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 Martin Kind - was nun....? Moderations-Bereich
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 Betreff des Beitrags: Re: Martin Kind - was nun....?
BeitragVerfasst: 15.05.2019 11:13 
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Weltraumsportler hat geschrieben:
Mist, jetzt finde ich für DIE da noch Ihre weiße Flecken. Nicht das da jetzt nochn Kind Laden mehr eröffnet.....oder die Mitbewerber springen rein.... :mrgreen:

Sorry, ich war neulich in Ulm und da is eine KIND Filiale in der Glöcklerstraße, sogar mit KIDS Pädakustik-Center.

Umme Ecke is ein nettes Eis-Cafe.


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 Betreff des Beitrags: Re: Martin Kind - was nun....?
BeitragVerfasst: 15.05.2019 13:07 
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Hirni96 hat geschrieben:
Na ja, vor Allem tut er jetzt so. als wenn er blank irgendwelche Verträge unterschrieben hätte, von denen er keine Ahnung hatte, bzw. die nicht mit ihm besprochen wurden.

Das kann und will ich mir nicht vorstellen.
Der stellt sich ja selber wie ein Trottel hin, so nach dem Motto, Opa unterschreib mal.



Ich auch nicht. Vor Allem auch weil immer wieder gesagt wird, dass man noch nicht mal einen Bleistift bestellen kann ohne Kind zu fragen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Martin Kind - was nun....?
BeitragVerfasst: 17.05.2019 09:40 
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Sehr geehrter Herr Opa,

ist die neue und nachhaltige Strategie bereits entwickelt? Oder benötigen Sie noch Zeit?

Mit freundlichen Grüßen,
OnlyAngst


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 Betreff des Beitrags: Re: Martin Kind - was nun....?
BeitragVerfasst: 17.05.2019 11:50 

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lieber OnlyAngst - mach Dir keine Sorgen :lol:
Eine nachhaltige Strategie ist bereits vom Ältestenrat vollumfänglich entwickelt wurden ..über das Ergebnis wurde aber von allen Beteiligten stilschweigen vereinbart :oldman:


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 Betreff des Beitrags: Re: Martin Kind - was nun....?
BeitragVerfasst: 17.05.2019 12:46 

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Es gibt doch hier ein paar Bilanzexperten:
kann man in den Abschlüssen der KGaA einsehen,
a) wie hoch die Gesamtdarlehenssumme ist, welche die S&S der KGaA an Darlehen gewährt hat?
b) wann die einzelnen Darlehen fällig werden?
c) ob es außer den im Winter publik gewordenen Privatdalehen der Herren Kund und Roßmann an die KGaA weitere externe Darlehen gibt, welche die KGaA in Ansruch genommen hat?

Ich vermute, daß die Lizenzauflagen der DFL an die KGaA (mindestens u.a.) aus der Fälligkeit von Darlehen an die KGaA herrühren (sehr wahrscheinlich seitens der S&S).


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 Betreff des Beitrags: Re: Martin Kind - was nun....?
BeitragVerfasst: 17.05.2019 15:30 

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a) Wenn du die Bilanz 2017 der KGaA im Bundesanzeiger aufrufst, siehst du Verbindlichkeiten von 12,2 Mio. € ggü. verbundenen Unternehmen. In der S&S hast du Forderungen ggü. verbundenen Unternehmen von 12,1 Mio. €. Dies dürfte somit die gewährte Gesamtdarlehenssumme der S&S sein.

b) siehst du nur grob im Anhang: 0,2 Mio. € der Darlehensverbindlichkeiten werden mit Restlaufzeit bis 1 Jahr deklariert, 12 Mio. € mit Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahre.

c) In der Bilanz 2017 sind für mich keine weiteren (externe) Darlehen ersichtlich.

Dies ist allerdings aus der Bilanz 2017 entnommen, die Bilanz 2018 ist leider immer noch nicht veröffentlicht. Gibt es hier nicht Veröffentlichungsfristen von einem Jahr? Falls ja, müsste der Martin sich langsam beeilen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Martin Kind - was nun....?
BeitragVerfasst: 17.05.2019 17:00 
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Odin96, läuft das Geschäftsjahr nicht analog zur Saison vom 1.7 des VJ - 30.6 der FJ (verschobenes Geschäftsjahr) :?: :idea: :wink2:

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„Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft.“

Jean Paul Sartre


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 Betreff des Beitrags: Re: Martin Kind - was nun....?
BeitragVerfasst: 17.05.2019 17:24 

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Richtig, Herr Rossi. Die Bilanz 2017 (Geschäftsjahr vom 01.07.2016 - 30.06.2017) ist im Bundesanzeiger veröffentlicht, die Bilanz 2018 (Geschäftsjahr vom 01.07.2017 - 30.06.2018) allerdings noch nicht.

Das Ende des Geschäftsjahres 2018 liegt somit bereits 11 Monate zurück; meines Erachtens also längst Zeit für eine Veröffentlichung der Daten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Martin Kind - was nun....?
BeitragVerfasst: 17.05.2019 20:38 
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Der alte Geizkragen Kind wie man ihn kennt :!: Knorrig verlangt er wohl eine Vertraulichkeitserklärung nach DSGVO, weil er ja belastbare Zahlen abliefern muss und keine Empfehlungen. Oder er erstellt 3 Bilanzen: 1 für das Finanzamt, wie arm dran die KGaA ist, 1 für DFL, damit die keine Fragen stellt und die Lizenz möglichst ohne Auflagen erteilt und 1 für sich und seine Komplizen, um sich am Hobby zu erfreuen, also viel ehrenamtliche Arbeit, die er sich als „Förderung“ anrechnet :!: :wink2: :mrgreen:

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Zuletzt geändert von Herr Rossi am 18.05.2019 21:36, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Martin Kind - was nun....?
BeitragVerfasst: 17.05.2019 22:20 
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Also, die Faktenlage sollte klar sein.

