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 Laberecke Autos 1.0 Moderations-Bereich
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 Betreff des Beitrags: Re: Laberecke Autos 1.0
BeitragVerfasst: 17.10.2019 13:14 
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Bei allem Respekt, lieber @RoterKlaus, aber hätten Deine Einstellungen (die übrigens von sehr vielen Deutschen inzwischen leider geteilt werden) unsere Eltern und Grosseltern gehabt, dann würden wir immer noch Mörtel von Backsteinen auf Trümmergrundstücken abschlagen...

Leider haben wir unsere Spass an Neuem, an Innovativem, an Veränderungen verloren: wir bauen für knapp 1 Milliarde ein Opernhaus, meckern drüber und haben dann nur noch überwiegend asiatische Musiker, die darin spielen, wir bekommen für viele Milliarden keinen Flugplatz gebaut... und wir regen uns auf, dass wir Schienen bis zu einem Tunnel bezahlen müssen, den die Dänen uns bauen. Apropos Dänen (bzw. Skandinavien): dorthin scheint das Visionäre, das uns Deutsche mal ausgezeichnet hat nach dem Krieg, ausgewandert zu sein - und da ist dieser Tunnel ein gutes Beispiel: darüber meckert man nicht in Dänemark und spaltet Haare, sondern man sieht die Vision, die Chance, dass hier Grosses für die Ökologie, die Ökonomie und für Europa erreicht werden wird.

Natürlich weiss niemand, wie lange die Akkus der E-Fahrzeuge (und damit auch der Fahrräder... :wink: ) halten ... aber das wussten wir doch auch nicht bei den Autos unseres Notebooks und Smartphones vor vielen Jahren: ich habe gerade ein solches Akku getauscht, weil es nach 10 Jahren (!) nur noch ein Drittel seiner Leistung hatte - der Wechselintervall sollte eigentlich 3 Jahre sein... und meine Frau benutzt heute noch den ersten Akku ihres iPhones... Nr.4! :mrgreen:

Und hast Du Dir mal angeschaut, welches Möglichkeiten des Recyclings es heute schon gibt - im Gegensatz übrigens zu den Abfallstoffen, die Dein mit fossilen Energien betriebenes Fahrzeug tagtäglich in die Umwelt entlässt?

Natürlich ist es sinnvoll, dass Leasingfahrzeuge durch neue Leasingfahrzeuge ersetzt werden; komm doch mal weg von Deiner individualisierten Sicht und betrachte es zum einen unter einem volkswirtschaftlichen, zum Anderen unter einem ökologischen Aspekt: je älter ein Fahrzeug ist, umso weniger Wirkungsgrad hat es und umso umweltschädlicher ist es. Darüber hinaus sichern lange Intervalle natürlich keine Arbeitsplätze, egal, ob da nun Autos mit Verbrennungsmotoren oder mit E-Motoren produziert werden. Und will man den Fahrzeugbestand verändern - also hin zu energieeffizienteren, vielleicht sogar CO2-neutralen Fahrzeugen, dann geht das eben nur, in dem man oben neue Fahrzeuge in den Markt bringt, die unten alte Fahrzeuge in die Verschrottung drängen. Aber genau dieser Entwicklung stehst Du im Weg, offensichtlich, weil Du sie nicht sehen willst.

Dein Argument Car-Sharing geht insoweit am Thema vorbei, weil es ja auch da darum geht, wie die gefahrenen Kilometer sich ökologisch auswirken - ausser, Du setzt auf den Punkt, dass beim Car-Sharing sich die Gesamtkilometerzahl reduzieren könnte. Dies mag sein, löst aber ja am Konflikt E-Auto Ja oder Nein nichts. Und darüber hinaus: mit einer solchen Argumentation hängst Du in einem Flächenland wie Niedersachsen einen grossen Teil der Bevölkerung schlicht ab, denn in der Fläche gibt es weder ein akzeptables Nahverkehrsangebot noch die Möglichkeit des Aufbaus eines nachhaltigen und wirtschaftlich tragfähigen Car-Sharing-Systems.

Es gibt allerdings eine riesige Nachfrage nach Fahrzeugen, die an mehr als 300 Tagen im Jahr weniger als 200km pro Tag genutzt werden. Ja, tatsächlich, Zweitfahrzeuge... auf die entfällt hier im ländlichen Raum ein sehr grosser Teil des Verkehrsaufkommens, und die Umstellung dieses Bereichs auf E-Fahrzeuge würde Deutschland massiv näher an die selbst gesteckten und grandios gerissenen Klimaziele bringen... und genau dazu brauchst Du nun einmal kostengünstige = gebrauchte E-Fahrzeuge einer angemessenen Grösse (1 Erwachsener + 1-2 Kinder im Tagestransport).

