Kuhburger hat geschrieben: Sein großes HAZ-Interview hat für mich wenig bis keine Substanz. Schlechtes Entertaining. Mehr nicht.
Entertainment, na ja, wer fühlt sich von so etwas schon gut unterhalten?
Er drischt Phrasen, bringt Sprüche und hat so eine Rhetorik für Dämliche drauf, indem er entweder Selbstverständliches sagt, Dinge verdreht oder auf Dinge entgegnet, die kein normaler Mensch verlangt: "Erwartungshaltung, 4 Wochen, kann keine 5-6 Spieler wechseln", etc.
Politiker sagen ja auch son Zeugs wie keine Schnellschüsse, nicht überhastet, wo jeder nur zustimmen kann, aber worum es nicht geht.
Heiko Rehberg durchschaut das natürlich und stellt ihm diese Fragen, damit Frontzeck seinen üblichen Senf schwarz auf weiß absondern kann. Eines Kommentars und einer Bewertung enthält er sich, so sind die Spielregeln. Die entscheidenden Leuten können son Zeugs schon richtig lesen. (Kind wird auch nicht darüber amüsiert sein, wenn Frontzeck in dem Interview sagt: "
Ich hätte es mir doch einfach machen können und zu Herrn Kind sagen können,: Schmeißen Sie das ganze Geld raus und holen noch zwei oder drei Spieler. Egal, ob das Sinn macht oder nicht.") Rehberg weiß genau, was abläuft und weiß darum, wie besorgniserregend und heillos die Situation ist. Er wird auch keine Lust haben, nächste Saison aus Sandhausen zu berichten.
Das Gefährliche ist, dass es sich wahrnehmungspsychologisch so verhält, je öfters etwas gesagt/wiederholt wird, gewinnt es automatisch an Wahrheitsgehalt auch bei denjeinigen, die wissen, dass das Gesagte nicht stimmt - die Zweifel wachsen zumindest. Darauf basiert das gesamte Meinungsmanagement in diesem Land,
Frontzeck hat es nicht geschafft, seine Perspektive auf das Spiel seit seinem Karriereende weiterzuentwickeln. Das zeichnete sich, wie bereits gesagt, ja bereits bei seiner Vorstellungs-PK ab,
Marius Kunte (Jaime) und Gunnar Lott (Kaliban) vom 96-Fußball-Blog "Niemals allein!" haben bereits in ihrer Saisonanalyse 14/15 Ende Mai klar gesagt, dass mit dem Fußball, den Frontzeck die letzten 5 Spiele hat spielen lassen, kein Blumentopf zu gewinnen sein wird.
http://www.niemalsallein.de/2015/06/saisonrueckblick-2:
"
Eins sollte nur klar sein: wenn jemand auf die Idee kommt, den in den letzten fünf Partien eingeschlagenen Weg weiterzugehen, wird derjenige recht bald auf dem Boden der Tatsachen angelangen. Mag das aufs Simpelste heruntergebrochene Flügel- und Umschaltspiel eine für die letzten fünf Spiele einigermaßen nachvollziehbare Alternative gewesen sein, ist die extrem geringe Erfolgsstabilität dieser Spielweise ein Ausschlusskriterium für einen längeren Zeitraum. Es ist nicht zuletzt auf Grund der langen Saisonvorbereitung davon auszugehen, dass einige hilfreiche Elemente in das taktische Repertoire aufgenommen werden, die zuletzt nicht zu sehen waren. Die in der Hinrunde begonnene spielerische und strategische Entwicklung von Hannover 96 ist dennoch mit ziemlicher Sicherheit wieder gestoppt und der einstige Plan der Vereinsführung verworfen. Dominanz und Aktivität sind in dem anvisierten Ausmaß in der nächsten Spielzeit eher nicht zu erwarten."
Andere, die bereits vor den 45 Spielen ein klares Bild von Frontzeck hatten, war von Anfang an klar, worauf das hinausläuft: Abstieg, in dieser desolaten Art hat sich das aber womöglich niemand vorher gedacht. Ich habe bis zum Leverkusenspiel gebraucht und mich dann hier festgelegt, indem ich die Fakten bewertet habe und nicht Gedöns. Bisher weiß ich nicht von einem Argument, das für Frontzecks Arbeit spricht.
Ich vermute, Frontzeck arbeitet gezielt auf seine Entlassung hin, kassiert die Abfindung und schlägt dann zuhause die Beine übereinander. Das scheint mir die einzige plausible Erklärung für dieses dummdreiste Verhalten.
Was mich wundert ist, dass ein Spieler wie Sorg unter diesen Vorzeichen zu 96 wechselt und dass Saint-Maximin sich ausgerechnet unter Frontzeck weiterentwickeln soll.
Leider habe ich ja seit langem Karten für das Dortmundspiel.
Diesen Brief habe ich Anfang des Monats an 96 geschickt:
Liebes Hannover 96,
ich bin seit Kindesbeinen treuer 96-Fan. Widerwarten habe ich jetzt doch Zeit und möchte daher gerne eine Eintrittskarte für das Spiel gegen den BVB erstehen.
Meine Frage an 96: Muss ich die gleich in voller Höhe zahlen oder hat das noch ein paar Wochen Zeit? Momentan entspricht meine Liquidität aus für jedermann verständlichen Gründen nicht der eines Bundesligapublikums, ich arbeite aber zuversichtlich daran, dies im Laufe des Jahres zu korrigieren und erwarte daher dementsprechend von meinem Verein die erforderliche Geduld.
Ihre Internetseite ist leider bisher noch nicht aktualisiert worden. Dort werden die Eintrittskarten immer noch als Tickets für ein Match zwischen zwei Bundesligisten ausgewiesen.
Da Michael Frontzeck im N3-Sportclub der Aussage, dass sein Kader in der jetzigen Verfassung in der Bundesliga nicht konkurrenzfähig sei, nicht widersprach, aber sich im Gegenzug dafür Zeit bis mindestens November ausbat, wird 96 im Zuge dieser neuen aber nun offiziellen Vereinspolitik ja sicherlich die Ticketpreise für das Gebotene anpassen, die im Vorhinein zu zahlen, dann auch sicherlich meiner jetzigen Zahlungsfähigkeit entspräche.