Nach der Bilanz von 17 für die Saison von 16/17 schleppt die KGaA einen Schuldenberg von ca. 12 Mio.€ mit sich rum.

Alles Verbindlichkeiten gegenüber der S&S (Herrn Kind und Co.).
Soll heißen, die Profigesellschaft ist seit Jahren überschuldet und der Geschäftsführer Herr Kind wurschtelt weiter vor sich hin, damit die S&S immer wieder mit Darlehen rüber kommen kann.
An den Zinsen verdienen die sich dumm und dämlich.

Für das Jahr 17/18 wird es ähnlich aussehen. Die KGaA schiebt weiter diese Darlehen vor sich her. Wie hoch die verbliebenen Verbindlichkeiten sind weiß man noch nicht.

Für die Saison 18/19 hat der Geschäftsführer bei der letzten JHV ein Minus von ca. 18 Mio.€ in den Raum gestellt.
Da muss man fragen, sind das neue 18 Mio. Miese oder bezieht sich das auf die Gesamtsumme aller Verbindlichkeiten der letzten Jahre. Herr Heldt meinte ja, er hätte nicht mehr ausgegeben als Einnahmen da waren.

Durch Mindereinnahmen bei TV etc. kalkuliert Herr Kind für die Saison 19/20 weitere 17 Mio.€ Minus ein.
Das würde sich natürlich mit den anderen Verbindlichkeiten aus 2019 zu 35 Mio. addieren.

Jetzt kommen aber ca. 20 Mio. durch Spielerverkäufe rein, sodass man die Verbindlichkeiten gegenüber der S&S reduzieren könnte.
Die DFL hat ja einen Ausgleich verlangt.
Damit hat die KGaA aber noch kein Eigenkapital gebildet, sondern nur Schulden abgetragen.

Soll heißen, die KGaA is eigentlich total pleite, keine teuren Spieler mehr, sondern nur noch Kosten für den Laufenden Betrieb incl. Gehälter für Personal.
Das kann nur durch die laufenden Einnahmen vom TV, Sponsoren, Werbung, Merchandise und Tickets reinkommen.

Davon hast du aber noch keinen neuen Manager, keinen neuen Trainer plus Team und keine neuen Spieler, die den Wiederaufstieg schaffen können.

Was hat dieser Geschäftsführer die letzten 20 Jahre hier gemacht, wenn der Verein quasi Pleite is mit 6 Mio. Schulden und die Profitruppe quasi kein Eigenkapital und keine Spieler mit Wert mehr hat.

Dieser Geschäftsführer wäre eine Katastrophe für jeden anderen Verein und wäre nie im Leben mehr am Ruder.

Was für ein Vergleich mit Hopp oder Mateschitz, bei ihren Vereinen.
MK is und bleibt eine Niete oder er hat es absichtlich gemacht um sich latent am Kapital der Profigesellschaft zu bereichern und die Übernahme quasi für nen Appel und nen Ei über die Bühne zu ziehen. Nach dem Motto, der Klub is pleite und nix wert, kein Kapital, keine teuren Spieler mit Marktwert. Der alte Schlaufuchs.

Herr Hoeness, einer der besten Freunde des ExPräsi, schwärmt ja immer von seinem Eigenkapital/Festgeldkonto, was er für den Verein gebildet hat, wo ist das Eigenkapital, was Herr Kind durch seine erhebliche Förderung bei 96 geschaffen hat.???
Es müsste ja nur ein kleines Konto sein.
Nein, 96 is pleite und kann sich nicht mal mehr vernünftige Spieler leisten.

Die DFL kann da nur einen Schluss draus ziehen, Antrag abgeschmettert, Herr Kind.


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 Betreff des Beitrags: Re: Martin Kind - was nun....?
BeitragVerfasst: 17.05.2019 23:31 
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Kind und Rossmann verdienen sich 'ne goldene Nase an irgendwelchen Zinsen???
Du weißt doch, was die beiden jeweils auf dem Konto haben. Die Summe wäre das mit Abstand schlechteste Ergebnis pro Jahr, was beide vorzuweisen haben.
Da waren die im Kindergarten erfolgreicher.
Ich weiss nicht, was Randolph und Mortimer treibt, Geld sicherlich nicht!

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Hörgeräte gibt's auch von Korallus, Amplifon, die Hörhilfe e. K., Zöllner, Geers....... Usw


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 Betreff des Beitrags: Re: Martin Kind - was nun....?
BeitragVerfasst: 18.05.2019 08:14 

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Gehen wir mal davon aus, dass die S&S-Gesellschafter ihr ursprünglich eingesetztes Kapital durch Zinserträge über die Jahre, Gewinnabschöpfungen, Marketing-Erlöse wie z.B. Provisionen durch Ticketverkäufe (also Nutzung der Markenrechte) längst wieder reingeholt haben.

Tatsächlich ist aus betriebswirtschaftlicher Sicht der S&S-Gesellschafter nichts dagegen einzuwenden. Das System funktioniert in Sachen Kapitalverzinsung.

Das System funktioniert aber nicht in Sachen Sport. - Kein KGaA-Geschäftsführer, kein Sportdirektor der KGaA darf Gewinne zur Bildung von Rücklagen in der KGaA erwirtschaften und diese dann für die sportliche Entwicklung verplanen. Die Gewinne werden immer erstmal von der S&S abgesaugt. Das ist einer der Systemfehler.