In der Fläche gibt es auch riesige Möglichkeiten der Stromgewinnung, man müsste sie nur nutzen - doch man versucht die Innovation ja sogar zu verhindern und zerstörte damit mehr als 100.000 Arbeitsplätze (schönen Gruss an die Kumpel im Braunkohleabbau!).

Ach ja, die Stromverteilung: da fahren wir jahrelang unsere Stromnetzinfrastruktur auf Abbruch, damit die Energiekonzerne jedes Jahre neue Gewinne vermelden können und sich einige wenige Aktionäre die Taschen vollmachen können, und jetzt beweinen wir unser unflexibles, marodes Stromnetz, für dessen Sanierung angeblich kein Geld da sein soll - wahrscheinlich, weil wir die dafür nötigen Milliarden in Bankensanierungen gesteckt haben... Merke: die Zurverfügungstellung von Infrastruktur (Strom, Wasser, Verkehr, Gesundheit, Sicherheit und Ordnung) sind originäre Staatsaufgaben, die nicht nach Wirtschaftlichkeitsgesichtspunkten beurteilt werden müssen, sondern nach vollständiger und gleicher Befriedigung in allen Bereichen des Staates - und das haben sich keine bösen Kommunisten und Kapitalistenhasser ausgedacht, sondern die Väter unseres Grundgesetzes (die aus unserer Eltern/Grosselterngeneration, die noch Visionen hatten).

Deine Bemerkung bzgl. des E-Bikes nehme ich mal humoristisch - warte ab, was wir in sehr naher Zukunft an Problemen mit den riesigen Bergen an Akkus aus diesen Bikes und den "lustigen" Rollern bekommen werden (bzw. schon haben): tatsächlich gibt es nämlich einen massiven Unterschied zwischen diesen Akkus und denjenigen in PKWs, aber ich denke, Du weisst das.

PS: Tatsächlich werden E-Fahrzeuge nicht der einzige Stein der Weisen sein, um einen klimaneutralen Individualverkehr in Deutschland zu realisieren. Aber da ist ja wieder das obengenannte Phänomen: wir scheinen nicht mehr bereit zu sein, innovativ zu denken... wobei es hier ja nur verlangen würde, zu akzeptieren, dass nicht jede Mobilität mit demselben Antrieb funktionieren kann.

Ich zB. gehe derzeit davon aus, dass ich (ebenfalls derzeit) nur unseren Familienzweitwagen auf E-Betrieb umrüsten kann. Hybride sind der Weg des neuen deutschen Denkens (möglichst kompliziert und teuer, damit es ja keiner nutzt), und Wasserstoff möchte weder die Wirtschaft noch die Politik in Deutschland - und hängt sich so grandios von der internationalen Entwicklung ab (zB. wird der Schiffsverkehr nur über Wasserstoffantriebe funktionieren, aber Schiffe und Schiffsantriebe ist ja sowieso ein Wirtschaftszweig, in dem wir jeglichen Anspruch ebenso aufgegeben haben wie im IT-Bereich - Alles zugunsten der Automobilindustrie, an der wir inzwischen hängen wie am Tropf!). Bleibt also in bestimmten Bereichen kurzfristig tatsächlich nur der Weg eines sparsamen Verbrenners.

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 Betreff des Beitrags: Re: Laberecke Autos 1.0
BeitragVerfasst: 17.10.2019 13:35 

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https://www.spiegel.de/auto/aktuell/co2 ... 91825.html
This!

Nun ich denke, alle Fahrzeuge sollten massiv (nach Gewicht, Größe und potentiellen Höchstverbrauch!) besteuert werden. SUVs speziell sollten nur für Jäger und Förster niedriger besteuert werden, als Firmenwagen nicht mehr abzugsfähig sein. Speziell Letzteres hätte eine enorme und sofort wirksame Lenkungsfunkion.

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 Betreff des Beitrags: Re: Laberecke Autos 1.0
BeitragVerfasst: 17.10.2019 13:42 
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Für Jäger und Landwirte müsste die Besteuerung vervierfacht werden...

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 Betreff des Beitrags: Re: Laberecke Autos 1.0
BeitragVerfasst: 17.10.2019 17:56 

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https://www.spiegel.de/auto/aktuell/tem ... 92065.html
Zu all den aktuellen Problemen, die man schon nicht im Griff hat und die Gesellschaft mehr und mehr zerbröseln läßt, züchtet man sich jetzt auch noch vollkommen vermeidbar, eine radikale Umweltaktivisten-Generation heran. Bravo, das wird heftig, Alt-Jung, Arm-Reich, Gebildet-Ungebildet, Industrie-Umwelt und dann stehn se wieder am Pult und geben anderen die Schuld oder labern von Weimar....so und jetzt laß ich das Fußballforum lieber Fußballforum sein.Hat hier alles nix zu suchen. Sorry.


