Roter Schaumburger hat geschrieben:Kuhburger hat geschrieben:Im Moment hat die Handlungsweise von CH für mich vor allem mit Selbstachtung zu tun. Als klar war dass 96 die Option auf Verlängerung bis 2010 nicht zieht, hätte ich an seiner Stelle gedacht: Vermutlich ist im Sommer Schluß und ich soll das Bauernopfer sein. Wenn dem so war, hat CH konsequent und nachvollziehbar gehandelt. Mehr würde ich nicht darin sehen.
Interessanter sind für mich zwei Fragen:
1. Warum hat Kind nicht klar gesagt, was er will? Er hat damit die Handlungsinitiative aus der Hand gegeben.
2. Ist es wirklich Hecking der gestärkt aus dieser Seifenoper hervor geht? Die Antwort wissen wir, wenn der Nachfolger von CH feststeht. Ist es ein starker Mann, dann ist Hecking geschwächt. Ist es ein unauffälliger Mann, dann dürfte Heckings Position gestärkt sein.
Gleichzeitig scheint mir jedoch hier auch eine versteckte Warnung an Hecking zu liegen: Das Gerede von Langfristigkeit und Kontinuität gehört nun erkennbar der Vergangenheit an...
@ kuhburger. Das sehe ich auch so. Besonders den Punkt mit der Selbstachtung. Auch der Nutzer soccerfriend weist in seinem Beitrag ja schon auf diesen Punkt hin und glaubt dass Hochstätter einer Demontage wie sie Kaenzig sie hier erleben musste zuvorkommen wollte. Dazu passen auch Hochstätters Aussagen in den Interviews von heute. In der HAZ sagt er z.B. dass er zurücktritt "um meine Lebensplanung selbst in die Hand zu nehmen". Mit anderen Worten heißt das "bevor ich mich als Sündenbock durchs Dorf (=unsere Presse) jagen lasse trete ich lieber selbst zurück".
Interessant finde ich auch die Aussage von Hochstätter im NP-Interview:Wir haben hier zwei Jahre fantastisch zusammengearbeitet. Es hätte mir auch Spaß gemacht so weiter zu arbeiten. Aber es gibt gewisse Dinge und Entscheidungen die mir nicht gefallen haben Und gewisse Signale sind nicht gekommen
Das heißt wohl dass er zum Schluss nicht mehr fand dass "fantastisch zusammengearbeitet" wurde und dass Dinge ohne sein Einverständnis entschieden wurden. So macht ihm die Arbeit keinen Spaß mehr. Auch dass er zugibt dass ihm die Ausbootung durch Hecking beim Krisengespräch mit der Mannschaft "geärgert" hat beweist dass er nur drittes Rad am Wagen war.
Das unterstreicht auch deine Meinung dass Kind nicht klar gesagt hat was er will. Hochstätter hat wahrscheinlich geglaubt dass die sportliche Krise den Manager stärken und den Trainer schwächen würde. Als er merkte dass das Gegenteil der Fall ist ( soccerfriend hat schon geschreiben dass es bisher immer so war) hat er die Konsequenzen gezogen. Ich glaube dass das klug war wenn er nicht wie Kaenzig in der Versenkung verschwinden will.
Hecking ist auf jeden Fall erstmal gestärkt aus der Sache hervorgegangen. Aber du hast recht dass es bald anders sein könnte. Besonders wenn Schmadtke kommen würde. Ein guter Freund der leidenschaftlicher Allemania-Fan ist fand immer dass Schmadtke der "starke Mann" in Heckings Aachener Zeit war. Er meinte dass Schmadtke ihm sogar bei den Ein- und Auswechselungen während des Spiels reingeredet hätte. Mal sehen wie es weitergeht. Jedenfalls ist jetzt alles wie immer: Wieder ein Manager weg wieder Unruhe im Verein. Langsam glaube ich 96 hat seinen Ruf zu recht. Da ändert auch ein Martin Kind nichts dran.
Auch ich teile die Analyse, dass Hochstätter aus Selbstachtung gehandelt hat. Ob Hecking wirklich gestärkt aus der Krise hervor geht werden wir beim neuen Sportdirektor sehen.
Was Schmadtke angeht: Ich kann mich an einen Beitrag von Eule erinnern, der das auch schon beschrieben hat: Schmadtke soll (sinngemäß) im damaligen Spiel von Aachen gegen 96 jede Ein- und Auswechselung abgenickt haben. Ich konnte das damals kaum glauben aber stimmt vielleicht doch.
Edit: Ich habe den Beitrag von Eule ausgekramt:
http://forum.hannover96.de/viewtopic.php?p=4276315#4276315