Selbst der beste Sportdirektor dieses Planeten zusammen mit dem besten Trainer des Planeten werden hier nichts aufbauen können, weil es über ihnen keinen Chef gibt, der ihnen die erwirtschafteten Einnahmen für die sportliche Entwicklung zur Verfügung stellt. Wie sagte noch Martin Kind: "Wir haben immer soviel investiert wie notwendig wahr..." - Oder so ähnlich.

Damit ist im Fußballgeschäft nichts holen.

Und somit sind die sportlichen Probleme von Hannover 96 direkt im sogenannten "Hannover-Modell" begründet.

Das "Hannover-Modell" ist deshalb in den Ligen einzigartig, weil nur hier die erwirtschafteten Gewinne nicht der sportlichen Weiterentwicklung dienen. Hier dienen sie ausschließlich den Finanzinteressen der S&S-Gesellschafter.

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„Und Sie, Herr Lienen, haben Sie früher auch mal Fußball gespielt?“


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 Betreff des Beitrags: Re: Martin Kind - was nun....?
BeitragVerfasst: 18.05.2019 10:12 
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probuli hat geschrieben:
Kind und Rossmann verdienen sich 'ne goldene Nase an irgendwelchen Zinsen???
Du weißt doch, was die beiden jeweils auf dem Konto haben. Die Summe wäre das mit Abstand schlechteste Ergebnis pro Jahr, was beide vorzuweisen haben.
Da waren die im Kindergarten erfolgreicher.
Ich weiss nicht, was Randolph und Mortimer treibt, Geld sicherlich nicht!

Moin

Also, der Geschäftsführer Herr Kind hat ja immer und überall erzählt, er würde bei 96 KGaA ehrenamtlich arbeiten und hat bei der DFL seine Geschäftsführergehälter als Förderung deklariert.

Als Gesellschafter eben dieser 96 KGaA hat er jedoch im Laufe der Jahre reichlich Gewinne abgeschöpft, sodass die Profigesellschaft kein Eigenkapital bzw. irgendwelche Werte aufbauen konnte. Er hat für den laufenden Betrieb immer so viel im Topf gelassen damit es läuft und für Sonderausgaben Darlehen mit Zinsen gegeben.

Das Argument,"da waren die im Kindergarten erfolgreicher", zieht nicht.
Wenn die Gesellschafter in den letzten Jahren durch ihre Darlehen ca. 10 bis 12 Mio.€ Zinsen (nur Zinsen) aus der KGaA abgezogen haben, dann sehe ich das nicht als Peanuts.
Herr Wilkening hat sich letztes Jahr für 11% Anteile gut 1 Mio. Zinsen auszahlen lassen und Herrn Kind stehen ca. 5 bis 6 Mio.€ an Zinsen zu.
Das sehe ich das nicht als Klimpergeld oder als Portokasse, sondern eher als guten Gewinn in der heutigen Zeit, besonders wenn man weiß, dass die Profiabteilung quasi pleite is und einen Schuldenberg von ca. 18 Mio.€ vor sich her schiebt.

Dieser Schuldenberg ist selbstverständlich dadurch entstanden, dass der Geschäftsführer, mit seinem unfähigen Personal, über Jahre hinweg teure Spieler gekauft hat und sie mit hohem Verlust verkauft oder sogar verschenkt hat. Tranferminusgeschäft.
Dazu kamen Sonderausgaben, die alle paar Jahre für Abfindungen an Manager, Trainer plus Stab, gezahlt werden mussten. Manchmal 3 Trainer gleichzeitig.

Außerdem leistete sich der Geschäftsführer ein Nachwuchsleistungszentrum auf Kosten der KGaA, welches jetzt den Investoren gehört, die daraus Gewinne erwirtschaften können.
Bezahlt wurde es mit 16 Mio. von der Profiabteilung KGaA, die von den Investoren ein Darlehen plus Zinsen aufgenommen hat..
Das heißt, die Investoren (S&S) profitieren doppelt.
Sie finanzieren sich ein NLZ über die KGaA und verdienen auch noch an den Zinsen, die die KGaA für das Projekt an die S&S bezahlen musste.

Wenn das keine gewinnbringende Anlage is, dann prost.


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 Betreff des Beitrags: Re: Martin Kind - was nun....?
BeitragVerfasst: 18.05.2019 10:51 
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Moinsen,
Vor allem für uns normalos sind das irre Summen, für die beiden nicht nennenswerte.
Ich glaube mittlerweile geht's ums nichtaufgebenwollen.
Den Dukes droht Gesichtsverlust, wie kann man mit soviel Asche das Ding vergeigen.
So senil, dass die sich an solchen mickeymaus Beträgen aufgeilen, das will ich einfach nicht glauben.

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 Betreff des Beitrags: Re: Martin Kind - was nun....?
BeitragVerfasst: 18.05.2019 12:18 
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Also. Ohne alle Einzelheiten zu kennen:

-Wichtig ist, dass erst ein mal den Schuldenberg abgebaut wird. Das hat finanzielle Gründe und auch politische Gründe, denn: Solange die Schulden existieren, ist der Verein vom S&S abhängig. Egal wie man zu Kind&Co. steht: Diese Situation muss beendet werden, weil er relativ Zeitnah aufhören wird. Wir müssen wieder auf eigenen Beinen weiter.
-Danach kann dann wieder Eigenkapital aufgebaut werden.

Niemand soll mit dem Märchen ankommen, dass Spielerverkäufe dazu dienen könnten um (teilweise) wieder neue Spieler zu kaufen. Das wird nicht gehen. Das wollen Kind&Co. nicht und ich vermute, dass das auch nicht in Interesse von Kramer und Nestler ist: Eben aus Obengenannten Gründen. Schuldenabbau sollte m.E. das oberste Gesetz sein.

Das werden die Rahmenbedingungen sein, woran sich auch die neue sportliche Führung zu orientieren hat.


