SFR-96 hat geschrieben: 14. Sep 2026, 14:37
Ich habe die arge Befürchtung das der Kader von Kind, über Becker, bis zu Boldt als zu gut Wahrgenommen wird.
Alles in allem bin ich aber auch der Meinung das Titz die Mannschaft verloren hat, warum keine Ahnung aber es muss einen Grund geben warum die letzten 8 Spiele in der Liga so gelaufen sind, wie sie gelaufen sind.
Zwei interessante Punkte.
Ich meine auch, daß es überraschend war, daß diese vollkommen neu zusammengesetzte Mannschaft bis zuletzt um den Aufstieg mitgespielt hat.
Individuell war 96 m.E. in der Summe nicht besser besetzt als einige andere Mannschaften.
Darmstadt hatte den besseren Torwart und die deutlich besseren Stürmer.
Hertha hat reichlich individuelle Klasse gehabt. Schalke sowieso.
Elversberg und Paderborn werden oft nur als Mannschaft gelobt. Da sind aber letzte Saison auch viele Klasseleute in den beiden Mannschaften gewesen.
Ich meine, daß erst der sogenannte Titz Fußball 96 zu einer Spitzenmannschaft gemacht hat. Am Ende haben sich die Gegner auf diesen Fußball eingestellt und dann hat es eben einige Male nicht mehr zum Sieg gereicht, eben weil die individuelle Klasse die Spiele nicht gewinnen konnte.
Nach den Abgängen hat 96 jetzt eine Mannschaft, die im obersten Drittel spielen kann, wenn es läuft. Aufsteigen musss man mit der Truppe aber nicht zwingend.
Ja, zuletzt macht es schon den Eindruck, daß der Trainer Teile der Mannschaft verloren hat.
Das dürfte kaum verwundern, wenn der Trainer die Rückendeckung der starken Männer verliert, ständig in die Aufstellung reingequatscht wird (Gindorf, Källman Loretz) und nebenbei die Zeitungen täglich schreiben, daß der Trainer fällig ist.
Die Suppe hat man sich bei 96 selbst eingebrockt.
Als Klopp 3 Anläufe brauchte, um mit Mainz in die Bundesliga aufzusteigen, waren alle tieftraurig, daß es zweimal knapp nicht passte. Die Autorität des Trainers war aber zu jedem Zeitpunkt vollkommen intakt. Es wäre keiner auf die Idee gekommen, den Trainer in Frage zu stellen.
Das hat man m.E. hier versäumt. Man hätte bei aller Enttäuschung am Ende den Schulterschluss suchen müssen und zwar alle - von Kind bis runter zum Fan im Stehbereich und sich für einen neuen Angriff auf die Spitze um Mannschaft und Trainer versammeln müssen.
Stattdessen hat man sich unter gehöriger Mithilfe der Presse gegenseitig zerfleischt. Das Ende ist bekannt.