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 Betreff des Beitrags: Re: Laberecke Autos 1.0
BeitragVerfasst: 17.10.2019 21:43 

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Es wird Winter in Verbrenner Autoland Deutschland....warm anziehen.....
https://www.auto-motor-und-sport.de/ver ... ket-newtab


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 Betreff des Beitrags: Re: Laberecke Autos 1.0
BeitragVerfasst: 17.10.2019 22:48 

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Strom wird nächstes Jahr teurer, die Gebühren.

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Unglaublich wie lange die Typen unter Wasser im U Boot ihre Luft anhalten können

(Kelly Bundy, 1990)


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 Betreff des Beitrags: Re: Laberecke Autos 1.0
BeitragVerfasst: 18.10.2019 07:13 
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Nein, wegen der Erhöhung der EEG-Umlage. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sieht für Unternehmen des produzierenden Gewerbes mit hohem Stromverbrauch sowie für Schienenbahnen Ausnahmeregelungen von der EEG-Umlage vor, um die Stromkosten dieser Unternehmen zu senken und so ihre internationale und intermodale Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Mit anderen Worten, Du subventionierst diese Unternehmen. Der EEG-Strom senkt den Preis an der Strombörse und auch davon profitieren diese Unternehmen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Laberecke Autos 1.0
BeitragVerfasst: 18.10.2019 09:57 
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Ich freue mich immer wieder, wenn ich Pfeffersäcke subventionieren darf... ein gesundes und für breite Bevölkerungsschichten attraktives Gesellschaftssystem zeichnet sich dadurch aus, dass diejenigen, die viel haben, noch mehr bekommen, weil diejenigen, die wenig haben, noch mehr geben...

Im Silicon-Valley der Menschlichkeit weiss man das schon lange!

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 Betreff des Beitrags: Re: Laberecke Autos 1.0
BeitragVerfasst: 18.10.2019 10:09 
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CO2: SUV haben zweitgrößten Anteil am weltweiten Anstieg - SPIEGEL ONLINE
Dazu sind sie brandgefährlich für andere Verkehrsteilnehmer bei Unfällen und man müsste eigentlich Parkplätze und Parkhäuser umbauen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Laberecke Autos 1.0
BeitragVerfasst: 18.10.2019 23:28 
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Auch von mir mal was zum Diesel:

https://www.rbb24.de/politik/beitrag/20 ... utzig.html

Was sagt die Frankfurter Allgemeine dazu:

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/ ... 39446.html

Ich bin jetzt verwirrt. Hat VW überhaupt nicht beschissen?

@stscherer: Danke für den ausführlichen Beitrag. Soweit sind wir gar nicht auseinander. Als ewig gestrig sehe ich mich natürlich nicht. Hätte sich auch schlecht mit meinem Beruf vereinbart. Nur gehöre ich (älter werdend) nicht mehr zu denen, die vorne dabei sind, wenn das Rad neu erfunden wird.
Unsere Fahrradakkus sind 9 und 10 Jahre alt. Meiner reicht noch, um von Rehburg einmal um das Steinhuder Meer zu fahren. Als er neu war, wäre das auch 2 mal gegangen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Laberecke Autos 1.0
BeitragVerfasst: 19.10.2019 08:36 
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RoterKlaus, die Autoindustrie hat sich doch redlich bemüht, die Abgaswerte für den Prüfstand zu optimieren. Was erlauben sich KBA und DUH sich, mal im Alltagsbetrieb nachzumessen wie das Anderswo üblich ist und hier nicht verlangt. Deshalb wurde die Studie von unter Verschluß gehalten. Wie skrupellos die Autoindustrie ist, zeigt sich bei der Nachrüstung älterer Diesel. Jahrelang wurde behauptet, dass das nicht möglich sei. Dabei passen die für den US-Markt entwickelten Filter natürlich anstandslos in die baugleichen Diesel für den heimischen Markt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Laberecke Autos 1.0
BeitragVerfasst: 19.10.2019 11:35 
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Danke @RoterKlaus für die Verlinkung zu den beiden Artikeln.