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 Betreff des Beitrags: Re: Martin Kind - was nun....?
BeitragVerfasst: 18.05.2019 12:57 

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Guus hat geschrieben:
Das werden die Rahmenbedingungen sein, woran sich auch die neue sportliche Führung zu orientieren hat
Unter diesen Bedingungen wird es sauschwer die Liga zu halten. Bin schon mit Klassenerhalt zufrieden. Die Alten müssen weg und Ihre Erben auch....
Wie wärs mit einer gemeinnützigen Spende des ganzen Summs(Anteile) an den e.V. für einen
neutralen Neuanfang hier......Äh, es klingelt.....was wollen die Männer mit den weißen Kitteln hier gerade bei mir....neeeein nicht den Gürtel festziehen......und die Spritze will ich auch nich..... :mrgreen:

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3-4 Kisten Bier von Picard96 bei Abstieg. Kofferraumfreibier.


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 Betreff des Beitrags: Re: Martin Kind - was nun....?
BeitragVerfasst: 18.05.2019 19:21 

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Guus hat geschrieben:
...denn: Solange die Schulden existieren, ist der Verein vom S&S abhängig. Egal wie man zu Kind&Co. steht: Diese Situation muss beendet werden, weil er relativ Zeitnah aufhören wird.

1. Du meinst statt Verein sicherlich die KGaA. Bitte nicht verwechseln.
2. Ich kann nicht nachvollziehen, warum Du oder auch andere drauf spekulieren, daß Kind "relativ zeitnah" aufhören werden.
Es gibt dafür keinerlei "natürliche" Anhaltspunkte.
Mit "natürlich" meine ich seine Gesundheit und seine egoistische Motivation, was den Besitz (Eigentum) von H96 angeht. Zum Vergleich: Kühne als Investor beim HHSV wird nächsten Monat 82 (Kind: frisch 74) und hat keinerlei Ambitionen, sich zurückzuziehen (und ich habe beide persönlich kennengelernt).

Fazit:
die Auseinandersetzung mit Kind & Rossman & Konsorten wird noch Jahre dauern, darauf hat man sich einzustellen.

Das aber nur als Randbemerkungen.
Und jetzt wird es sehr ausführlich.
Parallel zur Bundesliga-Konferenz habe ich mich mal ein wenig in die veröffentlichte Bilanz der KGaA eingelesen (danke Odin96 für den Hinweis).
Für die Finanzprofis hier wird das alles nichts neues sein.
Wenn ihr das trotzdem lest und Fehler findet, freue ich mich auf Hinweise.
Ich wollte das einfach mal für mich klar machen, um welche Bilanzposten, Summen, usw. es geht.
Gerade auch in Hinblick auf die kommende neue Zweitliga-Saison und der dafür geltenden finanziellen Auswirkungen . Denn die Bilanz 16/17 ist ja die Bilanz für die damalige Saison in der 2. Liga.

Die wichtige Info des Abschlusses 16/17 steht im Anhang unter 3. Finanzbereich:
Zitat:
Im Geschäftsjahr 2016/17 wurde aus dem operativen Geschäft ein deutlicher Mittelabfluss (T€ -16.215) verzeichnet, der aus den vorhandenen liquiden Mitteln bestritten werden konnte. Der positive Cashflow aus den Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens (+T€ 10.728) wurde durch die Investitionen in immaterielle und materielle Vermögenswerte fast vollständig aufgezehrt. Der Finanzmittelbestand verringerte sich somit um T€ 14.746 auf T€ 2.789.


D.h. die typischen Aussagen u.a. von Kind bezgl. eines „Verlustes“ in der 2. Liga, die immer in der Presse genannt wurden, sind mindestens ungenau.
Man kann es laienhaft zusammenfassen:
selbst für die Zweitligasaison 16/17 mußte weder die S&S noch Kind/Roßmann persönlich irgendwelche Gelder in die KGaA investieren, um den Spielbetrieb zu sichern.
Der im Vergleich zum Durchschnitt der 2. Liga hohe Finanzbedarf für die Spielergehälter und die Geschäftsstelle konnte vollständig durch die Spielerverkäufe im Sommer 2016 und den vorhandenen Gewinnen der Vorjahre ausgeglichen werden.
Und bei einem ausgewiesenen Jahresfehlbetrag von 12 Millionen Euro betrug das eigentliche buchhalterische Minus nur ca. 1,7 Millionen Euro.
Also ein fast vernachlässigbarer Verlust. Aber im Fußball-Business mit aberwitzigen Steigerungen bei Spielerwerten und Fernsehgeldern natürlich ein Ausdruck der Mißwirtschaft unter Martin Kind.

Jetzt ist das Problem bei Fußballunternehmen wie der H96 KGaA, das die öffentlichen Bilanzen nur wenig über den tatsächlichen "Wert" des jeweiligen Unternehmens aussagen.
Denn die eigentlichen Werte bei den 1. und 2. Ligavereinen stecken in den Spielerwerten, die aber erst bei Verkauf mit Ablöse in den Bilanzen sichtbar werden.
Damit meine ich eben nicht den Bilanzpunkt "Spielerwerte".
Sondern es geht um den Wert der stillen Reserve, der irgendwo zwischen dem Wert im Bilanzpunkt "Spielerwerte" und den Phantasiewerten bei Portalen wie transfermarkt.de steht.

Nebenbemerkung:
Alleine die Grundstücke und Gebäude (primär das neue NLZ, nehme ich an) stehen mit 16,5 Millionen Euro in der Bilanz. Bei einem Gesamtumsatz in der damaligen Saison von ca. 45 Millionen also ein prägender Posten.

