Sind denn Regeln umgangen oder gebrochen worden, oder ist es nicht eher so, das lediglich gegen den "Geist der DFL-Statuten" verstoßen wurde (wie du zuerst geschrieben hast)?
Entweder es gibt glasklare Regeln/Gesetze, die gebrochen wurden, dann hätte RB Leipzig niemals die Spielberechtigung für den Bereich der DFL-Ligen bekommen dürfen.
Oder diese Gesetze sind eingehalten worden und das Lizensierungsverfahren war korrekt.
Um irgendeinen "Geist der Statuten" scheren sich Konzerne wie RedBull nun wirklich einen feuchten Dreck.
Wo ist übrigens die Flut von Anzeigen und Klagen gegen die Zulassung von RB seitens der Konkurrenz geblieben? Wieso hat niemand der "etablierten" Clubs dagegen ernsthafte juristische Schritte eingeleitet?
Ein Schelm, wer hier einige diverse "schlechte Gewissen" vermutet ...
Die Frage ist doch, wie wasserdicht bzw. schwammig die Paragraphen und Regeln der DFL diesbezüglich sind. Gibt's da Hintertürchen, die genutzt worden sind, oder wurden gar Regeländerungen im stillen Kämmerlein beschlossen, um solchen Gebilden wie RB Leipzig den schnellstmöglichen Weg in die Bundesliga zu ermöglichen?
Wie korrupt oder käuflich sind die Verbands-Verantwortlichen, das es möglich ist, mal eben einem viert,- oder fünftklassigen Verein die Lizenz abzukaufen, um mit der eigenen frisch gegründeten Truppe deren Startplatz zu übernehmen.
Schon allein diese Nummer ist doch wohl ein schlechter Witz, oder?
Üblicherweise tritt man mit einem neu gegründeten Club in der untersten Kreisliga an, um sich dann Jahr für Jahr sportlich für die nächsthöhere Klasse zu qualifizieren, oder?
Dann diese Farce um das RedBull-Logo als Wappen, das "etwas" abgeändert werden musste, um "eindeutige" Werbeeffekte zu verhindern. Ich lache mich schlapp!
Leverkusen hat schon immer das Bayer-Kreuz im Wappen, und keinen interessiert's ...
@Picard:
Hast schon Recht, das wir in Hannover sponsorentechnisch da sicherlich ebenfalls nicht so pingelig sind. Wie die gesamte Konkurrenz der BL übrigens genauso ...
Es ist aber mMn. ein himmelweiter Unterschied, ob ein als Unternehmen geführter Fußballclub aus wirtschaftlichen Gründen Sponsoring betreiben muß um sportlich konkurrenzfähig zu bleiben (sei es der Stadionname oder die Trikotwerbung), oder ob ein Mega-Konzern wie RedBull sich auf fragwürdige Weise eigene Fußballclubs schafft, um sich damit sportlichen Erfolg zu kaufen, werbewirksame Aufmerksamkeit zu erlangen, und mittelfristig natürlich finanziellen Profit für den eigenen Laden zu generieren.
RedBull ist nicht so groß (und Mateschitz so reich) geworden, weil denen ihr lächerliches Getränk so toll ist. Die betreiben seit Jahrzehnten weltweit aggressivste und größtmögliche TV-Sensations-Werbeauftritte. Dazu zählen u.A. zweifelhafte Stunt-Shows, Stratosphärenballon-Sprünge, Auto-Rallye's und nun eben auch Profi-Fußball in Deutschland. Wenn's um Werbung für ihr Produkt geht, geht RedBull über Leichen, bzw. hat damit sogar schon welche produziert ...
Guten und erfolgreichen Fußball wollen wir doch alle sehen, ob im Norden, Westen Süden oder Osten. Wie dieser gute Fußball aber zustande kommt, interessiert vielleicht schon nicht mehr Jeden so sehr ...