Perfekt: Hannover 96 verpflichtet Außenstürmer Ihlas Bebou. Herzlich willkommen bei den Roten und Glückwunsch an Horst Heldt, André Breitenreiter & Co zu diesem Top-Transfer!
Ein paar Worte zum Spieler: Der gebürtige Togolese kam als Elfjähriger nach Deutschland und stieß 2011 zur A-Jugend von Fortuna Düsseldorf. Zu Beginn der Saison 2013/14 erhielt der 19-Jährige einen Profivertrag, zog sich jedoch kurz darauf bei einem Kopfballduell eine leichte Schädelfraktur mit Rückenmarksverletzung zu. Das hinderte ihn aber nicht daran, schon ein Vierteljahr später gegen Dynamo Dresden sein Zweitligadebüt zu geben. Ein Knorpelabriss im rechten Knie (Anfang 2014 erfolgreich operiert) warf ihn für lange Zeit zurück, erst im Frühjahr 2015 stand er wieder für die Fortuna auf dem Platz. Seitdem ist er weitestgehend verletzungsfrei. In 70 Spielen für die erste Mannschaft der Fortuna traf er 11 mal (davon einmal gegen uns und dreimal per Elfmeter) und legte 14 mal vor (1 Tor/1 Vorlage im DFB-Pokal). Seit einem Jahr spielt er außerdem für die togolesische Nationalmannschaft (6 Einsätze).
Ihlas Bebou ist Rechtsfuß und war bei der Fortuna als Rechtaußen gesetzt, aber auch als Mittelstürmer und als hängende Spitze erfolgreich. Ihn zeichnet besonders seine enorme Schnelligkeit aus. Er ist auch mit Ball imstande, seinen Gegnern wegzurennen, zieht oft mehrere Gegner auf sich und öffnet damit anderen Offensivkräften Räume. Defensiv hat er sich wohl zuletzt gesteigert, kommt durch sein Tempo immer wieder gegnerischen Spielern zuvor und sichert Bälle.
Viele Fortuna-Fans sehen bei ihm großes schlummerndes Potenzial, das er noch nicht ganz abrufen konnte. Zum Beispiel gilt sein Abschluss als ausbaufähig und er hat nicht immer das Auge für besser stehende Mitspieler, sondern daddelt sich irgendwo fest. Ich kann mir aber vorstellen, dass er unter einem Spieler-Optimierer wie Breite bestens aufgehoben ist und gegen särkere Gegenspieler nochmal einen Leistungssprung macht.
Bebou spricht neben deutsch auch perfekt französisch, was vor allem Salif Sané freuen dürfte (nach den Abgängen von Diouf, Ya Konan, Briand und Saint-Maximin unser einzig verbliebener Französisch-Muttersprachler).
