Ich möchte mal eine etwas andere Betrachtung ins Gespräch bringen, nämlich die Frage welchen Job Martin Kind bei 96 eigentlich hat und welche Ziele verfolgt werden (werden müssen). Mangels verständlicher Zahlen/Betrachtungen zur Konzernstrategie von Hannover 96 verlinke ich einen Artikel aus spielverlagerung.de über den BVB
http://spielverlagerung.de/2013/03/28/b ... n-rivalen/" target="_blank
Ich kann seine Lektüre nur nachdrücklich empfehlen, wenn man seine Horizont in Hinblick auf das "Fußballgeschäft" erweitern möchte. - So machen beispielsweise die Zuschauereinnahmen beim BVB nur 14% des Gesamtumsatzes aus.
Noch krasser wird es, wenn man die Zuschauereinnahmen mit den Einnahmen aus der CL-Vermarktung gegenüberstellt. Letztere dürften in dieser (erfolgreichen) CL-Saison erstmals über den Zuschauer
gesamteinnahmen einer kompletten Saison (mit allen drei Wettbewerben inkl. Freundschaftsspielen) liegen
Das ist zwar auf 96 nicht 1:1 übertragbar, liefert aber einen wichtigen Hinweis darauf, wie die Verhältnisse der Zuschauereinnahmen in Hinblick auf Anteil/Wichtigkeit am und für das Gesamtergebnis auch bei uns wirklich aussehen und wo Martin Kind erklärtermaßen hin will. - Wir alle lieben ihn für seinen Spruch in Sachen "Entwicklung der Marke". Am Beispiel des BVB können wir wunderbar nachvollziehen, was er damit eigentlich meint!
Dieser Thread wird ja auch ziemlich häufig benutzt, um Martin Kinds Verhältnis zu den Fans zu beschreiben. Ich glaube: Nur wenn man sich ein genaues Bild von seiner Arbeit für 96 macht, kann man ihn als Gesprächspartner wirklich verstehen. Und nur dann kann man wohl auch verstehen, dass gewisse Fanbelange weder subjektiv noch objektiv ganz oben auf seiner Agenda stehen.
Wer dies auf der Grundlage der o.a. Erkenntnisse durchdenkt, wird schnell zu dem Schluß kommen, dass Rücktrittsforderungen an Kind, weit ausserhalb des Bereichs der wirtschaftlichen Realität liegen. Einfach ausgedrückt:
Der Fan an sich und als solcher hat bereits erheblich an wirtschaftlicher Bedeutung für den Verein/Konzern verloren.