Mein erster Gedanke beim Lesen des ersten Links war: "das ist doch nichts Neues, was soll das jetzt wieder?". Hat ja der Redakteur der FAZ auch deutlich kritisiert.
Reine Panikmache der DUH...
Nur die tatsächlichen Werte bei Euro6 Dieseln kannte ich noch nicht und die sind ja wirklich erschreckend.
80mg/km NOx sind Grenze für Euro6 Diesel und der Subaru Outback stößt fast 2300mg/km aus? Wahnsinn :shock:
Auch dass Mercedes Benz so viele Modelle anbietet, die weit über dem Grenzwert liegen, macht mich fassungslos...

Aber erfreulich ist doch, dass die Modelle mit Euro 6d-Temp wohl wirklich sauber sind und die Grenzwerte deutlich einhalten. Es geht also doch...
Und solange es noch keine wirklich realistische Alternative gibt, um sich sauber fortzubewegen, und damit meine ich für alle (nicht nur für Städter), solange brauchen wir Verbrenner noch. Kann man die sauber machen, dann ist das schonmal ein Schritt in die richtige Richtung.

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 Betreff des Beitrags: Re: Laberecke Autos 1.0
BeitragVerfasst: 19.10.2019 13:06 

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Ja, Zustimmung Roter Jung. Nur bedeutet diese Sicht bereits mittelfristig, dass wir international von einer wichtigen Entwicklung abgehängt werden und damit "Exportkompetenz" und Arbeitsplätze in einem Umfang verlieren werden, der deutlich über dem liegen dürfte, mit dem uns heute ständig in Hinblick auf die Umstellung der Autoindustrie gedroht wird.

Diese Sicht blendet nämlich aus, dass Großstädte über die ganze Welt, ja ganze Nationen das Ende der Verbrennungsmotoren bereits fix beschlossen haben.

Es geht letztlich also gar nicht um die Verbesserung der Verbrennungsmotortechnologie - Diesel wie Benziner - es geht schlicht um die Anpassung an das Unvermeidliche. Die Welt verändert sich. Wir sollten dabei sein. ... Und zwar idealerweise ganz vorn.

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 Betreff des Beitrags: Re: Laberecke Autos 1.0
BeitragVerfasst: 19.10.2019 13:27 
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Moin

Ich fürchte, die E-Mobilität für Jedermann wird sich in einigen Jahren als größte Lebenslüge der Gegenwart entpuppen.

Ich sehe jetzt schon, wie Hunderttausende von E-Autofahrern abends in den Städten ihre Wagen aufladen, überall in den Straßen an Unmengen von Zapfsäulen, die mit dicken Stromanschlüssen überall an den Ecken stehen. Was das für einen Strom zieht, da wird so manchen Verteiler an der Ecke in die Knie gehen.

Nachts kommen dann die Metallsammler und schneiden die Kabel ab.

Für Leute mit Garage oder einem eigenen Grundstück mag das alles kein Problem sein, aber die vielen Menschen, die zur Miete wohnen und jetzt schon keinen Parkplatz finden könnte das ein Problem sein.
Es wird ebenso ein Problem sein für Tausende Menschen Ladestationen für große Kapazitäten zu bauen.

Der Bürgermeister von Tübingen hat jetzt schon gesagt, er habe keine Lust die ganze Stadt umzugraben, um dicke Kabel für Ladestationen zu verlegen.
Abgesehen davon, wo kommt der Strom in den Stoßzeiten her, wenn mal die Sonne nicht scheint, aus Frankreich?

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 Betreff des Beitrags: Re: Laberecke Autos 1.0
BeitragVerfasst: 19.10.2019 14:52 
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Ja, das hatte ich bereits in einem ernsthafter gemeinten Beitrag vor einigen Tagen in den Raum gestellt. Im Sauerland wird ja in der Grundstufe auch Elektrotechnik gelehrt.
Zukünftig müssen wir dann doch wieder auf Kernkraft und Kohle zurückgreifen. Fessenheim wird dann noch sehr hilfreich sein. Und die KKWs im Osten.
Leider sind wir hier nicht in Norwegen, mit geringer Bevölkerungsdichte und Wasserkraft ohne Ende.

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 Betreff des Beitrags: Re: Laberecke Autos 1.0
BeitragVerfasst: 19.10.2019 18:30 
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RoterKlaus, wenn man nicht in Norwegen lebt, kann man neuerdings aber auch hier Strom aus Norwegen ins Haus geliefert bekommen, denn es gibt jetzt eine Seekabelverbindung. Mit einem Adapterkit kann man ein E-Auto an einer Schuko-Steckdose aufladen. Das dauert aber erheblich länger. Deshalb gibt es ja zunehmend Schnellladesäulen mit 350 kW nicht nur in Hannover. Die Wahrscheinlichkeit, dass alle in Hannover zugelassenen E-Autos gleichzeitig an so einer Säule geladen werden, ist eher gering.

