Wir haben bereits gute Spieler aus der eigenen Jugend. Keine Frage. Aber an die Leistungen von Gomez oder Goetz kommt auch unser Kocka nicht heran). Eine spuerbare Investition in die Mannschaft sei erst mittelfristig (also in einem Zeitraum von ca. 5 Jahren) geplant. Weiterhin koennte das zur Verfuegung stehende Geld auch dazu verwendet werden, Leistungstraeger laengerfristig an den Klub zu binden, so dass Verkaeufe nicht mehr so zwingend notwendig sind. Mir ist auch klar, dass wir vor dieser Saison keinen Leistungstraeger abgeben mussten. Waere dies jedoch auch der Fall gewesen, wenn wir mal ein "Megatalent" in unseren Reihen gehabt haetten? Ich weiss es nicht.

Fazit: Ich finde die kurzfristige Planung von Martin Kind gut und richtig. Auf lange Sicht gesehen, habe ich jedoch die Befuerchtung, dass die Spielergehaelter weiter steigen werden.
Wenn dir deine Träume keine Angst machen, dann sind sie nicht groß genug.
Gunther
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Re: 50+1: Den deutschen Fußball dem Kapitalmarkt öffnen?

Beitrag von Gunther »

aussiedler hat geschrieben:Auf lange Sicht gesehen, habe ich jedoch die Befuerchtung, dass die Spielergehaelter weiter steigen werden.
von daher wäre es eigentlich "einfacher" geswesen, die Lex-Leverkusen u. Lex-Wolfsburg (wortwörtlich!) zu streichen.
dann hätten auch alle vereine die gleiche chance ohne sich investoren gegenüber zu prostituieren.
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Re: 50+1: Den deutschen Fußball dem Kapitalmarkt öffnen?

Beitrag von Gothia »

nocci96 hat geschrieben:Lex bedeutet doch das nur die beiden Vereine das Recht haben die 50+1 Regel zu brechen.Nun dürfen es alle weil die Lex abgeschafft wurde.
Genaugenommen ist "Lex" einfach nur das lateinische Wort für Gesetz.
Die (Gesetzes-)Norm wurde jedoch "Lex Leverkusen bzw. Wolfsburg" genannt, weil danach die Mehrheit von Investoren als Ausnahme zur 50+1 Regel möglich war, welche "vor dem 1.1.1999" bereits 20 Jahre aktiv in der Vereinsförderung waren. Dies traf/trifft schlichtweg nur auf die beiden genannten Vereine zu. Gestrichen wurde nun nur das Beurteilungsdatum d.h. 50+1 bleibt zwar weiter bestehen, Leverkusen und Wolfsburg können auch weiterhin Melonen von Bayer oder VW abschöpfen, allerdings können dies auch alle anderen Vereineals Ausnahme zu 50+1, welche einen Sponsor -20 Jahre (vom heutigen Zeitpunkt) haben.
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Re: 50+1: Den deutschen Fußball dem Kapitalmarkt öffnen?

Beitrag von nocci96 »

Es wird auf lange Sicht steigende Spielergehälter geben.Stars aus dem Ausland werden auch vermehrt in die Bundesliga strömen.
Das ganze endet in einer Insolvenz.

Jetzt sind die Geschäftskünste der Macher gefragt.Kind wird das Kind schon schaukeln. :nuke:
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Re: 50+1: Den deutschen Fußball dem Kapitalmarkt öffnen?

Beitrag von El Filigrano »

Kind sagt: „Wie begrüßen dieses Urteil, es bestätigt unsere Rechtsauffassung. (…) Wir konnten deshalb auch einer Lösung den Weg ebnen, bei der es grundsätzlich bei der bisherigen 50+1-Regelung bleibt und die es in der vom Gericht festgelegten Fassung gleichzeitig ermöglicht, dass unsere speziellen Interessen gewahrt werden sowie die berechtigten und vernünftigen Motive der 50+1-Regelung erhalten bleiben.“

Ligapräsident Rauball sagt: „Das Urteil ist in der Gesamtbetrachtung ein Erfolg für die Vereine und Kapitalgesellschaften des Ligaverbandes. Das Entscheidende ist: Die 50+1-Regel bleibt im Kern erhalten. Im deutschen Profifußball werden Investoren weiterhin nur im Ausnahmefall und sehr eingeschränkt die Stimmenmehrheit bei einzelnen Klubs übernehmen können. (…) Wir müssen auch künftig keine spanischen, italienischen oder englischen Verhältnisse fürchten."

