Das meint
Sport1 :
Hannover 96 hat im Abstiegskampf den erhofften Befreiungsschlag verpasst. Die Niedersachsen verspielten zum Auftakt der Rückrunde gegen den Hamburger SV einen 2:0-Vorsprung und mussten sich am Ende mit einem 2:2 (1:0) begnügen.
Für den umstrittenen 96-Trainer Ralf Rangnick wird nach dem sechsten Spiel des Aufsteigers in Serie ohne Sieg die Luft nun immer dünner. Der Hamburger SV, der im achten Spiel hintereinander ungeschlagen blieb, konnte seine in der Winterpause formulierten Uefa-Cup-Ambitionen erst in der Schlussphase untermauern.
Vor 43.183 Zuschauern hatte Nationalspieler Fredi Bobic die Gastgeber nach 40 Minuten in Führung gebracht. Der Angreifer beendete mit seinem neunten Saisontreffer die Hannoveraner Durststrecke von 540 Minuten ohne Tor. Mohammadou Idrissou erhöhte nach dem Seitenwechsel auf 2:0 (49.). Tomas Ujfalusi verkürzte für den HSV zunächst in der 63. Minute auf 1:2, ehe Erik Meijer in der 78. Minute der kaum noch erwartete Ausgleich glückte.
Beide Mannschaften boten zunächst eine schwache Partie. Besonders im Spielaufbau wurden erhebliche Mängel sichtbar. Dem HSV, bei dem in der ersten Halbzeit Missverständnisse und Fehlpässe die Regel waren, war das neuerliche Fehlen von Regisseur Rodolfo Cardoso deutlich anzumerken. Der Argentinier hatte sich in der Nacht zum Samstag eine Rückenverletzung zugegezogen und musste kurzfristig passen. Auch der Hamburger Zugang Naohiro Takahara blieb unter den Augen von rund 50 japanischen Journalisten blass. Der Torschützenkönig der J-League fand nicht ins Spiel und gewann kaum einen Zweikampf.
Zwei Mal Latte für Hannover
Hannover gelangen nach rund 30 Minuten vermehrt vielversprechende Aktionen. Nachdem Bobic bereits nach einer Viertelstunde nur die Latte getroffen hatte, scheiterte auch Blaise N'Kufo am Aluminium (37.). Bobic Tor resultierte schließlich aus einem Fehler von HSV-Kapitän Nico-Jan Hoogma. Bobic nutzte diese Schwäche eiskalt aus.
Nach dem Seitenwechsel legte 96 sofort nach. Bobic glänzte beim Tor von Idrissou mit einer hervorragenden Vorarbeit. Per Absatzkick setzte er den Kameruner brillant in Szene, so dass dieser frei vor HSV-Schlussmann Martin Pieckenhagen auftauchte und diesem keine Chance ließ. Die Hamburger gaben sich aber nicht auf und kamen durch Ujfalusi und Meijer am Ende noch zu einem verdienten Punkt.
Bei Hannover wusste die beiden Torschütze Bobic und Idrissou zu gefallen. Im Trikot der Hanseaten waren der engagierte Collin Benjamin und Ujfalsi die besten Akteure.
Steilpass
P.S.
Auch andere - nicht nur BILD und NP - sehen, daß es eng werden kann für Rangnick !