Edelreservist hat geschrieben:allerdings weiß ich, dass "KMW" oder andere Nebenkriegsschauplätze auch noch bis zur Sommerpause Zeit haben.
Was für dich ein Nebenkriegsschauplatz ist, ist für andere alles oder nichts. Was interessiert es mich wenn
ein Verein absteigt, wenn es nicht mehr
MEIN Verein ist?
Es geht nicht darum wer Recht hat oder wie etwas besser oder schlechter sein könnte. Es geht um die absolute Grundlage für das Fan-sein: Identifikation.
Edelreservist hat geschrieben:wenn nicht ein Trainer, sondern die "Fans" zum Retter bzw. Helden des Abstiegkampfes würden, wie glaubt Ihr würden Sie dann vom Verein behandelt werden ?!
So wie bis jetzt auch.
- "Mit denen kann man alles machen, die kommen ja sowieso"
- "Seht ihr was für ein Kindergarten das ist!? Die können doch auch so Stimmung machen, wir haben also nichts kaputt gemacht, was soll der Terz?"
- "So soll es sein, ohne Pyro, Gewalt... (blablabla). Unser eingeschlagene Weg war also Richtig und Erfolgreich!"
Such dir was aus. Man kann nur verlieren. Aber abgesehen davon, siehe den ersten Absatz. Die Grundlage fehlt, sonst wäre man ja gar nicht weg.
Edelreservist hat geschrieben:
Wenn jetzt nichts geschieht, müssen sich unsere Fans zurecht von allen anderen Fanszenen vorwerfen lassen, ihren Verein im Stich gelassen zu haben. Wollt Ihr das wirklich?
Ähm. Keine der anderen 34 (ein Projekt klammere ich aus) Fanszenen denkt irgendetwas in der Richtung. Im Gegenteil, man hat enormen Respekt davor diesen Schritt zu gehen.
Die Defintion von "Im Stich gelassen haben" ist eben bei den Fanszenen eine ganz andere. Es zählt nicht der sportliche Erfolg um jeden Preis. Es zählt die Seele des Vereins. "Liebe kennt keine Liga"... dafür aber ganz andere Sachen!
Edelreservist hat geschrieben: Jetzt gilt es zu beweisen, dass es wirklich Herzblut und Leidenschaft waren
Den entscheidenden Teil habe ich mal markiert...
Edelreservist hat geschrieben:Wer jemals wirklich geliebt hat und liebt wird alles stehen und liegen lassen, um seiner/ ihrer Liebe zur Seite zu stehen wenn es ihr schlecht geht. Schließlich will man doch, dass es Ihr/ ihm gut geht.
Nicht wenn aus dieser Liebe ein Konstrukt geworden ist, das Nullkommanichts mehr mit dem zu tun hat in das man sich verliebt hat (der "Scheißverein"). Wenn dieses Konstrukt daran Schuld ist und einen Jahrelang nur getreten hat, dann hilft man diesem nicht auch noch.
Edelreservist hat geschrieben:Ein Streit lässt sich nur dadurch schlichten, dass man aufeinander zu geht.
Und deswegen ist es auch kein wirklicher Streit mehr. Es wurde oft genug geredet, aufeinander zugegangen. Aber es ist unmöglich zusammen eine Lösung zu finden. Nur eine Seite von beiden ist noch möglich. Die eine Seite ist freiwillig gegangen und die einzige Chance das sie die Grundlage zum wiederkommen findet (Identifikation) ist, wenn die andere Seite geht und die alte Liebe wieder zum Vorschein kommt.
Nur zur Erinnerung: Dieser letzte Schritt, das Fernbleiben, ist nichts anderes als ein Aufgeben. Es gilt hier nicht einen Streit zu beenden, sondern darum das sich der abgewandte Teil wieder neu in seine "ex" verliebt. Dafür müsste es aber erstmal wieder die alte werden. Womit wir wieder bei der Identifikation wären. Mit einem
Verein, keiner
Marke bzw. einem Wirtschaftsunternehmen.