In Summe und trotz des (kleinen) bilanziellen Jahresverlustes und der bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber dem verbundenen Unternehmen S&S war die KGaA im Sommer 2017 noch ein sehr werthaltiges Unternehmen.
Wenn man die stillen Reserven durch die (gestiegenen) Werte einzelner Spieler im Gegensatz zu deren (teilweise abgeschriebenen) Werten in der Bilanz berücksichtigt.
Bei den Summen (bei H96 traditionell eher gering), welche die Transfers ausmachen, sieht man aber, wie leicht man die Bilanz der Unternehmen, welche die Bundesliga Kader beinhalten, verzerren kann und wie wenig aussagekräftig diese sind.

Zum folgenden Geschäftsjahr 17/18 (der JA ist noch nicht veröffentlicht) gibt es z.B. diese Quelle:
http://www.spox.com/de/sport/fussball/bundesliga/1709/News/martin-kind-hannover-96-verlust.html
Datum: Montag, 04.09.2017 | 08:22 Uhr
Zitat:
Zitat:
Nach einem Jahr in der zweiten Liga ist Hannover 96 zurück im Oberhaus des deutschen Fußballs. Billig war dies aber nicht. Wie der Präsident von den Roten, Martin Kind, erklärte, wird 96 in diesem Jahr ein Minus von rund zehn Millionen Euro einfahren.
"Wir werden wieder deutlichen Verlust machen in dieser Saison. In einer ähnlichen Größenordnung wie letztes Jahr. Das tut weh", sagte Kind gegenüber der Bild. Dies liegt auch am umtriebigen Sommer von 96 auf dem Transfermarkt. Rund 17 Millionen Euro wurden in die Hand genommen, unter anderem 8,5 Millionen für Stürmer Jonathas, der bei seinem Debüt gegen Schalke 04 umgehend traf.


Diese Aussage von Kind (wenn sie so fiel) ist reine Polemik.
Ich bin überzeugt, er meinte mit diesen 10 Millionen ausschließlich die Transferbilanz des Sommers 2017. Der Mini-Ablöse für Hoffmann standen nämlich die zu zahlenden Ablösen für Esser, Korb, Bebou und Jonathas gegenüber. Auch wenn natürlich die exakten Zahlen nicht öffentlich sind, würde die Summe von 10 Millionen ungefähr mit den kolportierten Zahlen übereinstimmen.

Für die noch nicht veröffentlichte Bilanz gilt aber:
1. die Fernsehgelder 17/18 betrugen 31.340 Millionen, also ziemlich genau 20 Millionen mehr als 16/17. Quelle: http://www.fernsehgelder.de
2. Laut Bilanz 16/17 (2. Liga) lagen die Gehälter ca. 10 Millionen unter 15/16 (1. Liga).
> für 17/18 kann man also näherungsweise erneut von einem Anstieg um 10-12 Millionen auf das Erstliganiveau von 2015/16 ausgehen.

Die Fernsehgelder sollten also (zumindest theoretisch) die gesteigerten Gehälter und das Transferminus ausgleichen. Dazu kommen noch die in der 1. Liga gesteigerten Einnahmen aus Ticketing und Werbeerlösen.
Außerdem fließen die 10 Millionen Transferausgaben für die neuen Spieler in das Anlagevermögen, sorgen also nicht für einen Verlust im eigentlichen Sinn.
Fazit:
Ich würde mal darauf tippen, daß der Bilanzverlust 2017/18er annähernd 0 ist. Da lasse ich mich mal überraschen.

Jahresabschluß 2018/19:
auf den werden wir wohl noch mindestens 14 Monate warten müssen.
Laut diversen Quellen, u.a.
https://www.sportbuzzer.de/artikel/hann ... krug-kind/
gibt es zwei interessante Aussagen:
Datum 24.10.2018 / 08:37 Uhr
1.
Zitat:
Kind rechnet 18/19 mit einem Umsatz von 82 Millionen
; das wären 3,5 Millionen weniger als die 85,5 Mio Euro in der letzten Erstligasaison/Erstligabilanz 2015/16.
Weniger im Wirtschaftswunderland Bundesliga … wieder ein Ausdruck der Unfähigkeit von Martin Kind, ordentlich im Fußball-Business zu wirtschaften

2. Zitat:
Zitat:
"In der aktuellen Saison (Hinweis: 18/19) schreibt 96 rote Zahlen und macht laut Kind „ein deutliches zweistelliges Minus. 15 Millionen Euro Verlust werden es.“

> und diese Aussage kann ich noch in keinster Weise anhand der bisherigen Bilanzen nachvollziehen
Weil:
Laut öffentlichen Aussagen hatte Held ja die Vorgabe, daß die Sommertransferbilanz 2018 ausgeglichen sein sollte. Stimmen die öffentlich genannten Zahlen dazu ungefähr, dann paßt das auch so ungefähr: den Erlösen der Transfers von Harnik, Klaus und Sané stehen die Ausgaben für Elez (nachträglich), Walace und Muslija gegenüber.

Bei fast gleichbleibend hohen Fernsehgeldern (18/19: 32.573 Mio):
Wo soll dann aber in dieser vergangenen Erstliga Saison ein (operativer) Verlust von 15 Millionen Euro herkommen? Ich nehme schon an, daß die Ausgaben für die Spielergehälter nochmals zugenommen haben durch die ganzen Leihen. Aber diese werden nicht derart gestiegen sein, daß diese einen „Verlust“ von 15 Millionen ausmachen.
Aber man weiß halt nicht, was Kind meint, wenn er von „Verlust“ spricht.
Vielleicht erfahren wir das eben erst in 15 Monaten. Oder vielleicht sickert etwas bei den Planungen für 19/20 durch.