Die Energieversorger bauen seit geraumer Zeit das Netz um, denn viele Trafos sind veraltet und Leitungen müssen verstärkt werden. Das Stromnetz war früher nur für eine Richtung vom Kraftwerk zum Verbraucher ausgelegt. Jetzt kann ein Verbraucher gleichzeitig ein Erzeuger sein (z.B. dank Photovoltaik auf dem Dach oder BHKW im Keller). Solche BHKW kann man zu virtuellen Kraftwerken zusammenschalten. Es gibt auch Mini-BHKW für Einfamilenhäuser. Für Mieter gibt es jetzt auch Solarpanels mit Speicher, das man z.B. am Balkon anbringen kann. Damit kann man sich weitgehend unabhängig vom Stromnetz machen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Laberecke Autos 1.0
BeitragVerfasst: 19.10.2019 18:53 
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Ja nee, is klar, der Strom für dein Auto kommt aus Norwegen.

Wie willst Du als Mieter in einem Mehrfamilienhaus in der Stadt dein Auto auf der Straße mit deiner Schuko-Steckdose aufladen?

Willst du eine Kabeltrommel aus dem Fenster hängen um dein Auto daran anzuschließen.

Über Nacht, dann is die Kabeltrommel weg und dein Auto is immer noch leer.

Ich habe den Eindruck, Du bist ein Träumer, ohne jeden Bezug zur Realität.

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 Betreff des Beitrags: Re: Laberecke Autos 1.0
BeitragVerfasst: 19.10.2019 18:55 
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Herr Rossi:
:nuke:
Das habe ich alles noch gar nicht gewusst!
Was es aber auch alles gibt heutzutage!

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 Betreff des Beitrags: Re: Laberecke Autos 1.0
BeitragVerfasst: 19.10.2019 19:13 
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Hirni96 hat geschrieben:
Ja nee, is klar, der Strom für dein Auto kommt aus Norwegen.

Wie willst Du als Mieter in einem Mehrfamilienhaus in der Stadt dein Auto auf der Straße mit deiner Schuko-Steckdose aufladen?

Willst du eine Kabeltrommel aus dem Fenster hängen um dein Auto daran anzuschließen.

Über Nacht, dann is die Kabeltrommel weg und dein Auto is immer noch leer.

Ich habe den Eindruck, Du bist ein Träumer, ohne jeden Bezug zur Realität.

Es soll ja auch Zeitgenossen geben, die eine Steckdose in der Tief-/Garage haben. Und im Umland von Hannover sind Schnellladesäulen rar. Deswegen habe ich kein Auto und nutze den ÖPNV. Vielleicht leiste ich mir mal ein E-Bike, aber keinesfalls einen E-Scooter.

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 Betreff des Beitrags: Re: Laberecke Autos 1.0
BeitragVerfasst: 19.10.2019 22:28 
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Kuhburger hat geschrieben:
Ja, Zustimmung Roter Jung. Nur bedeutet diese Sicht bereits mittelfristig, dass wir international von einer wichtigen Entwicklung abgehängt werden und damit "Exportkompetenz" und Arbeitsplätze in einem Umfang verlieren werden, der deutlich über dem liegen dürfte, mit dem uns heute ständig in Hinblick auf die Umstellung der Autoindustrie gedroht wird.

Diese Sicht blendet nämlich aus, dass Großstädte über die ganze Welt, ja ganze Nationen das Ende der Verbrennungsmotoren bereits fix beschlossen haben.

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Ich befürchte Deutschland ist 10 Jahre zu spät und wird gerade im Affenzahn von anderen Nationen überholt! Wo sind "wir" denn noch Vorreiter?
Gefühlt zeigt uns doch jeder (jedes andere Land) wie es richtig geht, in so vielen verschiedenen Bereichen.
Wir Deutschen sind nur noch gut im Beschei*en und im "Nicht-rechtzeitig-fertig-werden" von Bauprojekten (von den Mehrkosten ganz zu schweigen).
Bis "wir" irgendwann mal wieder ganz vorne dabei sein können, muss sich gehörig was ändern in unserem schönen Land.

@Hirni96: :nuke:
Vebrenner werden keine Zukunft haben, das ist klar, aber nur auf E-Mobilität zu setzen halte ich für zu kurz gedacht und ziemlich blauäugig von unserer Politik.
Ich stimme dir vollumfänglich zu, Hirni96, das wird ein richtiger Rohrkrepierer, wenn es nicht auch noch Alternative B und C geben wird...

Da kann Deutschland ja mal zeigen, wie innovativ "wir" noch sind...

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