OH96 hat geschrieben:Bitte beachtet aber, daß es in unserer Nordkurve offenbar mittlerweile durchaus normal ist, daß man mit - den in unserem Stadion eigentlich verbotenen - Lonsdale-Klamotten rumläuft und daß Springerstiefel und extrem kurze Haare kein Anlaß dafür sind, daß die Ordner wenigstens mal hinschauen... Klar, nur Äußerlichkeiten, ne...?
Warum sollten denn die Lonsdale Klamotten verboten sein? Die sind m.M.n, nicht eindeutig den Rechten zu zuordnen. Wenn ich mich richtig erinnere wurde diese Kleidung vor allem vom einfachen Arbeiter und der unpolitische Skinheadszene in England getragen. Für den Boxsport haben sie auch ne Menge hergestellt.
Aber vielleicht bin ja auch nicht auf dem neuesten Stand.
Moin Picard96... Lonsdsale ist eine prima Sportmarke aber leider wurden die Shirts u.ä. von den Faschos getragen, weil bei nur halb geöffneter Jacke lo---NSDA---le steht,.. also NSDAP ohne P.
Um das zu vervollkommnen gibt es seit geraumer Zeit die Klamottenfirma coNSDAPle... leider
Verboten sind weiterhin Kleidungsstücke, deren Herstellung, Vertrieb oder Zielgruppe nach allgemein anerkannter Auffassung einen rechtsextremen Bezug dokumentiert wie zum Beispiel die Bekleidungsmarken Thor Steinar, Consdaple, Div. MaxH8 oder Erik and Sons.
Lonsdale ist hier zurecht nicht genannt, da es sich um eine Entfremdung der Marke handelt. Genauso erging es in den 90ern auch der Marke Fred Perry, nicht zuletzt wegen eines schwarzen Polos mit weiß-rotem Kragenstreifen. Beide Marken haben sich eindeutig öffentlich positioniert und den Vertrieb in bestimmten Kreisen auch aktiv zu unterbinden versucht.
Nicht zuletzt aufgrund dessen haben geschäftstüchtige Rechte ihre eigenen Identifikationsmarken auf den Markt gebracht (und sie dann an arabische Großinvestoren gewinnbringend verkauft --- s. Thor Steinar)
Ok, danke für die Aufklärung, Gothia. Dann hatte ich das mißverstanden - ich war tatsächlich davon ausgegangen, daß Lonsdale zu den verbotenen Marken gehören würde.
playmaker hat geschrieben:Interessant, was sich dort so im Stadion rumtreibt...
Du liebe Zeit, jetzt peile ich erst, was es mit diesem Typen da auf sich hat. Ich wusste doch, irgendwo haste den schon mal gesehen ...
Naja, dann schon mal viel Spaß mit solchen "Edelfans" in der Bundesliga.
Gut, das über die Auf,- und Absteiger im Fußball jedes Jahr entschieden wird, und nicht wie in der Politik gleich für 4 oder 5 ...
Nun ja- wenn jemand nur als reiner Fußballfan ohne jegliche weitere Absichten in ein Stadion geht, ist das aus meiner Sicht noch nichts verwerfliches- solange man keine rechtsextremistischen Dinge äußert bzw. verbotenes Outfit trägt. Da sehe ich jetzt noch keinen Grund für ein Stadionverbot- rein formell. Selbstverständlich hat jeder Verein auf seinem Gelände bzw. auf seiner Veranstaltung das Hausrecht und kann jedermann den Zutritt verwehren- und das sogar ohne Angabe von Gründen.
Spieler vertragen kein Lob. Sie müssen täglich die Peitsche im Nacken fühlen. Max Merkel
malu57 hat geschrieben:Nun ja- wenn jemand nur als reiner Fußballfan ohne jegliche weitere Absichten in ein Stadion geht, ist das aus meiner Sicht noch nichts verwerfliches- solange man keine rechtsextremistischen Dinge äußert bzw. verbotenes Outfit trägt. Da sehe ich jetzt noch keinen Grund für ein Stadionverbot- rein formell. Selbstverständlich hat jeder Verein auf seinem Gelände bzw. auf seiner Veranstaltung das Hausrecht und kann jedermann den Zutritt verwehren- und das sogar ohne Angabe von Gründen.
Genau so sehe ich das auch. Niemand will Rechte Fans in den Stadien haben, aber wenn ich sie einfach ausperre nur weil ihre "Gesinnung" mir nicht passt dann bin ich doch nicht besser als sie. Nazis akzeptieren ebenfalls keine andere Gesinnung und Toleranz, deswegen sollten wir besser damit umgehen . . .
Ich habe mir mal die Facebook-Seite von diesem Apfel angesehen. Dabei hatte ich ein extrem ungutes innerliches Gefühl. Ganz seltsam. Auf den ersten Blick scheint er kritische Beiträge zu löschen, denn von denen habe ich nur einen (sachlichen) gesehen. Ansonsten wird mir einfach nur übel bei dem, was ich da lese.
"God made us number one 'cause he loves us the best
Well he should go bless someone else for a while and give us a rest"
Ich bin da eher bei malu57 und TPF.