Ausblick Saison 2019/2020:
da H96 ja das Szenario Abstieg gerade erst vor 3 Jahren hatte, kann man sich das schon näherungsweise aus dem Jahresabschluß 16/17 der KGaA im Bundesanzeiger herleiten.
Zu den Mindereinnahmen stand dort:
Ticketing:
Zitat:
Im Geschäftsjahr lagen die Zuschauereinnahmen bei 75,3 % des Vorjahres. Der Abstieg und die damit einhergehende Senkung der Ticketpreise, als auch eine geringere Auslastung der HDI Arena sind hier als Hauptgründe zu nennen, wobei am Ende der Spielzeit 16/17 mit einem Zuschauerschnitt von ca. 36.500 Zuschauern die Planzahl von 30.500 weit übertroffen werden konnte.


Fernseherträge:
Zitat:
Die Fernseherträge per 30. Juni 2017 lagen bei 31,2 % im Vergleich zum Vorjahr. Hier spiegelt sich der Abstieg am deutlichsten wieder, da in der 2. Fußball-Bundesliga wesentlich weniger Fernsehgeld an die Teilnehmer ausgekehrt wird. Auch eine deutliche Steigerung der TV-Erlöse DFB-Pokal konnte die Einbußen aus dem Ligaspielbetrieb nicht einmal ansatzweise ausgleichen.

(Hinweis von mir: Fernsehgelder: 16/17: 11,4 Mio Euro; 15/16: 32 Mio Euro; Prognose laut http://www.fernsehgelder.de für 19/20: immerhin noch 22,7 Mio Euro, wodurch Die Differenz zu jetzt dieses Mal nur ca. 10 Mio betragen würde )

Werbeerträge:
Zitat:
Die Werbeerträge erreichten zum 30. Juni 2017 mit 59,1 % des Niveaus der Vorsaison. Die Rückläufigkeit im Vergleich zum Vorjahr kann am Abstieg in die 2. Bundesliga festgemacht werden, da in allen Vereinbarungen Reduzierungen des Sponsoring Fees für den Abstieg vereinbart waren.


Fazit:
Interessant und wichtig für die Liquiditätsplanung ist die Tatsache (wenn die Quelle stimmt), daß die Mindereinnahmen bei den Fernsehgeldern dieses Jahr nur 10 Millionen betragen (16/17 waren das ca. 20 Millionen weniger als vorher).

Angenommen, die Gehaltsstruktur bewegt sich 19/20 ungefähr auf dem Niveau von 16/17, dann müßte die KGaA nur ca. 6 Mio außerplanmäßige Transfererlöse erwirtschaften (zur Erinnerung: 2016/17 wurde im operativen Geschäft ein deutlicher Mittelabfluss (T€ -16.215) verzeichnet, der aus Transfererlösen (+6 Millionen) und den Gewinnen der Vorjahre (ca. 10 Millionen) ausgeglichen werden konnte).

Für 19/20 heißt das: man bekommt 10 Millionen mehr Fernsehgelder + 6 Millionen Transferüberschuss.

Wenn ich hier jetzt nicht (ganz) falsch liege, dann sind die 6 Millionen Überschuss bereits durch die Verkäufe von Bebou und Füllkrug mehr als erlöst.

Wichtige Erkenntnis:
aus den vorliegenden Zahlen läßt sich also nicht belegen, daß weitere Verkäufe für den Erhalt der Lizenz nötig sind.
Dazu paßt auch, daß ja die genauen Vorgaben der DFL im Lizenzierungsverfahren überhaupt nicht öffentlich sind. Um welchen Finanzbedarf geht es überhaupt?

Nach dem Durchrechnen der Zahlen sieht das Ganze für mich wieder nach einem typischen Manöver von Kind aus, der gezielt etwas an die Öffentlichkeit gibt, um Unsicherheit und Druck zu verbreiten. Und es gibt auch keinen Journalisten, der das mal hinterfragt.

Eine sinnvolle Erklärung wäre z.B., daß die Gesellschafter der S&S eben in der Tat eines oder mehrere ihrer Darlehen an die KGaA fällig gestellt haben. Oder sie haben ihre "Privatdarlehen" an die KGaA fällig gestellt, mit denen Kind und Roßmann die Winterleihen ermöglicht haben.
Aber das klingt öffentlich natürlich schlecht.
Also kolportiert Kind lieber, daß die KGaA Geld für den Spielbetrieb brauche.

Fazit:
Ich teile daher nicht die Aussagen, die KGaA sei pleite.
Durchaus hat die KGaA immer noch relativ hohe stille Reserven. Jemand aus meinem Bekanntenkreis, der sich professionell im Fußballbusiness auskennt, schätzt den realen (also nicht die Phantasiesummen á la Transfermarkt) monetarisierbaren Kaderwert (ohne Bebou, Füllkrug, Anton, Walace) von H96 auf ca. 25-30 Mio Euro.
(Zum Vergleich: den monetarisierenden Kaderwert des HHSV schätzt er nach Ablauf dieser Saison und abzüglich der bevorstehenden „Zwangsverkäufe“ von Santos, van Drongelen und Arp) auf 10-15 Millionen).

Aber Sorge muß einem das Fehlen der sportlichen und wirtschaftlichen Kompetenz machen, die zumindest mich daran zweifeln läßt, daß die Verantwortlichen mit den immer noch vorhandenen (Spieler)Werten die richtigen strategischen Entscheidungen treffen können, um eine
a) sportlich schlagkräftige Mannschaft zusammenzustellen, die 19/20 wieder um den Aufstieg mitspielen kann

b) erneut stille Reserven durch kluge Transfers in der KGaA aufbaut

Denn klar ist:
Ende kommender Saison 19/20 gibt es nur 2 Szenarien:
a) kein Wiederaufstieg:
die Werte der stillen Reserven sinken automatisch durch Vertragsende und den Verbleib in der 2. Liga. Es gibt dann keine auflösbaren Reserven mehr, um einen überdurchschnittlichen Kader zu finanzieren

b)der Aufstieg gelingt:
auf dem Papier wird H96 Ende der Saison 19/20 keinen erstligatauglichen Kader besitzen
Dies steht bereits heute fest. Die Erfahrung haben wir ja nun diese Saison gemacht, als nicht ausreichend in den Kader investiert wurde.

