der rote hat geschrieben:
Solch eine Aussage kann man vielleicht ernsthaft von sich geben, wenn man Bayern München trainiert, denn mit deren Spielern kann man tatsächlich jeden anderen Bundesligaverein dominieren.
Jetzt wiederholst Du, was ich in meinem Ausgangsposting sagte. Nur hatte ich bewusst statt Bayern von Chelsea, Barca und Real gesprochen.
Bewusst deshalb, weil ich mich einfach weigere, die verkrusteten Hierarchien der Liga mit den Bayern als Chefs des Hauses als unabänderlich gegeben hinzunehmen. Damit läuft sich die Liga irgendwann tot.
der rote hat geschrieben:
Als Trainer von Hannover 96 kann man sowas aber nicht ernsthaft behaupten. Und da Peter Neururer das weiß, bleibt nur noch die Möglichkeit der taktischen Aussage. Was in diesem Falle nichts anderes ist als die Unwahrheit.
Den Underdog zu geben, der nur staunend zu den Großen aufschaut und sich damit begnügt, im Forum auf sie zu schimpfen, mag ja auch im fünften Erstliga-Jahr noch realistisch sein, aber ich habe eine gewisse Sympathie für einen wie PN, wenn er sich öffentlich aus dem Fenster hängt und sich vornimmt, diese Kruste aufzubrechen, weil er natürlich auch weiß, dass die schlecht fürs Geschäft ist.
Nur mit Vorfreude auf neue, schöne Erlebnisse mit den Roten kannst du noch mehr Fans ins Stadion, vielleicht neue Mitglieder in den Verein holen und die Marke Hannover 96 für weitere Sponsoren interessant machen.
der rote hat geschrieben:
Viele Fans lassen sich leicht durch Aussagen wie "der Gegner hat sich nach uns zu richten" täuschen. Das bestätigt sie in ihrem subjektiven Stärkegefühl, besonders vermutlich die jüngeren.
Ich weiß, genauso wenig wie alle, was der Mann wirklich denkt. Aber bei mir kommt seine Ansage vor den Spielen so an, dass er sich selbst, die Spieler und die Fans (egal wie jung oder alt) damit anfeuern will.
Vielleicht – ich betone vielleicht – ist er ja auch überzeugt, von dem was er sagt. Er hat einen Kader, der einiges Potential hat, er spielt in einem schmucken WM-Stadion und er hat – last, but not least – hervorragende Fans.
Was mich nur irritiert, ist, dass die Mannschaft (wenn man die Rückrunde der zurückliegenden Saison und den Start in die neue insgesamt ansieht) mich derzeit eher an einen Spieler erinnert, der verletzt am Boden liegt und sich vor Schmerzen krümmt.
Wenn du dich dann als Trainer nicht für Art und Schwere der Verletzung interessierst, sondern hinrennst und ihn anfeuerst, läufst du Gefahr, dich beim Spieler und bei den entsetzten Fans lächerlich zu machen. Nach dem Spiel gegen Hertha scheint mir eher Behandlung erforderlich.
Und ich bin gespannt, ob - und wenn ja, wie - er das hinkriegt.