Daraus folgt:
1. Kind hat seinen zentralen Punkt (50+1 verstoße gegen geltendes Recht) fallen gelassen. Das bedeutet: Die Angelegenheit ist keineswegs endgültig geklärt, der Klageweg steht nach wie vor offen. Zum Beispiel für irgendwelche Strohmänner von Red-Bull-König Mateschitz.
2. Für so genannte Investoren gibt es hohe Hürden, dies gilt insbesondere für die 20-Jahres-Frist. Heuschrecken und Profilneurotiker mögen das sicher nicht.
3. Im Jahr 2017 hört Hannover 96 auf als Verein zu existieren. Hannover 96 wird dann zu einer privaten Veranstaltung Martin Kinds (und anderen Investoren).

Ich möchte gerne wissen, was hinter Rauballs Hinweis steht, dass die Stimmenmehrheit nur „sehr eingeschränkt“ übernommen werden könne. Dieses Kleingedruckte könnte noch sehr interessant werden.
„Dass wir den Aufstieg nicht schaffen, wird nicht passieren." Martin Kind
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Re: 50+1: Den deutschen Fußball dem Kapitalmarkt öffnen?

Beitrag von Bemeh »

Folgerung 3 möchte ich widersprechen. Ich glaube nicht, dass Martin Kind bereits heute so zäh für eine Lösung kämpft, die ihm die Macht erst in 6 Jahren bringt, wo er bereits 72 oder älter ist. Außerdem nennt er das NLZ als erste Inventitionsmaßnahme. Da kann er sicherlich nicht 6 Jahre warten. Das Ganze kann sein Ziel eigentlich nicht sein. Eher denke ich, dass da irgendso ein Rossmann oder so hinter der Tür steht.

Wer weiß denn, welche Firma sich bereits vor 20 Jahren beträchtlich bei 96 engagiert hat?
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Re: 50+1: Den deutschen Fußball dem Kapitalmarkt öffnen?

Beitrag von nocci96 »

Rauball kündigte an, die geforderte Streichung der Stichtagsregelung in die Gremien einzubringen und auf einer der nächsten Mitgliederversammlungen zur Abstimmung zu stellen. «Die Bundesliga behält ihren unverwechselbaren Charakter und kann weiter auf die Faktoren setzen, die in den vergangenen Jahrzehnten entscheidend zum Erfolg beigetragen haben: Stabilität, Kontinuität, Vorrang des Wettbewerbs und gelebte Bodenständigkeit», sagte Rauball.
http://www.augsburger-allgemeine.de/spo ... 97846.html
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Re: 50+1: Den deutschen Fußball dem Kapitalmarkt öffnen?

Beitrag von kirsche »

El Filigrano hat geschrieben:Ich möchte gerne wissen, was hinter Rauballs Hinweis steht, dass die Stimmenmehrheit nur „sehr eingeschränkt“ übernommen werden könne. Dieses Kleingedruckte könnte noch sehr interessant werden.
Hinter "sehr eingeschränkt" vermute ich die Ausnahmeregelung, dass ein Investor bereits 15 Jahre in den Verein investiert hat.

Ein Gentleman-Agreement zwischen Rauball und Kind. Kind verzichtet auf die Klage und Rauball "verzichtet" vorsichtshalber auf ein Urteil eines europäischen Gerichtes, dass die Bundesliga auf den Kopf stellen könnte. Ich werte das als Punktsieg für Kind.

Ich stimme Dir zu, dass das Kleingedruckte noch von Bedeutung sein könnte. Aktuell sehe ich aber niemanden, der eine Klage führen wollte. Der Brauseclub als auch Hopp können Ihre Interessen auch so durchsetzen.
Bemeh
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Re: 50+1: Den deutschen Fußball dem Kapitalmarkt öffnen?

Beitrag von Bemeh »

Die Informationen werden immer konkreter. T-Online schreibt:
Kind kann 2017 Hannover 96 übernehmen
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Re: 50+1: Den deutschen Fußball dem Kapitalmarkt öffnen?

Beitrag von RR »

Danke Bemeh für den T-Online-Artikel. Dadurch wird doch vieles klarer. Ich bin mir sicher, dass bald etwas passiert in Richtung Kapitalerhöhung, damit 96 so bald wie möglich in den "Genuss" neuen Geldes kommt.
Ich hoffe auf Herrn Rossmann, dass dieser groß einsteigt, das würde unsere Möglichkeiten mit einem Schlag erheblich verbessern. Derartige Mittel wie Herr Hopp werden da wohl nicht fließen, aber wir haben ja auch immer noch die Financial Fair Play-Regel, die beachtet werden muss.
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