Anders wäre es nur, es gäbe Investoren, die bereit wären, in die KGaA zu investieren. Ein Szenario, das mit der bestehenden Investorenkonstellation ausgeschlossen werden kann.


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 Betreff des Beitrags: Re: Martin Kind - was nun....?
BeitragVerfasst: 18.05.2019 20:35 
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@st2

Danke für Deine ausführliche Analyse.

Kurz gefasst: Der Spielbetrieb kann aus den laufenden Einnahmen (TV, Sponsoren, Tickets etc.) finanziert werden.

Stille Reserven (Spielerwerte) gleichen die Verbindlichkeiten der KGaA aus.

Probleme kann es nur geben, wenn die Investoren (S&S) ihre Darlehen (Verbindlichkeiten) fällig stellen.

So weit alles tutti.

Wo siehst Du die Finanzierungslücken bzw. die Kritikpunkte der DFL, die die Auflagen für die nächste Saison hervorgerufen haben.

Da muss ja irgendetwas in den Bilanzen unausgeglichen sein.
Spielerwerte, Verbindlichkeiten, Mindereinnahmen. etc.

Merke: Nicht erfolgte Einnahmen sind keine Ausgaben (Verluste).
Verluste oder Gewinne entstehen erst durch die Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Martin Kind - was nun....?
BeitragVerfasst: 18.05.2019 21:20 

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Soviel ich weiss, prüft die DFL in erster Linie, ob der Spielbetrieb in einer Saison in Hinblick auf die liquiden Mittel gesichert ist. Sie prüft nicht, ob eine Überschuldung vorliegt.

Also sollte man den Blick auf die liquiden Mittel richten.

_________________
„Und Sie, Herr Lienen, haben Sie früher auch mal Fußball gespielt?“


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 Betreff des Beitrags: Re: Martin Kind - was nun....?
BeitragVerfasst: 19.05.2019 00:05 

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Kuhburger hat geschrieben:
Soviel ich weiss, prüft die DFL in erster Linie, ob der Spielbetrieb in einer Saison in Hinblick auf die liquiden Mittel gesichert ist. Sie prüft nicht, ob eine Überschuldung vorliegt.
Also sollte man den Blick auf die liquiden Mittel richten.

Das ist auch mein Wissensstand, ich bin jedoch weit davon entfernt, mich da genauer auszukennen.
Mein bereits erwähnter Bekannter hat mir das aber anhand des HHSV erklärt.
Der fährt ja bereits seit einigen Jahren in Sachen Liquidität "auf Sicht".

Wie ich es verstanden habe:
Eine durchgehend den Spielbetrieb (Gehälter, sonstige laufende Kosten für Stadionbetrieb/Miete und Spielbetrieb (Sicherheitspersonal, etc) sichernde Liqiditätsplanung muß vorgelegt werden.
Dazu gehören zwei große Bereiche:
1. die Ausgaben- und Einnahmen für die kommende Saison müssen plausibel dargestellt sein, und die Ausgaben dürfen die Einnahmen nicht überschreiten
> tun sie es doch, muß z.B. anhand von Bürgschaften nachgewiesen werden, daß die Liquidität trotzdem gesichert werden kann

2. daß die Fälligkeit von Verbindlichkeiten (und die gäbe es immer noch bei relativ vielen Erst- und Zweitligisten) die Liquidität in der betreffenden Saison nicht gefährdet > sonst siehe 1

Also relativ simpel ....

@Hirni96:
folgendes Zitat kenne ich:
Zitat:
Zitat von Geschäftsführer Björn Bremer: „Die Deutsche Fußball-Liga hat Hannover 96 heute die Spielberechtigung für die Saison 2019/20 in der 1. und 2. Liga erteilt. Abhängig von der Ligazugehörigkeit sind noch wirtschaftliche Bedingungen zu erfüllen, die sich aber vollständig im Rahmen des von uns Erwarteten bewegen.“

Der markierte Teil ist entscheidend:
für die Liquiditätsplanungen der 2. Liga hat die KGaA einen Finanzplan eingereicht, der eine Liquiditätslücke aufweist.
Was bei einem Abstieg nichts ungewöhnliches ist.
Jetzt gibt es drei Möglichkeiten, diese zu decken:
1. Eigenkapitalerhöhung durch die Gesellschafter > bei dem H96 KGaA Konstrukt nicht gewollt (das Gewinnabschöpfungsmodell mit den Zinsen an die S&S wurde ja oft genug beschrieben)

2. durch Spielerverkäufe = Auflösung stiller Reserven
> der übliche Weg, also genau das, was jetzt bei H96 passiert
> es ist aber nicht bekannt, wie hoch die Etatlücke ist, die H96 decken muß
> nach meiner Einschätzung ist die viel geringer, als es die Dramatik von Kind und seine Freunde von BILD, Madsack und Co. nach außen darstellen
> so sollen wohl nur noch mal Ängst geschürt werden, daß es ohne Kind eben nicht geht und man "alles" verkaufen müsse

Einschub:
theoretisch hätte es bei der Lizenzvergabe 16/17 genauso passieren können, d.h. die KGaA hätte die Lizenz nur unter Auflagen erhalten
> aber die Kasse der KGaA war noch so gut gefüllt, daß dies für die Lizenzvergabe gar nicht nötig war