Klar, solche Leute will keiner haben, bleibt aber die Frage im Raum, womit man ein Stadionverbot begründet.
Der Mann ist immerhin Vorsitzender einer Partei, welche ( leider) nicht verboten ist und offensichtlich hat er mit seinem Stadionbesuch allein gegen nichts verstoßen.
„Schaut sich ein Fußballfan auf seinem Balkon ein Spiel im Fernsehen an und stürzt beim Torjubel ab, so kann er keine Leistungen aus seiner privaten Unfallvers. fordern, wenn er 2,55 Promille Alkohol im Blut hatte.“
Amtsgericht Koblenz; AZ 15C3047/98
Verklagen auf 50.000 EUR, ne soviel ist der in Peine- Ost gar nicht wert.
Was ist in DD draus geworden?
Der Sport wird das Problem um diese Typen nicht lösen können. Aber man kann im Stadion deutlich Position beziehen, muss aber dabei darauf achten, auch die "Richtigen" zu treffen und nicht zu pauschalisieren. Hier ist die Politik gefragt, die sich bisher die Zähne ausbeißt im Hinblick auf ein Parteienverbot.
Offensichtlich haben die Nachbarn ernst bei Herrn Apfel gemacht. Wenn man Seine Ergüsse und Statement speziell zu diesem Thema liest kann nur den heben!
Man darf nicht naiv sein und denken, diese Gestalten gäbe es nicht auch im Umfeld Deines Vereins, aber solche Menschen sollten auf keinen Fall auch noch eine Plattform beim Sport bekommen!
Es sei denn Paul John Gascoigne spielt mit, der löst seine Probleme mit fans ja bekanntlich auf spezielle Art und Weise
malu57 hat geschrieben:Selbstverständlich hat jeder Verein auf seinem Gelände bzw. auf seiner Veranstaltung das Hausrecht und kann jedermann den Zutritt verwehren- und das sogar ohne Angabe von Gründen.
Hier muss ich widersprechen. Ein Veranstalter einer öffentlich zugänglichen Veranstaltung hat ein stark eingeschränktes Hausrecht. Er kann gerade nicht beliebig Personen verweisen, vielmehr muss ein sachlicher Grund vorliegen.
Hier direkt am Beispiel Stadionverbot:
Es ist halt die Frage, ob die politische Gesinnung bereits einen solchen sachlichen Grund darstellt, also eine Störung des Veranstaltungsablaufs befürchten lässt. Ich finde es höchstproblematisch wenn die zurecht hohe Grenze eines Parteiverbotes durch öffentliche Stellen (und dazu zähle ich in Analogie jetzt mal den Veranstalter einer öffentlichen Veranstaltung) indirekt umgangen wird, indem man entsprechende Rechtsansprüche (siehe z.B. Inanspruchnahme öffentlicher Gebäude) allein aufgrund der Parteizugehörigkeit verwehrt. Das die Meinungen solcher Subjekte meinen eigenen Moralvorstellungen stark zuwider läuft, ändert hierbei nichts an meinem Rechtsempfinden diesbezüglich. Im Einzelfall (s. Schornsteinfeger aus Sachsen-Anhalt) kann das natürlich anders beurteilt werden.
Ich fänd es besser, wenn der BTSV klar Stellung (abseits eines Stadionverbotes) bezieht, ebenso die Fans...und dann wieder absteigt... . Da er aber offensichtlich Rasen entwendet hat, kann man hier zumindest auf eine elegantere Begründung zurückgreifen.
Nach einer gefühlten Ewigkeit von 28 Jahren spielt Eintracht Braunschweig wieder in der Bundesliga. Großen Anteil an der Rückkehr des Gründungsmitglieds hat Vereinspräsident und TUI-Manager Sebastian Ebel (50). Im Interview spricht Ebel über die Chancen in der ersten Liga, die Personalpolitik des Vereins und über den Erzrivalen Hannover 96.
Dass deren Präsi sein Geld bei unserem Trikotsponsor TUI verdient und jeden Arbeitstag in die Landeshauptstadt fährt, stört mich möglicherweise weniger als unsere ungeliebten Nachbarn. Hannover 96 als Vorbild zu nennen, ist ein heres Ziel, dass dieser Provinzverein ewig verfolgen kann, aber nie erreichen wird, schon garnicht in einer Saison! Also studiert bereits die Saisonstatistik 2012/2913 von Fürth und hofft nicht darauf, dass wir anfangen Fan-Freundschaftsschals zu stricken.
„Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft.“
Von was für ner Historie spricht er denn? '67 War ein Betriebsunfall, da der FC Bayern auf keinen Fall 1860 als Meister sehen wollte. Ansonsten ist ja der Briefkopf klinisch rein.
„Kriminelle haben im Fußball nichts zu suchen!"
― Uli Hoeneß
Vielleicht spielte er auf die Aktivitäten des Wolfenbütteler Hörnerwhiskeyfabrikanten Mast an? Solche Einschleimversuche gefallen nicht nur mir nicht, sondern auch den ungeliebten Nachbarn. Wie sagte es der rote Fußballgott Carsten Linke: Man muss sie nicht mögen, kann hnen aber zum Aufstieg gratulieren. Und keinen Hass oder Gewalt!
„Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft.“