3. Zuführung neuen Fremdkapitals durch Darlehen
> gut für die Liquidität, schlecht für die Außendarstellung > Überschuldung > Bsp. HHSV
> bisheriges Modell bei H96, wenn auch in weit geringerem Maße beim HHSV
> bei H96 KGaA im großen Maßstab bisher nur in der Saison 15/16 passiert (Details siehe unten)
> laut Presseberichten aus November 2018 soll es in der Saison 18/19 nochmals ein Darlehen über 10 Mio gegeben haben:
https://www.bild.de/sport/fussball/fussball/finanzspritze-bei-hannover-96-martin-kind-stopft-10-mio-loch-58196322.bild.html
> ich halte diese Meldung für eine glatte Lüge, weil die Begründung schon nicht stimmt:
"Woher kommt das Minus? 96 investierte im Sommer knapp 17 Mio Euro für Transfers, erneuerte Trainingsplätze, Kabinentrakt und Spielertunnel."
> die KGaA hat im Sommer 2018 kein Transferminus von 17 Millionen Euro erwirtschaftet, der Rest sind Peanuts
> also wirklich eine typische Drecksmeldung der BILD, um Freund Kind zu helfen

> vielleicht hat die S&S der KGaA tatsächlich nochmal ein neues Darlehen gegeben, dann aber entweder nur, weil:
- die S&S die Abhängigkeit der KGaA erhöhen wollte
- oder Kind sich damit noch einen Vorteil im 50+1 Verfahren erhofft hatte


Apropos Verbindlichkeiten:
ich habe jetzt Blut geleckt und mir mal die aufgeführten Verbindlichkeiten der letzten Jahresabschlüsse angesehen:
Verbindlichkeiten:
zum Stichtag 30.06.2012: 31.116 Millionen Euro
zum Stichtag 30.06.2013: 29.160 Millionen Euro
zum Stichtag 30.06.2014: 11.662 Millionen Euro
davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen: 2.704.246,18 Euro

zum Stichtag 30.06.2015: 12.478 Millionen Euro
davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen: 1.401.697,18 Euro
mit Restlaufzeit bis 1 Jahr: 1.402 Mio Euro

Merke: normalerweise wäre die KGaA also gegenüber der S&S zum Stichtag 30.06.2016 schuldenfrei gewesen

Aber dann passierte folgendes:
Verbindlichkeiten zum Stichtag 30.06.2016: 23.799 Millionen Euro
davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen: 12.091 Mio Euro
mit Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren

In der Saison 15/16 bzw. JA 15/16 wurde nach Steuern und Abschreibungen ein Jahresüberschuss von 7,6 Millionen ausgewiesen
> warum erfolgte also in der Saison trotzdem eine Darlehensaufnahme bei verbundenen Unternehmen = der S&S i.H.v. 12,1 Millionen?

zum Stichtag 30.06.2017: 16.254 Millionen Euro
davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen: 12.00 Mio Euro
mit Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren

> bedeutet übrigens: in der Abstiegssaison 16/17 hat die H96 KGaA Verbindlichkeiten abgebaut trotz eines operativen Verlusts!
Möglich wurde dies durch den vorhandenen Liquiditätsüberschuss i.H.v. ca. 17,5 Millionen Euro aus der Saison 15/16.
In diesen 17,5 Millionen Euro sind auch die 12 Millionen Darlehen der S&S enthalten.

Aber selbst im Sommer 2016 nach dem Abstieg sind diese 12 Millionen Euro Darlehen der S&S nicht notwendig gewesen!
Alleine z.B. der Verkauf von Sané im Sommer 2016 hätte dies eingebracht. Übrigens ein Verkauf, den Kind zu dem Zeitpunkt laut eigener Aussage verhindert hat.

Was das alles in Summe bedeutet:
die KGaA war und ist bis heute "vollumfänglich" handlungsfähig. Und zwar trotz des Geschäftsführers Kind! Und die KGaA ist immer noch werthaltig.

Aber dies ist nur der immensen Wertsteigerung zu verdanken, welche das gesamte Geschäftsmodell Bundesliga in den letzten Jahren erfahren hat. Daß die KGaA davon aber nur im geringen Maße profitieren konnte, zeigt die Unfähigkeit von Martin Kind (und nicht die von Dufner, Bader, Held).
Außerdem hat die KGaA durch den direkten Wiederaufstieg in 2017 und durch die immerhin zwei Jahre 1. Liga erneut ein paar stille Reserven (durch Spielerwerte) aufbauen können.
Aber wie ich heute nachmittag schon schrieb:
diese stillen Reserven werden nach dieser Saison schon fast aufgebraucht sein.

Mal ganz am Rande:
das im Herbst 2014 der Verein unter Martin Kind seine letzten 15,66% an der KGaA an die Sales & Service GmbH & Co. KG für läppische 3,25 Millionen Euro verkauft hat, ist ein Betrug am Verein.
Der KGaA ging es damals blendend.
Im Laufe von 12 Monaten wurden die Verbindlichkeiten mal eben von 29 auf 11,6 Millionen Euro verringert.
Man hatte eine Mannschaft zusammen, deren Spielerwerte als stille Reserven von damals schon 50 Millionen und mehr ausmachten.
Ja, ist schon tausendmal durchgekaut.

Aber ich hoffe wirklich, daß die Hintergründe dieses deals nochmals in die Öffentlichkeit kommen und Kind dafür öffentlich gebrandmarkt wird. Und natürlich noch besser: der deal rückabgewickelt wird.


Zuletzt geändert von st2 am 19.05.2019 11:18, insgesamt 1-mal geändert.

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